Bisher hat es Sara (Mina Tander) nicht für nötig gehalten ihren Freund Jan (Christian Ulmen) und ihre Eltern miteinander bekannt zu machen. Doch das ändert sich drastisch als er ihr einen Heiratsantrag macht. Saras Vater Antonio (Lino Banfi), der 1965 als italienischer Gastarbeiter nach Deutschland kam und mit der Deutschen Ursula (Maren Kroymann) verheiratet ist, verlangt eine Hochzeit in seinem Heimatort Campobello. Kann das gut gehen?
Basierend auf einem Romanbestseller von Jan Weiler (Die Ältern) drehte Neele Leana Vollmar 2009 eine gut besetzte Komödie über die nicht immer einfache Liebe der Deutschen zur italienischen Lebensart. Doch ganz so unbeschwert wie in der vergleichbaren US-Produktion My Big Fat Greek Wedding geht es in Maria, ihm schmeckt’s nicht! dann doch nicht zu. Wie Fremdkörper wirken die in blassen Farben gedrehten Rückblenden mit Antonios Gastarbeiter-Historie. Warum durch die damaligen schlechten Erfahrungen später so ein komischer Kerl aus ihm geworden ist, erschließt sich auch nur bedingt.
Die Klamauk-Schiene hingegen funktioniert bestens, auch weil es recht amüsant ist, Christian Ulmen dabei zuzusehen, wie er kein Fettnäpfchen auslässt. Doch Mina Tander ist so süß als Sara, dass sich der K(r)ampf um sie lohnt. Außerdem ist es auch noch ein sehr lehrreicher Film, denn wir erfahren – wie schon lange vermutet – dass die italienische Sprache das Wort satt (im Sinne von unhungrig) gar nicht kennt.
2016 wurde der Film mit Antonio, ihm schmeckt’s nicht! fortgesetzt.
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