Schlagwort-Archiv: Arnold Schwarzenegger

Arnold

Bereits 2023 würdigte der Taschen Verlag Arnold Schwarzenegger mit einem gewaltigen, knapp 8 Kilo schweren Buch. Dieses erhielt den schlichten Titel Arnold und wurde in drei hochpreisigen Versionen produziert.

Von der nummerierten und von Schwarzenegger signierten Annie Leibovitz Art Edition erschienen nur 100 Exemplare. Diesen lag ein fast lebensgroßer ChromaLuxe-Print „in schwebender Rahmung, fertig zum Aufhängen“ von einer Leibovitz-Fotografie bei, die Schwarzenegger im Skifahrer-Outfit zeigt. Die Ausgabe wurde für 15.000 Euro angeboten und ist schon lange vergriffen.

Deutlich günstiger sind die 400 Exemplare der Capitello Edition, die bei Taschen immer noch lieferbar sind. Im Preis von 3.500 Euro ist immerhin ein Buchständer enthalten, bei dem es sich um eine 1:2 Reproduktion jenes legendären Capitello-Sessels handelt, der 1971 von Studio65 entworfen wurde.

Laut Verlag ist “diese subversive Pop-Version eines griechisch-ionischen Säulenstumpfs die passende Hommage an das von Arnold so ideal verkörperte klassische Schönheitsideal.“ Für 2.500 Euro veröffentlichte Taschen außerdem noch die ebenfalls von Schwarzenegger signierte Collector’s Edition, deren 1.500 Exemplare schon lange vergriffen sind, obwohl kein Capitello-Buchständer beilag.

Die Neuauflage von 2026 kostet immer noch 125,- Euro, dürfte aber dennoch die Erwartungen aller Arnold-Fans weit übertreffen. Obwohl Schwarzeneggers Wirken als Actionheld immer noch alle seine anderen Tätigkeiten überstrahlt, beschäftigt sich nur ein knappes Drittel der 530 Buchseiten mit seiner 1970 mit Herkules in New York gestarteten und noch heute andauernden Karriere in Hollywood.

Die Herausgeberin Dian Hanson, die für Taschen u.a. die Bildbände Hal Foster: Tarzan, Masterpieces of Fantasy Art, Sex to Sexty und Robert Crumb’s Sex Obsessions zusammenstellte, beschäftigt sich in der ersten Hälfte von Arnold nahezu ausschließlich mit Schwarzeneggers Erfolgen als Bodybuilder.

Die damit verbundene Publicity, ermöglichte es ihm Schauspieler und Gouverneur zu werden, sowie mit seinen Videobotschaften zum Ukraine-Krieg und zum Sturm auf das US-Kapitol Millionen Menschen zu erreichen. Hanson unterteilt ihr Buch daher in die Kapitel Athlete, Actor, American und Activist.

Sie arbeitete fast zehn Jahre zusammen mit Schwarzenegger und führte Interviews mit ihm, aber auch mit Weggefährten wie James Cameron oder Ivan Reiman. Außerdem gewährte Schwarzenegger Hanson Einblick in sein privates Archiv, wodurch sie Zugriff auf eine Unmenge von teilweise sehr schrillen Fotos aus dessen Zeit als sich ständig im Wettkampf befindender Muskelmann hatte.

Neben vielen bestens reproduzierten Hochglanzfotos fand Hansons in ihrem Buch auch Platz für viele witzige Kuriositäten. Abgebildet werden kuriose Cover von Bodybuilding-Magazinen, aber auch Comicseiten aus MAD-Parodien.

Besonders schön sind die Doppelseiten mit zahlreichen, genau katalogisierten Actionfiguren zu Filmen wie Terminator, Predator, Last Action Hero oder Batman & Robin. Abschließend sei noch angemerkt, dass es von Arnold auch eine Ausgabe in deutscher Sprache gibt.

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The Running Man

1982 erschien Stephen Kings Roman Menschenjagd, dabei handelte es sich um das vierte Buch, das er unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte. Seine Geschichte spielt in der nahen Zukunft des Jahres 2025. Um die von seiner Tochter dringend benötigten Medikamente bezahlen zu können, verpflichtet sich der arbeitslose Ben Richards für die TV-Show Running Man. Er kann eine gewaltige Summe gewinnen, wenn er es schafft, den vom Sender bezahlten Jägern einen Monat lang zu entkommen.

