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Star Wars Comics Library

George Lucas war schon immer Comicfan. Daher war es ihm wichtig, dass bereits eine Comicadaption von Star Wars im Handel war, bevor der Film am 25. Mai 1977 in den US-Kinos startete. Marvel erhielt daher die Rechte gratis und musste erst Lizenzgebühren zahlen, wenn mehr als 100.000 Exemplare verkauft wurden.

Howard Chaykin war für Lucas der Wunschkandidat für die Comic-Adaption von Star Wars. Der Zeichner fertigte bereits 1976 für den San Diego Comic Con ein Plakat an, das neugierig auf den Film machen sollte (und auch machte!). Der von Chaykin gezeichnete erste Band der sechsbändigen Adaption des Films erschien bereits am 12. April 1977. Dem Autor Roy Thomas (75 Years of Marvel Comics) diente dabei das Drehbuch von George Lucas als Vorlage.

Daher setzte Chaykin Situationen in Szene, die im Kino gar nicht zu sehen waren (obwohl sie teilweise gedreht wurden). So gab es im Comic (aber auch im Roman zum Film) einige zusätzliche Szenen, in denen Luke Skywalker seinen Jugendfreund Biggs Darklighter trifft, der ebenfalls als Kampfpilot dabei war, als der Todesstern angegriffen wurde, dies aber nicht überlebte.

Pünktlich zum Kinostart erschien Heft 3 und die Ausgaben der Filmadaption verkauften sich millionenfach und damit sehr viel besser als Marvels Superhelden-Comics. Daber erschienen in den nächsten Jahren im Monatstakt weitere Star-Wars-Comics. Lucas verdiente nicht nur daran, sondern – da es noch eine Weile dauerte. bis Star Wars mit Das Imperium schlägt zurück fortgesetzt wurde – wollte er, dass Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Han Solo und Chewbacca in der Zwischenzeit nicht in Vergessenheit gerieten.

Thomas, Chaykin und weitere Marvel-Künstler wie der Autor Archie Goodwin oder der Zeichner Carmine Infantino durften es in den Fortsetzung-Comics richtig krachen lassen. So erzählten sie z. B. eine galaktische Variante zum Westernklassiker Die glorreichen Sieben, in der Han Solo an der Seite von Don-Wan Kihotay, einen an Don Quijote erinnernden Jedi von der traurigen Gestalt, sowie eines 1,80 m großen grünen Hasen namens Jaxxon kämpft.

Die ersten 23 Ausgaben wurden von Taschen für die im riesigen Format von 34 x 25 cm veröffentlichte Star Wars Comics Library digital restauriert. Dabei wurden „die Mängel des kostengünstigen und technisch begrenzten Druckverfahrens der damaligen Zeit behoben, ohne den Charakter und die besondere Anmutung der historischen Erstveröffentlichungen zu verlieren“.

Ergänzt wird die 600-seitige Edition durch eine ausführliche und reich bebilderte Einführung des Comic-Historikers Peter Sanderson, umfangreiche Anmerkungen zu den 23 Heften, sowie Biografien der beteiligten Künstler.

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Superman gegen Spider-Man (1976)

In diesem Band, der einen Comicklassiker erstmals adäquat auf deutsch präsentiert, kommt ein Monolog von Stan Lee zum Abdruck, in dem dieser erzählt, dass er in den Siebzigern häufig mit “DCs Obermacker“ Carmen Infantino darüber gesprochen hatte, dass sie die Top-Helden der beiden Superhelden-Verlage “schnellstmöglich zusammenbringen“ müssen.  

1976 trafen dann in Superman vs. The Amazing Spider-Man: The Battle of the Century erstmals Helden von DC und Marvel aufeinander und es entstand eine Art “Mutter aller Crossover und Team-Ups“. Die Story wurde von Gerry Conway meisterlich aufgegliedert und ihm gelingt es keinen der beiden Superhelden zu bevorzugen.

Im 15-seitigen “Prologue 1“ trifft Superman in Metropolis auf einen riesigen von Lex Luthor gesteuerten Roboter. Luthor, der damals noch kein Konzernchef war, kann nach einem kurzen Kampf mit einen gestohlenen Computerbauteil entkommen. Superman gelingt es dennoch seinen Erzfeind zu fassen. Es folgt eine Seite mit eine “Hero Identification“ von Superman.

Im ebenfalls 15-seitigen “Prologue 2″ ärgert sich Spider-Man in New York mit Dr. Octopus herum. Im Anschluss gibt es eine “Hero Identification“ von Spider-Man. Der “Prologue 3“ lässt auf fünf Seiten Luthor und Doc Ock im Knast aufeinandertreffen, einen Plan schmieden und gemeinsam ausbrechen. Unter dem Motto “and leave us not forget our villainous Villains“ folgt ein “Schurkenporträt“ des diabolischen Duos.

