Schlagwort-Archive: Bruce Willis

R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser

2003 erschien eine Comic-Miniserie von Warren Ellis und Cully Hamner namens Red, die nur aus drei Heften mit wenig mehr als 60 Seiten bestand und vom sich im Ruhestand befindenden CIA-Superkiller Paul Moses erzählte, der ein spektakuläres Comeback feiert. Einige wenige Elemente dieser Geschichte dienten 2010 dem Film R.E.D. – Älter. Härter. Besser als Vorlage in dem Bruce Willis die jetzt Francis „Frank“ Moses heißende Hauptfigur spielte. Der des weitere mit Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren Richard Dreyfuss, Brian Cox und Ernest Borgnine spektakulär gut besetzte Film spielte knapp 200 Millionen Dollar ein.

Da war es nicht weiter verwunderlich, dass drei Jahre später ein Sequel folgte, das ebenfalls von Geheimdienst-Rentner erzählt, die es noch einmal richtig krachen lassen. Dieses zeigt im Vorspann einige Bilder aus dem Comic, kostete fast doppelt so viel und spielte nur knapp halb so viel wie der erste Film ein. Die Besetzung wurde jetzt noch um Catherine Zeta-Jones und den 1970 in Süd-Korea geborenen Eastern-Star Byung-hun Lee ergänzt, die zwar für einige amüsante Action-Szenen sorgen, aber nicht wirklich ins “je oller desto doller“-Schema des Filmes passen.

Hauptproblem ist, dass die Action und die Auswahl der internationalen Schauplätze diesmal zwar dank des größeren Budgets spektakulärer ausgefallen ist, Dean Parisot (Galaxy Quest) jedoch sehr viel weniger stylisch und humorvoll inszeniert als sein Vorgänger, der Deutsche Robert Schwentke (Flightplan, Helgoland 513). Schmerzlich fehlt diesmal der im ersten Teil verstorbene Morgen Freeman, während Anthony Hopkins diesmal für ein paar lichte Momente sorgt, jedoch auf dem Gebiet “komische Momente“ locker von in den Schatten gestellt wird.

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R.E.D. – Älter. Härter. Besser

Frank Moses (Bruce Willis) war einmal einer der gefährlichsten Männer der Welt, ein skrupelloser Top-Agent der CIA, für den kein Job zu riskant und kein Geheimnis zu schmutzig war. Doch seit er sich im nicht ganz freiwilligen Vorruhestand befindet, sind die Telefonflirts mit Sarah (Mary-Louise Parker) von der Rentenkasse das Höchste an Aufregung in seinem Leben. Bis eines Abends ein schwer bewaffnetes Killer-Team vor der Tür steht, um ihn aus dem Weg zu räumen…

Basierend auf einer dreiteiligen knapp 70-seitigen Comicserie von Warren Ellis und Cully Hamner entstand eine 60 Millionen Dollar schwere Hollywood-Produktion, die der deutsche Regisseur Robert Schwentke (Flightplan, Helgoland 513) stilsicher (sehr originell sind die immer wieder eingeblendeten Postkarten der ständig wechselnden Locations) und actionreich in Szene setzte. Bruce Willis spielt mit sichtlichem Vergnügen einen Spionage-Pensionär, der gar nicht so ungern wieder damit beginnt Leute zu killen und zugleich seiner Herzensdame immer näherkommt.  

Eine weitere Attraktion sind die zumeist nicht mehr ganz jungen Hauptdarsteller, die es hier in teilweise ungewohnten Rollen richtig krachen lassen. Morgan Freeman ist ja bekanntlich in allen Genres zu Hause aber es verwundert mit wie viel Vergnügen die britische Oscar-Preisträgerin Queen Helen Mirren das Flintenweib gibt, während John Malkovich als nicht mehr völlig zurechnungsfähiger aber sehr wehrhafter CIA-Ruheständler eine Klasse für sich ist. Das Ende des Filmes schließt eine Fortsetzung nicht aus, die dann auch entstand, aber enttäuschte.

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Das fünfte Element

New York, 2259: Nur alle 5.000 Jahre öffnet sich ein Tor zu einer Dimension jenseits unserer Vorstellung. Hier herrscht das absolut Böse – ein Etwas, das weder Feuer noch Wasser, Luft oder Erde beinhaltet, sondern aus purer Anti-Energie besteht.

