Schlagwort-Archiv: Die fantastische Welt von Oz

Wicked

Gregory Maguire startete 1995 mit Wicked eine Reihe von Romanen, in denen er die Welt aus den Oz-Büchern von L. Frank Baum und des Filmklassikers Der Zauberer von Oz dazu nutzte, um ein gesellschaftspolitisches Gleichnis zu erzählen. Dies ist legitim, da Maguire genau wie Baum sehr fantasievoll erzählt.

Doch wenn aus Wicked ein Musical gemacht wird, dann sollten – ähnlich wie im Filmklassiker mit Judy Garland – die Musik und jeder Songs wirklich mitreißend sein und die Handlung voranbringen. Bei der zweiteiligen Wicked-Verfilmung ist dies leider nicht der Fall. Es entsteht der Eindruck, dass die durchaus interessante Geschichte ohne die nicht enden wollenden Sing- und Tanzeinlagen auch in einen (dadurch besseren) Film gepasst hätte.

Ähnlich schon, wie auch in einem Erzählstrang von Sam Raimis Die fantastische Welt von Oz geht es auch in Wicked darum, wie aus einer idealistischen jungen Frau die “Böse Hexe des Westens“ und die Kontrahentin der “Guten Hexe des Nordens“ werden konnte. Die Geschichte über zwei Studentinnen der Zauber-Universität in der Smaragdstadt wird vor dem Hintergrund eines immer diktatorischer werdenden Regimes des Zauberers von Oz erzählt.

Dieser Hochstapler, den es von unserer Erde in die zauberhafte Welt von Oz verschlagen hat, wird recht ansprechend von Jeff Goldblum verkörpert. Die Hauptrolle der “bösen“ grünhäutigen Elphaba spielt jedoch die großartige Cynthia Erivo (The Outsider) und den eher undankbaren Part der Barbie-haften guten Glinda meistert Ariana Grande halbwegs passabel.

Am Ende des zweiten Teils von Wicked werden die in Der Zauberer von Oz erzählten Ereignisse aus einer anderen Perspektive in ein ziemlich düsteres Licht gerückt, Das mag für Fans des Judy-Garland-Klassikers etwas frevelhaft erscheinen, doch das daraus resultierende Ende ist mehr als sehenswert, wenn da nur nicht immer wieder dieses nervige Geträller wäre…

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Darkman

Der Wissenschaftler Dr. Peyton Weston arbeitet an der Entwicklung einer synthetischen Haut. Als Gangster sein Labor in die Luft sprengen, wird er schwer verletzt. Zwar rettet eine Gehirnoperation sein Leben, doch danach ist er nicht mehr derselbe.

Darkman

Dr. Peyton ist tot, Darkman lebt. Ein Schattengeschöpf mit tausend Gesichtern, gnadenloses Monster im Dunkel. In ihm brennt die Wut auf das Böse, das sein Leben zerstört hat. Das Phantom der Rache…

Es ist schon erstaunlich wie sich die Zeiten ändern. In den 90er-Jahren wurde Darkman in Westdeutschland indiziert und für TV-Ausstrahlungen um allerlei gewalttätige Szenen gekürzt. Dies lag sicher auch daran, dass Sam Raimi nach seinen Tanz der Teufel-Filmen als Splatter-Regisseur einen schlechten Ruf hatte. Anschließend drehte Raimi wohlfeilen Mainstream wie die Spider-Man-Trilogie oder den Disney-Film Die fantastische Welt von Oz. Wohl auch daher gab die FSK bei einer Neubeurteilung  Darkman ab 16 Jahren frei.

Darkman

Die Geschichte die Raimi erzählt ist purer Trash und daher verwundert die Besetzung der Hauptrollen ein wenig. Doch geschadet hat der Film Frances McDormand nich, denn anschließend erhielt sie Oscars für ihre Hauptrollen in Fargo, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri und Nomadland, während Liam Neeson in Spielbergs Schindlers Liste brillierte. Untermalt von einem pompösen Soundtrack von Danny Elfman macht Darkman  mit seiner ungebremsten Fabulierfreude und seinem Mut zu Trivialitäten aller Art – seien sie romantisch oder splattrig – auch heute noch sehr viel Spaß.

