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Gibrat: Mattéo # 5

Das sind schon dramatische Jahrzehnte, die der Leser in fünf Comic-Alben mit Mattéo, dem “Helden“ der Serie von Jean-Pierre Gibrat (Der Aufschub, Von Dieben und Denunzianten) durchlebt. Mattéo hätte als gebürtiger Spanier nicht gemeinsam mit den jungen Franzosen in den Ersten Weltkrieg ziehen müssen, doch er setzte alles dran, um an die Front zu kommen.

Gibrat: Mattéo # 5

Das bereute er zwar bitter, dennoch zog er es ihn weiter dorthin, wo gekämpft wurde. So stürzt er sich anschließend in St. Peterburg mitten hinein in die Russische Revolution, um über einige Umwege schließlich im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republik gegen die Truppen Francos zu kämpfen.

Gibrat: Mattéo # 5

An Mattéos Seite steht Amélie, die den verletzten Frontkämpfer einst als Krankenschwester aufopfernd pflegte. Beide pflegen eine Freundschaft, die jedoch durch ihre versteckten Gefühle füreinander sehr fragil ist. Deutlich unkomplizierter ist die ebenfalls zur Truppe von Mattéo gehörende polnische Sportlerin Anechka, die bestrebt ist, ihre Leidenschaft auch auf dem Schlachtfeld auszuleben.

Gibrat: Mattéo # 5

Mit Amélie und Anechka gelangen Jean-Pierre Gibrat zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen, die er höchst attraktiv aufs Papier zaubert. Auch im fünften Band gelang es dem Künstler, seine Fähigkeit “schöne Bilder“ zu schaffen, in den Dienst einer anspruchsvollen Geschichte zu stellen. Gibrat bringt dabei immer wieder zum Ausdruck, dass bewaffnete Konflikte keine heroische oder gar romantische Angelegenheit sind.

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Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Der zuvor eher als stimmungsvoller Illustrator softpornographischer Comics wie Pinocchia aufgefallene Zeichner Jean-Pierre Gibrat (Mattéo) überraschte Ende der 90er-Jahre durch seine im Alleingang realisierte zweiteilige Serie Der Aufschub, die nicht ohne Grund von den Kritikern des Fachmagazins RRAAH! zum „Comic des Jahres“ gekürt wurde.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Auch Gibrat ähnlich gelagertes ebenfalls zweiteiliges Nachfolgewerk Von Dieben und Denunzianten (Originaltitel Le Vol du corbeauDer Flug des Raben) ist wieder im besetzten Frankreich des Zweiten Weltkriegs angesiedelt.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Doch diesmal spielt die Geschichte nicht auf dem Lande, sondern in der Metropole Paris. Hauptfigur ist die junge (und natürlich sehr attraktive) Jeanne. Am Anfang des Comics sitzt sie in einer Gefängniszelle weil sie denunziert wurde. Ein eher gemütlicher Kommissar bedauert, dass bei ihr „anstelle von Wurst und Käse eine Tasche voller Handgranaten und drei Revolvern gefunden hat“. In Jeannes Zelle landet auch der kleine Dieb Francois und beiden gelingt während eines Luftangriffes die Flucht über die Dächer von Paris.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Bei diesem spannenden und sehr mitreißend in Szene gesetzten Auftakt kann die dann folgende Geschichte nicht immer mithalten. Gibrats Artwork ist jedoch makellos wie immer. Sehr häufig präsentiert er die schönen nackten Beine von Jeanne, während seine Darstellung vom von der Deutschen Wehrmacht besetzten Paris eher idyllisch als bedrohlich wirkt. Doch Von Dieben und Denunzianten endet im zweiten Band mit einem spannenden Finale mit einigen echten Überraschungen.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Mittlerweile liegt Von Dieben und Denunzianten auch als sehr schöne Hardcover-Gesamtausgabe vor, die als Bonusmaterial noch 18 Seiten mit Skizzen und zusätzlichen Illustrationen enthält. Weitere wunderschöne Aquarelle von Gibrat enthält das Artbook Jeanne und Cécile. In Laufe der Geschichte, die Gibrat in Von Dieben und Denunzianten erzählte, eröffnet er dem Leser, dass es sich bei der Hauptfigur Jeanne um die Schwester von Cécile handelt, die im Zentrum von Der Aufschub stand!