Anschließend beginnt das zehnseitige “Chapter One: A Duel of Titans“, in dem sich Clark Kent, Peter Parker, Lois Lane und Mary Jane Watson in New York auf der Weltnachrichtenkonferenz kennenlernen. Im “Chapter Two: When Heroes Clash!“ ist es dem trickreichen Lex Luthor gelungen, Superman und Spider-Man so zu manipulieren, dass sie sich auf vierzehn Seiten einen spektakulär in Szene gesetzten Zweikampf zu liefern.

In “Chapter Three: The Call of Battle“ hat unser Heldenduo die Schurken durchschaut und bläst auf zwölf Seiten zum Angriff. In “Chapter Four: Doomsday Decision“ geht es auf zwanzig Seiten im Weltraum weiter. Die Helden kehren siegreich mit den durch Netzflüssigkeit gefesselten Schurken nach New York zurück. Dort wird im “Epilogue“ Clark, Peter, Lois und Mary Jane von Morgan Edge und J. Jonah Jameson ein Abendessen spendiert.

Conways Story ist ein großartiges Gerüst für die spektakulären, häufig auf Doppelseiten präsentierten, Zeichnungen von Ross Andru. Dieser erhielt etwas Unterstützung von den Comiclegenden John Romita Sr. und Neal Adams, der zwei Jahre später Superman auf Muhammad Ali treffen ließ.

Aktuell wurden weitere Comicbegegnungen zwischen Superman und Spider-Man veröffentlicht. Doch diese konnten nicht mit der Wucht des Klassikers von 1976 mithalten und wurden durch weitere Shortstories mit DC-Marvel-Crossovers aufgemotzt.

Nahezu zeitgleich mit der US-Veröffentlichung erschien 1976 ein übergroßes Ehapa-Album auf dessen Cover “Superman gegen Super-Spider“ zu lesen war, weil der deutsche Verlag nicht die Rechte an Spider-Man hatte. Doch jetzt endlich bekommt dieser Klassiker auch bei uns die großformatige 26 x 36 cm Hardcover-Veröffentlichung mit Pseudo-Handlettering und Alex-Ross- Vorsatzpapier, die er schon lange verdient hat.

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Star Wars: Movie Collection

Bevor Star Wars am 25. Mai 1977 in die US-Kinos kam, startete bereits eine Comic-Adaption jenes Films, der heute den Zusatz “Episode IV – A New Hope“ im Titel trägt.

Marvel veröffentlichte am 12. April 1977 in einem zwanzigseitigen Heft den ersten Teil einer sechsteilige Comicadaption des Films und druckte in großen Lettern die prophetischen Worte THE GREATEST SPACE-FANTASY FILM OF ALL! aufs Cover.

Dem Autor Roy Thomas (75 Years of Marvel Comics) diente das Drehbuch von George Lucas als Vorlage. Daher ließ er den Zeichner Howard Chaykin Situationen in Szene setzen, die im Kino gar nicht zu sehen waren (obwohl sie teilweise gedreht wurden).

So gab es im Comic (aber auch im Roman zum Film) einige zusätzliche Szenen, in denen Luke Skywalker seinen Jugendfreund Biggs Darklighter trifft, der ebenfalls als Kampfpilot dabei war, als der Todesstern angegriffen wurde, dies aber nicht überlebte.

Howard Chaykin war für den bekennenden Comic-Fan George Lucas der Wunschkandidat für die Comic-Adaption von Star Wars. Der Zeichner fertigte bereits 1976 für den San Diego Comic Con ein Plakat an, das neugierig auf den Film machen sollte (und machte!).

Im Laufe der letzten Jahrzehnte erschienen immer wieder neue Comic-Adaptionen von Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung, etwas als Manga von Hisao Tamaki oder 1997 als Lucas eine überarbeitete Version des Films in die Kinos brachte, wurde ein von Al Williamson neu gezeichneter Comic veröffentlicht.

Doch auch Howard Chaykins erste Comic-Adaption von Star Wars war weiter präsent und bekam von Chris Sotomayo einen neu am Computer erstellten Anstrich. Diese Version ist in Band 4 von Paninis Star Wars: Movie Collection und in Band 2 der Star Wars Comic-Kollektion zu finden.

Als Bonus enthält die mit 15 Euro relativ preiswerte Hardcover-Edition eine 19-seitige Cover-Galerie, bei der leider gelegentlich auch etwas arg am Farbregler gedreht wurde. Dennoch atmen diese püppigen Titelbilder sehr viel stärker den Geist der Siebziger als Chaykins etwas zu satt eingefärbte Comicseiten.

