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Die Götter aus dem All – Gesamtausgabe

Durch seine blödsinnigen Spekulationen darüber, ob unsere Götter Astronauten waren, wurde Erich von Däniken zum Bestsellerautor. Da der Winnetou-Regisseur Harald Reinl die steilen Thesen des Schweizer Phantasten zu zwei Kinofilmen verarbeitete und mit dem Mystery Park sogar eine Art Dänikenland entstanden ist, verwundert es nicht weiter, dass auch eine Comicserie namens Die Götter aus dem All existiert.

Bastei veröffentlichte zwischen 1978 und 1983 acht Alben, die von einem polnischen Team gestaltet wurden und mehr oder weniger erfolgreich versuchten, aus Dänikens Spinnereien eine spannende Science-Fiction-Geschichte zu machen.

Im Zentrum des Comics stehen Bewohner des vom Untergang bedrohten Planeten Delos, die neuen Lebensraum im All suchen. Sie landen auf der prähistorischen Erde und beeinflussen die Geschichte der Menschheit.

Co-Autor der in zwölf Sprachen übersetzten Serie war der polnische von-Däniken-Herausgeber Alfred Górny. Die zwischen steif und solide schwankenden poppig kolorierten Zeichnungen stammen von Boguslaw Polch. Nach dem Erfolg von Die Götter aus den All wurde Polch zu einem der bedeutendsten Comickünstler Polens. Er feierte große Erfolge mit der Science-Fiction-Serie Funky Koval und beteiligte sich neben Enki Bilal Neil Gaiman und Moebius auch an der Anthologie Durchbruch. Außerdem schuf er die Cover zu Andrzej Sapkowskis Gerald-Saga, der Romanvorlage zur Netflix-Serie The Witcher.

In zwei Hardcoverausgaben präsentiert der Münchner Stefan Riedl Verlags alle acht Comicbände von Die Götter aus dem All. Die Titelbilder der Bastei-Ausgaben, die von Sebastia Boada und von Ertugrul Edirne stammen, fehlen in dieser Edition. Doch stattdessen kommen Polchs sehr viel schönere Covergemälde der polnischen Ausgaben zum Abdruck.

Band 1 enthält als Bonusmaterial lediglich eine skizzierte Comicseite zu jedem der vier enthaltenen Alben. Hoffen wir beim zweiten Band auf etwas mehr Infos zu dieser für Comic-Nostalgiker nicht uninteressanten Serie.    

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Mission to Mars

Vier Jahre nach Mission: Impossible inszenierte Brian De Palma (The Untouchables, Der Tod kommt zweimal) eine Mission zum Mars. Wie schon so oft beginnt der Regisseur auch diesen Film mit irrsinnig langen durchgehenden Einstellungen. Hierbei werden auf einer Grillparty einige Astronauten und ihre Frauen vorgestellt, aber auch Hoffnungen auf einen guten Film erweckt.

Doch dann kommt es ganz blöd. Gary Sinise, der bereits einige Jahre zuvor in Apollo 13 einen Astronauten spielt, der nicht mit auf den Mond fliegen durfte, spiel diesmal zur Abwechslung einen Astronauten, der nicht mit auf den Mars darf. Doch als es dort bei dem Raumflug zu einer Katastrophe gekommen ist, darf Jim McConnell (Sinise) bei einer Rettungsmission dabei sein.

Nachdem die Astronauten ohne Raumschiff auf dem Mars gelandet sind, kommt es zu einer Begegnung der dritten Art, an der außer Erich von Däniken wohl kaum jemand Freude haben dürfte. So weit so schlecht, doch miese Science-Fiction-Filme haben einen ganz großen Vorteil, denn genau wie miese Horror-Filmen machen sie sehr viel mehr Spaß als andere miese Filme.

Quasi als Schmerzensgeld können bei Mission to Mars aufwändige Bauten und Tricks (darunter eine wirklich atemberaubende Evolutionsszene), sowie ein schwereloses Tänzchen von Tim Robbins und Connie Nielsen bewundert werden. Auch der Soundtrack von Ennio Morricone trägt dazu bei, für kurze Zeit zu vergessen, was für einen Unfug Brian de Palma hier fabriziert hat.

