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Robinson Crusoe

Am Samstag den 3. Oktober 1964 startete im ZDF mit Robinson Crusoe der erste Abenteuer-Vierteiler. Der TV-Film in Kinoqualität war ein so großer Erfolg, dass jährlich (und dann meist zu Weihnachten) “Mini-Serien“ (wie diese Kunstform heute heißt) wie Der Seewolf, Michael Strogoff oder Lederstrumpf folgten. Treibende Kraft hinter den internationalen Koproduktionen war Walter Ulbricht, der unter dem Pseudonym “Eugen von Metz“ auch mit am Drehbuch bastelte.

Im Gegensatz zu anderen Verfilmungen konnte bei einer Gesamtlaufzeit von fast sechs Stunden auch erzählt werden, was Robinson Crusoe (Robert Hoffmann) u. a. als Sklave und als Sklavenhändler vor seinem legendären Schiffsbruch und seinem unfreiwilligen sechsjährigen Leben als Insulaner alles erlebt hatte. Auch zivilisationskritische Untertöne finden ihren Platz in der Verfilmung, wenn auch in deutlich milderer Form als in Jack Golds zynischem Freitag und Robinson

Kaum zu glauben ist, dass das 11-köpfige Team den angemessen exotisch wirkenden Film auf Gran Canaria an einem damals noch einsamen und heute von Hotelburgen umgebenen Strand drehte. Manchmal etwas nervig ist die Märchenonkel-Erzählstimme, die oft Dinge erklärt, die ohnehin zu sehen sind. Doch ansonsten hat sich dieser TV-Film besser gehalten als der meisten zur selben Zeit in Deutschland entstandenen Kinoproduktionen.

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