Die in den Star-Wars-Heften 39 bis 44 veröffentlichte Comicadaption von Das Imperium schlägt zurück startete in den USA am 24. Juni 1980. Zu diesem Zeitpunkt lief Episode V bereits in den US-Kinos, während die deutschen Zuschauer noch bis zum 11. Dezember warten mussten, sich aber durch den US-Comic vorab darüber informieren konnten, was sie in den Lichtspielhäusern erwarten wird.

Als Zeichner kam mit Al Williamson der wohl beste Star-Wars-Künstler zum Einsatz. Dieser hatte zuvor bereits den Comic zu Dino de Laurentiisʼ Kinofilm Flash Gordon zu Papier gebracht. Während Howard Chaykin Episode IV in einem recht lockeren Stil in Szene setzte, sahen die von Al Williamson gezeichneten Raumschiffe haargenau so aus wie im Kino.

Auch Al Williamsons Filmadaption wurde für Neuveröffentlichungen wie die Star Wars: Movie Collection von Chris Sotomayo farblich neu überarbeitet. Dieses geschah jedoch etwas weniger grell als zuvor bei den Seiten von Chaykin und manche Details vom Williamson kommen durch die neue plastische Kolorierung sogar besser zur Geltung als bei der Erstveröffentlichung.    

Als Anhang gibt es eine Covergalerie. Diese präsentiert auf vierzehn Seiten alle 6 Titelbilder von Al Williamson, sowie Cover von Bob Larkin, Tim und Greg Hildebrandt, Cam Kennedy, Matt Hollingsworth, Terry Austin und Michael Gordon. Leider viel zu klein kommen zudem noch Pin-ups von John Byrne, Marie Severin und Frank Miller zum Abdruck. Diese drei schönen Motive kamen in Band 17: Das Imperium schlägt zurück der Star Wars Comic Kollektion jeweils ganzseitig zum Abdruck.  

Auch Die Rückkehr der Jedi-Ritter wurde von Al Williamson nach einem Skript von Archie Goodwin für Marvel adaptiert. Das vier Hefte zierten Titelbilder von Bill Sienkiewicz und die Miniserie startete am 5. Juli 1983, also mehr als fünf Wochen nach dem US-Kinostart (in Deutschland musste noch bis zum 9. Dezember auf Episode VI gewartet werden).    

Auch diese filigran von Williamsons gezeichnete Filmadaption wurde für spätere Veröffentlichungen von Chris Sotomayo neu koloriert, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Da dieser Hardcoverband weniger Comicseiten als andere Ausgaben der Star Wars: Movie Collection enthält, ist das Bonusmaterial diesmal sehr viel üppiger ausgefallen.

Auf knapp vierzig Seiten gibt es die vier Titelbilder von Bill Sienkiewicz, Cover von Adam Hughes, Tim und Greg Hildebrandt, Matt Hollingsworth und Adi Granov, sowie Pin-Ups und schwarzweiße Seiten von Al Williamson zu bestaunen.

Die Comicadaption von Die dunkle Bedrohung startete am 5. Mai 1999, also zwei Wochen vor dem Kinostart. Die vier Hefte zu Episode I erschienen jedoch nicht bei Marvel, sondern bei Dark Horse. An den Zeichnungen war Al Williamson als Tuscher beteiligt. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus einen Comics der Reihe Legends zu Anakin Skywalker, sowie Cover von Timothy Bradstreet, Hugh Fleming und Ravenwood.

Die aus vier Heften bestehende Comicadaption von Angriff der Klonkrieger startete bei Dark Horse am 24. April 2002, also zwei Wochen vor dem US-Kinostart von Episode II. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus vier Cover von Tsuneo Sanda.

Die aus vier Heften bestehende Comicadaption von Die Rache der Sith startete bei Dark Horse am 16. März 2005, also zwei Monate vor dem US-Kinostart von Episode III. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus Legends-Comics zu Königin Amidala und zu Obi-Wan Kenobi, sowie sechs Cover von Dave Dorman, Tsuneo Sanda und Tim Bradstreet.

Die aus sechs Heften bestehende Comicadaption von Das Erwachen der Macht startete bei Marvel bereits am 22. Juni 2016, also ein halbes Jahr vor dem Kinostart von Episode VII. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus sieben Cover von Esac Ribic, Mike Mayhew, Mike Deodato, Mike Del Mundo, Rafael Pinto Albuquerque, Paolo Rivera und Phil Noto.

Die aus sechs Heften bestehende Comicadaption von Die letzten Jedi startete bei Marvel am 9. Juni 2025, also ein halbes Jahr NACH dem Kinostart von Episode VIII. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus fünf Cover von Mike Del Mundo Kamone Shirahama, Rahzzah, Mahmud Asrar & Frank D`Armata und Phil Noto.