Die Idee war nicht neu. Genau wie 1970 Wolfgang Menge bei seinem TV-Film Das Millionenspiel hatte sich auch Stephen King beim Science-Fiction-Autor Robert Sheckley bedient, der in einigen seiner Geschichten, wie bereits 1953 in The Seventh Victim, von kommerziell organisierten Menschenjagden erzählt hatte.

Stephen Kings The Running Man wurde erstmals 1987 mit Arnold Schwarzenegger verfilmt. Das Resultat funktioniert nicht als Satire und auch nicht als Actionfilm. Daher war es eine gute Nachricht, dass knapp drei Jahrzehnte später eine Neuverfilmung gewagt wurde, zumal mit Edgar Wright ein interessanter Regisseur verpflichtet wurde.

Wright hatte zuvor mit seinen Kinofilmen Shaun of the Dead, Hot Fuzz, The World’s End, Scott Pilgrim vs. the World, Baby Driver und Last Night in Soho immer wieder angenehm überrascht. Die Hauptrollen in The Running Man waren mit Glen Powell (Top Gun: Maverick, Twisters) Josh Brolin und dem nur sehr kurz auftretenden William H. Macey bestens besetzt.

Dennoch überzeugt auch die zweite – mit 133 Minuten überlange – Verfilmung von The Running Man weder als Dystopie, noch als Mediensatire und leider auch nicht als spannender Thriller.

Die Blu-ray von Paramount enthält neben dem 133-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Audiokommentar von Edgar Wright, Glen Powell und Michael Bacall (wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie diese Berichte “The Hunters And The Hunted“ (16:34 min), “Welcome To The Running Man: Designing The World“ (16:45 min) und “Surviving The Game: Shooting The Running Man“ (29:37 min)

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Doc Savage – Der Mann aus Bronze

Ab 1933 erschienen in den USA knapp 200 Bücher über Doc Savage, den “Mann aus Bronze“, der sowohl Athlet als auch Wissenschafts-Allrounder war und etliche spätere Trivial-Heroen maßgeblich beeinflusste. Lange vor Superman hatte bereits Doc Savage eine im Polargebiet gelegene “Festung der Einsamkeit“.

Auch Edmond Hamiltons dank einer japanischen Zeichentrickserie immer noch sehr beliebte Science-Fiction-Reihe Captain Future machte ab 1940 Anleihen beim Doc. Hamilton hat sich bei der Gestaltung der ständig im Streit liegenden Sidekicks, dem Roboter Grag und dem Androiden Otho, sowie ihren ebenfalls konkurrierenden Schoßtieren Yiek und Oak, unverkennbar bei den Doc-Savage-Romanen bedient.

Der bronzehäutige Titelheld hat sogar fünf Assistenten, darunter der elegante Anwalt Theodore Marley Brooks alias Ham und der an einen Affen erinnernde Chemiker Andrew Blodgett Mayfair alias Monk, die sich nicht nur wie Grag und Otho andauernd Wortgefechte liefern, sondern auch noch das Äffchen „Chemistry“ und das Hängebauchschwein „Habeas Corpus“ als Maskottchen mit sich herumschleppen.  

George Pal produzierte in den Fünfzigern und Sechzigern mit Der jüngste Tag, Kampf der Welten, Die Zeitmaschine und Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm einige Klassiker des phantastischen Kinos. 1975 versuchte er mit einer Verfilmung von Doc Savage an seine alten Erfolge anzuknüpfen. Pal schrieb eine Story, in der der Titelheld versucht herauszufinden, warum sein Vater im Dschungel von Hidalgo zu Tode kam.

Für die Titelrolle wurde TV-Tarzan Ron Ely verpflichtet und Michael Anderson (In 80 Tagen um die Welt, Flucht ins 23. Jahrhundert) setzte eine nostalgische Persiflage in Szene, deren an die Batman-TV-Serie mit Adam West erinnernder Humor allerdings eher selten zündet.

Doch untermalt von fröhlicher Marschmusik, für die Frank De Vol die Melodie The Thunderer von John Philip Sousa adaptiert und mit einem Nonsense-Text versehen hatte, macht die rasant in Szene gesetzte Abenteuerkiste dennoch Spaß!

Eine im Nachspann angekündigte Fortsetzung namens The Arch Enemy of Evil. aber auch eine immer wieder angekündigte Doc-Savage-Neuverfilmung mit Arnold Schwarzenegger, kamen leider nicht zustande.