Die Blu-ray von Filmjuwelen steckt in einem Schuber und enthält neben dem 114-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Einführung von Dominik Starck  (6:28 min), Making Of (20:56 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Alternatives Ende (0:34 min), Drei Visual Effects Analysen: „Der Wirbelsturm“ (0:37 min), „Verlassen des Raumschiffes“ (2:12 min), „Evolutionssequenz“ (2:12 min), Animierte Storyboards (2:47 min), Interviews mit Tim Robbins (2:10 min), Gary Sinise (2:22 min), Don Cheadle (1:48 min), Connie Nielsen (1:47 min), Jerry O´Connell (1:38 min), Kim Delany (0:25 min) Astronaut Story Musgrave (2:35 min), Tom Jacobson (3:29 min) und Brian de Palma (2:28 min), Deutscher und US-Trailer (je 2:15 min 24-seitiges Booklet mit Texten von Dominik Starck  

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Stargate

Mit seinem ersten Hollywood-Film Universal Soldier gelang Roland Emmerich 1992 ein erfolgreicher Action-Kracher. Doch da seine Mutter die Baller-Orgie mit Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren ziemlich abstoßend fand, ließ er ein Fantasy-Abenteuer folgen, dessen Auftakt viel Indiana-Jones-Flair verbreitet.

Stargate

Die als Mediabook veröffentlichte Blu-ray von Stargate enthält zahlreiche Dokus, in einer davon kommt Erich von Däniken ausführlich zu Wort. Dessen Pseudowissenschaft der Prä-Astronautik hat Emmerich und seinen Co-Autor Dean Devlin zu einer abenteuerlichen Geschichte inspiriert.

Stargate

1928 wurde bei Ausgrabungen in Ägypten ein mysteriöses Artefakt gefunden. Es dauert etliche Jahrzehnte bis herausgefunden wird, dass es sich dabei um ein Portal handelt. Durch dies reisten einst Außerirdische, deren Technologie es ermöglichte die Pyramiden zu bauen. Der angebliche Sonnengott Ra versklavte die ägyptische Bevölkerung, die schließlich gegen ihn revoltierte und das “Stargate“ in der Wüste vergraben hat.

Stargate

Der Wissenschaftler Daniel Jackson (James Spader) knackt den Code des Tors zu den Sternen und bricht mit einer militärischen Einheit in eine fremde Welt auf. Kommandant der Truppe ist Colonel O’Neil, den Kurt Russell markant und zackig verkörpert. Die Reibung zwischen den sehr unterschiedlichen Charakteren von Jackson und O’Neil verleiht dem manchmal etwas formelhaft erzählten Abenteuer Würze.

Stargate

Stargate war so erfolgreich, dass der Film einer langlebigen TV-Serie als Vorlage diente. Diese entstand ohne die Beteiligung von Emmerich und Devlin, die eine Fortsetzung bevorzugt hätten. Der Kinofilm Stargate hat sich dank seiner opulenten Ausstattung und der sorgfältigen Machart sehr gut gehalten, wie die Neuedition belegt.

Stargate

Das Mediabook enthält die 121-minütige Kinoversion und den eine Viertelstunde längeren Director’s Cut. Hinzu kommt ein umfangreiches Bonusmaterial: Impressionen von den Dreharbeiten (52:02 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Making Of von 2002 (23:33 min); Stargate: History Made (22:19 min), Gibt es ein Stargate? (12:11 min, hier kommt auch Erich von Däniken zu Wort), Bericht über die Produktion (17:18 min); Hinter den Kulissen (6:03 min), Gag Reel (3:13 min), Interviews mit Roland Emmerich (2:52 min), Kurt Russell (2;13 min) und James Spader (2:20 min), Deutscher Trailer (2:39 min), US-Trailer (2:38 min), Galerien mit 91 Bildern und 151 Entwurfszeichnungen

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