Die aus fünf Heften bestehende Comicadaption von Der Aufstieg Skywalkers startete bei Marvel erst am 26. Februar 2025, also MEHR ALS FÜNF JAHRE NACH dem Kinostart von Episode IX. Der Band der Star Wars: Movie Collection enthält als Bonus fünf Cover von Phil Noto.

Es bleibt abzuwarten, ob in der selben Form auch noch die Comics zu den Star Wars Stories Rogue One und Solo erscheinen.

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Frank Miller: Elektra Collection

Nachdem bei Panini zwei großformatige Collection-Bände mit den Daredevil-Comics von Frank Miller erschienen sind, folgt in derselben Aufmachung eine Edition mit dessen Elektra-Comics.

Im 1981 von Miller geschriebenen und gezeichneten Comicheft Daredevil # 168 hatte Elektra Natchios ihren ersten Auftritt. Die mit zwei japanischen Sais bewaffnete Auftragskillerin wurde bereits 13 Hefte später von Bullseye ermordet und hatte zuvor eine stürmische Affäre mit Matt Murdock alias Daredevil.

Doch die Comicfigur war (natürlich!) nicht wirklich tot und diese Collection enthält alle weiteren Elektra-Comics, an denen Frank Miller beteiligt war. Zum Auftakt gibt es eine zehnseitige schwarzweiße Story, die 1981 im Marvel Magazin Bizarre Adventures veröffentlich wurde. Miller zeigt hier, wie Elektra den sich auf einer abgelegenen Insel versteckenden Altnazi von Eisenbluth umbringt.

Es folgt eine Story aus dem 1982 veröffentlichten Heft What If # 35. Als Zeichner und Autor beantwortet Frank Miller hierin auf 17 Seiten die Frage, was passiert wäre, wenn es Bullseye nicht geschafft hätte, Elektra zu ermorden. Spoiler: Das wäre zwar toll für Matt Murdock und Elektra Natchios gewesen, doch dieses Happy End hätte die Comicserie Daredevil gekillt.

Zum Abschluss des Buchs gibt es noch einige Cover und fünf zusätzliche Comicseiten, sowie eine Sequenz mit drei Panels, die 1984 Frank Miller und Klaus Janson für die vierteilige Elektra Saga gezeichnet haben. Die Miniserie enthielt Nachdrucke von Elektras Auftritten aus den Daredevil-Heften und aus Bizarre Adventures.

Das Kernstück des Bandes sind jedoch zwei längere Comics, bei denen es sich optisch und inhaltlich um alles andere als um Superhelden-Mainstream sondern um Graphic Novels handelt. Genau wie kurz zuvor bei Daredevil: Love and War fungierte Miller 1986 bei Elektra: Assassin ebenfalls „nur“als Autor und überließ auch hier dem experimentierwütigen Bill Sienkiewicz die atemberaubende Bebilderung.

Miller erzählt davon, wie Elektra Natchios in einer psychiatrischen Anstalt in Südamerika unter Drogen gesetzt wurde und versucht, sich an ihre Jugend zu erinnern. In Gedankenfetzen wird sie konfrontiert mit dem Mord an ihrer Mutter und ist sich nicht sicher, ob sie von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde.

Zugleich geht es um eine zweifelhafte Präsidentschaftskampagne, wobei Bill Sienkiewicz für das Gesicht des Kandidaten Ken Wind immer wieder dasselbe Foto verwendet. Außerdem bekommt es Elektra mit Nick Furys Geheimagenten von S.H.I.E.L.D. zu tun. Zum Verständnis der in acht Heften auf 250 Seiten ohnehin schon recht kompliziert erzählten Geschichte trägt das wilde Artwork zwar wenig bei, doch optisch ist Elektra: Assassin immer noch eine Pracht.

Den zweiten Elektra-Meilenstein in diesem Sammelband hat Frank Miller 1990 geschrieben und gezeichnet. Elektra lives again spielt an sieben Tagen. Auf 75 Seiten erzählt Miller davon, wie Matt Murdock nach dem Mord an Elektra versucht, mit seiner Trauer fertig zu werden und Abschied zu nehmen.

Die Story ist sehr viel weniger chaotisch als Elektra: Assassin und setzt sich in unvergesslichen Bildern und teilweise sehr zu Herzen gehend mit Leben und Tod auseinander. Nicht unerwähnt bleiben soll noch die großartige Farbgebung von Frank Millers damaliger Lebensgefährtin Lynn Varley. Deren Kolorierung hat maßgeblich zum Erfolg von Millers Frühwerken Ronin, The Dark Knight Strikes Again und 300 beigetragen.

Es ist sehr erfreulich, dass diese Elektra-Meisterwerke in einer schönen Collection neu aufgelegt wurden.          

