Schlagwort-Archiv: Christopher Nolan

Insomnia

Nach seinem Meisterwerk Memento wurde natürlich eine ganze Menge von Christopher Nolans nächsten Film erwartet. Vielleicht war es ein cleverer Schachzug 2001 keine eigene neue Geschichte zu entwickeln, sondern das Remake eines norwegischen Thrillers von 1997 zu inszenieren. Insomnia verlegte die Handlung des Originalfilms nach Alaska, denn auch dort geht im Sommer die Sonne nie unter.

Al Pacino spielt den berühmten Polizeiermittler Will Dormer, der von Los Angeles nach Nightmute in Alaska fliegt, um den Mord an einer 17-jährigen Schülerin aufzuklären. Als Dorner den verdächtigen Autor Walter Finch (Robin Williams) verfolgt, erschießt er versehentlich seinen Partner. Er will diese Tat jedoch nicht zugeben und fälscht Beweismittel. Finch wiederum hat alles beobachtet und versucht den an Schlaflosigkeit leidenden Dormer zu erpressen.

Mit dem wie meist mit viel Power aufspielenden Al Pacino in der Hauptrolle, einem nach One Hour Photo einmal mehr unkomischen Robin Williams, sowie Hilary Swank als eifriger Polizistin gelang Nolan ein gut besetzter und sehr spannender Thriller. Vor ungewöhnlicher Alaska-Kulisse gibt es nicht nur atemberaubende Action auf schwimmenden Baumstämmen, sondern es werden auch hochmoralische Fragen gestellt. Zwar ist Insomnia ganz gewiss kein bahnbrechender Film wie Memento, aber ein schlüssiger Beweis dafür, dass von Nolan noch weitere spannende Dinge zu erwarten sind.

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Troja

Während eines Staatsbesuches stibitzt der trojanische Prinz Paris sehr zum Ärger seines Bruders Hektor dem spartanischen Herrscher Menelaos die schöne Ehefrau Helena. Menelaos machthungriger Bruder Agamemnon nutzt diese Situation um in den Krieg gegen Troja zu ziehen. Da die durch mächtige Mauern und den erfahrenen Hektor geschützte Stadt uneinnehmbar erscheint, braucht Agamemnon die Hilfe von Achilles dem größten aber auch unberechenbarsten Krieger der Welt.

Wolfgang Petersens Antike ist zwar nicht so faszinierend und eigenwillig gestylt wie das alte Rom in Ridley Scotts Gladiator, doch immerhin gelangen ihm 2004 wahrhaft monumentale Bilder, denen nicht sofort anzumerken ist, das sie meist aus dem Computer stammen. Der Film erzählt seine durchaus zeitgemäße Geschichte zupackend und zügig ohne wirkliche Höhepunkte, aber auch ohne die oft bei Monumentalfilmen üblichen Durchhänger.  

Petersen hält Brad Pitt zwar für einen legitimen Oscar-Kandidaten, doch seine Interpretation des Achilles als zunächst herzlose aber dann geläuterte Kampfmaschine will sich nicht wirklich erschließen. Peter O’Toole hat einen kurzen Oscar-Moment, wenn er um den Leichnam seines Sohnes bettelt. Ansonsten dienen die prominenten aber nur selten geforderten Darsteller eher dazu dem Zuschauer den Durchblick im Handlungsdickicht zu erleichtern. Einzige Ausnahme ist Eric Bana, der nach seiner blassen Leistung in Hulk, einen glaubhaften und besonnenen Hektor verkörpert.