Durch diese Pforte betritt die Brut des unendlich Bösen mit ihrem zynischen Anführer Zorg (Gary Oldman) die Erde. Sie hat nur ein Ziel: die Vernichtung der Menschheit. Sie hat nur zwei Gegner: Korben Dallas (Bruce Willis) und das wunderschöne orangefarbene Mädchen Leeloo (Milla Jovovich), das plötzlich aus heiterem Himmel in seinem Taxi landet…

Nachdem er mit Léon – Der Profi eine international erfolgreiche Produktion in englischer Sprache stemmte, konnte Luc Besson (Valerian – Die Stadt der tausend Planeten, Anna) endlich sein Lieblingsprojekt realisieren. Für den Entwurf der kunterbunte Zukunftswelt von Das fünfte Element verpflichtete er u. a. die Comic-Künstler Moebius und Jean-Claude Mézières (Valerian & Veronique) sowie den Modeguru Jean-Paul Gaultier.

Das fantasievolle Design trägt maßgeblich dazu bei, dass der kunterbunte Film auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung immer noch großen Spaß macht. 

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The Expendables 2

Vermisst hat sie wohl keiner, doch da sind sie wieder! Zwei Jahre nachdem The Expendables 2010 fast 300 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte (und sicher auch noch einen ähnlich hohen Betrag auf dem Heimkino-Sektor), kehren Sylvester Stallone und seine Bande von altgedienten Action-Recken in die Kinos zurück. Nicht mehr dabei ist eigentlich nur Mickey Rourke, der im ersten Film jedoch wenig mehr als der Herbergs- und Beichtvater der Macho-Kombo war. Nicht richtig dabei ist allerdings der groß angekündigte Jet Li, der nur einen Kurzauftritt am Anfang des Filmes absolviert.

The Expendables 2

Voll dabei – und das macht die Fortsetzung schon nahezu unentbehrlich – sind wieder Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger, die diesmal nicht nur eine gemeinsame Dialogszene mit Stallone haben, sondern es zusammen mit diesem richtig krachen lassen. Bewaffnet mit Riesenwummen und dummen Sprüchen (“Rest in Pieces!“) tritt das Trio gegen das Böse an.

The Expendables 2

Jean-Claude Van Damme verkörpert dieses mit diabolischem Charme, wobei ihm ganz offensichtlich bewusst war, dass er auf der Seite der Guten nicht so gute Szenen gehabt hätte. Den Gegenbeweis dazu tritt ausgerechnet der zweite hochkarätige Expendables-Novize Chuck Norris an, dessen leicht selbstironische “Lone Wolf“-Kurzauftritte fast das Beste am ganzen Film sind.

The Expendables 2

Auch in der Fortsetzung ist Jason Statham der einziger noch voll im Saft stehende Actiondarsteller, der sich erneut zurücknimmt und dem das Zusammenspiel mit den B-Picture-Ikonen sichtlich Spaß macht. Eine Art von Geschichte gibt es auch, irgendwas mit Albanien, Bulgarien, Atombomben und dem großen Showdown auf einem Flughafen. Da ist es fast noch wichtiger, dass mit Yu Nan sogar eine halbwegs resolute weibliche Mitkämpferin dabei ist und gelegentlich auch weitere bewaffnete Frauen gezeigt werden.

The Expendables 2

Ein dritter Teil war nicht zu vermeiden. Dieser konnte mit Gastauftritten von Wesley Snipes, Antonio Banderas, Mel Gibson und Harrison Ford punkten.

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The Expendables

Um es gleich vorwegzunehmen, die ganz große Vollversammlung der Ikonen des Actionkinos – wie das Plakat vermuten ließ – ist The Expendables nicht geworden. Eigentlich ist der Film eher ein Buddy-Movie mit Sylvester Stallone und Jason Statham, der mit einigen bemerkenswerten Gastauftritten garniert wurde. Während Jet Li, Dolph Lundgren und Mickey Rourke als lustige Sidekicks verheizt werden, lohnt sich die Sichtung de Films wegen eines (viel zu) kurzen, lange erwarteten Gipfeltreffen dreier Actiongranaten.

