Schlagwort-Archiv: Thandiwe Newton

Anaconda

1997 entstand mit Anaconda ein mit Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Eric Stoltz und Owen Wilson ziemlich gut besetzter Tierhorrorfilm über eine riesige Schlange, den im Laufe der Jahrzehnte wahrscheinlich jeder am Genre interessierte Fan gesehen haben dürfte. Eine Neuauflage von Anaconda überrascht dadurch, dass es sich nicht um ein Remake handelt, sondern vier Anaconda-Ultras im Zentrum der Handlung stehen.

In ihrer Jugend drehten Griff (Paul Rudd), Doug (Jack Black), Kenny (Steve Zahn) und Claire (Thandiwe Newton) auf Super 8 billige Horrorfilme und waren begeistert von Anaconda. Das hat dauerhafte Spuren hinterlassen. Als Griff behauptet, er hätte sich die Rechte an der Romanvorlage des Films gesichert, bricht das Quartett in den südamerikanischen Dschungel auf, um eine Neuinterpretation zu drehen.

Die Hauptrolle übernimmt der erfolglose Schauspieler Griff und die Regie der Hochzeitsvideo-Produzent Doug. Natürlich werden die Hobbyfilmer mit einer echten Riesenschlange konfrontiert, finden aber dennoch Zeit, sich ausgiebig auf den Keks zu gehen und sich über lange zurückliegende Ereignisse zu zanken. Dabei überrascht, dass ausgerechnet Jack Black die Rolle des halbwegs vernünftigen Bedenkenträgers übernahm, der sich nur widerwillig auf das Abenteuer einlässt.

Das Resultat funktioniert auf vielen Ebenen erstaunlich gut: Die Abenteuergeschichte hat einige Überraschungen und Schockmomente parat. Den Spezial Effekten und Actionszenen ist das Budget von 45 Millionen Dollar anzusehen. Die meisten Gags zünden, manche davon etwas unterhalb der Gürtellinie. Hinzu kommen einige nicht wirklich überraschende, aber gut eingebaute Gastauftritte. Außerdem funktioniert Anaconda als liebenswerte Hommage an Trashfilme und deren Fans.

Im Heimkino geht der Spaß weiter, denn die DVD von Plaion enthält dieses Bonusmaterial: Eine Fahrt ins Chaos mit Jack & Paul (5:19 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln ), Lusssstige Outakes & Pannen (3:10 min), Freunde in der Wildnis: Die Besetzung (5:50 min), Der Schlangenbeschwörer: Tom Gormicon (4:42 min), Die Legende neu erfinden: Anaconda (4:34 min), Entfernte und Erweiterte Szenen (4:32 min)         

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Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie

Die Bilder vom überfluteten Miami, in dem in naher Zukunft das Leben trotz Hochwasser weiter seinen Gang geht, bleiben noch lange hängen. Die Geschichte, die kaum auf diesen Background eingeht und reichlich blödsinnig endet, hingegen ist schnell vergessen.

Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie

An den Schauspielern liegt dies noch am wenigsten. Hugh Jackman spielt als Privatdetektiv Nick Bannister einmal mehr sein beträchtliches Charisma aus. Ihm gelingt es beinahe glaubhaft zu machen, dass er durch eine seltsame Maschinerie seinen Klienten ermöglichen kann, lebensecht in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie

Als Femme Fatale Mae agiert Rebecca Ferguson (Doctor Sleeps Erwachen, Mission: Impossible 5, 6 + 7) angemessen geheimnisvoll. Die interessanteste Rolle hat jedoch Thandiwe Newton, die als Bannisters abgebrühte Assistentin Emily fassungslos miterleben muss, wie ihr Chef nicht damit aufhören kann in die die Erinnerungen fremder Menschen einzutauchen, um herauszufinden, wohin die von ihm begehrte Mae verschwunden ist.

Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie

Reminiscence ist das Regiedebüt von Lisa Joy, von der auch das Drehbuch stammt und die maßgeblich zum Erfolg der HBO-Serie Westworld beigetragen hat. Trotz der teilweise atemberaubend originellen Bilder verbreitet der Film kaum Spannung und kann in keiner Sekunde bei den allzu offensichtlichen Vorbildern Blade Runner, Strange Days und Inception mithalten.

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