Sicher auch angesichts des großen Erfolges des nicht gerade unblutigen Historien-Dramas 300 erhielt Wolfgang Petersen drei Jahre nach dem Kinostart von “Troja“ die Möglichkeit einen um mehr als 30 Minuten erweiterten Director’s Cut anzufertigen. Am auffälligsten ist zweifelsohne, dass es in den Schlachtszenen jetzt deutlich härter zur Sache geht und beim Sturm auf Sparta nicht nur gemetzelt, sondern auch vergewaltigt wird. Doch die neue Fassung zeigt auch ausführlicher die Ruhe vor dem Sturm und so mancher Darsteller, wie etwa Sean Bean als Odysseus, kommt im Recut deutlich besser zur Geltung. Auch die etwas hoffnungsfrohere Schlusseinstellung gibt es nur im Director’s Cut. Insgesamt ist die längere Fassung nicht nur blutiger, sondern auch atmosphärischer und gelungener.

Nachdem er Erfolge mit Memento und Insomnia war eigentlich Christopher Nolan als Regisseur von Troja vorgesehen. Doch da Wolfgang Petersens Projekt Batman vs. Superman nicht zustande kam, ersetzte dieser Nolan. Für den Briten war dies ein Glücksfall, denn er konnte Warner davon überzeugen Batman Begins zu drehen. Daraus wurde eine erfolgreiche Trilogie und Nolan verblüffte mit den verrätselten Meisterwerken Inception, Interstellar und Tenet, bevor es ihm gelang sein etwas sperriges Biopic Oppenheimer zu einem Milliarden-Dollar-Hit zu machen mit in seiner sehr eigenwilligen Version von Homers Odyssee doch noch die Eroberung von Trojas in Szene zu setzen.

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Die Odyssee

Nachdem er Erfolge mit Memento und Insomnia feierte sollte Christopher Nolan bereits 2004 den mit 200 Millionen Dollar budgetierten Historienfilm Troja drehen. Doch da Wolfgang Petersens Projekt Batman vs. Superman nicht zustande kam, setzte stattdessen der aus Emden stammende Regisseur Brad Pitt als Achilles und Diane Kruger als schöne Helena in Szene.

Für Nolan war dies ein Glücksfall, denn er konnte Warner davon überzeugen Batman Begins zu drehen. Daraus wurde eine erfolgreiche Trilogie und Nolan verblüffte mit den verrätselten Meisterwerken Inception, Interstellar und Tenet, bevor es ihm gelang sein etwas sperriges Biopic Oppenheimer zu einem Milliarden-Dollar-Hit zu machen.

Dieser Erfolg ermöglichte es Nolan mit seiner sehr eigenwilligen Version von Homers Odyssee doch noch die Eroberung Trojas in Szene zu setzen. Trotz einer Laufzeit von drei Stunden erzählt Nolan nur sehr gelegentlich bildgewaltig von den Irrfahrten des mit großem Einsatz von Matt Damon verkörperten Odysseus.

Immer wieder kehrte er nach Ithaka zurück, wo Penelope (großartig wie immer: Anne Hathaway) und ihr Sohn Telemachos (Tom Holland) jahrzehntelang auf ihr Familienoberhaupt Odysseus warten. Ihr Palast wird von einer Horde von Freiern belagert, wobei sich Robert Pattinson als Antinoos besonders schleimig und intrigant aufführt.

Nolans Odyssee geizt mit Fantasy-Elementen und ist nur sehr gelegentlich ein historischer Abenteuerfilm. Wenn die Schlacht um Troja aufwändig und brutal in Szene gesetzt wird, dann ist dies für Nolan eine Gelegenheit zu zeigen, dass Kriege niemals etwas Großartiges gewesen sind.

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Batman: The Long Halloween – FILM

Innerhalb der Reihe DC Universe Animated Original Movies wurden in den letzten Jahren mit Year One, The Dark Knight Returns, The Killing Joke, Gotham by Gaslight und Hush bereits einige Comic-Meisterwerke aus dem Batman-Universum mehr oder weniger werkgetreu als Zeichentrickfilm adaptiert. Als 41. Beitrag zur Reihe folgt ein weiterer Meilenstein.

