Dass es nicht ganz einfach ist, an die Erfolge vergangener Tage anzuknüpfen, belegte kürzlich der Versuch nach dreißig Jahren die Chaoskomödien-Reihe Die nackte Kanone wieder zu revitalisieren. Trotz des hochmotivierten Liam Neeson in der Hauptrolle war das Resultat eher albern als lustig.
Es sind mittlerweile auch bereits knapp zwei Jahrzehnte vergangen, seit Michael Bully Herbig mit seiner Westernkomödie Der Schuh des Manitu knapp 12 Millionen Besucher in die deutschen Kinos lockte. Es erschien eher unwahrscheinlich, dass dieser Erfolg mit demselben Team und demselben Thema nochmals zu erreichen wäre.
Doch mittlerweile haben mehr als eine Million Menschen Das Kanu des Manitu im Kino gesehen. Bullys Konzept in erster Linie gute Laune zu verbreiten ging erneut voll auf. Auch diesmal ist nicht jeder Gag ein Knaller, aber Bully in der Doppelrolle als Abahachi und Winnetouch, Rick Kavanian als die Worte verdrehender Grieche Dimitri und der deutlich gereifte Christian Tramitz als Shatterhand-Verschnitt sind in ihren Rollen wieder gnadenlos sympathisch.
Wo die Neuauflage der Nackten Kanone an schlechten Gags scheitern, setzt Bullys Team auf schräge Ideen, die virtuos umgesetzt wurden. Ob es ein völlig überraschendes Wasserballett ist, Winnetouch mit Frau Wolf tanzt oder Jasmin Schwiers als Rangers Tochter Mary tatsächlich für einen kurzen Moment zwei linke Hände hat, die verrückten Einfälle kommen völlig überraschend und werden konsequent auf die Leinwand gezaubert.
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