Archiv der Kategorie: SERIE

Die beste Serien im TV oder online.

Andor

Für gar nicht so wenige Fans ist Rogue One – nach Episode IV: Eine neue Hoffnung und Episode V: Das Imperium schlägt zurück – der beste Star Wars Film. Es ist wohl kein Geheimnis, wenn verrate wird, dass eine Fortsetzung davon nicht möglich ist. Es gelingt Cassian Andor (Diego Luna) und seinem Team Rogue One zwar, die Pläne des Todessterns zu erbeuten, doch alle an dem Sondereinsatz beteiligten Rebellen kommen zu Tode.

Mit Andor entstand eine Prequel-Serie, die erzählt, was Andor zuvor erlebte. Das aus 24 Episoden bestehende Resultat lässt die anderen Star Wars Serien auf Disney+, selbst The Mandalorian, wie harmlosen Kinderkram wirken.

Cassian Andor ist zwar auch ein tollkühner Pilot, doch alles andere als ein weiterer Han Solo. Bereits in Rogue One gibt es einen verstörenden Moment, als er im Dienst der Rebellion über Leichen geht. In Rogue One gibt es aber auch Jedi-Zauber, ausgedehnte Raumschlachten, einen ulkigen Roboter und zahllose Gastauftritte von “Promis“ wie Darth Vader, Prinzessin Leia und dem am Computer wieder zum Leben erweckten Peter Cushing als Grand Moff Tarkin.

All dies verkneift sich bei Andor der Headautor Tony Gilroy, der nicht nur zusammen mit Chris Weitz das Drehbuch zu Rogue One schrieb, sondern auch die Nachdrehs inszenierte. In seiner Serie wirft Gilroy einen erstaunlich “realistischen“ Blick auf das von George Lucas geschaffene galaktische Universum. Die Serie erzählt davon, wie ein gnadenloser Imperator (der persönlich nie in Erscheinung tritt) durch seine skrupellosen Helfer mit aller Gewalt aus der demokratisch organisierten galaktischen Republik eine grauenvolle Diktatur machen will.

Auch der Rebell Cassian Andor geht bei seinen Einsätzen gegen das Imperium teilweise sehr brutal vor. Noch schlimmer treibt es jedoch sein zeitweiser Vorgesetzter Luthen Rael, der auf Coruscant, im Zentrum des Imperiums, einen Antiquitätenladen betreibt und rücksichtslos die Einsätze der Rebellen koordiniert. Diese Figur voller Grautöne wird von Stellan Skarsgård so schillernd und vielschichtig gespielt, dass sie beinahe die gesamte Serie überstrahlt.

Fast schon legendär ist sein Monolog mit dem er die Frage, was er im Dienste der Rebellion geopfert hat: „Ruhe. Güte. Familie. Liebe. Ich habe die Chance auf Seelenfrieden begraben. In meinem Geist herrscht Finsternis. Ich bin dazu verdammt, die Werkzeuge meines Feindes zu benutzen, um ihn zu besiegen. Ich gebe mein Leben für einen Sonnenaufgang, den ich niemals sehen werde. Was ich opfere? Absolut alles!“

Ein positive Gegenfigur ist die Senatorin Mon Mothma, die bereits in den Episoden III und VI, sowie in Rogue One auftrat. Genevieve O’Reilly spielt eine starke Frau, die sich trotz ihrer Erfahrungen in der Politik noch einen Rest an Idealismus bewahrt hat. Nachdem es ihr gelungen ist, im bereits vom Imperium kontrollierten Senat eine Brandrede gegen den Imperator zu halten, verhilft Cassian Andor ihr zur Flucht nach Yavin IV, dem Zentrum der Rebellion.

Die Serie fasziniert aber auch dadurch, dass sie das Privatleben auf der dunklen Seite der Macht thematisiert. Syril Karn (Kyle Soller) ist Inspektor eines Sicherheitskonzerns und hat sich seine bunte Uniform etwas zackiger zurechtgenäht. Nachdem er bei einem Einsatz auf der Jagd nach Cassian Andor scheitert, wird er entlassen. Er zieht zurück nach Coruscant zu seiner nervigen Mutter, die ihm einen Behörden-Job beschafft.

Dort fahndet er heimlich nach Cassian Andor, was Lieutenant Dedra Meero (Denise Gough) auf den Plan ruft. Die einzige weibliche Führungskraft im Sicherheitsbüros des Galaktischen Imperiums lässt sich nach einigen Verwicklungen auf eine Beziehung mit Syril Karn ein. In einer der großartigsten Szenen der Serie serviert sie mit befehlsgewohnter Stimme ihre zukünftige Schwiegermutter so souverän ab, dass der Imperator stolz auf sie gewesen wäre.

Dedra Meero ist zwar ehrgeizig und rücksichtslos, aber dennoch vielleicht die tragischste Figur in der ganzen Galaxis. Ihr gelingt es zwar Luthen Rael zu enttarnen, aber dennoch landet sie durch Intrigen ihrer neidischen Kollegen in jenem schrecklichen Gefängnis, aus dem Cassian Andor die Flucht gelungen ist.   

Und dann sind da noch die starken Frauen im Leben von Cassian Andor. Seinen Namen hat er von der Rebellin Maarva Andor (Fiona Shaw), die ihn als kleinen Jungen vor einer imperialen Invasion auf dem Planeten Kenari rettet und adoptierte. Maarvas Begräbnis ist einer der Höhepunkte der Serie, denn diese hat eine flammende Ansprache aufgezeichnete, die ihren Mitbürgern klar macht, wie unfrei sie sind.

Die auf dem Schwarzmarkt aktive Mechanikerin Bix Caleen (Adria Arjona) hat sich aufopfernd um Maarva gekümmert. Sie kennte Andor seit ewigen Zeiten und immer wieder haben sie sich an einer Beziehung versucht. Doch beiden müssen feststellen, dass es für sie nicht möglich ist, ein ruhiges Leben in einer unruhigen Welt zu führen.    

Auf beeindruckende Weise zeigt Andor wieviel Potential George Lucas verschenkte, als er die Episoden I bis III realisierte

„Andor – Staffel 1“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Andor – Staffel 1″ als Steelbook – Limited Edition 4K / Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

  „Rogue One: A Star Wars Story“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Rogue One: A Star Wars Story“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Rogue One: A Star Wars Story“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: The Complete Saga I-VI“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars – Trilogie: Der Anfang, Episode I-III“ auf 3 DVDs bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars – Trilogie, Episode IV-VI“ auf 3 DVDs bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

               

Es – Welcome to Derry

1986 schrieb Stephen King mit Es einen voluminösen und intelligent verschachtelten Roman, den viele für sein bestes Buch halten. Sieben Kinder bekämpfen 1958 in der Kleinstadt Derry ein mörderisches Monster, das die Erwachsenen nicht wahrnehmen (wollen). Doch “Es“ terrorisiert Derry alle 27 Jahre und als Erwachsene muss die Gruppe in ihre Heimatstadt zurückkehren und sich der als Clown Pennywise in Erscheinung tretenden Bedrohung erneut stellen.

