Schlagwort-Archiv: Peter Cushing

Die 7 goldenen Vampire

Anfang der Siebziger liefen die Horrorfilme der Hammer-Studios nicht mehr besonders gut, selbst wenn sie etwas freizügiger daherkamen. Daher wurde versucht vom Erfolg der Martial-Arts-Filme aus Fernost zu profitieren und das britische Studio verbündete sich mit den umtriebigen Shaw Brothers, um in Hongkong einen Kung-Fu-Film mit Dracula zu drehen.

Nach sieben seiner Meinung nach immer schlechter werdenden Dracula-Filmen für Hammer stand Christopher Lee nicht mehr als Vampir zur Verfügung (er drehte jedoch 1976 die französischen Komödie Die Herren Dracula).  Daher versuchte sich John Forbes-Robertson als Dracula, musste jedoch hochhackige Schuhe tragen, weil Christopher Lees Umhang viel zu lang für ihn war.

Immerhin konnte Peter Cushing dazu überredet werden, ein letztes Mal den Vampirjäger Van Helsing zu spielen. Der um seine kürzlich verstorbene Ehefrau Helen trauernde Ausnahmedarsteller hoffte während der Dreharbeiten in Hongkong auf andere Gedanken zu kommen.       

Forbes-Robertson war zum Glück im Film nicht allzu lange als Dracula zu sehen, denn der Vampir schlüpfte in den Körper eines chinesischen Priesters. Zusammen mit sieben goldenen Vampirenund terrorisierte er Fernost. Da Professor Van Helsing in China Vorlesungen hielt, brach er mit einer kunterbunten Truppe auf, um seinem Erzfeind endgültig das Handwerk zu legen.      

Dank spektakulärer Kampfszenen, einem wie immer souverän agierenden Cushing und dem fast schon ikonischen Soundtrack von James Bernard fand der vom Roy Ward Baker und Chang Cheh turbulent und fantasievoll in Szene gesetzte Film in Europa ein aufgeschlossenes Publikum. In den USA wurde der The Legend of the 7 Golden Vampires jedoch gnadenlos zusammengekürzt. Der Film bestand fast nur noch aus Actionszenen und floppte an den Kinokassen. Daher kam ein von Hammer geplanter Film, in dem Dracula Indien unsicher machen sollte, leider nicht zustande.                  

Anolis veröffentlicht „Die 7 goldenen Vampire“ erstmals in Deutschland auf Blu-ray, wahlweise auch als Mediabook mit vier verschiedenen Covern. Dazu gibt es sehr gut zusammengestelltes Bonusmaterial. Gleich drei Audiokommentare sind enthalten, einmal mit Dr. Rolf Giesen, einmal mit Rainer Czech, Lars Dreyer Winkelmann + Alexander Iffländer und einmal englischsprachig mit Rey Logan. Sehr unterhaltsam ist wieder Savid Huckvale, der am Klavier sitzt und den Soundtrack von James Bernard analysiert (31:26 min).

Eine echte Rarität ist die Audiodatei einer LP, auf der Peter Cushing zur Musik von James Bernard die Filmgeschichte erzählt (44:28 min). Hinzu kommen der deutsche Kinotrailer (2:53 min), der US-Trailer (2:33 min), ein Comic zum Film (4:03 min), deutsche Werberatschläge (2 :21 min), das US-Presseheft 0:59 min), deutsche Filmprogramme (1:13 min), Werbematerialien (10:52 min), Standbilder (12:00 min) und Fotos von den Dreharbeiten (11:00 min).          