Batman: The Long Halloween

1996 startete mit Batman: The Long Halloween eine Miniserie, die mittlerweile zu Recht als einer der ganz großen Comic-Klassiker gilt und Christopher Nolans The Dark Knight maßgeblich beeinflusste. Autor Jeph Loeb ließ jedes der 13 Hefte um einen Feiertag kreisen und erzählte vom mysteriösen Holiday, der den Mafia-Clan um den Paten Carmine Falcone dezimiert.

Batman: The Long Halloween

Die Geschichte spielt in der Frühzeit von Batman, der sich vom Rächer zum Detektiv entwickelt. Tim Sale setzte den Comic äußerst beeindruckend in einem sehr eigenständigen Stil in Szene. Sales Zeichnungen schimmern vor allem im Vorspann durch, doch ansonsten orientiert sich der Film eher am Look von Bruce Timms Batman: The Animated Series, was ja auch nicht ohne ist.

in einem sehr eigenständigen Stil

Auch inhaltlich werden einige neue Akzente gesetzt, doch der Geist von Loebs spannender Geschichte blieb erhalten. Dies schlug sich auch darin nieder, dass entschieden wurde, Loebs Story nicht einzudampfen und einer konventionellen Spielfilm-Dramaturgie anzupassen, sondern der Comic wurde als fast schon epischer Zweiteiler adaptiert.

Batman: The Long Halloween - FILM

Sehr erfreulich ist, dass im Bonusmaterial der beiden Blu-rays zu Batman: The Long Halloween  wieder animierte Kurzfilme der Reihe DC Showcase zu finden sind. Die Blu-ray zu Part 1 enthält eine  während des Zweiten Weltkriegs spielenden Geschichte mit  seit 1969 bei DC kämpfenden Spezialeinheit The Losers. Captain William Storms bunt zusammengewürfelte Truppe entdeckt auf einer geheimnisvollen Insel nicht nur eine Superwaffen-Fabrik, sondern wird auch noch mit einer Horde von Dinosauriern konfrontiert…

Batman: The Long Halloween - FILM

Unter den Extras von Batman: The Long Halloween befindet sich ein 16-minütiger Kurzfilm mit Blue Beetle, der in einem bewusst primitiven Animationsstil gehalten ist, um an die billig produzierten Superhelden-Trickserien aus den 60er-Jahren zu erinnern. In dem bewusst etwas albern gehaltenen Filmchen ermittelt Ted Kord alias Blue Beetle zusammen mit dem gesichtslosen Detektiv The Question in einem mit gefährlicher Limonade zusammenhängenden Fall.

in einem sehr eigenständigen Stil

Die Blu-ray zu „Batman: The Long Halloween – Part 1“ enthält neben dem 86-minütigen Hauptfilm noch eine Vorschau auf „Batman: The Long Halloween – Teil 2“ (9:10 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie die beiden thematisch passenden Episoden “Christmas with the Joker“ und “It’s never too late“ aus “Batman: The Animated Series“. Hinzu kommt noch der Kurzfilm “The Loosers“ aus der Reihe DC Showcase (16:04 min).

Batman: The Long Halloween

Die Blu-ray zu „Batman: The Long Halloween – Part 2“ enthält neben dem 87-minütigen Hauptfilm noch eine Vorschau auf  den nächsten DC-Animationsfim „Injustice“ (7:48 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie den thematisch passenden Zweiteiler “Two-Face“ aus “Batman: The Animated Series“. Hinzu kommt noch der Kurzfilm “Blue Beetle“ aus der Reihe DC Showcase (16:04 min).

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Tenet

Bereits in seinen US-Debüt Memento, spielte Christopher Nolan damit, zurück in der Zeit zu reisen. Vor 20 Jahren geschah das allerdings dadurch, dass Szenen einer eher konventionellen Kriminalgeschichte in umgekehrter Reihenfolge aneinandergereiht wurden. Bei Tenet hingegen gibt es einen Science-Fiction-Aufhänger, der Nolan die wildesten Vorwärts-Rückwärts-Spielereien erlaubt.

