




Dieser Comic von Heiner Lünstedt (Text) und Gabriel Nemeth (Zeichnungen) wurde 2002 in Strapazin # 69 veröffentlicht.
2006 erswchien die Story auch im griechischen Magazin ΓΑΛΕΡΑ (Galera).
In den Neunzigern war Andreas Dierßen mit Titeln wie Die Nachtjäger (Zwerchfell), Kunz (Carlsen), Idiot City (EEE) oder Liebe, Tod und andere Grausamkeiten (Ehapa) ein ungewöhnlich vielseitiger Comicautor und Zeichner, der sogar eine Ausgabe des Magazins Strapazin im Alleingang textete. Doch dann konzentrierte er sich leider stärker auf Kinderbücher.
Doch mit Die besten Zeiten feiert er ein bemerkenswertes Comic-Comeback. In grau kolorierten Zeichnungen erzählt er clever verzahnt und mit knappen aber pointierten Dialogen die Großstadt-Erlebnisse von allerlei mehr oder weniger merkwürdigen Zeitgenossen. Dabei wechseln sich alltägliche Beobachtungen mit surrealen Situationen ab. Ein alter Mann bessert seine Rente durch Taschendiebstahl auf, während ein unauffälliger Herr eine Fee ist und Wünsche erfüllt, was jedoch meist nach hinten losgeht.
Seiner Hauptfigur gönnt Andreas Dierßen nach allerlei vertraut wirkenden Seltsamkeiten sogar noch die Aussicht auf ein Happy End. Im Anhang gibt es dann noch einige “B-Seiten“ die in lockeren Bleistiftskizzen weitere skurrile Geschichten erzählen. Schön, dass Andreas Dierßen zu den Comics zurückgekehrt ist.
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Auf der vorletzten Seite des Stadtmagazins IN MÜNCHEN tummelten sich von 1998 bis 2024 regelmäßig zwei seltsame Gefährten. Ein kugelrundes gelbes Küken und eine auch als Maulwurf durchgehende Maus haben nur eins im Sinn: Das nächste Bier.
Sie wenden allerlei Tricks an, um in den Genuss des Gerstensaftes zu kommen. Doch selbst wenn sie noch so phantasievoll sind und z. B. ein Trojanisches Pferd bauen, die gar nicht einmal so unfreundliche Bedingung entlarvt sie doch immer wieder als “Kindsköpf“.
Bemerkenswert an den Strips über Das Küken, die Maus und das Bier ist die konsequente Arbeitsteilung der beiden Schöpfer. Während Gunter Hansen das Küken zeichnet, ist Steffen Haas (Eines Tages hörte man im Walde ein lautes Schreien…) für die Maus zuständig.
Jeder Gag wurde beim Bier (bzw. zunächst beim Kaffee, wie jetzt in Sabine Buchwalds Nachwort zum dritten Sammelband zu erfahren ist) in Teamwork erdacht und dann in Bilder umgesetzt.
Mittlerweile liegen bereits fünf gebündelte Ausgaben der Strip-Serie vor, die genau wie die gesammelten Werke von ©Tom im Querformat daherkommen. Verantwortlich hierfür ist die Münchner Sektion von Strapazin. Der auf dem ersten Blick etwas chaotisch und krakelig wirkende Zeichenstil von Hansen & Haas entfaltet nach dem Genuss mehrerer Strips (oder mehrerer Biere) eine ganz eigene Wirkung und erschließt dem Leser neue Welten.
Der dritte Band mit den bierseligen Geschichten von Hansen und Haas zeigt, dass aus dem Konzept noch lange nicht die Luft raus ist. Unter den im Büchlein enthaltenen Strips knapp 100 Strips befindet sich kein einziger, der nicht originel und lustig ist.

Zum Comicfestival München 2025 erscheint bei Strapazin München der sechste Band mit dem Rest der Serie sowie 18 unveröffentlichten Geschichten und einer längeren Abenteuergeschichte.

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