Schlagwort-Archiv: Martin Frei

Die Ballade der Carol Welsh

Dieser Westerncomic wurde bereits ab 2021 unter dem Titel Die Frau mit dem Silberstern im Magazin ZACK abgedruckt. Martin Frei schrieb und zeichnete damit eine Fortsetzung zum Comicalbum Der Mann mit dem Silberstern, das 1969 als sechster Band der Serie Leutnant Blueberry erschienen ist.

Anders als davor und danach präsentierten Autor Jean-Michel Charlier und Zeichner Jean Giraud in diesem Album nicht das Kapitel einer epischen Storyline, sondern sie erzählen eine abgeschlossene Geschichte. Leutnant Mike Blueberry erhält den Befehl als Sheriff im von Outlaws bedrohten Städtchen Silver Creek für Recht und Ordnung zu sorgen.

Zusammen mit seinem versoffenen Sidekick Jimmy McClure, dem jungen Rusty und der Lehrerin Katie Marsh gelang es ihm die Gesetzlosen zu vertreiben. Am Ende der Geschichte übergibt Blueberry seinen Silberstern an Katie, die ihn gerne näher kennengelernt hätte, und reitet davon. Martin Frei griff diese Geschichte auf und erzählte davon, wie die Lehrerin versucht sich weiterhin in Silver Creek zu behaupten.

Vor der Veröffentlichung in ZACK fragte der Herausgeber Georg F. W. Tempel bei den Lizenzgebern in Frankreich nach, ob es in Ordnung wäre, eine Fortsetzung des Blueberry-Comics zu produzieren. Ihm wurde mitgeteilt, dass dies möglich ist, wenn keine der Hauptfiguren im Bild oder namentlich eine Rolle spielen würde.

Ohne Beanstandung erschien Die Frau mit dem Silberstern ab 2021 als Fortsetzungsserie in neun Ausgaben von ZACK. Da die Resonanz positiv war, wurde 2023 die gesamte Geschichte zusammen mit Bonusmaterial in einer Hardcover-Edition veröffentlicht, deren Cover an Egmonts Blueberry Chroniken erinnert. Als dies einem Nachfahren des 1989 verstorbenen Charlier zu Ohren kam, drohte dieser mit rechtlichen Schritten.

Schweren Herzens ließ Tempel die bereits gedruckten Ausgaben einstampfen. Eine auf wenige Exemplare limitierte Vorzugsausgabe, der Originalcomicseiten von Martin Frei beilagen, wurde zuvor bereits ausgeliefert und wird mittlerweile hochgehandelt.

Doch damit war der Comic nicht gestorben. Frei und Tempel überlegten sich, wie es mit der einen Silberstern tragenden Westernheldin weitergehen sollte. Frei nahm einige Änderungen an der Story und den Zeichnungen vor. Aus Miss Marsh wurde Carol Welsh und Silver Creek heißt jetzt Snowflake.

Den Part von Mike Blueberry übernahm ein “Pinkerton-Detektiv, Seemann, Büffeljäger, Goldsucher und Indianeragent“ namens Bullet Hill, mit dem problemlos weitere Abenteuer erzählt werden können.

Innerhalb der Zack-Edition erschien eine Hardvoverausgabe mit dem kompletten Comic, der sich nicht hinter frankobelgischen Westernklassikern verstecken muss. Neben Hintergrundinfos ist eine schön zusammengestellte Galerie mit Zeichnungen von der Lehrerin und weiteren Cowgirls enthalten.    

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Gerhard Förster + Heinz Wolf: Die ganze Wahrheit

Gerhard Förster übernahm 2008 das traditionsreiche Comicfachmagazin Die Sprechblase, das er bis zur im Mai 2025 erschienenen Nummer 250 als Chefredakteur betreute. Doch bereits zuvor war er als Comicjournalist tätig. 

Ab 1984 trat er im Sammlermagazin Comicland als Briefkastenonkel Dr. Sammler auf. Seine Lebenshilfe für (Sprech-)Blasen-Kranke setzte er 14 Jahre später im Fachblatt Hit Comics fort. Als ihm dort die Leserbriefe ausgingen, startete Förster die Comicserie Dr. Sammler bittet zur Couch, die er auch zeichnete.

