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Silver Surfer Anthologie  

Paninis Anthologie zum Silver Surfer enthält nicht die ersten Comics mit dieser faszinierenden Figur. Seinen ersten Auftritt hatte der galaktische Weltenreiter 1966 in Heft 48 der Serie Fantastic Four.

Um seinen Heimatplaneten Zenn-La vor der Zerstörung durch Galactus zu schützen, trat Norrin Redd in dessen Dienste. Das übermächtige Wesen verwandelte den jungen Philosophen in ein Wesen mit gewaltigem Intellekt und nahezu unendlicher Macht. Doch Norrin zahlte einen hohen Preis, denn er büßte seine emotionale Bindung zu seiner Heimatwelt und seiner geliebten Shalla-Bal ein. Fortan suchte er als Silver Surfer nach Ersatznahrung für den sich von Planeten ernährenden Galactus.

Die Anthologie überspringt sieben Hefte und startet mit Fantastic Four #55. Hier wird nicht die Origin des Surfers erzählt, sondern davon, wie dieser den ohnehin schon mit einer kurzen Lunte gesegneten Ben Grimm alias Das Ding wütend macht, weil er sich mit dessen Freundin, der blinden Künstlerin Alicia Masters, angefreundet hatte.

Fantastic Four #55 ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Stan Lee gemeinsam mit dem Zeichner Jack Kirby gewaltige Superhelden-Action mit zwischenmenschlichen Konflikten verknüpfte. In den sehr guten redaktionellen Beiträgen ist zu erfahren, dass Kirby den Silver Surfer in der Serie Fantastic Four auftreten ließ, ohne sich zuvor mit Stan Lee abzustimmen.

Nach anfänglicher Skepsis war Lee von der Figur derart angetan, dass er etliche Jahre als einziger Autor von Geschichten mit den Silver Surfer fungierte. Doch es ist sehr schade, dass nur ein einziges Heft innerhalb dieser Anthologie von Kirby, dem Schöpfer des Silver Surfers gezeichnet wurde. Mit gleich fünf US-Heften, die fast die halbe Anthologie füllen, sehr viel prominenter vertreten ist John Buscema.

Der in einen sehr viel feineren und detaillierteren Stil als der gröber arbeitende Kirby zeichnende Buscema kam 1968 zum Zuge, als Marvel die erste eigene Serie des Silver Surfers startete. Diese wurde natürlich von Stan Lee getextet. Der Taschen Verlag präsentierte kürzlich in einem riesengroßen Band seiner Marvel Comics Library alle 18 Hefte dieser Serie. Auch hier ist das Entsetzten, das der Silver Surfer über das nur selten humane Verhalten der Menschheit empfindet, ein zentrales Motiv der Serie.

Die Silver Surfer Anthologie präsentiert Stories aus dreizehn Marvel-Publikationen, die zwischen 1966 und 2023 veröffentlich wurden. Enthalten ist die ebenfalls von John Buscema gezeichnete achtseitige Story The Answer, die auch durch die großartige Kolorierung von Rick Veich beeindruckt und in der ersten Ausgabe von Epic Illustrated veröffentlich wurde. Mit diesem Magazin versuchte Marvel ab 1980 ziemlich vergeblich im selben Bereich wie Metal Hurlant bzw. Heavy Metal zu wildern.     

Ebenfalls enthalten ist der Auftakt einer 1982 gestarteten Zusammenarbeit zwischen Stan Lee und John Byrne, dem es im Gegensazu zu Kirby sogar gelang nicht nur als Zeichner sondern auch als Co-Autor genannt zu werden. Byrne visualisierte sehr aufregend die “Schöpfungsgeschichte“ des Silver Surfers. 1986 erhielt er von DC den Auftrag die Superman-Legende in der sechsteiligen Mini-Serie The Man of Steel.neu zu definieren.

Auch ansonsten wird einiges geboten. Sehr interessant ist ein von Mark Waid geschriebenes Team-Up mit dem Surfer und Daredevil, das Chris Sanee aufregend bebildert hat. Nicht fehlen darf in dieser Anthologie jene Story, in der Stan Lee davon erzählt, wie er 2007 auf den Silver Surfer traf.

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Marvel Comics Library – Avengers

Im November 1961 startete die schier unglaubliche Erfolgsgeschichte der modernen Marvel-Comics mit einem Heldenteam, den Fantastic Four. Zwei Jahre später debütierte mit den Avengers eine noch mächtigere Gruppe von Superhelden. Deren Mitglieder Ant-Man, Hulk, Thor, Iron Man (damals noch in einer goldenen Rüstung) und The Wasp hatten zuvor bereits Einzelabenteuer bestanden.