Tenet

Allzu viel spoilern kann ich zu diesem Thema nicht, denn um die Handlung vollständig zu verstehen, sind noch weitere Sichtungen des Films nötig. Doch – so viel sei verraten – auch diesmal gelingt es Nolan den Zuschauer nicht nur zu verwirren, sondern auch zu fesseln.

Tenet

Tenet ist durch seine verrätselte Struktur nicht nur ein typisches Werk des Regisseurs von The Prestige und Interstellar, sondern zugleich auch Christopher Nolans Version eines James-Bond-Films. Spätestens mit seiner an Im Geheimdienst ihrer Majestät erinnernden Traum-Ebene in Inception hat Nolan sich als großer Fan der Agenten-Serie geoutet.

Tenet

Ein ähnlich mitreißendes und innovatives Stück Kino werden die Produzenten der 007-Reihe in absehbarer Zeit ganz sicher nicht zustande bringen. Dies liegt nicht nur daran, dass der nur “Protagonist“ genannte Geheimagent mit John David Washington von einem schwarzen US-Amerikaner verkörpert wird und sein Love Interest – Elizabeth Debicki spielte eine ähnliche Rolle als „Gangsterbraut“ in The Night Manager – eine junge Mutter ist.

Tenet

Bemerkenswerter ist, neben der völligen Unberechenbarkeit der Handlung, das nahezu vollständige Fehlen von Ironie. Dadurch wird der explosive Realismus, mit dem Nolan seine Action-Szenen fast ohne digitale Tricks umsetzte, noch stärker hervorgehoben .

Tenet

Erstaunlich ist auch, was Nolan aus seinen Schauspielern herausholt. Kenneth Branagh hat sich vor einigen Jahren in Jack Ryan: Shadow Recruit bereits selbst als russischer Oligarch in der Schurkenrolle in Szene gesetzt. Doch dies ist kein Vergleich zu dem Kotzbrocken Viktor Cherevin, den Branagh diesmal in bedrohlichen Farben auf die Leinwand zaubert.

Tenet

Überraschend ist auch, wie gut sich Twilight-Star Robert Pattinson als Action-Held an der Seite von John David Washington macht. Fast könnte man meinen, Nolan hätte ihn dadurch auch gleich fit gemacht für seine nächste Rolle als The Batman.

Tenet

Es sei noch verraten, dass am Ende von Tenet einige Geheimnisse rund um die von Washington und Pattinson verkörperten Charaktere andeutet werden. Christopher Nolan wäre durchaus zuzutrauen, dass ihm – ähnlich wie bei seiner Batman-Trilogie – einige gleichwertige Fortsetzungen gelingen werden.

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The Prestige

Ende des 19. Jahrhunderts versuchen in London zwei sehr unterschiedliche Zauberkünstler sich gegenseitig zu übertrumpfen und bloßzustellen. Der sich seiner Wirkung auf das Publikum sehe bewusste Robert Angier (Hugh Jackman) und der talentiertere aber weniger elegante Alfred Borden (Christian Bale) waren einst befreundet. Doch nachdem ein Trick auf tragische Art misslang bekämpfen sie sich bis aufs Blut. Durch den Wissenschaftler Nikola Tesla (David Bowie) bekommt Angier die Chance einen Zaubertrick vorzuführen, der alles bisher Gesehene übertrifft…

The Prestige

Der verzwickt erzählte Roman The Prestige von Christopher Priest ist wie geschaffen für den gerne mit verschiedenen Zeitebenen jonglierenden Regisseur Christopher Nolan. Nach einem gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan verfassten Drehbuch gestaltete Nolan The Prestige nicht ganz so unübersichtlich wie seinen großen Durchbruch Memento aber deutlich doppelbödiger als seinen kurz zuvor entstandenen Blockbuster Batman Begins.