“Die 7 goldenen Vampire“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Die 7 goldenen Vampire“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Dracula” von 1958 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Blut für Dracula“ von 1966 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Draculas Rückkehr“ von 1968 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Wie schmeckt das Blut von Dracula?“ von 1970 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dracula – Nächte des Entsetzens“ von 1970 als britische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dracula jagt Mini-Mädchen“ von 1972 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dracula braucht frisches Blut“ von 1973 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Die 7 goldenen Vampire“ von 1974 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Nachts, wenn Dracula erwacht“ von 1974 bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Brennender Tod

In England herrscht Winter. Die Kanalinsel Fara wird jedoch von einer Hitzewelle heimgesucht. Die Einwohner treffen sich in der Dorfschenke Swan, um dort den hohen Temperaturen zu entgehen. Unter den Gästen befindet sich auch der undurchsichtige Wissenschaftler Godfrey Hanson (Christopher Lee), der in seinem Zimmer ein Geheimnis zu hüten scheint. Als ein Inselbewohner nach dem anderen vom Erdboden verschwindet, macht sich langsam Panik breit. Etwas lauert auf der Insel und es ist nicht von dieser Welt…

Bereits 1966 produzierte Tom Blakeley von Planet Films mit Insel des Schreckens einen von Terence Fisher inszenierten Horrorfilm mit Peter Cushing, der mit bescheidenen Mitteln sehr spannend von einer außerirdischen Invasion auf einer kleinen englischen Insel erzählt.

Ein Jahr später gesellte sich zu Fisher und Cushing noch Christopher Lee und komplettierte ein letztes Mal das legendäre Trio des englischen Horrors, dass vier Jahre zuvor mit Die brennenden Augen von Schloss Bartimore seinen letzten Film für die Hammer-Studios gedreht hatte. Auch diesmal gab am Ende des Films eher enttäuschende Monster zu bestaunen, ein Kritiker meinte gar: “Sie sehen aus wie Spiegeleier.“

Doch Brennender Tod kann trotzdem auch heute noch erschrecken. Der Film baut seine Spannung langsam auf. Unterstützt vom wild zirpenden Soundtrack von Malcolm Lockyer lässt es Terence Fisher langsam aber sicher immer heißer werden, was auch emotional zwischen den Hauptfiguren einiges zum Überkochen bringt. Wenn die Spannung dann auf dem Siedepunkt ist, passt es thematisch durchaus, Monster zu zeigen, die wie Spiegeleier aussehen.

„Brennender Tod“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Brennender Tod“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Insel des Schreckens“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Insel des Schreckens“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Camelot – Der Fluch des goldenen Schwertes

Ein sagenumwobener grüner Phantom-Ritter beherrscht das Königreich Camelot. Kein anderer Ritter konnte ihn bisher besiegen. Als er am Hofe von König Artus versucht, die Ritter der Tafelrunde zu provozieren, wagt es nur der junge, tapfere Sir Gawain gegen ihn aufzubegehren. Um die Ehre seines Königs zu verteidigen und sein eigenes Leben nicht in Gefahr zu bringen, tritt Gawain mit seinen Knappen eine Reise voller Abenteuer und Gefahren an.

Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes

Bereits 1973 verfilmte Stephen Weeks die mittelalterliche Legende Sir Gawain und der grüne Ritter. Elf Jahre später durfte er es noch einmal versuchen, diesmal sogar mit proinenten Darstellern wie Trevor Howard und Peter Cushing, mit dem Weeks zuvor bei I, Monster zusammenarbeitete .

Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes

Einzig auf den für die Hauptrolle vorgesehenen “Luke Skywalker“ Mark Hamill musste er verzichten. Doch dafür konnte Sean Connery, der gerade in der Nähe der französischen Drehorte in seinem Bond-Comeback Sag niemals nie vor der Kamera stand, für die Rolle des mysteriösen grünen Ritters gewonnen werden.

Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes

Connery macht auch im albernen Ritter-Outfit mit Blättern, Glitzerflitter und Geweih (!) eine gute Figur, was vom unter einer entsetzlichen Blondhaar-Perücke steckenden Hauptdarsteller Miles O’Keeffe, der zuvor neben Bo Derek als Tarzan zu sehen war, nicht wirklich gesagt werden kann. Ebenfalls mehr als gewöhnungsbedürftig ist Ron Geesins thematisch nicht wirklich passender Heimorgel-Soundtrack.

Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes

Die DVD-Veröffentlichung präsentiert den Film in voller 2,35:1-Breite und ermöglicht es, dessen nicht unbeträchtliche optische Pracht zu genießen.

„Camelot – Der Fluch des goldenen Schwertes“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„I, Monster“ als britische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„I, Monster“ als britische DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken


I, Monster

1960 drehten die legendären britischen Hammer Film Productions mit Schlag 12 in London eine nicht sonderlich gut gelungene Version von Robert Louis Stevensons Roman Dr. Jekyll and Mr. Hyde. Seinerzeit wurde der zuvor durch Frankensteins Fluch und Dracula zu Hammers Horror-Star aufgestiegene Christopher Lee in einer Nebenrolle verheizt,

I, Monster

Zehn Jahre später zeigte Hammers härtester Konkurrent, wie seinerzeit eine richtig gute Version des Stoffes hätte aussehen müssen. Amicus war bekannt durch Episoden-Filme wie Die Todeskarten des Dr. Schreck oder Tales from the Crypt , die alle in der damaligen Gegenwart angesiedelt waren. I, Monster wurde jedoch, ähnlich wie die meisten Hammer-Produktionen, als im viktorianischen Zeitalter angesiedelter Gothic Horror vom 22-jährigen Newcomer Stephen Weeks (Camelot – Der Fluch des goldenen Schwertes) in Szene gesetzt.

I, Monster

Diesmal übernahm Christopher Lee die Hauptrolle(n), wobei seltsamerweise aus Dr. Jekyll ein Dr. Marlowe und aus Mr. Hyde ein Mr. Black wurde. Die Namen der meisten Nebenfiguren (Frederick Utterson, Dr. Lanyon, Richard Enfield und der Butler Poole) wurden hingegen direkt aus Stevensons Erzählung übernommen.

I, Monster

Christopher Lee ist zwar einigermaßen erschreckend als Hyde bzw. Black, doch bereits als Jekyll/Marlowe wirkt er eher unsympathisch. Es ist  sehr erfreulich, dass auch Peter Cushing einmal mehr an der Seite von Lee zu sehen Als hartnäckig ermittelnder, verknöcherter Anwalt Frederick Utterson liefert Cushing die wohl werkgetreueste Darstellung dieser Figur aus Stevensons Erzählung.

I, Monster

Es ist sehr schade, dass diese stilvoll ausgestattete Produktion zwar in 3D gedreht wurde, aber nur in „flachen“ Versionen zur Aufführung kam. Noch bedauerlicher ist, dass es I, Monster nicht in die deutschen Lichtspielhäuser und Heimkinos schaffte. Abhilfe biete eine großartig ausgestattete britische Blu-ray-Veröffentlichung.

„I, Monster“ als britische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„I, Monster“ als britische DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Schlag 12 in London“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer-Edition – Alle 20 DVDs“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dr. Jekyll und Sister Hyde“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dr. Jekyll und Sister Hyde“ als Blu-ray in der „Hammer Film Edition“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von 1932 und 1941 als englische DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von 1920 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Hammer House of Horror

Fünf Jahre nachdem 1975 mit Die Braut des Satans der letzte Gruselthriller der legendären englischen Hammer Film Productions (Frankensteins Fluch, Dracula mit Christopher Lee) in die Kinos kam, setzte die Traditionsfirma ihre Horror-Tätigkeiten im Fernsehen fort. Rund um ein ehemaliges Mädcheninternat in Buckinghamshire, das der Produktion als Standort diente (und immer im Vorspann zu sehen war), entstanden 13 Episoden der Serie Hammer House of Horror.