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James Gunn: Superman

James Gunn, der Regisseur und Schöpfer der ersten beiden Guardians of the Galaxy Blockbuster, erhielt 2018 wegen lange zurückliegender, unüberlegter Tweets bei Disney den Laufpass. Warner war toleranter und Gunn wechselte von Marvel zu DC. Bei The Suicide Squad erhielt Gunn völlige Narrenfreiheit und genau wie bei den Guardians standen auch hier Comicfiguren, die kaum jemand kennt, im Zentrum der Handlung.

Mit einer davon, dem herrlich schräg von John Cena verkörperten Peacemaker, drehte Gunn während der Corona-Zeit eine spaßige Serie, die alles was Marvel bei Disney+ online gestellt hat, ganz schön alt aussehen lässt. Das waren die Gesellenstücke, die Gunn für die ganz große Herausforderung qualifizierten.

Nachdem Zack Snyder seine 2015 mit Man of Steel gestartete Reihe von finsteren DC-Filmen mit einer überraschend gut gelungenen Langfassung von Justice League beendet hatte, wurden James Gunn 225 Millionen zur Verfügung gestellt, um mit einem Superman-Film das Fundament für ein völlig neues DC Universe auf die große Leinwand zu zaubern.

Gunn hält sich nicht lange mit der Vorgeschichte des Vaters aller Superhelden zu erzählen, sondern er startet dort, wo der junge Superman seinen ersten Kampf zur Rettung von Metropolis verloren hat.

Zur Hilfe eilt ihm kein anderer kostümierter Superheld, sondern sein ebenfalls von einem nicht mehr existierenden Planeten stammender weißer Terrier-Mischling Krypto. Es sei hiermit gespoilert, dass das Hündchen nicht nur ein Sidekick ist, sondern sich maßgeblich an den Kämpfen von Superman beteiligt.

Die Geschichte spielt zu einer Zeit, als Lois Lane (großartig: „The Marvelous Mrs. Maisel“ Rachel Brosnahan) bereits herausgefunden hat, dass es sich bei ihrem Reporterkollegen um Superman handelt. Genau wie 1978 in Richard Donners klassischer Verfilmung mit Christopher Reeves, auf dessen musikalisches Leitmotiv auch Gunn nicht verzichten kann, wurde auch diesmal für Superman mit David Corenswet ein noch nicht fest etablierter und gerade dadurch sehr gut passender Darsteller gefunden.

Wenn Corenswet als Clark Kent bei einem heimlichen Date mit Lois Lane, von dieser ziemlich herausfordernd interviewt wird, knistert nur so vor Erotik, aber auch geballten Intellekt. Spätestens hier wird klar, dass Gunn diesmal sehr viel mehr als turbulente Superhelden-Action am Rande der Parodie im Sinn hat. Ein Geniestreich ist es auch Lex Luthor mit dem Schauspiel Chamäleon Nicholas Hoult zu besetzen, der zuletzt in Clint Eastwoods Juror # 2 brillierte. Noch nie kam Supermans Nemesis so bösartig rüber.

Dank seines Humors, der pfiffigen Handlung, die auch die aktuelle Weltlage mit einarbeitet hat, konnte Gunns Superman meine nicht eben geringen Erwartungen übertroffen. Ich hoffe, dass dieser ebenso originelle wie traditionsbewusste Film für DC eine ähnliche Bedeutung haben wird, wie Anno 2008 der erste Auftritt von Robert Downey Jr. als Iron Man Film für das Marvel Cinematic Universe. Supergirl der zweite Film des neuen DC-Kinouniversums macht jedenfalls Hoffnung.

Auch beim Bonusmaterial der Blu-ray-Edition hat sich Warner selbst übertroffen. Höhepunkt ist das einstündige Making Of, bei dem James Gunn intime Einblicke in die Produktionsgeschichte bietet. Witzig ist auch der kurze Animationsfilm “Krypto saves the Day: School Bus Scuffle“.

Hinzu kommen einige kurze aber interessante Berichte zu diesen Schwerpunktthemen: „Daily Planet“ (5:26 min, wie alle Extras mit deutschen Untertiteln), „Lex Luthor“ (5:22 min), „Justice Gang“ (10:31 min), „Krypto“ (basiert auf Gunns frechen Hund Ozu, 5:48 min), „Ultraman“ (5:08 min), „Supermans Vermächtnis“ (6:07 min), „Die neue DC-Ära“ (4:43 min) und „David Flemings traditionsbewusster Soundtrack“ (6:34 min)

Es sei noch angemerkt, dass der 4k-Ultra-HD-Edion eine schöne 3D-Karte mit Superman/Clark Kent – Wackelmotiv beiliegt!