The Prestige
Der Film überzeugt nicht nur durch wirklich überraschende Pointen, sondern auch formal sowie durch die sehr guten Darsteller, die den vielschichtigen Figuren voll gerecht werden. Obwohl die Ausstattung opulent ist, entsteht nie der Eindruck eines Kostümfilms, denn Erzählweise und Personen wirken frisch und modern.

The Prestige

Die Zauberapparaturen des von Michael Caine gespielten Ingenieurs (der für einen guten Trick auch schon mal einen Kanarienvogel zerquetscht) und die wild flirrenden elektrischen Maschinen des Nikola Tesla (den es tatsächlich gegeben hat) haben etwas Rohes und Bedrohliches. The Prestige ist genauso überraschend wie ein wirklich guter Zaubertrick und die Verblüffung wirkt noch lange nach.

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Batman: Knightfall

Die von Eaglemoss in Zusammenarbeit mit Panini veröffentlichte Batman Graphic Novel Collection präsentiert seit Anfang 2019 alle zwei Wochen Bände mit Comic-Highlights. Darunter befinden sich Meilensteine wie Dark Victory, Joker, die von Neal Adams gezeichneten Batman-Storys und natürlich Frank Millers Die Rückkehr des Dunklen Ritters.

Batman: Knightfall

Die  Buchrücken der Hardcover-Bände fügen sich zu einem ständig breiter werdenden Panorama-Bild zusammen. Der nicht erst seit gestern seiner Leidenschaft frönende Batman-Fan hat jedoch viele der in dieser Form veröffentlichten Comics bereits als (noch) schöner aufgemachte Editionen in seinem Regal stehen.

Batman: Knightfall

Doch bei der sich über vier Bände erstreckenden Veröffentlichung der ebenso epischen wie einflussreichen Storyline Knightfall haben sich die Herausgeber der Batman Graphic Novel Collection besonderes viel Mühe gegeben.

Batman: Knightfall - Comic-Klassiker als Hörgenuss

Es ist wohl kaum gespoilert, wenn hier verraten wird, dass Knightfall darin gipfelt, dass der bullige Bane den durch zahlreiche Auseinandersetzungen mit der Schurkenwelt Gothams geschwächten Batman das Rückgrat bricht. Dieser klassische Moment ereignete sich 1993 – ein Jahr nach dem Tod von Superman – im Heft 497 der regulären Batman-Serie und beeinflusste sowohl Christopher Nolans Kinofilm The Dark Knight Rises als auch Sean Murphys Der Fluch des Weißen Ritters.

Batman: Knightfall

Die Geschichte wurde von engagierten Autoren wie Dennis O’Neil, Doug Moench, Alan Grant und Chuck Dixon sorgfältig vorbereitet. Batmans Gegenspieler Bane hatte kurz zuvor seinen ersten Auftritt in dem 64-seitigen Special The Vengeance of Bane. Hier wird die tragische Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, der als Sohn eines Revolutionärs in dem Inselstaat Santa Prisca lebenslänglich eingesperrt wird. Um in der brutalen Gefängniswelt zu überleben, entwickelt er übermenschliche Kräfte und große Gewaltbereitschaft.

Batman: Knightfall

Doch Bane schult auch seinen Intellekt und liest pro Tag mehrere Bücher. Dadurch und durch Erzählungen seiner Zellengenossen erfährt er von Batman. Zwar fand Graham Nolan beeindruckende Bilder für diese Geschichte, doch Autor Chuck Dixon tat sich etwas schwer damit Banes Besessenheit zu erklären. Er formulierte: “Was war es, was diese radikale Veränderung in ihm hervorrief, als er von Batman hörte? Er erfüllte sein ganzes Denken und seine schlimmsten Träume und wurde zu seiner Obsession…“

Batman: Knightfall

Gemeinsam mit einigen Gefährten gelingt es Bane dem Hochsicherheitsknast zu entfliehen. In Gotham studiert er Batman genau und ist überrascht, als er herausfindet, dass dieser es bei seinen Einsätzen vermeidet zu töten. Bane entwickelt einen teuflischen Plan und befreit alle Insassen von Arkham Asylum. Nachdem der ohnehin unter Burn-out leidende Batman vom Kampf gegen die gefährlichen Kriminellen geschwächt ist, greift Bane an…