Wie seine autobiografische Serie Von mir! belegt, ist Förster ein passabler Comiczeichner, dessen großes Vorbild zweifelsohne Robert Crumb ist. Doch auch Förster ist in der Lage aus allem, was ihm am Herzen liegt, einen Comic zu machen.

Doch noch besser wird es, wenn seine Gedanken vom ebenfalls in Wien lebenden Heinz Wolf (Molch) zu Papier gebracht werden. Wolf, dessen großer Durchbruch noch aussteht, ist ein begnadeter Karikaturist und Comiczeichner mit einen unverwechselbar lässigen Zeichenstil.

In seinen zusammen mit Förster entstandenen Geschichten, haust das als Comicfiguren auftretende Duo in dem die österreichische Hauptstadt überragenden Sprechblasen-Tower. Wolf nervt Förster andauernd mit Ideen zu Comic-Jubiläen, die er im Fachblatt abfeiern möchte.

Förster hingegen versucht Wolf davon zu überzeugen, dass sich inmitten von Serien wie Bessy wahre Meisterwerke, der Erzählkunst befinden und dass sie reich werden könnten, wenn es ihnen gelingen würde, den moderigen Geruch alter Hefte in Flakons zu füllen, um an die frische Luft geratene Comicsammlungen zu parfümieren.

Neben seinen Karikaturen von Politikern wie Sebastian Kurz oder dem „Volkskanzler“ Herbert Kickl überzeugt auch Wolfs intimer Einblick in die Entstehungsgeschichte des von Förster getexteten Comics Sigurd – Der Fluch von Rothenstein. Hier muss der Zeichner Martin Frei darunter leiden, dass sein Autor sich in die von ihm geschaffenen Burgfräuleins verliebt hat. Geschichten wie diese gehörten schon lange zwischen zwei Buchdeckel gepresst.

Jetzt ist es endlich geschehen und schon das Titelbild vom Die Sprechblase Sonderband Die ganze Wahrheit ist eine Pracht. Enthalten ist ein Comic, der dieses Buch ankündigt und bereits das Cover enthält. Doch Heinz Wolf hat an dem Motiv mit dem Tribunal weiter gefeilt und es noch schaurigschöner gemacht.

Außerdem sind zusätzlich noch Solocomics von Förster enthalten, sowie etliche ganz köstliche Cartoons von Wolf, an denen Förster nicht beteiligt war. Hinzu kommen Geschichten, die Förster zusammen mit Gabriel Nemeth und Gerhard Schlegel realisiert hat und die ebenfalls um den “allmächtigen“ Hansrudi Wäscher kreisen.

Zum Abschluss sei noch der Herausgeber Gerhard Förster erwähnt, der die Freunde nostalgischer Comics mit liebevoll und sachkundig zusammengestellten Editionen, wie der dreibändigen Ausgabe der Karl-May-Comics von Walter Neugebauer oder der auch aus Fix und Foxi bekannten britischen Westernserie Blut auf der Prärie, erfreut. 

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Comic! Jahrbuch

Im Gegensatz zu französischen oder amerikanischen Fachpublikationen sind zeitgenössische einheimische Comiczeichner in deutschen Sekundär-Magazinen und –Büchern leider immer noch deutlich unterrepräsentiert. Diese Lücke schließt seit nunmehr 20 Jahren das Comic! Jahrbuch, das besonders die enorme Vielseitigkeit deutscher Künstler in den Mittelpunkt stellt.

Comic! Jahrbuch

Aber auch die internationalen Märkte und Trend werden keinesfalls vernachlässigt. Die zwanzigste Ausgabe des Jahrbuchs beschäftigte sich ausführlich mit Ralf König, Franzisko Becker und Robert Crumb, deren Comics plötzlich im Zentrum von erhitzen Debatten stehen. Passend dazu gab es ein 28-seitiges Interview mit Crumb. Das Gespräch führte Christoph Mueller, der ein Variantcover zum Comic! Jahrbuch 2020 zeichnete.