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Gefahr auf dem Planet der Affen

Comics rund um den Planeten der Affen gibt es reichlich. So gab es zum Beispiel ein Crossover, in dem der 1968 im Kino von Charlton Heston verkörperte Astronaut George Taylor nach der Bruchlandung auf einem scheinbar fremden Planeten nicht nur auf erstaunlich weit entwickelte Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas traf, sondern auch auf die Crew des in den Sechzigern ebenfalls durchs All reisende Raumschiff U. S. S. Enterprise.

Aktuell ist bei Marvel ein Prequel zum ersten Kinofilm erschienen. Für Fans der klassischen Filme hat sich der erfolgreiche TV- Autor Marc Guggenheim etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Am Anfang und zwischen den Zeichnungen von Alvaro López wurden immer wieder Panels platziert, die aus Marvels klassischen Comicadaptionen der ersten beiden Filme stammen. Cross Cult hat übrigens vor einigen Jahren in vier Bänden als Planet der Affen Archiv eine Gesamtausgabe dieser immer noch sehr lesenswerten Comics veröffentlicht.

Guggenheims Geschichte spielt kurz bevor Taylors Raumschiff den Planet der Affen erreicht. Der Autor findet halbwegs plausible Gründe dafür, die Schimpansen Zira und Cornelius, sowie die stumme Menschenfrau Nova, mit den Ereignissen zu konfrontieren, die sich erst später zutragen werden.

Das Schimpansenpaar bricht auf in die verbotene Zone um Ziras verschwundenen Neffen Lucius zu finden. Dabei treffen nicht nur Mutanten, sondern auch auf ein Volk von besonders agressiven Gorillas.

Die komplette Storyline des Comics umfasst nur vier US-Hefte. Dass Panini dennoch ein nicht allzu dünnes Paperback damit füllen konnte, liegt an den zahlreichen sehenswerten Variantcovern von Künstlern wie Phil Noto, Skottie Young oder Leinil Francis Yu, die in diesem Band neben einigen Skizzen von Alvaro López ebenfalls zum Abdruck kommen.

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Das sagte Nuff!

Mit “Nuff said!“ – umgangssprachlichen “Genug geredet!“ – beendete Stan Lee in den Sechzigern häufig seine Textbeiträge in den Marvel-Heften. Der Verlag veröffentlichte 2002 unter dem Motto “Nuff said!“ sogar etliche Comics, die ganz auf Worte verzichteten.

In Deutschland traten die ersten Marvel-Superhelden ab 1966 bunt gemischt beim Bildschriftenverlag (bsy) in der Reihe Hit Comics auf. Zu bewundern waren Helden wie Der Dämon (Daredevil) oder Erzkämpfer (Iron Man) auf. Auch ansonsten waren die Übersetzungen eher Glücksache. So wurde in Hit Comics # 7 aus “Nuff said!“ ein ziemlich hirnrissiges “Das sagte Nuff!“. Viele Leser fragten sich daraufhin, wer dieser “Nuff“ ist.

Das sagte Nuff! ist auch der Titel eines 2005 gestarteten “Magazins für Silver Age Marvels in Deutschland“. In zwölf Ausgaben hat das liebevoll aufgemachte Heft sein Spektrum immer mehr erweitert.

Neben einem Steckbrief zu Galactus („Größe: 876 m“) Berichten zu Thor-Trickfilmen (“Marvel in Motion“) oder Merchandise-Produkten von bsv geht es auch um Flash alias Blitz Gordon oder einen klassischen Comic zum Film James Bond jagt Dr. No.

Das Team um Daniel Wamsler hat allerlei interessante Informationen zu den deutschen Marvel-Veröffentlichungen zusammengetragen. Eine Fülle an Fakten bietet eine Übersicht zu Paninis Spider-Man Komplett-Schubern. Witzig sind die seltsam formulierten Zertifikate, mit denen der TV-Sender VIVA die “Echtheit“ einiger Autogramme von Stan Lee bestätigen wollte.

Interessant sind auch die in Das sagte Nuff! # 12 enthaltenen Interviews mit zwei Machern, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Marvel-Comics in Deutschland erschienen sind. Der seinerzeit für Condor und später für Frauenzeitschriften arbeitende Wolfgang M. Biehler stellt sich eher als cooler Manager dar. Dem global agierenden Reinhold Mordek alias “Remo“, der u. a. in New York versuchte Druckvorlagen von alten Marvel-Comics zu finden, ist anzumerken, dass ihm Comics eine Herzensangelegenheit sind.

Interviews wie diese beweisen, dass noch lange nicht genug gesagt ist! Doch leider war 2010 mit der Nummer 12 endgültig “genug gesagt“ wurde, denn laut Herausgeber Daniel Wamsler wurden “mit jeder weiteren Ausgabe weniger Exemplare verkauft.