Bereits 1990 entstand eine ganz achtbar realisierte zweiteilige TV-Verfilmung, die mit Tim Curry (The Rocky Horror Picture Show) den idealen Darsteller für den Killer-Clown gefunden hatte und sich redlich darum bemühte Kings Erzählstruktur gerecht zu werden. 27 Jahre nach der TV-Miniserie folgte eine Verfilmung, die etwas andere Wege ging.

Der argentinischen Regisseur Andrés Muschietti (Mama) drehte mit Es – Kapitel 1 den erfolgreichsten Horrorfilm aller Zeiten. Er ließ die Kinder im Jahre 1989 gegen Pennywise antreten und zwei Jahrs später entstand mit Es – Kapitel 2 eine etwas weniger erfolgreiche und nicht ganz so gut gelungene Fortsetzung, die im Jahre 2016 spielte.

Muschietti ist auch das Mastermint hinter der Serie Es – Welcome to Derry, die sich an der Timeline seiner Filme orientiert (aber auch etwas an Stranger Things). Die erste Staffel ist (hauptsächlich) im Jahre 1962 angesiedelt und konfrontiert ein großes Ensemble mit “Es“.

Dabei handelt es sich um Figuren, die nicht im Roman verkommen. Mit dabei ist jedoch Dick Hallorann, den eifrige Fans von Stephen King aus dessen Romanen Shining und Doctor Sleep kennen dürften. Eine kleine Rolle spielt auch die berüchtigte Strafanstalt Shawshank aus Die Verurteilten und natürlich ist auch wieder Bill Skarsgård als Clown Pennywise dabei, dessen wirklich erster großer Auftritt eine ganze Weile hinausgezögert wird.       

Die erste Episode lässt vermuten, dass die Serie mit etwas anders benannten Figuren lediglich Kings Geschichte über einen verschwundenen Jungen neu erzählt. Doch am Anfang von Episode 2 (Vorsicht Spoiler!) ist ein Großteil der scheinbaren Hauptfiguren nicht mehr am Leben.

Im Zentrum stehen jetzt erstaunlich viele “People of Color“ und – nach dem es in der ersten Episode einen erstaunlich plumpen Horror-Moment gab, in der ein jüdischer Junge von einer Lampe aus Menschenhaut attackiert wurde – beschäftigt sich die Serie im weiteren Verlauf erstaunlich subtil mit Rassismus.

Insgesamt fängt Es – Welcome to Derry den Geist und die Atmosphäre von Kings Klassiker erstaunlich gut ein. Die eigenständige Serie verblüfft immer wieder durch originelle Ideen und menschlich anrührende Momente.

„Es – Welcome to Derry“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Welcome to Derry“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Welcome to Derry“ als 4K bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Kapitel 2″ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Kapitel 2″ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Kapitel 1“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es – Kapitel 1“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es“ von 1990 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es“ von 1990 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Es“ als BUCH bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Der letzte Bulle

2010 erwachte der Essener Polizist Michael „Mick“ Brisgau aus einem durch Kopfschuss verursachten Koma. Als er nach 20 Jahren in sein Revier zurückehrt, muss er feststellen, dass sich einiges verändert hat. Schöner als die Werbetexter zur Serie kann ich Micks Blick auf die schöne neue Welt auch nicht formulieren: “Die Frauen sind jetzt abgebrühter als der Kaffee, den sie früher kochten, und die Männer haben sich alle in Weicheier verwandelt.“

Diese Chauvi-Perspektive hätte leicht ins Reaktionäre umkippen können. Doch als bulliger Bulle mit goldenem Herzen bringt Henning Baum (Lukas der Lokomotivführer) seinen ganz speziellen Charme ein und wirkt nur auf den ersten Blick etwas prollig. Micks Skepsis gegenüber DNA-Analysen oder dem allwissenden Internet helfen ihm bei den Ermittlungen dort Zusammenhänge zu finden, wo seine Kollegen schon lange nicht mehr suchen.

Außerdem hat er als Dienstwagen weiterhin einen grünen Opel Diplomat aus dem Jahre 1977 und kann dort seine alten Musikkassetten abspielen. Bis 2014 liefen auf Sat.1 von Der letzte Bulle fünf Staffeln mit 60 Episoden. 2019 folgte ein ziemlich verunglückter Kinofilm unter der Regie von Peter Thorwarth, der Mick Brisgaus Geschichte einfach noch einmal erzählte und dessen Koma auf 25 Jahre verlängerte.

Doch jetzt ist eine sechste Staffel entstanden, die nahezu nahtlos an den Charme der alten Serie anknüpft und Mick Brisgau erneut mit einer ihm fremden Welt konfrontiert. Diesmal kehrt er nach elf Jahren, die er unfreiwillig als Flugzeugbrüchiger auf einer einsamen Insel verbrachte, nach Essen zurück. Mick muss nun lernen was Work-Life- Balance und wer Alexa ist.

Doch seine alten Kollegen, Maximilian Grill als sein Partner Andreas Kringge und Helmfried von Lüttichau als gutmütiger Vorgesetzter Martin Ferchert, halten weiter zu ihm und abends geht es in Uschi’s Kneipe. Henning Baum fiel es leicht als Mick Brisgau zurückzukehren und weiterhin “den Zeitgeist zu ignorieren“. Es ist zu hoffen, dass es nicht bei den acht neuen Folgen bleibt.    

„Der letzte Bulle – Staffel 1 – 5″ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der letzte Bulle – Kinofilm“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der letzte Bulle – Kinofilm“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Star Trek – Voyager

Bei der Verfolgung von Mitgliedern der Widerstandbewegung “Marquis“ gerät das neue Föderations-Raumschiff Voyager in den abgelegenen Delta-Quadranten und büßt dabei die Hälfte der Besatzung ein. Captain Kathryn Janeway (Kate Mulgrew) sieht sich gezwungen, die gesetzlosen Mitglieder der Marquis an Bord zu nehmen und in die Mannschaft zu integrieren. Gemeinsam versucht man zur Erde zurückzukehren. Diese Reise würde bei Höchstgeschwindigkeit mehr als 70 Jahre in Anspruch nehmen…

Parallel zur dritten Season von Deep Space Nine startete 1995 eine weitere Star Trek-Serie, die wieder von einem Raumschiff auf seiner Mission durchs All erzählte. Die Grundidee ein Raumschiff im All stranden zu lassen und auf eine sehr lange Heimreise zu senden, erwies sich als ziemliches Handicap, denn die Besatzung war trotz der gebotenen Eile niemals abgeneigt, fremde Planeten zu untersuchen. Außerdem ist jedem Zuschauer völlig klar, dass Captain Janeway und ihre Crew nicht allzu schnell die Erde erreichen werden, weil die Serie dann beendet wäre.