Comic! Jahrbuch

Als schwacher Ersatz ist stattdessen ein 48-seitiges Heft erschienen, das sich hauptsächlich mit Hannes Stummvoll, Lukas Kummer und Adrian Richter, den Gewinnern des ICOM Independent Comic-Preis, beschäftigt. Zudem gibt es noch einen Bericht über den Vereins Comicmuseum Erlangen e.V, sowie zwei Artikel, die es 2013 und 2015 nicht in die Jahrbücher schafften.

Comic! Jahrbuch

Als Ausgleich hat der ICOM zu seinem 40-jährigen Jubiläum einen Komplettschuber mit allen bisher erschienenen COMIC!-Jahrbüchern produziert. Das gute Stück ist auf 40 nummerierte Exemplare limitiert, die von Martin Frei signiert wurden, vom auch das schöne Backcover stammt. Die 21 Jahrbücher mit Schuber können hier zum “Jubiläumspreis“ von 111,- Euro bestellt werden.

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MADs Meisterwerke: Star Wars

Nachdem 1980 in MAD eine in Comicform gestaltete Parodie zu Das Imperium schlägt zurück veröffentlicht wurde, erhielt das Satire-Magazin ein Abmahnungschreiben der Anwälte von George Lucas. Es wurde gefordert, dass die Ausgabe sofort aus dem Handel genommen, die Druckplatten zerstört, das Original-Artwork ausgehändigt und alle Gewinne sowie ein Schadensersatz überwiesen werden.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Doch die MAD-Redaktion hatte bereits zuvor einen Brief von George Lucas erhalten, der sich sehr darüber gefreut hatte, dass Autor Dick DeBartolo und der begnadete Zeichner Mort Drucker, die er für die “DaVincis der Comics“ hielt, seinen Film parodiert hatten. MAD-Herausgeber William Gaines schickte eine Kopie des Schreibens von Lucas an dessen Anwälte und schrieb noch „That’s funny, George liked it!“ drauf, womit sich die Sache erledigt hatte. Später sollte George Lucas in einem Vorwort zu dem Sammelband MAD about Star Wars schreiben, dass er das Satire-Magazin immer wieder vor seinen Anwälten geschützt hat.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Dieses Vorwort und Hintergrundinformationen zum Inhalt fehlen leider in diesem Sammelband, obwohl er das selbe Cover von Jack Rickard hat wie MAD about Star Wars. Doch es ist erfreulich, dass Panini die Reihe fortführt, in der bisher dicke Bücher mit Parodien zu Filmen und Superhelden, sowie zu Spion & Spion erschienen sind. Dies ist nicht selbstverständlich, denn das zuletzt nur noch vierteljährlich erscheinende deutsche MAD wurde im Dezember 2018 mit der Ausgabe 185 eingestellt und in den USA wird es nur noch für Abonnenten produziert.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Das MADs-Meisterwerke-Buch enthält auf 274 Seiten eine Zusammenstellung von Star-Wars-Parodien. Neben den von Mort Drucker mit gut getroffenen Karikaturen versehenen Film-Parodien, den sich fundiert über blödsinnige Momente lustig machenden Sergio Aragones und ein wenig Don Martin, sind vor allem exklusiv für das deutsche MAD erstellte Beiträge enthalten. Leider haben sich viele davon nicht gut gehalten und erreichen meistens weder die Qualität der liebevoll gezeichneten Cartoons von Martin Frei oder des sich 1999 durch mehrere Ausgaben ziehenden Struwwel-Vaders von Matthias Kringe, noch die lässige Rotzigkeit vom MAD-Urgestein I. Astalos.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Es könnte auch noch bemängelt werden, dass sich die Hinweise darüber, wann die Beiträge erschienen sind ausschließlich auf die Dino– bzw. Panini-Hefte beziehen, dass die deutsche Kolorierung bei manchem ursprünglich in Schwarzweiß erschienenen Beitrag nicht wirklich eine Verbesserung ist und dass frühere Beiträge, wie die schönen Star-Wars-Covers der Williams-Ära nicht berücksichtigt wurden.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Doch, wie bereits erwähnt, ist es erfreulich, dass Panini zumindest in dieser Form mit dem Satire-Magazin weitermacht und vielleicht auch noch den bereits angekündigten zweiten Band von MADs Meisterwerke: Superhelden herausbringt.