The Expendables

Wenn Sylvester Stallone und Bruce Willis in einer Kirche auf Arnold Schwarzenegger treffen und sich gegenseitig anpflaumen, ist das für Freund von Filmen, in denen regelmäßig Hubschrauber explodieren, mindestens so bedeutend wie das gemeinsame Kaffeetrinken von Pacino und De Niro in Heat. Eine Art Story gibt es auch, es geht um ein Team von tätowierten Macho-Söldnern, die sich “Die Entbehrlichen“ nennen und zu einem blutigen Einsatz in ein fiktives südamerikanisches Land aufbrechen.

The Expendables

Schon gleich am Anfang lässt es der hier auch ale Regisseur tätige Stallone gewaltig krachen und in einer völlig übertriebenen Szene einen Bösewicht in die die Luft sprengen. The Expendables dürfte Fans von Actionfilmen aus den 80er- und 90er-Jahren viel Freude bereiten. Als wäre die Zeit stehen geblieben führt ein gut aufgelegter Stallone, der hier sehr viel weniger debil als in John Rambo wirkt, sein dreckiges Dutzend mit derben Humor ans Ziel und bereits zwei Jahre später kam The Expendables 2 in die Kinos.

The Expendables

Doch es ist auch Zeit für ruhigere Momente. So versucht sich Straham als Dichter und Stallone verbreitet Männerfilm-Weisheiten wie: “Nur wer auch ohne Frauen auskommt, kommt auch mit Frauen aus!

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Das Söldnerkommando

Ende 2019 veröffentlichte Turbine Medien eine sehr liebevoll aufgemachte Blu-ray-Edition des Videotheken-Krachers Das Söldnerkommando. Für weniger als 50.000 Dollar entstand 1982 ein durchaus erstaunlicher Film. Der auch als Stuntman tätige Patrick G. Donahue produzierte einen fast durchgehenden Reigen aus halbwegs kompetent in Szene gesetzten Kloppereien und einigen wirklich spektakulären Autostunts.

Das Söldnerkommando
Cover A

Die Geschichte, die der Film zu erzählen versucht, ist hingegen an Hirnrissigkeit kaum noch zu überbieten. Der Vietnam-Veteran Joseph Lawrence wird in seiner Wohnung überfallen und sitzt seitdem im Rollstuhl. Er bittet seinen Kumpel Larry die alten Kriegs-Kameraden zusammenzutrommeln und in seinen Rosengarten einzuladen. Unter dem Motto „Joseph braucht Euch!“ sammelt Larry nacheinander die fünf Ex-Soldaten ein, die seltsamerweise alle gerade in Prügeleien verwickelt sind…

Das Söldnerkommando
Cover B- Plakat von Drew Struzan

In diesem Stil geht es ebenso sinnfrei wie fröhlich weiter und als Donahue glaubte, dass er mit seinem Film fertig war, stellte er ferst, dass dieser noch etwas kurz war. Also trat er selbst in einer Nebenrolle vor die Kamera, prügelte sich etwas und schoss sich zu allem Überfluss auch noch selbst in den Fuß. Alleine für diese Szene lohnt es sich den Film sichten.

Das Söldnerkommando
VHS-Cover

Das Sahnehäubchen erhielt der Film, als er in Deutschland nicht unter seinem Originaltitel Kill Squad, sondern als Das Söldnerkommando gezeigt wurde. Bei der Synchronisation wurde sich schon durch die Verpflichtung von Manfred Lehmann und Wolfgang Pampel, den Stimmen von Bruce Willis und Harrison Ford, besonders viel Mühe gegeben.

Das Söldnerkommando

Diese hatten eine Unmenge von dummen Sprüchen, wie „Ich glaub, Du willst mir nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben, Du Bratenbengel!“, aus der Feder von Ilja Richters Bruder Michael aufzusagen.

Das Söldnerkommando

Doch damit nicht genug, denn Das Söldnerkommando wurde auch noch als 129. Beitrag der Tele 5-Reihe SchleFaZDie schlechtesten Filme aller Zeiten durch Oliver Kalkofe und Peter Rütten veralbert. Das eingespielte Duo macht dies zwar sehr pointiert und trägt dabei wieder herrlich alberne Kostüme, doch eigentlich spricht der amüsante und nicht wirklich schlechte Film für sich.