Aus den Konflikten zwischen den Starfleet-Besatzungsmitgliedern und den unabhängigen Marquis-Kämpfern schlägt die Voyager recht wenig Kapital. Bereits im Pilotfilm ziehen die unabhängigen Widerstandskämpfer brav ihre neuen Uniformen an und unterwerfen sich der hierarchisch organisierten Förderation. Abgesehen vom köstlichen holographischen Doktor (Robert Picardo) bleiben die Charaktere im Verhältnis zu den anderen Star Trek-Serien eher blass und austauschbar. Dennoch werden einige unvergessliche Geschichten geboten, wobei die erste Season aufgrund eines Streiks der Drehbuchautoren sehr viel kürzer ausgefallen ist und neben dem Pilotfilm nur aus 14 Episoden besteht.

In der zweiten Staffel kam die vierte “Star Trek“-Serie langsam in Fahrt und entwickelte echtes Konfliktpotential. So kommt es auf der Brücke fast zu einer Prügelei zwischen Tom Paris (Robert Duncan McNeill) und Chakotay (Robert Beltran), wobei es hier eigentlich eher der Starfleet-Mann Paris ist, der durch seine lockere Einstellung den zum ersten Offizier ernannten Ex-Marquis Chakotay auf die Palme bringt (Allerdings wird diese Szene dann in einer späteren Folge wieder relativiert).

Die interessantesten Geschichten kreisen jedoch um den holographischen Doktor, der versucht zu verstehen was Schmerz und was Liebe ist. Insgesamt wird hier eine geballte galaktische Ladung geboten, die sogar so etwas wie einen roten Faden hat und Appetit auf mehr macht.

Die dritte Staffel von Star Trek – Voyager beginnt mit der turbulenten Auflösung eines Cliffhangers und stellt dann recht schnell wieder „Normalität“ her. Die Besatzung ist zwar weiterhin bemüht zur Erde zurückzukehren, lässt jedoch keine Möglichkeit zur Erkundung fremder Welten aus.

Auch wenn nur selten ein übergreifender Zusammenhang hergestellt wird und es nicht wirklich zu dauerhaften Veränderungen kommt, werden innerhalb der dritten Staffel einige sehenswerte Einzelgeschichten erzählt. So landet Captain Janeway durch eine Gedankenverschmelzung gemeinsam mit dem Vulkanier Tuvok (Tim Russ) auf dem von Captain Sulu (George Takai) geführten Raumschiff Excelsior und ist bei einigen entscheidenden Momenten des Kinofilms Star Trek VI: Das unentdeckte Land dabei.

Auch der Zeitreise-Zweiteiler Vor dem Ende der Zukunft, der die Crew ins heutige Los Angeles schickt, hat seine wirklich köstlichen Momente. In der letzten Folge geht es dann wirklich zur Sache und die „Voyager“ trifft auf die (beeindruckend getrickste) Spezies 8472, die sogar für die gnadenlosen Borgs eine mehr als gefährliche Bedrohung darstellt. Die dritte Staffel endet mit einem Cliffhanger, aus dem wirklich dauerhafte Veränderungen innerhalb der Serie resultieren.

Zu Beginn der vierten Staffel gibt es zwei einschneidende Veränderungen. Kes (Jennifer Lien) verlässt das Raumschiff und wird ersetzt durch Seven of Nine (Jeri Lynn Ryan). Die immer etwas verträumt anmutende Kindfrau macht Platz für eine immer im engen Anzug herumrennende eiskalte Borg-Frau. Bei dieser kann sich die Crew nie sicher sein kann, ob sich wirklich auf das einst vom Borg-Kollektiv assimilierte menschliche Wesen verlassen werden kann.

Das schafft natürlich Spannung und der Zuschauer ist dabei, wie dies scheinbar unterkühlte Maschinenwesen langsam aber sicher seine Menschlichkeit zurückgewinnt. Doch auch ansonsten wird zwischenmenschlich einiges geboten. Tom Paris hat das Herz der Halbklingonin B’Elanna Torres (Roxann Dawson) erobert und Captain Janeway erfährt, dass sich ihr Lebensabschnittspartner einer anderen Frau zugewendet hat. Somit stünde einer Romanze mit dem ersten Offizier Chakotay eigentlich nichts mehr im Wege. Harry Kim (Garrett Wang)hingegen könnte sofort bei Seven of Nine landen, doch er möchte lieber langsam erobert werden.

Die vierte Season hat neben zahlreichen Soap-Elementen aber auch handfeste Stories zu bieten. Mit den Hirogen taucht eine an die „Predatoren“ des Kinos erinnernde neue Alien-Rasse auf, die der puren Lust an der Jagd auf andere Völker frönt.

Dies gibt Anlass zur gelungenen Doppelfolge Das Tötungsspiel, in der die Crew auf dem Holodeck ihre ganz eigene Version des Kultfilms Casablanca erlebt.  Wer hätte nach den ersten Folgen gedacht, dass die Voyager einmal zu solchen Höhenflügen ansetzen würde.

Jeri Lynn Ryan als Seven of Nine wurde sofort zu einem Publikumsliebling und bescherte der etwas kränkelnden Serie bessere Quoten. Daher war zu vermuten, dass sie im Mittelpunkt der kompletten fünften Staffel stehen würde. Doch auch alle anderen Charaktere haben reichlich zu tun und stehen jeweils im Mittelpunkt von mindestens einer Episode.

Die Beziehung zwischen Tom Paris und der zu Wutanfällen neigenden B’Elanna Torres verläuft erwartungsgemäß nicht ganz unproblematisch, Harry Kim absolviert erste Einsätze in Eigenverantwortung und der Vulkanier Tuvok ist emotional doch nicht ganz so kalt wie erwartet.

Recht ist auch das neue Holodeck-Programm mit den Abenteuern des Captain Proton, das stilecht in Schwarzweiß an Filmserials wie Flash Gordon angelehnt ist. Doch auch in Sachen Spezialeffekten und Spannung wird einiges geboten, wie etwa eine Doppelfolge mit der Borg Queen. Die Serie endet mit einem Cliffhanger, der Appetit macht auf weitere Begegnungen mit der Crew von Captain Janeway.

In der sechsten Staffel vergnügt sich Crew der Voyager zur Entspannung in einem von Tom Paris auf dem Holodeck eingerichteten irischen Dorf. Doch es gibt auch einige dauerhaftere Entwicklungen. So gelingt es Reginald Barclay von der Erde aus in Funkkontakt mit der Voyager zu treten und Seven wird zur Pflegemutter von einigen noch nicht völlig assimilierten Borg-Kindern.