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LDH: Liga Deutscher Superhelden

Nachdem 2016 die Comic-Serie ASH:  Austrian Superheroes startete, folgt jetzt ein deutscher Ableger, der im selben Universum angesiedelt ist. Auch hier wird versucht – im Gegensatz zu eher parodistischen deutschen Superhelden-Comics wie Captain Berlin oder Tracht Man – eine halbwegs ernsthafte Geschichte zu erzählen.

LDH: Liga Deutscher Superhelden

Genau wie bei den Austrian Superheroes steht dabei die betont regionale Ausrichtung der einzelnen Superhelden ein wenig im Wege. Was Lady Heumarkt, das Donauweibchen oder der Bürokrat bei den Austrian Superheroes heißt, ist bei LDH der Jeck, Lorelei oder der Gamsbart. Viele deutsche Helden reden Dialekt wie im Volkstheater und beim Kölsch des Jecken sogar mit Untertiteln.

LDH: Liga Deutscher Superhelden

Allerdings ist durch den straighten Zeichenstil von Martin Frei (MAD, Sigurd) und Jan Dinters actionreiche vor realistisch wiedergegebenen Schauplätzen wie Frankfurt am Main und München angesiedelten Geschichte deutlich spürbar, dass hier wirklich versucht wird, ein deutsches Gegenstück zu den Superhelden-Comics aus dem Häusern Marvel und DC in die Welt zu setzen.

LDH: Liga Deutscher Superhelden

Fast noch gelungener und von der Grafik her interessanter ist die ebenfalls im ersten LDH-Heft enthaltene Zweitstory. Auf 8 Seiten erzählen hier Autor Oliver Naatz und Zeichner Gerhard Schlegel die vor dem Hintergrund des Dritten Reichs angesiedelte Entstehungsgeschichte des Captains, dem (noch) geheimnisvollen Anführer der LDH.

LDH: Liga Deutscher Superhelden

Zum ersten Comicheft der LDH gibt es sogar zwei auf 200 Exemplare limitierte Editionen mit Variantcovern von Mahmud Asrar (Supergirl, Wolverine and the X-Men) und Ralf König (Herbst in der Hose). Wenn es auf diesem Niveau weitergeht, kann es wirklich was werden mit dieser Liga Deutscher Superhelden.

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MADs Meisterwerke: Filme und TV-Serien

Nach den dicken Büchern über Superhelden-Parodien und Spion & Spion, versucht Panini einen weiteren optimalen Sammelband mit ausgewählten Beiträgen aus dem Satire-Magazin MAD zusammenzustellen. Diesmal geht es um die “besten MAD Movie- und TV-Parodien aller Zeiten!“

MADs Meisterwerke: Filme und TV-Serien

Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, kommt natürlich nicht am seit 1961 für MAD arbeitenden Mort Drucker vorbei, wobei sich dessen ebenso kunstvollen wie treffsicheren Karikaturen sehr viel besser gehalten haben, als die zugehörigen manchmal etwas albernen Texte von Autoren wie Larry Siegel, Dick DeBartolo, Stan Hart oder die verballhornten Songtexte von Frank Jacobs.

MADs Meisterwerke: Filme und TV-Serien

Zum 2012 in den USA erschienenen Sammelband Mort Drucker – Five Decades of his finest Works steuerten Hollywood-Größen wie Michael J. Fox, Steven Spielberg, J. J. Abrams, Michael J. Fox oder George Lucas Texte bei. Ihnen allen war es eine Ehre, wenn ihre Filme in MAD von Mort Drucker veralbert wurden. Der 1922 in New York geborene Mort Drucker arbeitete vor seiner Zeit bei MAD auch für die DC Comics. Parallel zu seiner Arbeit für MAD gestaltete er auch Filmplakate, am bekanntesten dürfte sein Poster zu American Graffiti von George Lucas sein.

MADs Meisterwerke: Filme und TV-Serien

Für MAD haben auch Zeichner wie Will Elder, Wally Wood, Jack Davis, Angelo Torres, Tom Bunk, Sam Viviano oder aktuell Tom Richmond, Hermann Mejia und der Australier Anton Emdin die Stars aus Hollywood treffsicher karikiert (einige Bespiele davon sind auch in diesem Buch zu finden). Die elegant zu Papier gebrachten Filmparodien von Mort Drucker sind jedoch eine Klasse für sich und für Hollywood-Produktion ähnlich wichtig wie ein Oscar. Nach seiner Parodie zum Film Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia ging Drucker 2008 in den lange verdienten Ruhestand. Mort Drucker starb am 9. April 2020.