Das Söldnerkommando

Turbine Medien ließ es sich nicht nehmen auch die durch die Beiträge von Kalkofe und Rütten auf 128 Minuten angewachsene SchleFaZ–Edition von „Das Söldnerkommando“ ebenfalls auf Blu-ray zu veröffentlichen. Ein schick aufgemachtes Mediabook enthält zudem noch die sehr interessanten Dokumentationen “Planet of the Tapes“ (69:18 min), “Schnodder Dub“ (28:01 min), “Grindhouse All-Stars“ (41:33 min), das Rezept für den SchleFaZ-Cocktail “Ommenhauer Scheitelzieher“ (1:59 min) und SchleFaZ-Outtakes (12:16 min), sowie ein 32-seitiges Booklet.

Das Söldnerkommando

Als weiterer Bonus liegt noch eine zweite Blu-ray bei. Diese enthält den 84-minütigern Film in einer “seriösen“ Edition in bester Bildqualität mit deutscher, englischer, spanischer und russischer (!) Tonspur. Als Bonus gibt es noch eine 80-minütige deutsche 4:3 Retro Fassung, Interviews mit Regisseur Patrick G. Donahue (25:42 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) sowie den Darstellern Jean Glaudé (30:55 min) und Sean P. Donahue (12:52 min), „Trash Tube: Das Söldnerkommando“ (9:45 min), „Behind The Scenes of Kill Squad“ (25:38 min), „TV-Bericht von der Kill Squad Premiere“ (8:44 min), Deutscher Trailer (1:28 min) und US-Trailer (1:36 min)

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Moonlighting – Das Model und der Schnüffler

Lange bevor er bei uns einem kleineren Publikum durch seine Blake Edwards-Komödien Blind Date und Sunset bekannt wurde, war Bruce Willis ab 1985 die Attraktion der TV-Serie Moonlighting.  Diese erreichte uns auf RTL unter dem Titel Das Model und der Schnüffler erst fünf Jahre später 1990 nach dem Erfolgen der ersten beiden Stirb Langsam-Filme.

Moonlighting - Das Modell und der Schnüffler

Eigentlich sollte diese vergnügliche Mischung aus Krimi, Drama und Romanze das große Comeback von Cybill Shepherd werden. Diese war vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Bogdanovich in The Last Picture Show kurzzeitig populär geworden. In Moonlighting spielt sie das ehemalige Model Maddie Hayes, das plötzlich feststellt, dass ihr Unternehmensberater sie um ihr Vermögen betrogen hat.

Moonlighting - Das Modell und der Schnüffler
Maddie bleibt wenig mehr, als die ruinöse Detektei City of Angels, die von einem gewissen David Addison (Bruce Willis) geleitet wird. Sobald Addison auftaucht, kommt Stimmung in den ansonsten noch arg konventionellen Pilotfilm. Die dann folgende Serie legt deutlich an Tempo zu und wird immer mehr zur Bruce-Willis-Show. Fairerweise muss allerdings auch gesagt werden, dass Cybill Shepherd eine sehr gute Sparringspartnerin für Willis abgibt. Erstaunlich echt wirkt ihre zur Schau gestellte Mischung aus Antiparthie und Faszination, mit der sie diesem ebenso leichtlebigen wie pointensicheren Zeitgenossen begegnet.

Moonlighting - Das Modell und der Schnüffler

Gelobt werden soll auch die äußerst gelungene deutsche Synchronisation mit Emma Thompsons Stammsprecherin Monica Bielenstein als Maddie und Ronald Nitschke, dessen großartiges Timing sofort vergessen lässt, dass Manfred Lehmann als deutsche Stimme von Bruce Willis nicht zur Verfügung stand. Mit Philine Peters-Arnolds wurde auch eine markante Stimme für die gerne am Telefon reimende Vorzimmer-Dame Agnes DiPesto alias „MissTopisto“ (Allyce Beasley) gefunden.

Moonlighting - Das Modell und der Schnüffler

Lange vor Ally McBeal wird  hier unglaublich erfrischendes, völlig unberechenbares Fernsehen präsentiert, das mit überraschenden oft auch surrealen Einfällen garniert wird. So gibt es z. B. die in Schwarzweiß gedrehte und von Orson Wlles anmoderierte Episode The Dream Sequence Always Rings Twice. Das Meisterstück der Serie ist die Folge Atomic Shakespeare, in der Maddie und David urplötzlich im mittelalterlichen Italien auftauchen. Dort legen sie eine köstliche Parodie auf Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung und die gezwirbelten Texte großer Dichter hin, die nicht jeden begeistern. So reagierte  mancher Bürger Paduas desinteressiert auf Knittelverse: “Ihr verwechselt mich mit jemanden, den das schert.“

Moonlighting - Das Modell und der Schnüffler

Das große Kunststück bei der Serie ist, dass die in Kinoqualität in Szene gesetzte Geschichten voller Spannung und Romantik nicht dadurch neutralisiert wird, dass es Maddie und David völlig bewusst ist, die Hauptdarsteller einer TV-Serie zu sein. In Lunar Eclipse, der 66. und letzten Episode. ist zu sehen, wie die Kulissen abgebaut werden. In den letzten Minuten versuchen Maddie und David noch zu heiraten, um  dadurch zu verhindern dass Moonlighting nach fünf Staffel abgesetzt wird.

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G.I. Joe – Die Abrechnung

Zwar setzte Stephen Sommers (Die Mumie) 2009 den ersten Kinofilm zum Hasbro-Spielzeug G.I. Joe ganz schön in den Sand, doch die 175 Millionen Dollar Produktion in der eigentlich nur Sienna Miller eine gute Figur machte, spielte immerhin fast das Doppelte ihrer Herstellungskosten wieder ein. Daher riskierte Paramount vier Jahre später 185 Millionen Dollar und produzierte ein mächtig aufgemotztes Sequel.

G.I. Joe – Die Abrechnung

Aus G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra wurde nur der damals mäßig charismatische Hauptdarsteller Channing Tatum für ein kurzes Gastspiel übernommen und ihm wurden zwei große Kaliber des Action-Kinos zur Seite gestellt bzw. vor die Nase gesetzt. Bisher dachte ich Bruce Willis und Dwayne Johnson gelingt es jedem noch so miesen Machwerk ein paar lichte Momente abzutrotzen. Doch hier gehen sie hoffnungslos in einem ganz traurigen Film unter, gegen den andere Hasbro-Movies wie Transfomers oder selbst Battleship fast wie Meisterwerke wirken.

G.I. Joe – Die Abrechnung

G.I. Joe: Die Abrechnung dürfte nach (oder wahrscheinlich noch vor) Star Wars – Episode I der schlechteste Blockbuster aller Zeiten sein. Das Werk wird sein Millionenbudget schon im Kino locker wieder einspielen, denn alle wollen Bruce und The Rock sehen. Doch abgesehen davon, dass die Story unterirdisch blöd ist (der US-Präsident wird durch ein Double ausgetauscht, das hart am Rande des Atomkriegs um die Weltherrschaft pokert), überzeugt auch die Action nicht. Es knallt zwar mächtig aber Spannung baut sich dadurch nicht auf.

G.I. Joe – Die Abrechnung

Selten hat es so wenig Spaß dabei gemacht dabei zuzusehen wie Millionen von Dollars sinnlos verballert werden.

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Surrogates – Mein zweites Ich

Sin City, 300 und Watchmen haben bewiesen, dass es möglich ist finanziell lukrative Comic-Verfilmungen zu drehen, die inhaltlich UND optisch erstaunlich nah bei ihrer gedruckten Vorlage bleiben. Surrogates hingegen ist in dieser Hinsicht ein Rückschritt, auch was den Erfolg an der Kinokasse betrifft, denn in den USA spielte der Film sehr viel weniger ein als die 80 Millionen Dollar, die er gekostet hatte

Surrogates - Mein zweites Ich

Die fünfteilige Comic-Miniserie The Surrogates vom Newcomer-Autoren Robert Vendetti und dem unkonventionellen Zeichner Brett Weldele erschien 2006 und verkaufte sich gut. Die spannende Science-Fiction-Geschichte ist zugleich modern wie auch klassisch (Blade Runner lässt grüßen). Es geht um eine Welt voller Stubenhocker, die künstlich erzeugte Doubles in die garstige Welt außerhalb ihrer vier Wände schicken. Vendetti erzählt einen spannenden Kriminalfall, der den Leser langsam mit den Zuständen im Jahre 2054 vertraut macht und Weldele setzt die Geschichte mit wenigen Strichen und sehr atmosphärischer digitaler Kolorierung in Szene.

Surrogates - Mein zweites Ich

Doch anstatt die bekannte Genre-Klischees clever umschiffende Comicgeschichte als Storyboard für den Film zu nutzen, durften jene Drehbuchautoren, die sich schon bei den Fortsetzungen von James Camerons Terminator-Filmen nicht sonderlich mit Ruhm bekleckerten, an der (Steil-) Vorlage allerlei völlig überflüssige Veränderungen bzw. Verschlimmerungen vornehmen bis hin zu einem komplett anderen erschreckend klischeehaften Ende.

Surrogates - Mein zweites Ich

Da kann auch der uninspirierte Inszenierungsstil von Jonathan Mostow (Terminator 3) nichts mehr retten. Selten wirkten spektakulär gemeinte Actionszenen so langweilig wie hier. Das Gleiche gilt für die Spezialeffekte. David Finchers ansonsten eher blödsinniger Der seltsame Fall des Benjamin Button hatte zuvor bewiesen, dass es mittlerweile möglich ist einen Darsteller wie Brad Pitt künstlich auf sehr jung zu trimmen. Doch die Versuche dieses in Surrogates auch mit Bruce Willis zu machen – wenn er zunächst als blondierter künstlicher Polizist ermittelt und später zum Glück durch seinen glatzköpfigen “Steuermann“ ersetzt wird – fallen eher albern aus.

Surrogates - Mein zweites Ich

Da es noch nicht möglich ist das Werk von seinem Surrogaten betrachten zu lassen, ist es ratsam sich vor dem Kinobesuch die hervorragende Comicvorlage zu Gemüte zu führen – bei Cross Cult gibt es eine wohlfeile Gesamtausgabe – um dann beurteilen zu können was für ein toller Film uns vorenthalten wurde.

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Für einen halbwegs spannenden Abend daheim ist Surrogates – Mein zweites Ich jedoch durchaus brauchbare Munition für den DVD- oder Blu-ray-Player.

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The Surrogates

Im Jahre 2054 muss niemand mehr zur Arbeit gehen, zumindest nicht mit dem eigenen Körper. Die Menschen können bequem daheimbleiben und lassen stattdessen ihre ferngesteuerten Roboter-Stellvertreter – die sogenannten Surrogaten – malochen.

The Surrogates

Alles könnte so schön sein, doch eine fanatische Sekte sowie ein Terrorist, der Surrogaten per Elektroschocks zerstört, sind mit der schönen neuen Gesamtsituation unzufrieden. Der Polizist Harvey Greer versucht den Ersatzkörper-Killer zu stellen, doch dabei geht sein Surrogat flöten. Entgegen dem allgemeinen Trend nimmt Harvey mit eigenem Körpereinsatz höchstpersönlich die Ermittlungen auf.

The Surrogates

Was wie eine Geschichte von Philip K. Dick (Blade Runner) klingt, ist das Comicdebüt von Robert Venditti, dem in seiner fünfteiligen Miniserie The Surrogates eine äußerst komplexe (Anti-?) Utopie gelang. Das liegt auch an den Anhängen der einzelnen Hefte, die – ähnlich wie einst Alan Moore bei Watchmen – durch kurze Prosatexte, gefakte Zeitungsartikel und Werbekampagnen der Zukunft eine Historie geben.

The Surrogates

Auch der Zeichner Brett Weldele leistet Erstaunliches. Mit wenigen sehr sicheren Strichen reduziert er seine Bilder auf das Wesentliche, sorgt aber durch digitale Farbeffekte für Tiefe und Atmosphäre.

The Surrogates

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich mittlerweile auch Hollywood der Sache angenommen hat. Durch Regisseur Jonathan Mostow (Terminator 3), Hauptdarsteller Bruce Willis und einem zu erwartenden Spezialeffekt-Feuerwerk der Sonderklasse hätte eigentlich der Blockbuster-Status von Surrogates – Mein zweites Ich vorprogrammiert sein müssen, doch das Resultat fiel eher enttäuschend aus.

The Surrogates

Alle Science-Fiction- und Comicfans sollten sich zuvor die auch ohne 88-Millionen-Dollar-Budget äußerst beeindruckende Vorlage zu Gemüte führen, zumal Cross Cult sich einmal mehr beim Verlegen der Gesamtausgabe große Mühe gegeben hat. Der Hardcover-Band erscheint im Format der US-Hefte und wurde zudem noch mit hochinteressanten Bonusmaterial wie Entwürfen, Interviews, Covers und sogar Deleted Scenes garniert.

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