Auch diesmal gibt es zwischen den Cliffhanger-Folgen am Anfang und Ende wieder etliche überraschend gut gelungene Episoden in sehr unterschiedlichen Tonarten. Die neun Hauptfiguren der Serie haben dabei weiterhin nahezu gleich viel zu tun.

Einzig der seltsame Führungsstil von Captain Janeway ist manchmal etwas störend. Da es ihr ein wenig an wirklicher Autorität fehlt, muss sie sich immer mal wieder autoritär aufführen und wirkt auch verkrampft, wenn sie sich entspannt. Ansonsten menschelt es reichlich und nach schwachem Start macht die Serie richtig Spaß.

Vorsicht Spoiler: In einer Doppelepisode gelingt es Admiral Janeway per Zeitreise ihrem jüngeren Selbst und die “Voyager“-Crew zu einer schnellen Heimkehr zur Erde zu verhelfen. Zugleich kann sie auch die Borgs (wieder dabei Alice Krige aus Star Trek VIII: First Contact als Borg-Queen) ganz gehörig zu besiegen.

Dieser durchaus krönende Abschluss der siebenjährigen Odyssee des Raumschiffes “Voyager“ ist jedoch nicht der einzige Höhepunkt der letzten Staffel. Zuvor hat Tom Paris ein turbulentes Raumschiffrennen zu bestehen und wird danach im entscheidenden Moment auch noch Vater. Neelix (Ethan Phillips) trifft auf Artgenossen. Der Abschied von seinen menschlichen Freunden und vom Vulkanier Tuvok fällt ihm nicht gerade leicht.

Seven macht auf dem Holodeck erst einmal Trockenübungen bevor sie ihre Romanze mit Chakotay “in echt“ startet. Der Doktor blamiert sich und seine Kollegen durch einen Enthüllungsroman, Harry Kim gerät bei einem Kommando an seine Grenzen und Captain Janeway läuft Gefahr ein schlichtes, aber glückliches Leben auf einem Industrieplaneten zu führen.

Alle neun Hauptcharaktere kommen auch in der letzten Staffel voll zum Einsatz und es ist schade, dass der Einsatz der Voyager im Star Trek-Universum beendet wurde.

„Star Trek – Voyager“ komplett auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 1″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 2″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 3″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 4″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 5″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 6″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Staffel 1″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die komplette Serie „Star Trek – The Next Generation“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die komplette Serie „Star Trek – The Next Generation“ als DVC-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek: Die klassische Serie“ komplett auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek: Die klassische Serie“ komplett auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – The Animated Series“ komplett auf  Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – The Animated Series“ komplett auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Deep Space Nine“ komplett auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Enterprise“ komplett auf  Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek – Enterprise“ komplett auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek Beyond“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek Beyond“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek Beyond“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek Into Darkness“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Trek Into Darkness“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Der Doktor und das liebe Vieh – Staffel 5

Es war nicht abzusehen, dass eine Neuauflage der 1977 gestarteten BBC-Serie “All Creatures Great and Small“, die sich auch bei uns unter dem Titel Der Doktor und das liebe Vieh großer Beliebtheit erfreute, funktionieren würde. Ist es wirklich möglich adäquaten Ersatz für das chairsmatische Darstellertrio Robert Hardy, Christopher Timothy und Peter Davison zu finden?

Doch von der 2020 gestarteten Serie, die ebenfalls auf den unter dem Pseudonym James Herriot von James Alfred Wright verfassten Erinnerungen an seine Erlebnisse als Tierarzt im ländlichen Yorkshire basiert, wurde bereits eine fünfte Staffel produziert. Womit bewiesen wäre, dass das Remake ebenfalls seine Fans gefunden hat.

Auch diesmal schildern sechs Episoden die sich innerhalb eines Jahres zutragenden Erlebnisse von Menschen und Tieren in einer im Dörfchen Darrowby gelegenen Tierarztpraxis. Dabei brauchen sich Nicholas Ralph als James Herriot, sowie Samuel West und Callum Woodhouse als die zänkischen Brüder Siegried und Tristan Farnon nicht vor den Darstellern der klassischen Serie zu verstecken.

Für die Neuauflage spricht aber auch, dass Rachel Shenton als Herriots Gattin Helen und Anna Madeley als Haushälterin Mrs. Hall in gleichberechtigten Hauptrollen zu sehen sind. Die Episoden spielen im Jahre 1941 und erzählen auch davon, wie Tristan Farnon, der in der vierten Staffel “im Krieg“ war) von seinem Einsatz in Afrika nach Darrowby zurückkehrt und James Herriot seine Ausbildung als Pilot nicht fortsetzen kann.

Die siebte und letzte Episode spielt wieder in der Weihnachtszeit und bündelt die oft sehr amüsanten, aber gelegentlich auch ganz schön zu Herzen gehenden Handlungsstränge. Die opulente Ausstattung verbreitet nostalgisches Flair. Dennoch wird keine “gute alte Zeit“ verklärt, sondern gezeigt, dass es unterschiedlichen Charakteren durchaus möglich ist, unter einem Dach zu leben und miteinander auszukommen.

Die Edition von Polyband enthält auf zwei Blu-rays alle sieben Episoden der fünften Staffel. Hinzu kommen Interview mit Regisseur Andy Hay (5:34 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie mit den Darstellern Nicholas Ralph (15:49 min), Callum Woodhouse (11:51 min) und Anna Madeley (10:55 min)

Die erste Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die erste Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die zweite Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die zweite Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die dritte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die dritte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die vierte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die vierte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die fünfte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die fünfte Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die sechste Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die sechste Staffel der Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ – Staffeln 1 – 4 als limitierte Fan-Edition mit Notizbuch als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die Neuauflage von „Der Doktor und das liebe Vieh“ – Staffeln 1 – 4 als limitierte Fan-Edition mit Notizbuch als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die klassische Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ als Komplettbox mit 27 DVDs bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Den Kinofilm „Der Doktor und das liebe Vieh“ mit Anthony Hopkins als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Den Roman „Der Doktor und das liebe Vieh“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Captain Future

Wer in den Achtzigern aufgewachsen ist, wird sich an allerlei seltsame japanische Zeichentrick-Serien erinnern. An Karel Gotts schmalziges Biene Maja-Lied, an Gitti und Erika, die volle Pulle HEIDI! grölten, während das besungene, großäugige Balg durch die Alpen schaukelte, oder an völlig zurecht vergessene Serien wie Nils Holgersson, Pinocchio und Sindbad (sang da nicht Mary Roos: „Sindbad, Sindbad, seht nur wie viel Glück dieses Kind hat.“? Oder war es ihre Schwester Tina York?? Erschreckend was für Belanglosigkeiten im Kopf hängen bleiben.) Jedem Betrachter, der schon einmal Disney-Filme sehen durfte, konnten die dürftig animierten und armselig gestalteten Figuren dieser Trickfilmserien nicht einmal ein müdes Lächeln entlocken.