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Gibrat: Der Aufschub

„Cambeyrac, 1943, Ein Land im Krieg, ein Dorf in dem der Krieg weit weg ist.“
Der junge Julien Sarlat sollte aus seinem kleinen französischen Dörfchen nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert werden. Bei einem Zugunglück kann er fliehen. Als er zu seiner Tante zurückkehrt, erfährt er, dass er als tot gilt, weil eine Leiche mit seinen Papieren gefunden wurde. Er versteckt sich im leeren Schulhaus des Dorfes, beobachtet seine eigene Beerdigung und vor allem höchst eifersüchtig seine geliebte Cécile.

Gibrat: Der Aufschub

Der Aufschub wurde vom zuvor eher für softpornographische Comics bekannten Jean-Pierre Gibrat (Mattéo) spannend erzählt und in sehr stimmungsvoll aquarellierte Bilder umgesetzt. Die Kritiker des Fachmagazins RRAAH! kürten den ersten Band von Der Aufschub zum „Comic des Jahres“ und entsprechend hoch waren die Erwartungen danach beim abschließenden zweiten Teil.

Gibrat: Der Aufschub

Doch Gibrat enttäuschte auch hier nicht und erzählt weiterhin scheinbar idyllisch vom Zweiten Weltkrieg in der französischen Provinz. Zwar gab es auch 1944 immer mal wieder unangenehme Zwischenfälle mit der Miliz und der immer stärker werdenden Resistance, aber Julien interessiert sich eigentlich nur für seine Cécile, der er endlich gezeigt hat, dass er noch lebt. Er darf nun zwar in ihrem Zimmer schlafen, aber so richtig auf seine Kosten kommt er doch nicht, angeblich weil die Großmutter nebenan schläft.

Gibrat: Der Aufschub

Julien hat in seinem Versteck auch Waffen für den Widerstand gebunkert. Von den Resistance-Kämpfern wird er ziemlich rüde behandelt, als diese ihr Material abholen. Dies öffnet ihm die Augen und er bricht nach Paris auf um dort für den Widerstand arbeiten…

Gibrat: Der Aufschub

Mittlerweile liegt auch eine sehr schöne Hardcovergesamtausgabe von Der Aufschub vor, die als Bonusmaterial noch 16 Seiten mit Skizzen und zusätzlichen Illustrationen enthält. Weitere wunderschöne Aquarelle von Gibrat enthält das Artbook Jeanne und Cécile. In Laufe der Geschichte, die Gibrat in seinem Comic Von Dieben und Denunzianten erzählte, eröffnet er dem Leser, dass es sich bei der Hauptfigur Jeanne um die Schwester von Cécile handelt.

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Gibrat: Jeanne und Cécile

Mit Der Aufschub und Von Dieben und Denunzianten hörte Jean-Pierre Gibrat (Mattéo) damit auf softpornographische Comics nach fremden Vorlagen ansprechend in Szene zu setzten. Stattdessen erzählte er mitreißende Geschichte vor dem Hintergrund des von der Deutschen Wehrmacht besetzten Frankreichs. Dies hielt ihn aber nicht davon ab äußerst attraktive junge Frauen zu zentralen Figuren der beiden Serien zu machen.

Gibrat: Jeanne und Cécile

Cécile aus Der Aufschub und Jeanne aus Von Dieben und Denunzianten sind zwei unvergessliche Frauencharaktere, die in der Phantasie der Comicleser weiterleben. Im Laufe der Serien Von Dieben und Denunzianten eröffnet Gibrat dem Leser, dass die junge Dame mit dem rot weiß gepunkteten Kleid und die Frau mit dem roten Barett nicht nur “der gleichen weiblichen Art angehören“ sondern sogar Schwestern sind. Am Ende der Geschichte treffen sie schließlich sogar aufeinander.

