Schlagwort-Archiv: Nick Dragotta

Absolute Batman

Es ist wieder soweit und eine ganz neue Inkarnation von Batman betritt die Comicbühne. Die Gründe hierfür klingen einigermaßen sinnfrei und dürften sich nur jenen DC-Insidern erschließen, die sich durch endlos lange “Events“ wie Doomsday Clock, Batman: Death Metal oder Absolute Power gequält haben.

An all diesen Großereignissen war der Autor Scott Snyder beteiligt, der nun von einer alternativen Alpha-Welt erzählt, in der es “mehr Herausforderungen als Hoffnung“ gibt. Um gleich klarzustellen, dass wir es mit einem ganz anderen Batman-Universum zu tun haben, tritt am Anfang der Story ein Alfred Pennyworth auf, der nichts mit Batmans Butler gemein hat, sondern ausgestattet mit Vollbart und Motorrad anscheinend nichts Gutes im Sinne hat.

Der 21-jährige Bruce Wayne benötigt bei Snyder auch keinen Butler, denn er entstammt aus einfachen Verhältnissen. Die ersten drei Hefte von Absolute Batman, erzählen die Storyline “Zoo“, in der in Rückblenden zu erfahren ist, wie der junge Bruce bei einem Besuch in einem Tierpark miterleben muss, wie seiner Vater und Klassenlehrer Thomas Wayne erschossen wird.

Diese drei von Nick Dragotta mitreißend in Szene gesetzten Hefte, in denen auch die ihrem Sohn weiterhin zur Seite stehende Mutter Martha eine große Rolle spielt, hat Panini in einer schönen Prestige-Ausgabe veröffentlicht.

Als besonderer Gimmick gibt es zu dieser Edition auch eine „Wundertüten-Aktion“ mit 50 Variant-Covern. Jede Ausgabe ist nummeriert und auf jeweils 150 Exemplare limitiert. Damit es spannend bleibt, welches Variant-Motiv erworben wird, ist jede Ausgabe in einer undurchsichtigen Überraschungstüte verpackt.

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Superman: American Alien

Superman ist trotz seines Alters zeitlos. Aber wie sich bei jedem menschlichen sprachlichen Begriff immer wieder Interpretationsspielräume neu ergeben und Wörter und deren Bedeutung dem Wandel der Zeit unterliegen, so muss demzufolge auch Superman viele Entwicklungen durchmachen.

Superman: American Alien

Neue Origins für Superman hat es schon viele gegeben Die bisher bekanntesten dürften  “Man of Steel“ von John Byrne,  “Superman: For All Seasons“ von Jeph Loeb & Tim Sale , „Superman: Birthright“ von Mark Waid,  “All-Star Superman“ Grant Morrison & Frank Quitely , “Superman: Secret Origin“ von Geoff Johns & Gary Frank sowie  “Superman: Earth One“ (2010) von J. Michael Straczynski & Shane Davis sein.

Superman: American Alien

Diesmal wurde der US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Max Landis („Victor Frankenstein„) damit beauftragt eine neue Origin für Superman zu kreieren. Was Landis sonst so macht – insbesondere mit und über Superman – kann man in seinem Filmchen von 2012 “The Death and Return of Superman“  sehen. Hier spielt u.a. Elijah Wood mit und lästert bei einem Glas Johnnie Walker ziemlich über DC ab.

Superman: American Alien

Nicht ganz ungeschickt erzählt Max Landis  in „Superman: American Alien“ in vielen kleinen Episoden (die von verschiedenen Zeichnern umgesetzt sind) von Ereignissen aus dem Leben des jungen Clark Kent: Wie er in Kansas auf einer Farm aufwächst und den Problemen, die seine Eltern mit seinen neu aufkeimenden Fähigkeiten haben. Als Heranwachsender gewinnt er eine Reise in die Karibik, leider stürzt die kleine Propellermaschine über dem Meer ab. Aber sie werden gerettet von den Gästen einer exklusiven Yacht, die Bruce Waynes Geburtstag feiern, ohne dass der Gastgeber selbst da ist. Die feiernde Meute hält aufgrund des spektakulären Absturzes Clark für Bruce Wayne – und behandelt ihn auch entsprechend. Mit sehr viel Witz und Komik entwickelt Landis hier eine sehr unterhaltsame Geschichte. Viele altbekannte Figuren aus dem DC-Universum orchestriert er und stellt sie in neue interessante Zusammenhänge.

Superman: American Alien

Bei seinem weiteren Lebensweg lernt er in Metropolis Lois Lane kennen und mit ihr zusammen führt er tiefschürfende Unterhaltungen über Heldentum, Bestimmung und den Sinn des Lebens – an denen wir als Leser so mitpartizipieren können. Er erlebt seine erste Konfrontation mit Batman und Lex Luthor; von Tomar-Re und Abin Sur lernt er viel über seine Heimat Krypton und von Fräggmeister Lobo.

Norbert Elbers

Superman American Alien, enthält: Superman: American Alien #1 bis #7 (Januar 2016 bis Juli 2017); Text: Max Landis; Zeichnungen und Tusche: Nick Dragotta, Matthew Clark, Evan „Doc“ Shaner, Joëlle Jones, Mark Buckingham, Jae Lee, Francis Manapul, Steve Dillon, Jonathan Case,  Jock; Farben: Alex Guimarães, Rob Schwager, Rico Renzi, Jose Villarrubia, June Chung, Rod Reis, Francis Manapul, Jonathan Case, Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Christian Heiß; Prestige; Softcover mit Klappbroschur: € 19,99; 188 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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