Doch im September 1963 traten sie als The Avengers gemeinsam erfolgreich gegen Thors Halbbruder Loki an. Auf dem Cover von The Avengers # 4 war dann zu lesen “Captain America Lives Again!“ Der Marvel-Held des Zweiten Weltkriegs erlebte hier ein spektakuläres Comeback. Jack Kirby und Stan Lee ließen Captain America, nachdem er Jahrzehnte als Folge eines Flugzeugabsturzes in einem Eisblock im Atlantik eingefroren war, zum Mitglied der Avengers werden.

Dieser und viele weitere klassische Comic-Momente können dank der Marvel Comic Library noch einmal so authentisch wie möglich erlebt werden. Die klassischen Hefte aus den 60er-Jahren kommen originalgetreu zum Abdruck. Dabei wurde auf eine Neukolorierung verzichtet, sondern Taschen hat alles drangesetzt, um die Rasterpunkte der alten Farbgebung originalgetreu wiederzugeben.

Dieses Bestreben ging sogar so weit, dass für die Reproduktionen der Titelbilder und Backcover Hochglanzpapier und für die Innenseiten Offsetpapier mit matter Oberfläche verwendet wurde. Die Comics inklusive der Leserbriefe und Werbeanzeigen kommen in einem knapp 630-seitigen Hardcoverband in englischer Sprache im Format von 28 x 39,5 cm zum Abdruck, also doppelt so groß wie einst die Originale.

Das in einer Auflage von 5.000 nummerierten Exemplaren produzierte Resultat revitalisiert durch akribische Rekonstruktion den Charme der Original-Comichefte. Als Beigabe gibt es ein ausführliches Vorwort des Comicautoren Kurt Busiek (Marvels), sowie Credits mit Inhaltsangabe zu jedem der enthaltenen Hefte.

Die Interessenten für mit 150 Euro nicht ganz billige – weil aufwändig produzierte – Sammler-Ausgaben dürften durch das beständig expandierende Marvel Cinematic Universe nicht weniger werden. Daher setzt Taschen seine Marvel Comics Library mit Bänden zu Fantastic Four, X-Men, Captain America, Silver Surfer und Spider-Man fort.

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Marvel Comics Library – Spider-Man

Der Taschen Verlag hat in den letzten Jahren mit 75 Years of Marvel Comics und The Stan Lee Story ebenso großformatige wie großartige Bildbände herausgebracht, die optisch und durch die Texte von Roy Thomas voll überzeugen konnten. Jetzt wird dort auch noch eine Marvel Comic Library gestartet, in der die klassischen Hefte aus den 60er-Jahren so originalgetreu wie möglich zum Abdruck kommen.

Marvel Comics Library - Spider-Man

Den Auftakt machen die ersten 21 Spider-Man–Comichefte, also die Hälfte der von Steve Ditko zu Papier gebrachten Abenteuer des netzschwingenden Peter Parkers.

Neukolorierung bei Panini

Während diese Hefte für Neuauflagen meist neu koloriert wurden, hat Taschen alles drangesetzt, um die Rasterpunkte der alten Farbgebung so originalgetreu wie möglich wiederzugeben.

Originalkolorierung bei Taschen

Dieses Bestreben ging sogar so weit, dass für die Reproduktionen der Cover und Backcover Hochglanzpapier und für die Innenseiten Offsetpapier mit matter Oberfläche verwendet wurde. Auf diese Weise kommen die Comics (inklusive Leserbriefe und Werbeanzeigen) in einem knapp 700-seitigen Hardcoverband in englischer Sprache im Format von 28 x 39,5 cm zum Abdruck, also doppelt so groß wie einst die Originale.

Marvel Comics Library - Spider-Man

Das in einer Auflage von 5.000 nummerierten Exemplaren produzierte Resultat revitalisiert durch akribische Rekonstruktion den Charme der Original-Comichefte. Als Beigabe gibt es ein ausführliches Vorwort des Marvel-Herausgebers Ralph Macchio, sowie Credits mit Inhaltsangabe zu jedem der enthaltenen Hefte.

Marvel Comics Library - Spider-Man

Die Interessenten für mit 150 Euro nicht ganz billige – weil aufwändig produzierte – Sammler-Ausgaben dürften durch das beständig expandierende Marvel Cinematic Universe nicht weniger werden. Daher setzt Taschen seine Marvel Comics Library mit Bänden zu Avengers. Vol. 1. 1963 – 1965, Fantastic Four. Vol. 1. 1961 – 1963, X-Men, Captain America und natürlich Spider-Man fort.

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