Nachdem die DVD-Veröffentlichung von 2005 schon lange vergriffen ist, bringt Plaion eine Mediabook-Edition heraus. Enthalten ist der Film auf Blu-ray und DVD, sowie einige Extras, wie eine Bildergalerie und ein Beitrag zur Reihe „Trailers from Hell“ mit Josh Olsen (3:03 min).  Hinzu kommt ein zwanzigseitiges Booklet mit einem interessanten Text von Christoph N. Kellerbach.

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True Lies

Eine Ehefrau hält ihren Mann für den größten Langweiler der Welt, doch in Wirklichkeit arbeitet dieser mit vollem Einsatz für den Geheimdienst. Um etwas Schwung in ihren tristen Alltag zu bringen, beginnt die Frau eine Affäre mit einem Gebrauchtwagenhändler, der behauptet Geheimagent zu sein. Durch eine Verkettung unglückseliger (aber auch sehr amüsanter) Umstände befindet sich die Dame plötzlich mitten in der gefährlichsten Mission ihres Mannes…

Diese Geschichte erzählte Claude Zidi 1991 in der französischen Komödie La Totale!, die bei uns nur im TV als Der Joker und der Jackpot zu sehen war. Arnold Schwarzenegger war begeistert von dem turbulenten Film mit Thierry Lhermitte und Miou-Miou. Er überzeugte seinen Kumpel James Cameron davon, ein aufwändiges Remake mit ihm in der Hauptrolle zu drehen.

Cameron wiederum überzeugte Schwarzenegger davon, dass Jamie Lee Curtis die Idealbesetzung für die gelangweilte, aber auch sehr schlagkräftige Ehefrau ist. Das Resultat war 1994 der Blockbuster True Lies.

Meistens sind Actionkomödien weder Fisch noch Fleisch und es mangelt entweder an guten Gags oder spektakulären Stunts (und oft noch an sehr viel mehr). Doch James Camerons Film hat nichts von seiner Frische verloren. Der Film ist an Sprengkraft und Tempo jedem neueren James-Bond–Film deutlich überlegen.

Außerdem stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Arnold Schwarzenegger war nie besser. Er nahm eigens Tanzunterricht und legt zwei tolle Tangos aufs Parket. Jamie Lee Curtis ist nicht minder großartig. Ihre Verwandlung von einer biederen berufstätigen Mutter zur atemberaubend attraktiven Spionin ist das Highlight von True Lies.

Eine Edition von Walt Disney/LEONINE enthält den Film erstmals auf Blu-ray. Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Geboten wird die neu produzierte Doku “ Angst zählt für mich nicht: Ein Rückblick auf True Lies“ (43:27 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommt der US-Trailer (2:17 min), sowie ein Archiv mit Bildern, Videos,

dem Drehbuch, Storyboards und vieles mehr.

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Red Heat

Walter Hill hatte 1982 mit Nur 48 Stunden nicht nur Eddie Murphy zum Star gemacht, sondern auch gleich ein neues Filmgenre geschaffen: Das Buddy-Movie. Hier gehen sich zwei unterschiedliche Charaktere, meist Cops, in der ersten Hälfte des Filmes aufs ausgiebigste auf den Keks, um sich dann in der zweiten Hälfte des Filmes zusammenzuraufen, ihren Fall mit Karacho zu lösen und sich dabei auch noch andauernd das Leben zu retten.

Nachdem 1988 in Alien Nation bereits ein Außerirdischer als Partner für James Caan verpflichtet worden war, konnte schließlich im selben Jahr auch noch das letzte Tabu gebrochen werden und James Belushi musste mit einem Russen zusammenarbeiten. Da Walter Hill damals sehr viel besser in Form war als bei seiner später entstandenen 48 Stunden-Fortsetzung wurde Red Heat ein rundum erfreulicher Film, der so geschickt Ironie und Action ausbalancierte, dass es schließlich sogar eine Dreherlaubnis für Moskau gab. Diese kam jedoch zu spät, da Budapest bereits als Double hergehalten hatte und das wirkliche Moskau daher nur recht kurz am Anfang und am Ende von Red Heat zu sehen ist.

James Belushi als sarkastischer Gegenpart zu Arnie funktionierte so gut, dass er nach Red Heat gleich noch ein weiteres unkonventionelles Buddy-Movie drehte: In K 2 – Mein Partner mit der feuchten Schnauze war sein Buddy ein deutscher Schäferhund. Auch Arnies nächster Film, Zwillinge mit Danny de Vito, kann getrost als Buddy-Movie bezeichnet werden.