Hammer House of Horror

Im Gegensatz zu den besten Hammer-Filmen waren die Geschichten zwar immer in der Gegenwart angesiedelt, doch es wurde trotzdem ein breites Spektrum des Unheimlichen abgedeckt. So gab es Werwölfe, Hexen, Kannibalen, Untote, Besessenheit, Afrikanischen Fetischhokuspokus, Schwarze Messen, Spukhäuser und viele weitere geschickt variierte traditionelle Horror-Elemente.

Hammer House of Horror

Diese Versatzstücke wurden manchmal in Form von etwas breitgetretenen Kurzgeschichten, aber meist als richtige kleine unheimliche Spielfilme umgesetzt.

Hammer House of Horror

Unter den Episoden gibt es jedoch zwei absolute Highlights, die zum Besten gehören, was Hammer je produziert hat. Beide stammen von Alan Gibson, der die letzten beiden Dracula-Filme mit Christopher Lee inszenierte. In The Silent Scream (Das Experiment des Mr. Blueck) liefert sich die Hammer-Legende Peter Cushing als mysteriöser Besitzer einer Tierhandlung ein Duell mit einem von Brian Cox (Das etruskische Lächeln) verkörperten gerade entlassenen Häftling.

Hammer House of Horror

Ganz schön gruselig ist auch die Episode The Two Faces of Evil (Die zwei Gesichter des Bösen), in eine Familie einen seltsamen Anhalter mitnimmt. Es kommt zu einem Autounfall und der Vater ist danach nicht mehr derselbe. Martin Lewis ist in dieser Rolle nicht minder gruselig als andere Hammer-Monster.

Hammer House of Horror

Nicht ohne ist auch die Geschichte mit der Voodoo-Puppe Charlie Boy. Unter den Darstellern befindet sich neben Patricia Quinn (Magenta aus der Rocky Horror Picture Show), Denholm Elliott (Indiana Jones) oder Lucy Gutteridge („Waltraud, die sich im Wald traut“ aus Top Secret!) auch 007 Pierce Brosnan in einer sehr kleinen Opferrolle.

Hammer House of Horror

In Deutschland lief die Serie 1989 unter dem Titel Gefrier-Schocker auf SAT.1 und wurde recht anständig synchronisiert. Gelegentlich fehlten allerdings kurze besonders gorige oder auch schwarzhumorige Momente, die dank einer schön gestalteter Box von Koch Media auf DVD nachgereicht wurden.

Hammer House of Horror

Noch schöner ist jedoch das Mediabook Edition von Wicked Vision. Auf drei Blu-rays gibt es die 13 Episoden in einer erstaunlich guten Bildqualität zu bestaunen. Die Episode Rude Awakening (Alptraum ohne Erwachen) ist als Bonus sogar im Format 16 : 9 dabei und hinzu kommt noch die 156-minütige Doku Flesh & Blood – The Hammer Heritage of Horror!

Hammer House of Horror

Drei Jahre später entstand als Fortsetzung die Serie Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung), die bei uns bei Pidax auf DVD vorliegt.

„Hammer House of Horror“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer House of Horror“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung)“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

 

Haus der langen Schatten

Der erfolgreiche Schriftsteller Kenneth Magee wettet mit seinem Verleger, dass er innerhalb von 24 Stunden einen Roman schreiben kann. Dazu zieht er sich in ein abgeschiedenes und düsteres Haus zurück. Ruhe zum Arbeiten findet er allerdings nicht, da sich dort nachts die alten Mitglieder einer Familie treffen und der Erfüllung eines grausamen Fluchs entgegensehen müssen…

Haus der langen Schatten

Der britische Regisseur Pete Walker (Rosemarie’s Liebesreport in 3 Dimensionen) hat sich zunächst eigentlich eher auf billige pornographische Filme spezialisiert, sattelte dann jedoch auf Horror um. Walkers letzter Film Das Haus der langen Schatten verfügt sogar über beträchtliche Qualitäten und erzählt im Stile eines klassischen Horrorfilms eine ebenso pfiffige wie spannende Geschichte.