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Daredevil: Love and War

1986, kurz bevor Bill Sienkiewicz mit Elektra: Assassin ein von Frank Miller geschriebenes 250-seitiges Epos in atemberaubenden Bildern in Szene setzte, schuf das Duo eine nicht minder bemerkenswerte Marvel Graphic Novel.

Im Zentrum von Daredevil: Love and War steht weniger der Titelheld. Vielmehr setzt Miller auf ein großes Ensemble interessanter Charaktere, die drohen Kollateralschaden zu werde, als Daredevils wuchtiger Nemesis Wilson Fisk alias Kingpin alles dransetzt, um zu erreichen, dass seine geliebte Frau Vanessa aus dem Koma erwacht.   

Der Boss der Bosse der New Yorker Unterwelt lebt und handelt nach dem Motto, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt ist, ohne Rücksicht auf Verluste. Daher begnügt der sich Kingpin nicht dami,t den Spezialisten Dr. Paul Montad um Hilfe zu bitten. Er setzt den Gehirnchrurgen unter Druck, indem er dessen Frau Cheryl von seinem psychopathischen Helfershelfer Victor entführen lässt.

Nicht unähnlich wie in seinem Daredevil-Meisterwerk Born Again erzeugt Miller große Spannung, indem er innerhalb seiner 60-seitigen Story rasant von Schauplatz zu Schauplatz springt. Zu einem versucht Daredevil Cheryl zu befreien, während Dr. Montad beschließt Vanessa aus den Klauen ihres Mannes zu befreien, der durchgeknallte Victor völlig unberechenbar agiert und der Kingpin brutales Krisenmanagement betreibt.

Doch es ist weniger Millers manchmal etwas seltsam konstruierte Geschichte, sondern vielmehr das ungewöhnliche Artwork von Sienkiewicz, das Love and War zu einem ganz besonderen (Superhelden-) Comic macht. Der wild mit dem Pinsel und Farben arbeitende Künstler setzt optische Akzente durch tapetenartige Ornamente, etwa auf der Weste des Kingpins.

Gelegentlich ist auf den ersten Blick gar nicht genau zu erkennen, was die Farborgien von Sienkiewicz darstellen sollen. Doch im Kopfkino setzen sich Strukturen, Layoutexperimente und Farbverläufe sowie Millers sparsam in den großartigen Bildern platzierte Texte zu einem mitreißenden Drama zusammen.

Bei uns erschien Daredevil: Liebe und Krieg 1993 als Feest Graphic Novel 5 und 2002 ebenfalls als Softcover aber auch als Hardcover bei Panini. Die schönste deutschsprachige Version von Love an War ist – neu übersetzt und mit satteren Farben – im zweiten Band der Daredevil Collection von Frank Miller enthalten. Hierin kommen mit Born Again und The Man Without Fear noch zwei weitere von Frank Miller geschriebene Daredevil-Meisterwerke zum Abdruck.

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Punisher – Anthologie

Dieser großformatige Hardcoverband feiert auf 320 Seiten den 50. Geburtstag eines “Bestrafers und Vollstreckers“. Enthalten sind die zehn wichtigsten und besten Comics mit Marvels Punisher.

Hinzu kommen informative Texte, aus denen auch hervorgeht, warum es einige Comics, wie die Begegnungen des Punishers mit dem Barbaren Conan oder dem ewigen Teenager Archie, nicht in diese Anthologie geschafft haben,

Eröffnet wird der Comicreigen mit dem ersten Auftritt des Punishers von 1974. In The Amazing Spider-Man 129 war der schwarze Mann mit dem Totenkopf auf der Brust eigentlich nur als Handlanger des ebenfalls in diesem Heft debütierenden Schurken The Jackal vorgesehen. Doch dank des großartigen Covers von John Romita Sr. und da in Gerry Conways Story bereits zu erahnen war, dass hier eine tragische Figur debütierte, stahl der Punisher dem Schakal die Show.

Bemerkenswert ist auch der zweite Comic in diesem Band, den Dennis O’Neil 1981 für das Amazing Spider-Man Annual 15 geschrieben hatte. Die Zeichnungen stammen von keinem Geringeren als Frank Miller, der zeitgleich große Erfolge mit seinen Daredevil-Geschichten feierte. Das Resultat, in dem der Punisher gegen Dr. Octopus antritt, kann dank des großartigen Artworks von Miller und seinem Inker Klaus Janson immer noch begeistern.

Ab 1986 konnte der Punisher auch als Solo-Antiheld begeistern und agierte in realistischen Umgebungen, in denen sich Marvel-Charaktere ansonsten nur selten blicken lassen. In der Miniserie Circle of Blood, von der das erste Heft in diesem Band enthalten ist, landete Frank Castle im Knast und ließ sich dadurch in seiner Tätigkeit als Bestrafer in keinster Weise bremsen.