Doch wenn dann Erinnerungen an Captain Future aufkommen, sind alle Qualen beendet: Tolle Figuren, richtige – beinahe schon epische – Science-Fiction-Stories, die sich über mehrere Episoden zogen, und ein Soundtrack von Christian Bruhn, der durchaus bei der Musik von Peter Thomas Musik zu Raumpatrouille Orion mithalten kann. Eine weitere Parallele zu Orion ist übrigens der Einsatz der beiden Synchronsprecher Wolfgang Völz (Otto) und Friedrich G. Beckhaus (Grag), die bereits in Raumpatrouille Orion als Mario de Monti und Atan Shubashi zu sehen waren. Auch ansonsten kam mit Gerd Duwner, Friedrich Schoenfelder, Arnold Marquis, Joachim Kerzel und Reinhard Kolldehoff die deutsche Sprecherelite zum Einsatz.

Manche der toll animierten Raumflüge und Action-Szenen sehen auch heute noch gegenüber andere angeblichen Nippon-Meisterwerke gar nicht einmal so alt aus. Doch leider wurde genau wie bei den reinen Kiddie-Serien aus Japan auch bei Captain Future aus Kostengründen meist nur auf ziemlich unbewegte Standbilder gesetzt und richtige Zeichentrick-Animation eher sparsam verwendet. Doch das war schnell vergessen und verziehen, denn dem Zuschauer wurden echte Abenteuer geboten, die im ganzen Universum spielten.

Das japanische Fernsehen strahlte Captain Future zwischen 1978 und 1979 aus. Wiederholung entfielen mangels positiver Resonanz. Dies war jedoch nicht weiter schlimm, denn Captain Future war zwar eine japanische Serie, wurde jedoch in englisch für den internationalen Markt konzipiert und produziert, genau wie Biene Maja, Heidi oder Pinocchio. Während diesen Kiddie-Serien jedoch meist nur ein einziges populäres Kinderbuch zugrunde lag, das mühsam als Endlos-Serie breitgetreten wurde, gab es für Captain Future eine Unmenge von Storyvorlagen, die nur noch geringfügig umgearbeitet werden mussten.

Zwischen 1940 und 1944 erschien in den USA vierteljährig ein Science-Fiction-Magazin namens Captain Future, das neben einigen SF-Short-Stories auch immer einen kompletten Roman mit Captain Future enthielt. Nach der Einstellung des Magazins erschienen weitere Romane im Magazin Startling Stories und ab 1969 folgten Buchausgaben. Auf Deutsch erschienen zunächst einige stark gekürzte Captain Future-Romane in der Utopia Zukunft-Reihe. Der Held hieß hier auch noch zu allem Überfluss Captain Zukunft.

Parallel zur Zeichentrickserie brachte der Bastei-Verlag von 1981 bis 1984 fünfzehn vollständig übersetzte Captain Future-Romane heraus. Darunter befanden sich einige Stories von denen nicht einmal in den USA Buchausgaben vorliegen und sämtliche Romane, die den dreizehn Folgen der Zeichentrick-Serie als Vorlage dienten. Alle diese Romane wurden von Edmond Hamilton (1904 – 1977) verfasst, der ein alter Hase auf dem Gebiet der „Space Opera“ war.

Hamilton verfasste seit seinem vierzehnten Lebensjahr quasi nichts anderes als abenteuerliche Weltraum-Romane. 1946 heiratete Hamilton seine elf Jahre jüngere Kollegin Leigh Brackett, die nicht nur SF-Romane, sondern auch Drehbücher zu Filmen wie Rio Bravo und Das Imperium schlägt zurück verfasste. Edmond Hamilton gelang es immer Distanz zu seinen Werken zu behalten. Ein pathetisch-schwülstiges Buch wie Robert Heinleins Starship Troopers, das auch noch Wehrertüchtigungs-Propaganda machte, wäre aus seiner Feder undenkbar.

Hamiltons Story wirken trotz aller Klischees immer frisch und treiben ihre Handlung ähnlich naiv-fröhlich voran, wie die Mars- und Venus-Romane des Tarzan-Schöpfers Edgar Rice Burroughs. Übrigens gibt es auch noch Captain Future-Romane von Brett Sterling (alias Samachson Joseph), Wellman Manly Wade und Allen Steele, die jedoch nicht als Vorlage für die Zeichentrickreihe herangezogen wurden.

Aus dem Carlsen-Comic Captain Future: Der ewige Herrscher

Hamiltons Serie beginnt im Jahre 1990. Roger Newton flüchtet gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Elaine und dem von ihm konservierten Gehirn eines gewissen Professor Simon Wright auf den Mond, um ungestört mit künstlichen Leben herumforschen zu können. Newton entwirft und baut zunächst den Roboter Grag und anschließend den noch gelungeneren Androiden Otto (auch Otho), während seine Frau ein Söhnchen namens Curtis zur Welt bringt. Doch dann stürmt ein gewisser Victor Corvo (mit dessen Sohn Vul Kuoluns Captain Future noch einige Male zu tun haben wird) die Mondbasis und tötet die Newtons.

Aus dem Carlsen-Comic Captain Future: Der ewige Herrscher

Grag und Otto wiederum bringen die Attentäter um und schwören der sterbenden Mutter ihren Sohn gemeinsam mit Prof. Wright aufzuziehen. Captain Future stellt seine Fähigkeiten in den Dienst der Erdregierung, die ihn über ein Signal vom Nordpol auf seiner Mondbasis erreichen kann. Gemeinsam mit dem Kommandanten der Weltraumpolizei Ezella Garnie (auch Ezra Gurney) und der Geheimagentin Joan Landor (auch Joan Randall) widmet sich der Captain dem Kampf um Gerechtigkeit im Weltall. Damit es dabei nicht nur bierernst zugeht, haben Grag und Otto zudem noch ihre Haustiere Yiek und Oak und ein kleiner Junge namens Ken Scott, der in den Romanen kaum vorkommt, versucht dem Captain nachzueifern.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Hamilton sich bei der Gestaltung von den ständig im Streit liegenden Captain Future-Sidekicks Grag und Otto, sowie bei ihren ebenfalls konkurrierenden Schoßtieren Yiek und Oak, bei Kenneth Robesons zwischen 1933 und 1945 erschienenen Romanen mit Doc Savage bedient hatte. Dort hat der bronzehäutige Titelheld zwei Assistenten namens Ham (ein eleganter Anwalt) und Monk (ein affengesichtiger Chemiker), die sich nicht nur ebenfalls andauernd Wortgefechte liefern, sondern auch noch ein Äffchen und ein Hängebauchschwein als Maskottchen mit sich herumschleppen.

EPISODENÜBERSICHT ZUR ANIMATIONSSERIE

Der Herrscher von Megara:

  1. Die Rückverwandlung
  2. Jagd auf den allmächtigen Schatten
  3. Kampf der Planeten

Inhalt: Auf dem Planeten Megara werden Menschen in Affen zurückverwandelt. 

Anmerkung: Die 100-minütigen Geschichten wurden in Japan auf vier Episoden aufgeteilt. Das ZDF hingegen kürzte die Storylines auf drei 25-minütige Teile zusammen.

Romanvorlage: Der erste Roman Captain Future and the Space Emperor (1940), deutsch Die lebende Legende (Bastei 25001, 1981)

Der Kampf um die Gravium-Mine:

  1. Der Plan des Wrecker
  2. Die Unterwasserfalle
  3. Die Seelentransplantation

Inhalt:  Die Erdregierung wird von Wrecker erpresst, der ein Radium-Monopol hat. 

Romanvorlage: Captain Futureʼs Challenge (1940), deutsch Die Gravium Sabotage (Bastei 25003, 1982)

Die Zeitmaschine:

  1. Reise in die Vergangenheit
  2. Das Geheimnis des Sterns Koom
  3. Fünf Milliarden Jahre zurück

Inhalt: Die Future-Crew reist in die Vergangenheit um einen Krieg zu verhindern.

Romanvorlage: The Lost World of Time (1941), deutsch Im Zeitstrom verschollen (Bastei 25008, 1982)

Auf der Suche nach der Quelle der Materie:

  1. Luft- und Wasserknappheit auf dem Planeten Laguna
  2. Gefangen auf dem grünen Planeten Kol
  3. Die Rettung der Quelle

Inhalt: Wegen zunehmenden Luft- und Wasserknapp macht sich die Future-Crew auf die Suche nach der sogenannten Quelle der Materie.

Romanvorlage: Quest Beyond the Stars (1942), deutsch Die Materiequelle (Bastei 25009, 1982) 

Der Zauberer vom Mars:

  1. Kuolons Herausforderung
  2. Flug in die fünfte Dimension
  3. Der unsichtbare Planet

Inhalt: In einem Paralleluniversum soll es den größten Schatz des Universums geben.  

Romanvorlage: The Magican of Mars (1941), deutsch Der Marsmagier (Bastei 25007, 1982)

Das Geheimnis der sieben Steine:

  1. Der Weltraumzirkus und die geheimnisvollen Steine
  2. Unter Zirkuskünstlern
  3. Ein falscher Captain stirbt
  4. Das Abenteuer im Mikrokosmos

Inhalt: Der als Zauberkünstler getarnte Wissenschaftler Vul Kuolun versucht an sieben Steine zu gelangen, die ihn allmächtig machen sollen.

Anmerkung: Die einzige ungekürzte Folge, denn 100 „japanische Minuten“ wurden diesmal nicht auf drei sondern auf vier fünfundzwanzigminütige Episoden verteilt. Sehr erfreulich, denn diese Episoden mit dem Weltraum-Zirkus gehören zu den Highlights der Serie.

Romanvorlage: Captain Future and the seven Space Stones (1941), deutsch Diamanten der Macht (Bastei 25005, 1982)

Der schwarze Planet:

  1. Sonnensystem in Gefahr
  2. Abenteuer in der Eiswüste
  3. Eine Fata Morgana verschwindet

Inhalt: Ein schwarzer Planet ist auf Kollisionskurs mit der Erde.

Romanvorlage: Calling Captain Future (1940) deutsch Kollisionskurs Erde (Bastei 25002, 1981) 

Mitgefangen im All:

  1. Ein Raumschiff wird gekapert
  2. Flucht aus der Milchstraße
  3. Wer wagt, gewinnt

Inhalt: Die Future-Crew strandet mit einem Gefangenentransporter auf einem unwirtlichen Planeten.

Romanvorlage:  The Face of the Deep (1943), deutsch Planetoid des Todes (Bastei 250013, 1983)

Die Rolle seines Lebens:

  1. Schauspieler gesucht
  2. Film oder Diamanten?
  3. Letzter Drehort – Magischer Mond

Inhalt: Captain Future tarnt sich als Schauspieler, spielt sich selbst in einem Film und deckt ein Komplott auf.

Romanvorlage: Es wurden Elemente aus Outlaws of the Moon (1942) benutzt, deutsch Das Erbe der Lunarier (Bastei 25010, 1983)

Die Elektromenschen:

  1. Raumschiffe verschwinden
  2. Überraschung beim Elektrolichtfest
  3. Alulus, ein Wesen aus der vierten Dimension

Inhalt: Die Future-Crew erlebt Abenteuer im Inneren des Halley´schen Kometen.

Romanvorlage: The Comet Kings (1942), deutsch Im Schatten des Alls (Bastei 25011, 1983)

Das gefährliche Lebenselixier:

  1. Die Maschinenstadt
  2. Ein Verdächtiger verschwindet
  3. Die Quelle des ewigen Frühlings

Inhalt: Captain Future auf der Jagd nach einer Bande, die mit einer gefährlichen jüngermachenden Droge handelt. 

Romanvorlage: The Triumpf of Captain Future (1940) bzw. Galaxy Mission (1969), deutsch „Der Lebenslord“ (Bastei 25004, 1982) 

Planet in Gefahr:

  1. Hilferuf vom Planeten Tarust
  2. Die Suche nach Grag
  3. Der legendäre Held Fatul

Inhalt: Captain Future wird von Planetenbewohnern für eine alte Gottheit gehalten und hilft im Kampf gegen Eismenschen.

Romanvorlage: Planets in Peril (1943), deutsch Held der Vergangenheit (Bastei 25012, 1983)

Ein gefährliches Geheimnis:

  1. Die Weltraumruinen
  2. Bei den Tiermenschen
  3. Die Höhle des Lebens 

Inhalt: Die Future-Crew im Kampf um eine altes Geheimnis, daß die Evolution beeinflussen kann. 

Romanvorlage: Star of Dread (1943), deutsch Stern des Grauens (Bastei 25015, 1984)

Die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen von Captain Future enthalten als Bonus die 58 minütige Episode A Brilliant Race over the Solar System in japanisch mit deutschen Untertiteln

„Captain Future Komplettbox“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Captain Future Komplettbox“ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Captain Future Collector’s Edition“ auf Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die CD mit dem Captain-Future-Soundtrack von Christian Bruhn bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die CD „Captain Future Re-Animated by Christian Bruhn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Captain Future: Der ewige Herrscher“ als Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Captain Future: Der ewige Herrscher“ als Comic-Luxusausgabe bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Der Palast – Staffel 2

2021 erzählte die ZDF-Serie Der Palast vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der DDR vom Ostberliner Friedrichstadt-Palast. Das an Erich Kästners Das doppelte Lottchen erinnerndes Drama um zwei aus Ost und West stammende Schwestern war anscheinend so erfolgreich, dass vier Jahre später eine zweite Staffel entstand.

