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Toy Story 5

1995 erzählte der erste komplett am Computer erstellte Langfilm Toy Story von Andys reich mit Spielsachen bevölkerten Kinderzimmer. Hauptfigur ist die Cowboy-Puppe Woody, die äußerst eifersüchtig reagiert als Andy plötzlich eine neues Lieblingsspielzeug hat.

Während Woody lediglich einige Sätze wie “Du bist mein Lieblings-Deputy!“ oder „Da ist eine Schlange in meinem Stiefel!“ aufsagen kann, wenn an seiner Zugschnurr gezogen wird, verfügt die Actionfigur des Space-Rangers Buzz Lightyear über ausklappbare Flügel, sowie elektronische Funktionen wie Lichteffekte und Lasergeräusche.

Die Grundidee, dass ein Spielzeug plötzlich altbacken wirkt und durch etwas Moderneres ersetzt wird, machten Toy Story zu einem Film, der auch ein erwachsenes Publikum ansprach. Es ist erstaunlich, dass nach den drei sehr gut gelungenen Fortsetzungen Toy Story 2, Toy Story 3 und Toy Story 4 erst der fünfte Teil davon erzählt, dass Kinder dank Tablets und Videogames gar nicht mehr an sonstigen Spielsachen interessiert sind.

Doch es würde wahrscheinlich nicht funktionieren, wenn ein am Computer produzierter Film, der häufig am Tablet betrachtet wird, vor den Gefahren des Fortschritts warnt. Die Welt von Toy Story 5 ist jedoch deutlich komplexer. Zwar sitzt die achtjährige Bonnie plötzlich nur noch an ihrem nagelneuen grünen Tablet Lily und ignoriert ihre alten Lieblingsspielzeuge.

Doch Woody, Buzz und die ganze Kinderzimmer-Bande müssen erfahren, dass es auch elektronische Toys gibt, die darunter leiden, nicht mehr angesagt zu sein. Dazu gehört auch Smarty Pants, der originellste Neuzugang von Teil 5. Das einstige Lieblingsspielzeug sieht aus wie eine Toilettenpapierrolle mit Gesicht und unterstützte seine Besitzerin spielerisch beim Stuhlgang.

Zusammen mit Smarty Pants, dem blauen GPS-Nilpferd Hippo, dem gut vernetzten kleinen Fotoapparat Snappy und zahlreichen weiteren ausgemusterten Spielzeugen versuchen die Toys unter der Führung des Cowgirls Jessie die kleine Bonnie dazu zu bringen, wieder mit ihnen zu spielen.

Bleibt nur noch anzumerken, dass Toy-Story-Fan Taylor Swift den Film durch ihrem Song I Knew It, I Knew You bereicherte, die Toys Gefühle füreinander entwickelt haben und auch der fünfte Teil, bereits mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat.

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Cats

Knapp 40 Jahre nach der Bühnenprämiere kommt (endlich?) eine Verfilmung von Andrew Lloyd Webbers Cats in die Kinos. Der anhaltende Erfolg des Musicals liegt sichere nicht an der kaum vorhandenen Geschichte. Basierend auf Gedichten von T. S. Eliot wird erzählt, wie sich alljährlich eine Horde Katzen auf einem Schrottplatz trifft und dort die Ballkönigin wählt, die in den Katzenhimmel kommt…

Cats

Diese kaum vorhandene Story ist Vorwand um allerlei als Katzen geschminkten Darstellern die Gelegenheit zu geben ihre Tanzkünste zu demonstrieren und perfekt funktionierende Ohrwürmer zu schmettern. Wer anfällig für Katzen oder Musicals ist, kann live durchaus seinen Spaß haben. Im Kino hingegen sieht es etwas anders aus, selbst wenn Judi Dench, Taylor Swift, Idris Elba und Ian McKellen zuzm digitalen Kinderschminken angetreten sind und sich die Tatzen lecken.

Cats

Ursprünglich wollte Steven Spielberg aus Cats einen Animationsfilm machen, dabei ist es zum Teil auch geblieben. Anstatt aufwändiges Make-Up zu verwenden, bekamen die Darsteller am Rechner Fell, sowie sich ständig in Bewegung befindende Ohren, Schwänze und Barthaare verpasst. Das vor dem Hintergrund eines ebenfalls großteils am Rechner erzeugten London in Szene gesetzte Ergebnis ist gewöhnungsbedürftig bis albern.

Cats

An der Geschichte wurde etwas herumgeschraubt, der Musical-erfahrene Regisseur Tom Hopper (The King’s Speech, Les Misérables) verlegte den Ball in ein Theater und versuchte nicht immer erfolgreich an der Spannungsschraube zu drehen. Ein Glücksgriff war jedoch die Ballerina Francesca Hayward, die in Cats ihre erste Filmrolle spielt. Als Kätzchen Victoria, das von ihren Besitzern ausgesetzt wurde, vermittelt sie glaubhaftes Staunen über das turbulente Geschehen auf ihrem ersten Katzenball und erleichtert es dem Betrachter das Ganze halbwegs erträglich zu finden.

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