Eine weitere Grundlage für dieses Buch des Panini Verlags ist der 1998 erschienene Sammelband MAD about the Movies, der ausschließlich Parodien auf Filme aus dem Hause Warner Brothers (zu diesem Konzern gehört auch MAD) enthält. Mort Druckers Cover zu diesem Buch wurde für die Panini-Ausgabe von Martin Frei neu interpretiert. Jetzt sind auch deutsche Promis wie Götz George als Schimanski oder Horst Tappert als Derrick mit ins Wimmelbild vertreten.

Dies hat seinen guten Grund, denn die deutsche Edition enthält auch Parodien von Frederic Dieter Stein. Nachdem dieser zunächst für Fix & Foxi zeichnete, reichte er seine Arbeiten beim deutschen MAD ein. Sofort erhielt er einen Anruf von Chefredakteur Herbert Feuerstein und arbeitete ab 1982 sechs Jahre für das Satiremagazin. Im Laufe der Jahre verarschte er Derrick, Lindenstraße, Eis am Stiel, Schimanski oder Die unendliche Geschichte. Doch auch zu Antonio Prohias‘ MAD-Klassiker Spion & Spion lieferte er Beiträge.

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Sigurd – Der Fluch von Rothenstein

Am 7.1.2016 verstarb in Freiburg im Alter von 87 Jahren Hansrudi Wäscher, der Pionier der deutschen Abenteuer-Comics, doch seine Helden sind unsterblich. Der ritterliche Sigurd lebt weiter und erlebt neue Abenteuer. Gerhard Förster veröffentlichte die von ihm getextete Geschichte Der Fluch von Rothenstein zunächst als Fortsetzungs-Serie in seiner Comic-Fachzeitschrift Die Sprechblase.

Sigurd - Der Fluch von Rothenstein

Das Skript entstand in direkter Absprache mit Hansrudi Wäscher, der leider die Fertigstellung der Geschichte nicht mehr erleben konnte. Gerhard Förster hat sich darum bemüht, einen Comic zu schaffen, mit dem auch Leser etwas anfangen können, die noch kein einziges Werk von Wäscher gelesen haben. Dies ist ihm gelungen, denn die Geschichte, die Sigurd zusammen mit seinen Gefährten Bodo und Cassim erlebt, ist ein gradlinig erzähltes Abenteuer mit schönen Frauen,  geflügelten Höllenhunden und einem Reiter mit Totenkopf.

Sigurd - Der Fluch von Rothenstein

In Szene gesetzt wurde Der Fluch von Rothenstein vom erfahrenen Zeichner Martin Frei, der regelmäßig im deutschen MAD vertreten ist. Mit Zweierlei Blut zeichnete er nach dem Drehbuch von Felix Huby und Fred Breinersdorfer einen Comic mit Tatort-Kommissar Schimanski. Auch durch sein bei Panini erschienenes Horror-Album Lanternjack qualifizierte sich Martin Frei . Sigurd – Der Fluch von Rothenstein überzeugt dank Freis sicherem Strich und seiner prächtigen Kolorierung , aber auch  durch die spannende Geschichte von Gerhard Förster.

Sigurd - Der Fluch von Rothenstein

Die Gesamtausgabe von Der Fluch von Rothenstein erschien in einer schönen 96-seitigen Hardcover-Ausgabe bei der neu gegründeten Edition Sprechblase. Die Geschichte wurde hierfür noch einmal etwas überarbeitet und durch einen zuvor noch nicht veröffentlichten vierseitigen Epilog ergänzt, sowie durch ein umfangreiches Making Of.

Sigurd - Der Fluch von Rothenstein

Sigurd – Der Fluch von Rothenstein liegt bereits in der zweiten Auflage vor, sowie in einer auf 111 Exemplare limitierten Sonderedition mit einem von Martin Frei signierten Druck und einem Variant-Cover, das sich an klassischen Filmplakaten orientiert.

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