Neben Jeanette Hain als Ballettdirektorin Regina Feldmann wurden nur markante Nebendarsteller wie Matthias Matschke, Marc Hosemann oder Bernd Moss übernommen, denn im Zentrum des Geschehens stehen diesmal einige von sympathischen Newcomern verkörperte TänzerInnen.  

Kurz nach dem Mauerfall hoffen die von der Ostsee stammenden Geschwister Lary und Lukas (Luise Jansen und Lukas Brandl), sowie Karla Tanner (Taynara Silva-Wolf) aus München Aufnahme in die legendäre Tanztruppe des Friedrichstadt-Palasts zu finden.

Diese Thematik erinnert an Hollywood-Musicals wie Fame oder A Chorus Line, wurde von Drehbuchautorin Rodica Doehnert jedoch geschickt mit der damaligen Gegenwart abgeschmeckt. So finden die Hauptfiguren großzügig dimensionierte Wohnfläche, in den von ihren ursprünglichen Bewohnern verlassenen Ostberliner Häusern in direkter Nähe zur Mauer. Dort müssen sie ihre Unterkunft gegen westdeutsche Spekulanten verteidigen.

Genau wie die erste Staffel wurde auch diese Miniserie vom erfahrenen Kino-Regisseur Uli Edel (Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Der Baader Meinhof Komplex) opulent und farbenfroh in Szene gesetzt. Herausgekommen ist ein mit einer Prise Realität gewürzter Mix aus einfallsreich in Szene gesetzten Tanzszenen und großen Emotionen.

Nachdem Der Palast Anfang Januar 2025 im TV lief, liegt mittlerweile auch eine DVD-Edition der Serie vor. Das ist löblich, doch leider wurde versäumt, die Doku „DER PALAST: Der harte Weg ins Rampenlicht“, die in der ZDF-Mediathek verfügbar ist, mit auf den Silberling zu packen.

„Der Palast – Staffel 2″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Palast – Staffel 1″ auf DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Doctor Who – 60th Anniversary Specials

Trotz seiner ebenfalls sehr beliebten Nachfolger Matt Smith, Peter Capaldi und Jodie Whittaker ist David Tennant wahrscheinlich der beliebteste Darsteller, der jemals die britische TV-Legende Doctor Who verkörpert hat.

Daher entstanden 2023 drei Specials, mit denen der 60. Geburtstag des Doctors gefeiert wurde. An der Seite seiner von Catherine Tate verkörperten Begleiterin Donna Noble kehrte Tennant kehrte nach einem knappen Vierteljahrhundert noch einmal als Time Lord vom Planeten Gallifrey zurück.

Da er diesmal jedoch einen etwas modifizierten Charakter verkörperte, kam Tennant diesmal nicht als zehnter sondern als vierzehnten BBC-Doctor zum Einsatz. Produziert und geschrieben wurde die Trilogie von Russell T Davies, der hauptverantwortlich für den erfolgreichen Neustarts von Doctor Who war, der 2006 nach einer Pause von neun Jahren auf die Bildschirme zurückkehrte.

Die in der ersten Folge dieser Miniserie erzählte Story erlebte ihre Premiere bereits 1980 im Doctor Who Magazine. Hier war der vierter Doktor Tom Baker als Comicfigur zu sehen. The Star Beast wurde von Pat Mills geschrieben und das Artwork stammt von Dave Gibbons, der es 15 Jahre später als Co-Schöpfer des Comicmeilensteins Watchmen zu Weltruhm brachte.

Hauptfigur ist der Meep, ein niedlich wirkender Außerirdischer, der zeitgleich mit dem Doctor auf der Erde gelandet ist und von ziemlich gefährlich aussehenden Aliens verfolgt wird. In der zweiten Episode Wild Blue Yonder landen der Doctor und Donna auf einem Raumschiff, auf dem sie mit ihren ebenso seltsamen wie gefährlichen Doppelgängern konfrontiert werden.

Im dritten Tennant-Special The Giggle bekommt es der Doctor mit dem durchgeknallten Toymaster zu tun, der bereits 1966 sein Gegenspieler war und damals von Michael Gough gespielt wurde, der danach als Butler Alfred in Tim Burtons Batman zu sehen war. Die Rolle des neuen Toymakers übernahm Neil Patrick Harris (How I meet your Mother), der den Schurken mit diabolischem Charme verkörperte.   

In der dritten und letzten Episode debütierte Ncuti Gatwa als fünfzehnter Doctor, der anschließend in der großartigen Weihnachtsepisode The Church on Ruby Road seine zukünftige Begleiterin Ruby Sunday (Millie Gibson) kennenlernte.

Bereits dieses Jahr am 25. Dezember geht es mit der Weihnachtsepisode Joy to the World weiter, und anschließend folgt die aus acht Episoden bestehende fünfzehnte Staffel der britischen Traditionsserie.   

In Großritannien ist ein schmuckes Steelbook erschienen, doch auch bei uns sind sind die 60th Anniversary Specials bei Polyband auf Blu-ray und DVD als eine sehr schöne Editionen erschienen. Die drei Episoden wurden trotz ihrer Spieldauer von jeweils weniger als 60 Minuten auf drei Scheiben veröffentlicht. Diese auch ein Booklet enthaltene Veröffentlichung richtet sich in erster Linie an Fans und Sammler, die sich daran erfreuen, dass die DVDs oder Blu-rays mit verschiedenen Labels mit kunstvoll gestalteten Motiven zu den einzelnen Episoden bedruckt wurden. Außerdem gibt es zu jeder Episode umfangreiches Bonusmaterial.

Bonusmaterial zur Episode The Star Beast (56:58): The Star Beast – Unleashed (29:03), Rachel Talalay’s Scene Breakdown (6:10), The Star Beast – Behind The Scenes (14:05), The Star Beast – In-vision Commentary (Phil Collinson, David Tennant, Vicki Delow) (57:07), The Star Beast – Behind The Scenes Trailer (1:32), The Fourteenth Doctor Reveal (2:31), David and Catherine’s Flashbacks (4:35), Yasmin Finney Introduces Rose Noble (0:49), Designing the Fourteenth Doctor (1:12), Set Tour with Yasmin Finney (3:11), Trailer Reel (4:14)

Bonusmaterial zur Episode Wild Blue Yonder (54:26): Wild Blue Yonder – Unleashed (28:09), Tom Kingsley’s Scene Breakdown (4:40), Wild Blue Yonder – Behind The Scenes (9:18), Wild Blue Yonder – Behind The Scenes Trailer (1:34), The Cast Introduce the Villains in ‘Wild Blue Yonder’ (0:53), Behind The Scenes Fun with David and Catherine (0:40), Video Diary with David Tennant’s Stand-in (3:45), TARDIS Set Tour with David Tennant and Phil Sims (3:44)

Bonusmaterial zur Episode The Giggle (61:03): The Giggle – Unleashed (29:05), Chanya Button’s Scene Breakdown (4:57), The Giggle – Behind The Scenes (14:46), The Giggle – In-vision Commentary (Phil Collinson, David Tennant, Russell T Davies) (61:11), The Giggle – Behind The Scenes Trailer (2:13), Ruth Madeley Introduces Shirley Bingham (0:48), Neil Patrick Harris Introduces the Toymaker (0:46), Becoming the Toymaker (5:14). Leider nicht enthalten ist die ebenfalls zu den gehörende fünfminütige Mini-Episode Destination: Skaro.