Noch eine ganze Ecke beeindruckender ist das erste Heft der zwei Jahre später gestarteten Serie The Punisher: War Journal. Als Zeichner kam hier der damals schon beeindruckende Jim Lee zum Einsatz, der auf 28 Seiten gleich zwei Geschichten erzählte. Im unteren Viertel der Seiten setzte Lee in grellen Farben und ohne Text die Geschichte des tragisch endenden Central-Park-Picknicks der Familie Castle in Szene.

Ein weiterer Höhepunkt ist das 1992 erschienene erste Heft der Serie The Punisher: War Zone, in dem Chuck Dixon erzählt, wie Frank Castle unter dem Tarnnamen Johnny Tower scheinbar der Mafia beitritt. Doch natürlich kocht er sein eigenes Süppchen, was den großartigen John Romita Jr. immer wieder zu dynamischen Doppelseiten zum Drehen mit durchgehenden Motiven voller Brutalität inspirierte.       

Punisher kills the Marvel Universe

1996 war ein entscheidendes Jahr in der Geschichte von Marvels Bestrafer, denn Garth Ennis trat in das Leben von Frank Castle. In The Punisher kills the Marvel Universe konnte der nordirische Autor nach Herzenslust über Superhelden herfallen. Seine Comic variiert die Origin des Punishers geringfügig und bei Ennis sind es keine Gangster, sondern die gegen Aliens ankämpfenden X-Men und Avengers, die die Schuld am Tod seiner Familie tragen.

Nick Castle trifft auf eine Gruppe, deren von gut betuchte Mitglieder ebenfalls geliebte Menschen als “Kollateralschaden“ beim Einsatz von Superhelden verloren haben. Der Punisher wird mit der nötigen Feuerkraft ausgestattet, um systematisch Superhelden zu töten. Doch kurz vor Abschluss seiner blutigen Mission beginnt er am Sinn seines blutigen Treibens zu zweifeln…

Ab 2000 schrieb Garth Ennis einige der besten Storys mit dem Punisher. Neben dem kompletten 44-seitigen Comic Punisher kills the Marvel Universe, den der Brite Doug Braithwaite in recht rohen aber wirkungsvollen Bildern in Szene setzte, enthält dieser Band auch das erste Heft der von Ennis geschriebenen und von Steve Dillon gezeichneten Miniserie Welcome Back, Frank. Dies war der Startschuss zu einer Reihe von weiteren grandiosen Punisher-Comics, die immer wieder von blutigen Ernst zu wahnwitziger Brachialkomik wechselten.

Dass es neben Garth Ennis noch weitere interessante Punisher-Autoren gibt, zeigen einige etwas aktuellere Comics. 2011 gab Greg Rucka (Gotham Central, Whiteout, The Old Guard) dem Italiener Marco Checcetto im einen grandios verschachtelt erzählten Serienauftakt zu einer neuen Punisher-Serie die Möglichkeit zum stimmungsvoll kolorierten Ausloten der Möglichkeiten des Medium Comic.

Dass auch Frauen etwas mit der Figur des Punishers anfangen können. bewies einmal mehr die auch als Zeichnerin tätige Autorin Becky Cloonan. Für Steve Dillon schrieb sie 2017 bereits Punisher: Operation Condor. Dieser Band enthält eine pointierte Geschichte von Cloonan für über eine gestohlene Punisher-Pistole, die Kris Anka zeichnete.

Eine Figur wie der grimmige Punisher passt nur bedingt in ein vom Disney-Konzern erworbenes Marvel-Universum, zumal sich reale Söldner und zweifelhafte Gruppierungen mit dessen Totenkopf-Emblem schmücken. Daher gab es 2022 mit der Serie Der König der Killer einen Versuch die umstrittene Figur neu zu definieren.

Jason Aaron erzählt in seinem Punisher-Neustart davon, wie Frank Castle in die Fänge des Ninja-Kults Die Hand gerät. Die Erzpriesterin dieser weltweit operierenden Organisation will den Punisher anheuern und hat als Argumentationshilfe dessen ermordete Familie revitalisiert…

Grafisch ist die Serie teilweise interessant, was weniger an den routinierten realistischen Zeichnungen von Star-Wars-Zeichner Jesús Saiz liegt. Sehr viel interessanter sind die von Paul Azaceta (Outcast) in einem völlig anderen experimentellen Stil realisierten Rückblenden, in denen Aaron interessante Details aus der Jugend von Frank Castle nachliefert. Während dieser Teil des Comics überzeugt, ist das neue mit Hörnern versehene Totenkopf-Emblem des Punishers nicht der Bringer und gehört schleunigst wieder auf Anfang gestellt. 

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