Red Heat zeigt darüber hinaus auch erstmals einen darstellerisch wirklich geforderten Schwarzenegger. Für seine Rolle als Russe Danko, der nach Chicago kommt um einen Drogenbaron in seine Heimat zu überführen und die USA mit erheblichen Misstrauen beäugt, hat Arnie sich immerhin Greta Garbos Arroganz aus Ninotschka (USA 1939, Regie: Ernst Lubisch) zum Vorbild genommen und er bringt dadurch einen für westliche Zuschauer glaubhaften Russen zustande.

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The Expendables 2

Vermisst hat sie wohl keiner, doch da sind sie wieder! Zwei Jahre nachdem The Expendables 2010 fast 300 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte (und sicher auch noch einen ähnlich hohen Betrag auf dem Heimkino-Sektor), kehren Sylvester Stallone und seine Bande von altgedienten Action-Recken in die Kinos zurück. Nicht mehr dabei ist eigentlich nur Mickey Rourke, der im ersten Film jedoch wenig mehr als der Herbergs- und Beichtvater der Macho-Kombo war. Nicht richtig dabei ist allerdings der groß angekündigte Jet Li, der nur einen Kurzauftritt am Anfang des Filmes absolviert.

The Expendables 2

Voll dabei – und das macht die Fortsetzung schon nahezu unentbehrlich – sind wieder Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger, die diesmal nicht nur eine gemeinsame Dialogszene mit Stallone haben, sondern es zusammen mit diesem richtig krachen lassen. Bewaffnet mit Riesenwummen und dummen Sprüchen (“Rest in Pieces!“) tritt das Trio gegen das Böse an.

The Expendables 2

Jean-Claude Van Damme verkörpert dieses mit diabolischem Charme, wobei ihm ganz offensichtlich bewusst war, dass er auf der Seite der Guten nicht so gute Szenen gehabt hätte. Den Gegenbeweis dazu tritt ausgerechnet der zweite hochkarätige Expendables-Novize Chuck Norris an, dessen leicht selbstironische “Lone Wolf“-Kurzauftritte fast das Beste am ganzen Film sind.

The Expendables 2

Auch in der Fortsetzung ist Jason Statham der einziger noch voll im Saft stehende Actiondarsteller, der sich erneut zurücknimmt und dem das Zusammenspiel mit den B-Picture-Ikonen sichtlich Spaß macht. Eine Art von Geschichte gibt es auch, irgendwas mit Albanien, Bulgarien, Atombomben und dem großen Showdown auf einem Flughafen. Da ist es fast noch wichtiger, dass mit Yu Nan sogar eine halbwegs resolute weibliche Mitkämpferin dabei ist und gelegentlich auch weitere bewaffnete Frauen gezeigt werden.

The Expendables 2

Ein dritter Teil war nicht zu vermeiden. Dieser konnte mit Gastauftritten von Wesley Snipes, Antonio Banderas, Mel Gibson und Harrison Ford punkten.

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The Expendables

Um es gleich vorwegzunehmen, die ganz große Vollversammlung der Ikonen des Actionkinos – wie das Plakat vermuten ließ – ist The Expendables nicht geworden. Eigentlich ist der Film eher ein Buddy-Movie mit Sylvester Stallone und Jason Statham, der mit einigen bemerkenswerten Gastauftritten garniert wurde. Während Jet Li, Dolph Lundgren und Mickey Rourke als lustige Sidekicks verheizt werden, lohnt sich die Sichtung de Films wegen eines (viel zu) kurzen, lange erwarteten Gipfeltreffen dreier Actiongranaten.

The Expendables

Wenn Sylvester Stallone und Bruce Willis in einer Kirche auf Arnold Schwarzenegger treffen und sich gegenseitig anpflaumen, ist das für Freund von Filmen, in denen regelmäßig Hubschrauber explodieren, mindestens so bedeutend wie das gemeinsame Kaffeetrinken von Pacino und De Niro in Heat. Eine Art Story gibt es auch, es geht um ein Team von tätowierten Macho-Söldnern, die sich “Die Entbehrlichen“ nennen und zu einem blutigen Einsatz in ein fiktives südamerikanisches Land aufbrechen.

The Expendables

Schon gleich am Anfang lässt es der hier auch ale Regisseur tätige Stallone gewaltig krachen und in einer völlig übertriebenen Szene einen Bösewicht in die die Luft sprengen. The Expendables dürfte Fans von Actionfilmen aus den 80er- und 90er-Jahren viel Freude bereiten. Als wäre die Zeit stehen geblieben führt ein gut aufgelegter Stallone, der hier sehr viel weniger debil als in John Rambo wirkt, sein dreckiges Dutzend mit derben Humor ans Ziel und bereits zwei Jahre später kam The Expendables 2 in die Kinos.

