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Ivanhoe – Der schwarze Ritter

Basierend auf Sir Walter Scotts 1820 erschienen Roman hat der Film einige Schnittstellen zur Legende um Robin Hood. Auch Wilfred von Ivanhoe setzt alles dran, dass der rechtmäßige König Richard von Löwenherz nach England zurückkehrt und seinen das Volk brutal unterjochenden Bruder Prinz John vom Thron stößt.

In der Titelrolle ist der schauspielerisch nicht allzu stark geforderte Robert Taylor zu sehen, der anschließend mit Regisseur Richard Thorpe die beiden thematisch stark verwandten Filme Die Ritter der Tafelrunde sowie Liebe, Tod und Teufel drehte. Großartig sind Joan Fontaine und die 20-jährigen Elisabeth Taylor als die beiden sehr unterschiedlichen Herzdamen von Ivanhoe.

Auch heute noch beeindruckt der Film – genau wie die zwei Jahre zuvor entstandene Comicverfilmung Prinz Eisenherz mit Robert Wagner – durch seine großartig in Szene gesetzten Turnierszenen, die selbst die Kaltenberger Ritterturniere ganz schön mittelalt aussehen lassen.

Den Filmklassiker gab es bisher nur als DVD in mäßiger Bildqualität, doch bei Plaion liegt jetzt eine sehr schöne, sorgsam in HD restaurierte Edition mit Blu-ray und DVD vor. Auch das Bonusmaterial des Digipack kann sich sehen lassen.

Enthalten ist der Oscar®-prämierte Tom & Jerry Cartoon „The Two Mouseketeers“ von 1952, die deutsche Super-8-Fassung (18:44 min), zwei deutsche Trailer (4:02 min + 3:46 min), der Super-8-Trailer (1:49 min), der US-Trailer (4:04 min), eine sehr schön zusammengestellte Galerie mit 100 Plakaten und Aushangfotos, sowie ein 180-seitiges Booklet mit Texten von Thorsten Winter.

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The Witches

Die Lehrerin Gwen Mayfield (Joan Fontaine) wird in einer afrikanischen Missionsschule durch einen Schamanen-Aufstand traumatisiert. Sie hofft bei ihrem neuen Job im verschlafen anmutenden englischen Dorf Heddaby zur Ruhe zu kommen. Doch je mehr sich Gwen auf die Dorfgemeinschaft einlässt, desto stärker werden Erinnerungen an ihre Erlebnisse in Afrika geweckt

The Witches

Die Engländerin Joan de Beauvoir de Havilland wählte den Künstlernamen Joan Fontaine um nicht mit ihrer ebenfalls in Hollywood tätigen Schwester Olivia de Havilland (Vom Winde verweht) verwechselt zu werden. Durch ihre Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock wurde Joan Fontaine nach Rebecca zum Star und erhielt 1942 für Verdacht einen Oscar als beste Hauptdarstellerin.

The Witches

In den Sechzigern wurde es etwas ruhiger um den Hollywood-Star und Joan Fontaine erwarb die Rechte an dem Roma The Devil’s Own den Norah Lofts unter dem Pseudonym Peter Curtis geschrieben hatte. Die auf Horrorfilme spezialisierte Hammer Film Productions zeigte Interesse und Autor Nigel Kneale (Quartermass, Yeti, der Schneemensch) adaptierte den Roman für die Leinwand.

The Witches

Das Resultat ist ein Film, der sich nach einem relativ knalligen Auftakt in afrikanischen Studio-Kulissen viel Zeit lässt, um Spannung aufzubauen. Hierin erinnert The Witches an Roman Polanskis zwei Jahre später entstandenen Welterfolg Rosemaries Baby. Der subtile Spannungsaufbau sorgte auch dafür, dass The Witches 1966 in England zunächst eine Jugendfreigabe bekam, was für einen Horrorfilm das Todesurteil bedeutet.

The Witches

Daher wurde noch etwas “nachgebessert“ – im Film ist eine Szene zu sehen, die ebenso deutlich wie grundlos gezeigt, wie ein Metzger ein Kaninchen häutet – um das begehrte “X certificate“ (Freigabe ab 16 Jahren) zu erhalten.  Trotz eines Finales mit einem großartig in Szene gesetzten heidnischen Ritual war der Film seinerzeit für die Fans des Hammer-Horrors zu lasch, Bei uns erlebte The Witches erst 1995 unter dem Titel Der Teufel tanzt um Mitternacht seine Premiere. Doch aus heutiger Sicht hat sich der letzte Kinofilm von Joan Fontaine sehr gut gehalten!

The Witches

Extras der DVD der Hammer-Edition: „World of Hammer: Wicked Woman“, eine von Oliver Reed kommentierte Zusammenstellung von Filmausschnitten (24:50 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln, Bildergalerie (2:13 min), Englischer Kinotrainer (2:07 min)

The Witches

In den USA lief der Film unter dem Titel „The Devil’s Own“ im Double-Feature gemeinsam mit der Hammer-Produktion „Prehistoric Women“, hierzu enthält die DVD zwei TV-Spots (0:58 min + 0:20 min);  Erwähnenswert ist auch noch das farbige Faltblatt mit einem sehr informativen Text von Uwe Huber.

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