Haus der langen Schatten

Der Hauptanreiz ist jedoch die grandiose Besetzung mit vier Ikonen des Horrorkinos, die nur in diesem Film gemeinsam zu sehen sind. Christopher Lee ist neben Bela Lugosi DER Dracula-Darsteller schlechthin. John Carradine hingegen trat bei Universal Pictures sogar in die Fußstapfen von Bela Lugosi. Er spielte den Graf Dracula in House of Frankenstein (1944) und House of Dracula (1945).

Haus der langen Schatten

Auch Vincent Price (Theater des Grauens) ist eine Klasse für sich und lebt weiter, u. a. in den Filmen von Tim Burton wie Frankenweenie, wo er unverkennbar als Stop-Motion-Puppe zu sehen ist. Peter Cushing ist zwar auch schon legendär als Gran Moff Tarkin in Star Wars, doch noch stärker in Erinnerung bleiben die gemeinsamen Filme mit seinem Freund Christopher Lee für Hammer Film Productions, wobei Das Haus der langen Schatten auch der letzte gemeinsame Kino-Auftritt des Duos ist.

„Das Haus der langen Schatten“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Das Haus der langen Schatten“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Yeti, der Schneemensch

Als sich Frankensteins Fluch, der ganz große Durchbruch der britischen Hammer Film Productions, 1957 in der Nachproduktion befand, stand der Hauptdarsteller Peter Cushing bereits für einen weiteren höchst ungewöhnlichen fantastischen Film vor der Kamera. Darin wiederholte er die Rolle des Botanikers Dr. John Rollason, die er bereits 1955 im zweimal von der BBC live ausgestrahlten TV-Film The Creature gespielt hatte.

Yeti, der Schneemensch

Genau wie bei den erfolgreichen Quartermass-Filmen, die ebenfalls auf von Nigel Kneale geschriebenen Drehbüchern zu BBC-Produktionen basierten, verwandelte auch hier der Regisseur Val Guest eine zuvor bereits im Fernsehen gezeigte Geschichte in einen Kinofilm. Dieser wurde zwar, genau wie die ersten beiden Quartermass-Filme, in Schwarzweiß gedreht, gewann aber durch sein als Horrorscope angepriesenes Breitwand-Format.

Yeti, der Schneemensch

Garniert mit von Guest ohne die Darsteller in den französischen Pyrenäen gedrehten Außenaufnahmen, entstand ein spannender Horrorfilm mit Survival-Touch und hochmoralischem Background. Während es beim feinsinnigen Briten Dr. Rollason (Cushing) die Neugier des Forschers ist, die ihn ins verschneite Himalaja treibt, will der zwielichtigen US-Amerikaner Tom Friend (Forrest Tucker) einen Yeti einfangen und zur Jahrmarktsattraktion machen.

Yeti, der Schneemensch

Obwohl The Abominable Snowman weitestgehend in der freien Natur spielt, die sehr gelungen in den Bray- und Pinewood-Studios nachgebaut wurde, verbreitet das Werk eher den intimen Horror eines Kammerspiels. Ein – selbst im schillernden Gesamtwerk der Hammer-Studios – sehr ungewöhnlicher Film, der es noch nicht ganz in den Klassiker-Olymp geschafft hat, aber bei jeder weiteren Sichtung an Reife gewinnt.

Yeti, der Schneemensch

Extras der DVD der Hammer-Edition: Audiokommentar von Val Guest und Nigel Kneale, wahlweise mit deutschen Untertiteln; Bildergalerie mit Musik (2:44 min); Zwei abgefilmte deutsche Filmprogramme “Filmbühne“ und “Das neue Filmprogramm“ (insgesamt 1:57 min); Englischer Kinotrainer (1:41 min); Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

„Yeti, der Schneemensch“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer-Edition – Alle 20 DVDs“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Frankenstein schuf ein Weib

1957 brachten die englischen Hammer Film Productions mit Frankensteins Fluch eine Neuverfilmung von Mary Shelleys Roman ins Kino. Der Erfolg des stilvoll ausgestatteten Farbfilmes war so groß, dass Hammer sechs weitere Frankenstein-Filme folgen ließ. Frankenstein schuf ein Weib war 1967 der vierte Beitrag zur Reihe und Peter Cushing spielte wieder in der Titelrolle.