Darkman

Die 2-Disc-Steelbook-Edition von Koch Films enthält neben dem 95-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar mit Kameramann Bill Pope ohne deutsche Untertitel) noch dieses Bonusmaterial: Neue Interviews mit Liam Neeson (7:29 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Frances McDormand (10:50 min), Larry Drake (15:59 min), Maskenbildner Tony Gardner (13:21 min), Neue Featurettes “Henchmen Tales“ (12:57 min), “Dark Design“ (16:46 min) und “Sense of Scale“ (16:04 min), Unveröffentlichter Pilotfilm zu einer nie realisierten TV-Serie (22:17 min), Making of von 1990 (6:27 min), Featurette von 1990 (9:04 min), Archiv-Interviews mit Sam Raimi (23:09 min), Liam Neeson (28:02 min), Frances McDormand (20:43 min) und Colin Friels (12:41 min), Galerie mit 62 Bildern, Deutscher Trailer (2:23 min), Zwei US-Trailer (2:09 min + 1:47 min), Zwölf TV-Spots (insgesamt 4:24 min)

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Die fantastische Welt von Oz

MGMs Kinoklassiker Der Zauberer von Oz – unvergessen auch durch den von Judy Garland so großartig interpretierten Ohrwurm Somewhere over the Rainbow – ging erst in Produktion nachdem Walt Disney mit Schneewittchen und die sieben Zwerge bewiesen hatte, dass farbenprächtige Märchenfilme zu Kassenschlagern werden können. 1939 war Der Zauberer von Oz allerdings zunächst nicht der ganz große Hit, sondern der prächtige Film brachte es erst durch das Medium Fernsehen zu unsterblichem Ruhme.

Die fantastische Welt von Oz

Auch die Walt Disney Company versuchte sich im allgemeinen Fantasy-Rausch der 80er Jahre mit Oz – Eine fantastische Welt an einer (zu Unrecht fast völlig vergessenen) Verfilmung der Oz-Bücher von L. Frank Baum. Doch 2013 dürfte es eher der große Erfolg von Tim Burtons starbesetzter (aber eigentlich eher blödsinniger) Alice im Wunderland-Verfilmung sein, der die Disney Company dazu bewegte einen weiteren Kinderbuch-Klassiker hochkarätig besetzt in 3D auf die Leinwände zu wuchten.

Die fantastische Welt von Oz

Die Namen der Mitwirkenden sind ebenso überraschend wie das Resultat. Der für brachialen Horror (Tanz der Teufel, Drag Me to Hell) oder Superhelden-Filme (Spider-Man, Darkman) bekannte Über-Inszenierer Sam Raimi erscheint nicht gerade der Top-Kandidat für einen Oz-Film zu sein. Doch der Judy-Garland-Klassiker ist ein derart vitaler Bestandteil der US-Kultur, dass es auch prominente Darsteller wie James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz oder Michelle Williams nicht lassen konnten, neue Interpretationen altbekannter Figuren abzuliefern.

Die fantastische Welt von Oz

Raimis Oz-Film beschreitet sowohl die Yellow Brick Road als auch neue Wege. Ähnlich wie in einer Superhelden-Geschichte (erst nach einigen Heften erfuhren in den Dreißiger Jahren die Leser von Detective Comics warum Bruce Wayne zu Batman wurde) wird auch hier die Origin bzw. die Entstehungsgeschichte einer Figur nachgeliefert. In diesem Fall handelt es sich um “Oz the Great and Powerful“ (wie auch der Originaltitel des Films lautet), der sich am Ende des Filmklassikers als unverfrorener aber recht effizienter Betrüger herausstellt.

Die fantastische Welt von Oz

Die fantastische Welt von Oz beginnt genau wie der Film von 1939 in schwarzweiß und erzählt vom leichtlebigen Jahrmarktszauberer Oscar Diggs (James Franco) der von einem Wirbelsturm in die kunterbunte Breitwand-Märchenwelt von Oz gerät. Doch dort geht es weniger abgefahren skurril wie in Tim Burtons Wunderland zu, sondern es menschelt ganz heftig, auch beim fliegenden Affen Finley.

Die fantastische Welt von Oz

Figuren wie das traurig-tapfere Porzellanpüppchen China Girl oder die mit viel Herzenswärme von Michelle Williams verkörperte fast ein wenig zu gute Zauberin Glinda müssten eigentlich kitschig wirken, sorgen jedoch stattdessen dafür, dass die Geschichte nicht nur durch die 3D-Technik plastisch wirkt. Eine Klasse für sich ist die von Mila Kunis gespielte eigentlich gutmütige Hexe Theodora, deren tragisches Schicksal wirklich zu Herzen geht.

Die fantastische Welt von Oz

Die fantastische Welt von Oz ist einer der wenigen nach dem Tode von Walt Disney entstandenen Walt Disney Filme auf den Walt Disney wirklich stolz gewesen wäre!

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