The Expendables

Doch es ist auch Zeit für ruhigere Momente. So versucht sich Straham als Dichter und Stallone verbreitet Männerfilm-Weisheiten wie: “Nur wer auch ohne Frauen auskommt, kommt auch mit Frauen aus!

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Cry Macho

Er dreht und dreht und dreht, auch im Alter von über 90 Jahren. Nachdem Clint Eastwood ein Jahr zuvor bei Der Fall Richard Jewell “nur“ Regie führte, spielte er in Cry Macho einmal mehr auch noch die Hauptrolle. Dass der Film in den 70er-Jahren spielt, liegt  daran, dass N. Richard Nash die Geschichte damals zunächst als Drehbuch geschrieben hatte, doch erst als er einen Roman daraus machte, zeigten Filmproduzenten Interesse.

Cry Macho

Es gab etliche Verfilmungs-Versuche und bereits 1988 wurde Eastwood die Hauptrolle angeboten, doch er wollte lieber Regie führen und hielt Robert Mitchum für die Idealbesetzung. Auch Projekte mit Roy Scheider (Der weiße Hai), Burt Lancaster oder Arnold Schwarzenegger kamen nicht zustande. Doch wer sich jetzt auf Cry Macho einlässt, kann sich kaum jemand anderen als Clint Eastwood in der Rolle des ehemaligen Rodeo-Reiters Mike Milo vorstellen.

Cry Macho

Milos ehemaliger Chef Howard Polk (Dwight Yoakam) fordert bei Milo einen Gefallen ein und schickt ihn nach Mexiko City. Dort soll er Polks 13-jährigen, von seiner alkoholsüchtigen Mutter vernachlässigten, Sohn Rafael (Eduardo Minett) ausfindig machen und nach Texas bringen. Recht schnell findet Milo den Jungen, der sich durch Hahnenkämpfe über Wasser hält. Doch die Reise zurück in die USA gestaltet sich sehr viel schwieriger als erwartet.

Cry Macho

Zwar gibt es auch Probleme, weil Rafas Mutter ihren Sohn nicht so einfach ziehen lassen will, doch Regisseur Eastwood zeigt seinen Hauptdarsteller nur selten als Actionhelden. Im Zentrum des Films steht das anfangs recht problematische Verhältnis zwischen Milo, Rafa und dem sich ebenfalls im Auto befindenden Kampf-Gockel Macho. Wenn das verfolgte Trio Unterschlupf in einem kleinen mexikanischen Dorf sucht und langsam Gefallen an der dortigen Lebensweise findet, schlägt der Film ungewöhnlich sanfte Töne an.

Cry Macho

Milo beginnt sich in die verwitwete Restaurantbesitzerin Marta (Natalia Traven) zu verlieben, was dazu führt, dass wir Eastwood eine ganze Weile beim Engtanz zuschauen dürfen. Dass mag so mancher etwas befremdlich finden. Doch insgesamt ist Cry Macho mit seinem langsamen Erzählrhythmus, der optimal ausgewählten Besetzung und seinem diesmal etwas entspannter auftretenden Hauptdarsteller ein runder Film, der so wirkt als wäre er 1979 entstanden und heute ein immer wieder gern gesehener Klassiker.

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Iron Mask

Bereits 1909 wurde die Horrorgeschichte Wij des russischen Autos Nikolai Gogol verfilmt und die Erzählung inspirierte auch Mario Bava zu seinem Klassiker Die Stunde, wenn Dracula kommt. 1967 entstand in Russland eine recht werkgetreue Verfilmung, während sich fast ein halbes Jahrzehnt später Oleg Stepchenko bei seiner Version von Wij sehr viele Freiheiten nahm.

Iron Mask

Deutlich inspiriert von den Filmreihen Tanz der Teufel und A Chinese Ghost Story gelang Stepchenko ein opulenter und wild entfesselter Bilderrausch, der deutlich gewinnt, wenn er in 3D genossen wird.