Frankenstein schuf ein Weib

Doch fast ebenso viel Aufmerksamkeit zog die Österreicherin Dietlinde Ortrun Zechner auf sich, die kurz zu vor als Susan Denberg in der Star-Trek-Episode Die Frauen des Mr. Mudd und vor allem 1966 als Miss August im Playboy aufgefallen war. Die junge Darstellerin überzeugt als körperlich entstellte Christina, die Selbstmord begeht, nachdem ihr geliebter Hans unter der Guillotine landet. Baron Frankenstein ist dies gerade recht und er begnügt sich nicht damit bei der Wiederbelebung Christinas Schönheit wiederherzustellen, sondern verpflanzt auch noch die Seele von Hans in den Körper seiner Freundin.

Frankenstein schuf ein Weib

Das Resultat ist ein amoklaufender Racheengel, der sich daranmacht drei Adlige (die in Hammer-Filmen ohnehin meist nur eine kurze Lebensdauer haben) um die Ecke zu bringen. Das schnöselige Trio hatte zuvor Christina ganz fies gequält. Der Gender-Mix-Thematik (Mann in Frauenkörper und andersrum) trotzte Hammer 1971 mit Dr. Jekyll und Sister Hyde einen weiteren bemerkenswerten Thriller ab.

Frankenstein schuf ein Weib

Extras der DVD der Hammer-Edition: „World Of Hammer Frankenstein: eine von Oliver Reed kommentierte Zusammenstellung von Filmausschnitten von 1990 (24:42 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln, Zwei Bildergalerien mit Musik (2:37 min und 4:05 min), Englischer Kinotrainer (2:32 min),

Frankenstein schuf ein Weib

Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “The Mummy’s Shroud“ („Der Fluch der Mumie“), hierzu enthält die DVD noch einen Trailer (2:00 min) und zwei schwarzweiße TV-Spots (0:59 min und 0:21 min), Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen deutschen Plakat und einem informativen Text von Uwe Sommerlad

“Frankenstein schuf ein Weib” von 1967 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankenstein schuf ein Weib” von 1967 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Fluch” von 1957 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Fluch” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Rache” von 1958 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Rache” von 1958 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Ungeheuer” von 1964 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Ungeheuer” von 1964 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankenstein muß sterben” von 1969 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins muß sterben” von 1969 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Schrecken” von 1970 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Frankensteins Schrecken“ von 1970 als Blu-ray in der „Hammer Film Edition“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Höllenmonster” von 1974 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Höllenmonster” von 1974 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer-Edition – Alle 20 DVDs“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Dracula” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Dracula” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Der Hund von Baskerville

Dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes wird eine Geistergeschichte um einen monströsen und im Dunkeln leuchtenden Höllenhund aufgetischt, der im nebeligen Dartmoore herumspuken soll. Holmes glaubt (ganz im Gegensatz zu seinem Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle) nicht an das Übernatürliche und geht der Sache gemeinsam mit seinem treuen Helfer Dr. Watson vor Ort auf den Grund.

Der Hund von Baskerville

Von den vier Sherlock-Holmes-Romanen, die Sir Arthur Conan Doyle neben 56 Kurzgeschichten zwischen 1887 und 1927 verfasste, ist Der Hund von Baskerville mit Abstand am populärsten. Dies schlägt sich auch in einer beeindruckenden Liste von Verfilmungen nieder. Zahlreiche Darsteller wie Basil Rathborne, Stewart Granger, Jeremy Brett und Benedict Cumberbatch haben schon den im Dunkeln leuchtenden Hund bekämpft.

