Martin Sonneborn: Heimatkunde

2008: Achtzehn Jahre nach der Wiedervereinigung wurde die Republik volljährig und jeder neunte Bundesbürger wünschte sich die Mauer zurück, so eine Forsa Umfrage. Ein Jahr vor dem historischen Datumwanderte Martin Sonneborn, der ehemalige Titanic-Chefredakteur, Parteivorsitzende der Partei Die Partei und ab 2014 Mitglieder des europäischen Parlaments, 234 km rund um die deutsche Hauptstadt.

Durch diese Expedition wollte Sonneborn herausfinden, ob und welches Leben im ehemaligen Zonenrandgebiet existiert. Gleich zu Beginn seines Gewaltmarsches entlang des landschaftlich eher trostlosen Berliner Grenzgebiets stieß Sonneborn auf einen nackt sonnenbadenden Ossi, der dies heimlich machte, da seine aus dem Westen stammenden neuen Nachbarn ihn allzu misstrauisch beäugen. Interessant war auch ein Gespräch mit zwei jungen Mädchen, die nichts über die DDR wussten, diese aber dennoch für besser als die aktuellen Zustände hielten.  

Auf den ersten Blick erinnert Sonneborns unterhaltsam improvisierter Dokumentarfilm an die Reiseberichte von Franz Xaver Gernstl. Doch im Gegensatz zum sensiblen Bayern, der seine Reisebekanntschaften ausreden lässt und nie bloßstellt, provoziert der Satiriker Sonneborn seine Gesprächspartner freundlich aber bestimmt, wobei Borat durchaus grüßen lässt. Erstaunlich schnell kitzelt Sonneborn dabei allerlei Vorurteile heraus, die zeigen, dass die Mauer in den Köpfen der Menschen noch lange nicht verschwunden ist.

Extras der DVD: Drei weiterer Reisebegegnungen (27:14 min), 18 kurze aber bizarre Begegnungen (20:48 min), Interview mit Martin Sonneborn (17:22 min), Trailer (1:59 min), Trailer zu „Die Partei“ und „Titanic informiert“

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