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Predator: Badlands

Harte Sitten herrschen auf dem Predator-Heimatplaneten Yautja Prime. Dort gilt der nicht allzu draufgängerische Dek als unwürdig und daher soll sein größerer Bruder Kwei ihn töten. Als dieser sich weigert, wird Kwei von seinem Vater getötet. Um seine Ehre wiederherzustellen, bricht Dek zum Planeten Genna auf, um den gewaltigen Kalisk zu erlegen, vor dem sich sogar sein Vater fürchtet.

Dort trifft er auf die beschädigte Androidin Thia. Dieser fehlt der komplette Unterleib, doch sie kann Dek davon überzeugen, dass sie das ideale “Werkzeug“ für den jungen Predator ist. Das ungleiche Duo übersteht zahlreiche Gefahren und findet noch einen weiteren Verbündeten mit erstaunlichen Kräften. Thias “Schwester“ Tessa hingegen ist gefährlicher als der Kalisk.

Es ist erstaunlich, was Dan Trachtenberg aus dem etwas schwächelnden Predator-Franchise herausgeholt hat. Zuvor in Predators, Predator – Upgrade, aber auch in Trachtenbergs Prey, standen die menschlichen Jäger und somit auch potentiellen Opfer des Predators im Zentrum des Geschehens. Trachtenberg und sein Co-Drehbuchautor Patrick Aison hingegen verzichten ganz auf menschliche Charaktere.

Die erstaunlich oft ziemlich amüsante Geschichte erzählt von Predatoren, der tödlichen Flora und Fauna des Planeten Genna, sowie den Androiden des Weyland-Yutani-Konzerns. Erstaunliche Tiefe gewinnt der Film durch Elle Fanning, die nicht nur großartig als vorlaute und neugierige Thia ist, sondern auch deren “böse Schwester“ Tessa angemessen bedrohlich verkörpert. Über einen weiteren Film mit Dek und Thia würde ich mich sehr freuen.    

Während die DVD von “Predator: Badlands“ über keinerlei Extras verfügt, enthält die Blu-ray zusätzlich noch diese Extras: Audiokommentar mit Regisseur Dan Trachtenberg, Produzent Ben Rosenblatt, Kameramann Jeff Cutter und Stunt-Koordinator Jacob Tomuri,  „Die Verkörperung des Predators“ (5:43 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), „Authentische Sythetische“ (6:41 min), „Die Erschaffung des Badlands“ (6:53 min), „Dek von den Yautja“ (6:11 min) und drei gelöschte und prävisualisierte Szenen (insgesamt 27:37 min)

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Prey

1987 inszenierte John McTiernan (Stirb langsam) mit Predator eine solide Mischung aus Kriegs-, Science-Fiction- und Schwarzenegger-Film, die im Laufe der letzten Jahrzehnte Fortsetzungen wie Predators, Predator: Upgrade oder auch Alien vs. Predator nach sich zog.

Überraschend innovativ geriet der 2021 von Dan Trachtenberg (10 Cloverfield Lane) inszenierte fünfte Predator-Film. Dieser trägt den schlichten Titel Prey und es geht einmal mehr um einen Außerirdischen, der zu fremden Planeten aufbricht, um dort besonders gefährliche (meist menschliche) Kreaturen zu jagen.

Prey überrascht dadurch, dass der Film 1719 in Nordamerika spielt und im Zentrum die junge Indianerin Nara (Amber Midthunder) steht. Gemeinsam mit ihrem Hund Sarii ist sie als Jägerin ebenso erfolgreich wie die männlichen Comanchen ihres Stammes.

Die Geschichte der selbstbewussten Nara, die sich auch gegen französische Trapper behaupten muss, ist so interessant erzählt, dass sie auch ohne die Auftritte des Aliens funktioniert hätte. Die durchaus beeindruckenden Spezialeffekte dominieren den spannenden Film in keinster Weise und es sehr schade, dass die Premiere von Prey auf Disney+ und nicht im Kino stattfand.

Die Blu-ray von Disney enthält neben dem 100-minütigen Film noch diese Extras: Tonspur mit Dialogen in Comanche, Audiokommentar von Dan Trachtenberg, Amber Midthunder, Jeff Cutter und Angela M. Catanzaro, Making Of (12:17 min), Diskussionsrunde mit Cast and Crew (29:01 min), sowie drei entfernte Szenen – darunter eine sehr spektakuläre Sequenz als computeranimiertes Storyboard, mit Kommentar von Dan Trachtenberg (4:48 min)

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