Batman: Knightfall

Unter dem Titel Knightfall: Der Sturz des Dunklen Ritters – Prolog enthält Band 39 der Batman Graphic Novel Collection nicht nur The Vengeance of Bane, sondern auch noch die vierteilige Miniserie Sword of Azrael, die die Vorgeschichte vom Jean Paul Valley erzählt. Dieser trat als mysteriöser Racheengel Azrael das Erbe seines Vaters an. Nach der Lähmung Batmans übernimmt Azrael dessen Aufgabe und herrscht mit brutaler Gewalt über Gotham City.

Batman: Knightfall

Band 40 der Batman Graphic Novel Collection enthält mit Batman # 491 das erste Heft der regulären Knightfall-Reihe. Doch auch hier kommt mit drei zuvor erschienenen DC-Hefte die zum besseren Verständnis der Saga nötige Vorgeschichte zum Abdruck.

Batman: Knightfall

Ein unverzichtbarer Bestandteil  von Knightfall  sind die eine bedrohliche Atmoshäre schaffenden Titelbilder von Kelley Jones, die ebenfalls in der Batman Graphic Novel Collection enthalten sind.

Batman: Knightfall

Band 42 der Batman Graphic Novel Collection enthält den Abschluss der Knightfall-Saga. Es bleibt zu hoffen, dass in derselben Form auch die Fortsetzungen Knightquest und KnightsEnd veröffentlicht werden.

Batman: Knightfall

Mittlerweile hat Panini eine DeLuxe Edition von Knightfall in drei XL-Hardcover-Sammelbänden im Format von 19 x 28,5 cm gestartet. Band 1 hat einen Umfang von knapp 1000 Seiten!

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The Little Book of Batman

Für den kleineren Geldbeutel oder auch als Mitbringsel bringt Taschen zum Preis von jeweils 7,99 Euro kleine broschierte 12 x 17 cm große Bücher heraus, die sich auf jeweils knapp 200 Seiten mit bekannteten Comic-Helden beschäftigen.

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Batman dürfte hier wohl der beliebteste DC-Heroe sein. In einem kurzen in deutsch, englisch und französisch abgedruckten Essay versucht Herausgeber Paul Lewitz die Frage “Warum lieben wir Batman?“ zu beantworten. Das restliche Büchlein zeigt dann chronologisch geordnet Bildbeispiele aus der wechselhaften Geschichte des Dunklen Ritters.

The Little Books of Batman, Superman & Wonder Woman

Zu bestaunen gibt es markante Bildbeispiele aus den Batman-Comics, angefangen vom ersten Auftritt 1939 in Ausgabe 27 des Hefts Detective Comics bis hin zu den im “Modern Age“ entstandenen Geschichten, die Frank Miller, Tim Sale oder Jim Lee in Szene setzten Doch natürlich finden auch die einflussreiche alberne TV-Serie mit Adam West sowie die Kinofilme von Tim Burton und Christopher Nolan Berücksichtigung. Doch die Comics bilden den Schwerpunkt des Büchleins und das ist gut so!

The Little Book of Batman, Superman & Wonder Woman

Batman wird gemeinsam mit Superman und Wonder Woman (zu denen auch Little Books erschienen sind) weiterhin ein einflussreicher Trivial-Mythos bleiben und diese Little Books informieren bestens darüber, wie sich diese Helden erfolgreich in den Jahrzehnten behaupten konnten.

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Inception

Christopher Nolan (The Dark Knight, Interstellar) machte Hollywood mit 2010 mit Inception tatsächlich zur Traumfabrik. Im Stile von Mission: Impossible oder Oceans Eleven lässt er eine um den immer etwas verträumt guckenden Meister-Traumdieb Dominic Cobb (Leonardo DiCaprio) gruppierte Experten-Kombo in das Unterbewusstsein eines Industriellen (Cillian Murphy) eindringen, um diesen im Auftrag eines Konkurrenten (Ken Watanabe) auszuschalten.

Inception

So weit so simpel, doch was zunächst ein wenig wie die auf Sparflamme laufende arg verkopfte Version von Matrix wirkt und zunächst auf emotionaler Ebene nur bedingt mitreißt, kommt dann ganz schön in Fahrt. Nolan geht davon aus, dass die Zeit im Traum langsamer verläuft als in der Realität und dass es nicht nur möglich ist im Traum zu träumen, sondern auch im geträumten Traum. Nachdem in der ersten Hälfte des Filmes das Team (Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy) formiert, lässt es der Regisseur und Drehbuchautor danach auf etlichen Ebenen so richtig krachen.

Inception

Der Parallelmontage zwischen den vier oder fünf verschiedenen unterbewußten Welten kann der vom Regisseur entsprechend gebriefte Zuschauer mühelos folgen, um danach noch ewig über die Schlussszene nachzudenken. Während Nolans ähnlich anregend gestaltete Filme Memento und The Prestige eher Insiderhits blieben, gelang ihm mit Inception das Kunststück eines 148-minütigen Blockbusters, der nicht nur nahezu alle Sinne, sondern sogar das Hirn anregt.

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Batman: Das Making-of der Dark Knight Trilogie

Christopher Nolan plante keine Trilogie als er 2005 Batman Begins drehte. Dennoch ließ er am Ende des Filmes eine Joker-Spielkarte auftauchen, die andeutete, dass eine Fortsetzung mit einem neuen Schurken möglich war.

Batman: Das Making-of der Dark Knight Trilogie

Diese und viele andere Ideen übernahm er aus Frank Millers Batman: Year One, was in diesem Prachtband durch zahlreiche Abbildungen der zugehörigen von David Mazzucchelli (Stadt aus Glas) gezeichneten Comicseiten gebührend gewürdigt wird. Auch ansonsten wird immer wieder auf bahnbrechende Batman-Comics wie The Long Halloween, The Killing Joke oder Knightfall verwiesen, denen die Filme viel verdanken.

Batman: Das Making-of der Dark Knight Trilogie

Gestaltung und Design des Buches lag in den Händen von Chip Kidd, der Batman-Comic Bauwerke des Todes schrieb und den Comicfans bereits zahlreiche einfallsreich bebilderte Sekundärwerke bescherte. Am schönsten ist vielleicht sein in Zusammenarbeit mit Art Spiegelman (Maus) entstandener Bildband Jack Cole and Plastic Man, der teilweise auf Hochglanz- und teilweise bewusst schlecht auf “billigen“ Comic-Papier gedruckt wurde, um einen möglichst authentischen Eindruck von Heften aus den Vierziger Jahren zu vermitteln.

Batman: Das Making-of der Dark Knight Trilogie

Ganz so wild darf es Kidd bei einem Buch über Warner-Blockbuster leider nicht treiben. Doch er findet eindrucksvolle Bildzusammenstellungen um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Nolans Batman-Filmen zu illustrieren. Dies gelingt ihm bei einer großformatigen Montage der sehr verschieden eingesetzten Fledermaus-Symbole aus den Werbekampagnen von 2005, 2008 und 2012 besonders gut.

Batman: Das Making-of der Dark Knight Trilogie

Der von Jody Duncan Jesser und Janine Pourroy, zwei Mitarbeitern des US-Kinomagazins Cinefex,  verfasste Text hält dem einfallsreichen Layout nicht immer stand. Es ist zu spüren, dass das in den USA exakt zum Kinostart von The Dark Knight Rises erschienene Buch noch nicht allzu viel über den Inhalt des letzten Filmes der Trilogie verraten soll, doch Fans von Batman oder Nolan sei es empfohlen.

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