Gibrat: Jeanne und Cécile

In einem Bildband präsentiert Gibrat zahlreiche Illustrationen, die zwischen 1997 und 2005 entstanden sind. Losgelöst von einer Erzählstruktur aber angesiedelt im selben historischen Kontext setzt der begnadete Zeichner und Aquarellmaler Jeanne und Cécile in Szene. Er porträtiert sie sehr erotisch aber niemals plump. Die Illustrationen konfrontieren die jungen Frauen auch mit Personen der Zeitgeschichte wie General de Gaulle oder Winston Churchill, dessen Fliege aus dem selben punktierten Stoff wie Céciles Kleid besteht.

Gibrat: Jeanne und Cécile

Jeanne und Cécile ist nicht nur das wunderschöne Artbook eines großen Künstlers, sondern es bietet zugleich auch die Möglichkeit ein weiteres Mal in dessen faszinierende Comicwelten einzutauchen.

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Gibrat: Mattéo # 2 – August 1917 – 1918

Nachdem es dem jungen Mattéo mehr schlecht als recht gelungen ist, sich vor dem Grauen des Ersten Weltkrieges zu drücken, stürzt er sich munter in ein neues Krisengebiet. Den etwas naiven Jüngling mit spanisch-französischer Abstammung zieht es nach St. Petersburg, denn “dort herrscht Revolution“. Doch nicht nur Abenteuerlust und Idealismus treiben Mattéo an. Er hofft, dass die geliebte aber unglücklich verheiratete Juliette ihm nach Russland folgt. Doch stattdessen lernt er die selbstbewusste pfeifenrauchende Revolutionärin Lea kennen und lieben, aber auch mit der Krankenschwester Amélie gibt es ein Wiedersehen…

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918
Während der erste Band von Mattéo vor allem durch die sehr eindringliche Schilderung des Grauens und der Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs überzeugte, bezieht Jean-Pierre Gibrat (Der Aufschub, Von Dieben und Denunzianten) keine wirkliche Position zur Russischen Revolution. Ähnlich naiv wie sein Titelheld stürzt er sich mitten hinein ins verschneite St. Petersburg und bricht dann auch noch zu einem etwas unmotiviert wirkenden Ausflug nach Paris auf.

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918

Dieser Comic begeistert hauptsächlich durch die wunderschön mit Aquarellfarben kolorierten Bilder und Gibrats Fähigkeit starke Frauenfiguren in eleganten Kostümen (aber auch ohne diese!) zu Papier zu bringen, was auch die schönen Skizzen im Anhang des Albums belegen. Es wäre schade, wenn dies wirklich schon der Abschluss einer grandios gestarteten Serie sein sollte. Speziell die Szenen mit Mattéos abgeklärter Mutter, die genau weiß, dass sie ihren Sohn nicht dauerhaft von Dummheiten abhalten kann, zeigen, dass Gibrat nicht nur ein begnadeter Zeichner, sondern auch ein ebensolcher Erzähler sein kann.

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918

Der im Jahre 1936 spielende dritte Band von Mattéo kann dann wieder voll überzeugen.

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Gibrat: Mattéo # 1 – August 1914 – 1915

Nachdem er in Der Aufschub und in Von Dieben und Denunzianten Geschichten vor dem Hintergrund des von Deutschen besetzten Frankreichs im Zweiten Weltkrieg erzählte, geht Jean-Pierre Gibrat in seinem neuesten Werk noch etwas weiter zurück in der Zeit. Das Elend der Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs kann im Medium Comic schwerlich noch eindringlicher als in Jacques Tardis Comics wie Grabenkrieg oder Elender Krieg dargestellt werden. Dessen scheint sich auch Gibrat bewusst zu sein, und sein Comic setzt andere Akzente.

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Äußerst sensibel wird erzählt, wie der Titelheld Mattéo darunter leidet, dass er nicht mit den jungen Franzosen in den Krieg ziehen darf, da er gebürtiger Spanier ist. Die Bevölkerung des kleinen Dorfes in Süden Frankreichs schneidet den jungen Mann und die von ihm angehimmelte Juliette wendet sich noch stärker einem Nebenbuhler zu, der als Offizier in den Krieg zieht. Mattéo erhält zwar eindringliche Briefe seines Freundes Paulin, der ihm den Horror an der Front schildert und ihm schreibt, dass er “wirklich saudumm“ wäre, wenn er nicht da bleiben würde, wo er gerade ist. Dennoch meldet Mattéo sich schließlich freiwillig, was ein Freund der Familie recht treffend kommentiert: “Du hast recht, melde ich! Die großen Dummheiten muss man als Junge machen, damit man sie sein ganzes Leben lang bedauern kann… wenn sie Dir dazu die Möglichkeit geben…“