„Doctor Who – 60th Anniversary Specials“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – 60th Anniversary Specials“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 13“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 13“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 12“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 12“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 11“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 11“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 10“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 10“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 9“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 9“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 8“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 8“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 9“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 9“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 7“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 7“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 6“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 6“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 5“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 5“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 4“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 3“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 3“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 2“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 2“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 1“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Who – Staffel 1“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Speer und Er

Das Doku-Drama Die Manns wurde zu einem gewaltigen Erfolg für Heinrich Breloer. Dieser hatte für seine TV-Filme über die Barschel-Affäre bereits einen sehr eigenen Stil gefunden, bei dem er nachgespielte Szenen mit Dokumentarmaterial versetzte. Hierbei ging er allerdings längst nicht so manipulativ wie der Hollywood-Regisseur Oliver Stone vor, sondern er ließ dem Betrachter noch Raum für eine eigene Sicht der Dinge.

Tobias Moretti und Sebastian Koch

2005 drehte Breloer ein Doku-Drama über Hitlers Architekten und Rüstungsminister Albert Speer Dieser wurde 1948 im Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt. Speer nutzte diese Zeit um seine Erinnerungen zu verfassen. In diesem Weltbestseller, der ihn nach seiner Entlassung zu einem reichen Mann machte, ging Speer scheinbar schonungslos mit dem Dritten Reich und auch mit sich selbst um.

Aktuelle Forschungen belegen jedoch, dass Speer reichlich Schönfärberei in eigener Sache betrieben hatte und sehr viel stärker mit den Machenschaften der Nationalsozialisten verbunden war als zuvor vermutet. Speer hatte keinerlei Probleme damit anzuordnen, dass für Hitlers größenwahnsinnigen Baupläne in Berlin jüdische Mieter aus ihren Wohnungen vertrieben werden und für schwere Arbeiten in Rüstungsbetrieben setzte er wissentlich Zwangsarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen ein.

Breloers Film konzentriert sich auf den Nürnberger Prozess und die Haft in Spandau. Speer Zeit im Dritten Reich fließt dabei in Form von Rückblenden ein. Wie er jedoch in den Dunstkreis Hitlers kam ist lediglich zu erahnen und die Jahre nach der Haft behandelt sehr umfassend die ebenfalls in der DVD-Box enthaltende Dokumentation Nachspiel – Die Täuschung. Insgesamt ist Speer und Er ein ähnlich anregendes Stück Fernsehen wie Die Manns, dass mit großem Gewinn mehrmals genossen werden kann.

Bonusmaterial der DVD:·  “Nachspiel: Die Täuschung“ eine zusätzliche 88-minütige Dokumentation, die noch zusätzliche ergänzende und vertiefenden Informationen zum Doku-Drama liefert, in 16 : 9 anamorphen Widescreen und Stereo 2.0., “Making of“, eine sehr umfangreiche und informative 90-minütige Dokumentation über die Dreharbeiten, Interviews mit Heinrich Breloer, Sebastian Koch, dem Kameramann Gernot oll und dem Ausstatter Götz Weidner (insgesamt 28:09 min), 26 nicht verwendete Szenen (insgesamt 31:46 min)

Diese DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Die Manns“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Die Wespe – Staffel 3

Kürzlich war ich nach den drei BBC-Staffeln von Stephen Merchants The Outlaws völlig geflasht und schrieb im Überschwang: “Eine derart vielschichtige auf allen Ebenen funktionierende Serie gelingt in den USA nur sehr selten und bei uns so gut wie nie.“

Doch dann spielte mir Polyband dankenswerterweise das große Finale von Die Wespe zu. Das war gut so, denn ich hatte schon wieder vergessen, wie großartig Florian Lukas als Eddie Frotzke ist. Dieses Schnauzbart und Jogginghosen tragende Stehaufmännchen war unter dem nur mäßig beeindruckenden Kampfnamen „Die Wespe“ 1997 und 1999 deutscher Dart-Meister.

In den ersten beiden Staffeln blamierte sich Eddie bei seinen Comeback-Versuchen nach Kräften und enttäuschte dabei immer wieder seine Ehefrau Manu (Lisa Wagner). Diese ist ebenfalls eine begabte Dart-Spielerin und hat gute Chancen ihrem Mann den Rang abzulaufen.

Doch als für Eddie kaum noch Luft nach unten blieb (und Sky beschlossen hat keine weiteren deutschen Filme und Serie zu produzieren), wurde in der dritten Staffel etwas pfleglicher mit der Wespe umgegangen. Widerwillig muss Eddie sich mit der vierzehnjährigen Maxie (Sophie Paasch) auseinandersetzen, die behauptet sie wäre seine Tochter.

Schlimmer noch ist das Wiedersehen mit seinem angeblich als Countrysänger erfolgreichen Vater Rollo (Bernd Tauber) und seinem Bruder Ecki (Matthias Matschke),  der – obwohl zwei Jahre älter als Eddie – ein schlechterer Dart-Spieler ist. Dabei stellt Eddie fest, dass er über sehr viel mehr soziale Kompetenz verfügt, als er vermutet hat.   

Eine wichtige Rolle spielt Oscar Ortega Sanchez. Als Präsident des Die-Wespe-Fanclubs Oskar Schröder hat er eine überlebensgroße Statue von Eddie in seinem Vorgarten stehen und bringt seine Faszination voll auf den Punkt: “Als der Eddie zweimal deutscher Meister geworden ist, da mochte ich ihn nicht besonders. Das kam dann erst später, in der Phase, wo er nicht mehr so viel gewonnen hat.“

Doch Oscar Schröders Respekt wuchs als Eddie ein Auge verloren hatte, vom Dart-Verband gesperrt wurde und im Knast landete. Die Wespe stand immer wieder auf und das begeisterte Schröder: “Er ist vielleicht nicht mehr der allerbeste Spieler, aber Eddie, für mich bist Du der Allergrößte.“ Für mich eigentlich auch!

Die DVD-Veröffentlichung der dritten Staffel enthält als Bonus diese Dokus: „Actor on Actor“, (4:50 min), „Die Musik“ (1:56 min), „Familien-Special“ (2:13 min), „Fanclub-Special mit Oskar Schröder“ (3:00 min) und Szenen einer Familientherapie (1:41 min)

„Die Wespe – Staffel 3“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Die Wespe – Staffel 2“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Die Wespe – Staffel 1“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Die Wespe – Gesamtbox“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken