The Hills Have Eyes (2006)

Es sollte fünf Jahre dauern, bis Wes Craven (Scream) 1977 nach The Last House on the Left einen weiteren billigen, dreckigen Horrorfilm drehen konnte. In The Hills have Eyes hat eine nicht sonderlich sympathisch gezeichnete Familie (darunter auch Dee Wallace, die später weitere unheimliche Begegnungen mit ET, Cujo und den Critters haben sollte) in der Wüste von New Mexico einen Autounfall. Seltsame Gestalten hüpfen durch die Gegend und dezimieren die Eindringlinge.

In der der deutschen Fassung, die 1979 als Hügel der blutigen Augen in die Kinos kam, machte das alles nicht viel Sinn, denn in dieser Version erzählt der Film von Außerirdischen, die sich wie Steinzeitmenschen aufführen. Cravens Original hingegen handelt von Menschen, die durch eine Atomkatastrophe Hirnschäden bekamen. Angesichts seines niedrigen Budgets ist The Hills have Eyes solide inszeniert, gewiss kein Klassiker, aber der etwas besser budgetierten Fortsetzung The Hill have Eyes, Part 2, die Craven 1984 fabrizierte haushoch überlegen.

Doch da 2006 beeits einige Horrorfilme aus dem selben Zeitraum wie etwa Texas Chainsaw Massacre, The Fog oder Amityville Horror mehr oder weniger erfolgreich neu verfilmt wurden, produzierte Craven ein Remake von The Hills have Eyes . Dieses macht sogar richtig Spaß (vorausgesetzt der Zuschauende hat nicht allzu schwache Nerven und schon mal den einen oder anderen Splatterfilm abgesessen). Nach einer kurzen Pretitel-Sequenz bei der ein Team von Schutzanzugträger, die mit Geigerzählern durch die Wüste rennen, ziemlich drastisch abgemetzelt wird, folgt ein hübsch subversiver Vorspann mit Country-Musik, Atombomben und Bildern von ganz üblen Mutationen.

Danach erzählt der Film von einer etwas spießigen Großfamilie, die mit ihrem Riesenwohnwagen von einem seltsamen Tankwart auf Abwege geschickt und von einer Mutanten-Bande dezimiert wird. Recht sympathisch ist dabei, dass es der zunächst eher schwächliche Liberale ist, der sich der Bedrohung erfolgreicher stellt als sein Macho-Schwiegervater. Dem Franzosen Alexandre Aja gelang bereits zuvor bereits mit High Tension ein ebenso blutiger wie raffinierter Horrortrip. Auch sein Update von The Hills have Eyes überzeugt und ist dem Original mindestens ebenbürtig ist.

Der Erfolg blieb nicht aus und die vom Deutschen Martin Weisz (Rohtenburg) inszenierte Fortsetzung folgte schon ein Jahr später. Alexandre Aja drehte anschließend weitere gelungene Horrorfilme, wie Mirrors, Piranha 3D oder Horns.

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