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Auch Jean-Pierre Gibrat schildert den alltäglichen Wahnsinn des Krieges äußerst plastisch in Bild und Wort (“Die martialischen Truppen, die stolz im Gleichschritt auf dem Pflaster aus der Kaserne marschierten waren weit weg. Das hier war nur noch ein schwankender total fertiger Haufen Hampelmänner, deren Glieder kraftlos herunterhingen.“) Doch fast noch stärker ist er daran interessiert, was der Krieg mit den Überlebenden anrichtet. Der zum Glück nur leicht verletzte Mattéo und der durch Senfgas erblindete Paulin werden nicht mehr heimisch in ihrem Dorf. Der junge Spanier sehnt sich schon beinahe zurück an die Front, doch seine Mutter hat andere Pläne mit ihm…

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Gibrat erzählt seine Gesichte in stimmungsvoll mit Aquarellfarben kolorierten Bildern und bevölkert sie mit glaubhaften Charakteren. Der Auftakt von Mattéo macht äußerst gespannt auf Band 2 und Band 3.

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Gibrat: Mattéo # 3 – August 1936

Mit Mattéo ist Jean-Pierre Gibrat (Der Aufschub, Von Dieben und Denunzianten) eine Serie gelungen, die sich sehr überraschend entwickelt. Im ersten Band erzählt er, wie der Titelheld Mattéo im Jahre 1914 darunter leidet, dass er nicht mit den jungen Franzosen in den Krieg ziehen darf, da er gebürtiger Spanier ist. Die Bevölkerung des kleinen Dorfes in Süden Frankreichs schneidet den jungen Mann und die von ihm angehimmelte Juliette wendet sich einem gut betuchten Nebenbuhler zu, der als Offizier in den Krieg zieht. Obwohl sein Freund Paulin an der Front durch Senfgas erblindet ist, zieht es Mattéo in den Krieg.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936

Doch nicht allzu lange, denn im zweiten Band der Comicreihe stürzt Mattéo sich munter in ein neues Krisengebiet. Abenteuerlust und Idealismus lassen den etwas naiven Jüngling nach St. Petersburg reisen, denn “dort herrscht Revolution“. Er verliebt sich in die selbstbewusste pfeifenrauchende Revolutionärin Lea, es gibt aber auch ein Wiedersehen mit der Krankenschwester Amélie, die den verletzten Frontkämpfer Mattéo aufopfernd pflegte. Dieser Teil von Mattéos Abenteuer endet etwas abrupt und lässt den Titelhelden eine weitere Dummheit begehen. Er stellt sich den französischen Behörden freiwillig und wird als Deserteur zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936

Dass Mattéo dann doch nicht ganz so lange eingesessen hat, davon erzählt der dritte Band der Serie. Im August des für Frankreich sehr hoffnungsfrohen Jahres 1936 besucht Mattéo gemeinsam mit seinem erblindeten Freund Paulin, sowie mit Amélie und ihrem kommunistischen Ehemann Augustin sein Heimatdorf an der spanischen Grenze. Gibrat fängt hier sehr gut die Stimmung eines Frankreichs ein, dass sich einerseits durch die sozialistische Regierung von Leon Blum in einen Wohlfahrtstaat zu verwandeln schien, andererseits jedoch keine Position im spanischen Bürgerkrieg bezog und nichts unternahm um den dortigen Genossen gegen die Franco-Diktatur beizustehen. Davon wie sich diese politische Großwetterlage auch auf die privaten Beziehungen niederschlug, erzählt Gibrat äußerst mitreißend.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936

Das konsequente Finale dieses Comics macht sehr gespannt auf die Fortsetzung. Obwohl es kaum möglich erscheint, hat Gibrat sich innerhalb der Serie künstlerisch sogar noch gesteigert. Selten waren seine Bilder so stimmungsvoll, seine Farben so flirrend und seine weiblichen Hauptfiguren so attraktiv.

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