Iron Mask

Jason Flemyng (Gemma Bovery, X-Men – Erste Entscheidung) entdeckt in der Rolle des britischen Kartographen Jonathan Green im Transsylvanien des frühen 18. Jahrhundert ein abgelegenes Dorf voller Hexen und Dämonen…

Iron Mask

Während Stepchenkos Wij bei uns unter dem Titel Fürst der Dämonen auf DVD und Blu-ray verramscht wurde, war der Film in Russland so erfolgreich, dass 2019 eine aufwändige Fortsetzung gedreht wurde. Diese bemühte sich noch stärker darum, ein internationales Publikum zu erreichen. Neben Flemyng war auch wieder Charles Dance (Game of Thrones) dabei. Hinzu kam noch Rudger Hauer (Blade Runner) in einer seiner letzten Rolle, sowie der aus Fluch der Karibik bekannte kleinwüchsige Martin Klebba.

Iron Mask

Ein besonderer Coup war jedoch die Verpflichtung der beiden Action-Ikonen Jackie Chan und Arnold Schwarzenegger. Diese traten zwar bereits 2004 in In 80 Tagen um die Welt gemeinsam auf, haben jedoch erstmals in Iron Mask eine gemeinsame Kampfszene, die wirklich großartig und auch sehr humorvoll geraten ist.

Iron Mask

Die Handlung des Films hingegen ist wieder äußerst wirr. Es geht auch um den Zaren Peter der Große, der als “Mann mit der eisernen Maske“ im von Captain James Hook (Schwarzenegger) geleiteten Tower of London einsitzt, genau wie ein mysteriöser fernöstlicher Meister (Chan). Das Drehbuch schlägt etliche Kapriolen, um es Stepchenkos Team zu ermöglichen, gemeinsam mit den Stuntleuten von Jackie Chan in China wild entfesselte Action zu drehen.

Iron Mask

Das angenehm unberechenbare Resultat kann locker mithalten bei US-Quatsch wie Fast & Furious XX oder bei dem, was Jackie Chan ansonsten in den letzten Jahren in China produziert hat. Koch Media kann gar nicht genug dafür gedankt werden, dass der Film in einem schönen Mediabook auch als 3D-Version (und in 4K) erschienen ist. Freuen wir uns auf Stepchenkos Wij 3, der in Indien spielen soll.

Iron Mask

Extras des Mediabooks: Der 121 minütige Hauptfilm auf Blu-ray in 3D und 2D sowie in 4K, ein sehr interessantes Making of in russischer und englischer Sprache (26:40 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), der englischsprachige Trailer (2:01 min), der deutsche Trailer (1:29 min), eine Galerie mit 21 Bildern und ein reich bebildertes farbiges Booklet.  

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Welcome to the Jungle

Beck will eigentlich seinen Job als Geldeintreiber an den Nagel hängen und ein Restaurant eröffnen. Er lässt sich allerdings noch zu einem letzten wirklich gut bezahlten Job überreden. Im brasilianischen Dschungel soll er Travis, den Sohn den zwielichtigen Billy Walker finden, und zurückbringen. Das Finden ist auch kein Problem, doch Travis denkt nicht daran Beck zurück in die USA zu folgen, da er gerade auf der Suche nach einem legendären Indianer-Schatz ist.

Welcome to the Jungle

Nachdem er im unterirdischen Scorpion King zumindest in Sachen Action überzeugte und bevor er in Be Cool auch Talent als Comedian zeigte, stand Dwayne Johnson, der seinerzeit noch hauptsächlich als The Rock bekannt war, 2003 im Zentrum einer amüsanten Abenteuer-Komödie.

Welcome to the Jungle

Gleich am Anfang des Films bekam der ehemalige Wrestler Unterstützung von höchster Stelle. Der seinerzeit als Gouverneur von Kalifornien tätige Arnold Schwarzenegger läuft Johnson kurz über den Weg und wünscht ihm: „Have Fun!“. Insgesamt geht dieser Gruß auch als Gesamtmotto des ganzen Filmes durch.

Welcome to the Jungle

Die Geschichte nimmt sich nicht allzu ernst, mit Christopher Walken ist die Schurkenrolle in den besten Händen und Seann William Scott (Stiftler aus American Pie) ist eine gute, aber nicht zu klamaukige, Ergänzung zum cool auftretenden Johnson. Eine gute Ergänzung ist die taffe Rosario Dawson, die in der weiblichen Hauptrolle gut bei den Jungs mithalten kann.

Welcome to the Jungle

Der deutsche Titel des Films, der im Original The Rundown hieß, wurde immerhin so populär, dass 14 Jahre später, als  Dwayne Johnson in einem Remake von Jumanji die Hauptrolle spielte, dieses als Jumanji: Welcome to the Jungle bzw. Jumanji: Willkommen im Dschungel in den Kinos lief.

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