Der Hund von Baskerville

Nach seinen großen Erfolg mit Frankensteins Fluch und Dracula versuchte sich die englischen Hammer Film Productions an diesem Stoff. Für den ersten Farbfilm mit Sherlock Holmes wurde wieder das Erfolgstrio mit Regisseur Terence Fisher sowie den Darstellern Peter Cushing und Christopher Lee verpflichtet.

Der Hund von Baskerville

Es verwunderte etwas, dass Cushing den Meisterdetektiv spielte, während Lee die undankbarere Rolle des Sir Henry Baskerville erhielt. Dies war einer der wenigen Auftritte, in der Lee auch romantische Gefühle (für die Italienerin Marla Landi) darstellen musste. Nicht unerwähnt bleiben soll André Morell, der Doktor Watson nicht – wie es häufig der Fall war – als Trottel, sondern als engagierten Unterstützer von Holmes porträtierte. Es entstand eine stilvolle Version, die – wie bei Hammer nicht anders zu erwarten – den Horroraspekt verstärkt herausarbeitete.

Der Hund von Baskerville

Der Hund von Baskerville war zwar ein Erfolg, doch leider gab es keine  weiteren Auftritt von Sherlock Holmes, angeblich weil es keine weiteren Vorlagen von Conan Doyle gab, die zu Hammers Horror-Image passen. Peter Cushing  spielte anschließend den Meisterdetektiv in einer BBC-Serie. Auch Christopher Lee hatte danach Auftritt als Sherlock Holmes, etwa 1962 unter der Regie von Terence Fisher in der deutsch-italienisch-französischen Produktion Sherlock Holmes und das Halsband des Todes. Kurios ist, dass Lee auch noch als Holmes´ Bruder Mycroft in Billy Wilders Das Privatleben des Sherlock Holmes zu sehen war.

Der Hund von Baskerville

Nachdem die DVD-Edition von Der Hund von Baskerville recht unbefriedigend ausgefallen ist, liegt der Film bei NSM Records auch als Blu-ray vor. In England ist eine prachtvoll ausgestattete Blu-ray-Edition erschienen. Hier die darauf enthaltenen Extras: Audiokommentar mit den Hammer-Experten Marcus Hearn and Jonathan Rigby, Doku “Release the Hound!“ (30:20 min), Bericht über André Morell (19:43 min),

Der Hund von Baskerville

“The Many Faces of Sherlock Holmes“ – Eine Doku, die 1986 als Werbung für Young Sherlock Holmes: Das Geheimnis des verborgenen Tempels entstanden ist und von Christopher Lee moderiert wird (46:04 min), “Actor s Notebook“- Christopher Lee erzählt von den Dreharbeiten (12:59 min), Christopher Lee liest Auszüge aus Der Hund von Baskerville (14:36 min + 6:24 min), Englischer Trailer in Schwarzweiß (1:59 min), Sehr schön zusammengestellte Galerie mit 146 Bildern, 28 seitiges Booklet

„Der Hund von Baskerville“ als britische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Hund von Baskerville“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Hund von Baskerville“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer-Edition – Alle 20 DVDs“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Frankensteins Höllenmonster

1957 brachten die englischen Hammer Film Productions mit Frankensteins Fluch eine Neuverfilmung von Mary Shelleys Roman ins Kino. Der Erfolg des stilvoll ausgestatteten Farbfilmes war so groß, dass fast exakt dasselbe Team, inklusive Regisseur Terence Fisher, sowie den beiden Hauptdarstellern Peter Cushing und Christopher Lee, ein Jahr später eine Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula drehte.

Frankensteins Höllenmonster

Hammer produzierte aber auch sechs weitere Frankenstein-Filme. In Frankensteins Schrecken wurde versucht mit Ralph Bates einen jüngeren Ersatzmann für die Rolle von Peter Cushing zu finden. Das ging  schief und Cushing spielte 1974 – erneut unter der Regie von  Terence Fisher – in Frankensteins Höllenmonster ein letztes Mal (mit blonder Perrücke) die Rolle seines Lebens.

Frankensteins Höllenmonster

Doch ganz ohne Einfluss blieb die von Jimmy Sangster in Frankensteins Schrecken betriebene Verjüngungskur nicht. Peter Cushing musste sich seine Hauptrolle mit Shane Briant als Dr. Simon Helder teilen, der als jugendlicher Sidekick ein ebenso fanatischer Wissenschaftler wie Baron Victor Frankenstein war. Doch in Sachen Leinwand-Präsenz konnte der eher blasse Briant dem trotz gesundheitlicher Probleme mit vollem Einsatz spielenden Cushing nicht das Wasser reichen.

Frankensteins Höllenmonster

Als Monster war genau wie in Frankensteins Schrecken der ehemalige Bodybuilder David Prowse zu sehen, der drei Jahre später in die Rüstung von Darth Vader schlüpfen sollte. Während Prowse zuvor ein Monster mit kaum vorhandenen Gesichtszügen spielte, trat er in Frankensteins Höllenmonster bullig und sehr stark behaart auf. Einen großen Reiz bekommt der Film auch durch seinen Hauptschauplatz, eine Anstalt für geistesgestörte Kriminelle. Hier haben die eigentlich inhaftierten Doktoren Frankenstein und Helder das Kommando übernommen.

Frankensteins Höllenmonster

Obwohl das Ende des Films eine Fortsetzung in Aussicht gestellt hatte, kam es leider nicht dazu. Der mit einem selbst für Hammer-Verhältnisse sehr geringen Budget von 130.000 Pfund produzierte Film blieb erfolglos und war Terence Fishers letzter Film für Hammer. Bei uns kam Frankenstein and the Monster From Hell gar nicht erst in die Kinos und wurde erst synchronisiert, als er im Rahmen iner Hammer Edition auf DVD veröffentlicht wurde. Zum Glück konnte für die Synchronisation von Peter Cushing mit Friedrich Schoenfelder eine vertraute Stimme verpflichtet werden.

Frankensteins Höllenmonster

Extras der DVD der Hammer-Edition: „World of Hammer: Peter Cushing“, eine von Oliver Reed kommentierte Zusammenstellung von Filmausschnitten (24:52 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interview mit den Synchronsprechern Friedrich Schoenfelder (19:01 min) und David Nathan (19:03 min),  Zwei Bildergalerien mit Musik (2:47 min); Englischer Kinotrainer (2:48 min);  Erwähnenswert ist auch noch das farbige Faltblatt mit einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

Mittlerweile liegt der Film bei Anolis als Blu-ray vor. Auch hier ist das Bonusmaterial sehr interessant: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad, Audiokommentar mit Madeline Smith, Shane Briant und Marcus Hearn (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad plaudern auf Englisch über den Film (39:00 min), Making Of „Taking Over the Asylum“ (25:45 min); Dokumentation „Terence Fisher – Charming Evil“ (13:20 min), Interviews mit David Nathan (19:52 min) und Friedrich Schoenfelder (19:51 min), US Trailer (2:57 min), US Pressbook (4:11 min), Bildergalerien (insgesamt 11:15 min).

“Frankensteins Höllenmonster” von 1974 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Höllenmonster” von 1974 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Fluch” von 1957 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Fluch” als englische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Fluch” als deutsche Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Rache” von 1958 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Rache” von 1958 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Ungeheuer” von 1964 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Ungeheuer” von 1964 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankenstein schuf ein Weib” von 1967 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankenstein schuf ein Weib” von 1967 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankenstein muß sterben” von 1969 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins muß sterben” von 1969 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Frankensteins Schrecken” von 1970 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Frankensteins Schrecken“ von 1970 als Blu-ray in der „Hammer Film Edition“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Hammer-Edition – Alle 20 DVDs“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Dracula” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Dracula” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken