Schlagwort-Archiv: Lois Maxwell

Operation „Kleiner Bruder“

Diese italienische Produktion von 1967 ist mehr als seltsam. In der Hauptrolle des Dr. Neil Connery ist Neil Connery zu sehen. Dieser arbeitete zuvor in Edinburgh als Stuckateur und wurde für den Film verpflichtet, weil er seinem acht Jahre älteren Bruder Sean Connery sehr ähnlich sah.

Er spielte den erfolgreicher plastischen Chirurgen Dr. Neil Connery, der auch hypnotisieren und von den Lippen ablesen kann. Da dessen Bruder James nicht zur Verfügung steht, wird Neil von der britischen Regierung beauftragt, die Verbrecherorganisation Thanatos zu bekämpfen, die mit einer elektromagnetischen Superwaffe die Weltherrschaft erlangen will.

Operation „Kleiner Bruder“ trägt im italienisches Original den Titel O.K. Connery und beschränkt sich nicht darauf eine ähnliche Geschichte wie ein James-Bond-Film zu erzählen. Mit Bernard Lee, Lois Maxwell, Adolfo Celi und Daniela Bianchi wurden zudem noch die Darsteller von M, Miss Moneypenny, dem Feuerball-Schurken Emilio Largo und dem Bond-Girl aus Liebesgrüße aus Moskau verpflichtet.

Hinzu kommt noch Anthony Dawson, der zuvor in bereits drei Bond-Filmen zwielichtige Charaktere gespielt hatte. Die immer wieder an die Soundtracks von John Barry erinnernde musikalische Begleitung stammt von Ennio Morricone und Bruno Nicolai, während sich Maria Cristina Brancucci bei der Interpretation des Titelsongs Man for Me sehr stark an Shirley Bassey orientiert.

Das Resultat sieht dank Musik, Besetzung und Drehorten wie Marokko und Monaco optisch tatsächlich wie eine weitere Bond-Produktion aus. Doch dank der sinnlosen Handlung kommt statt Hochspannung immer wieder Verwunderung auf. Das hat durchaus seinen Reiz, und es ist sehr schön „Miss Moneypenny“ Lois Maxwell endlich einmal im bewaffneten Außeneinsatz zu sehen.

Insgesamt macht Operation „Kleiner Bruder“ mehr Spaß als die im selben Jahr entstandene “offizielle“ Parodie Casino Royale. Sean Connery, der zeitgleich bei Man lebt nur zweimal vor der Kamera stand, war von der ganzen Sache nicht begeistert. Vielleicht auch deshalb machte er danach seine erste Bond-Pause und überließ 1969 George Lazenby die Hauptrolle in Im Geheimdienst Ihrer Majestät.        

Die Blu-ray von Explosive Media enthält neben dem 108-minütigen exzellent restaurierten Hauptfilm als Bonus den englischsprachigen Trailer in “Grindhouse-Version“, bzw. schlechter Bildqualität (2:03 min), sowie eine Galerie mit Werbematerialien (3:07 min).   

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Im Angesicht des Todes

Ein im Westen entwickelter Mikrochip ist in die Hände des KGB gefallen. James Bond wird auf den millionenschweren Großindustriellen Max Torin angesetzt. Er muss feststellen, dass dieser den Mikrochip bereits in Großserie fabriziert und mit der Zerstörung des US-Elektronikzentrums Silicon Valley die Kontrolle über die internationale Produktion erlangen will…

Im Angesicht des Todes
© United Artists / Twentieth Century Fox

In seinem letzten Auftritt als James Bond versuchte Roger Moore noch einmal voll auf der Höhe der Zeit zu sein. Doch das ging dann eher voll in die Hose, denn so richtig gespannt ist dann doch kein Mensch, ob es dem, 1985 für die Rolle noch ein wenig zu jungen, Christopher Walken tatsächlich gelingen würde, das Computer-Mekka Silicon Valley durch ein Erdbeben zu zerstören.

© United Artists / Twentieth Century Fox

Ihm zur Seite steht eine gewisse May Day, die von der exzentrischen Pop-Diva Grace Jones gespielt wird, deren auffälliger Look schon damals ein wenig abgenutzt war.

Im Angesicht des Todes
© United Artists / Twentieth Century Fox

Dass sich neben Lois Maxwell als Miss Moneypenny auch Roger Moore, der schon in Octopussy häufiger als sonst gedoubelt werden musste, gerade mit diesem nicht allzu gelungenen Beitrag aus der Bondserie verabschiedete, ist höchst bedauerlich.

Im Angesicht des Todes

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von Regisseur John Glen und diversen Darstellern (Roger Moore ist nicht dabei) und Mitarbeitern, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Roger Moore; „Inside A View to a Kill“, ein umfassender 37-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes der diesmal übrigens nicht von „John Steed“ Patrick MacNee moderiert wird, da dieser im Film mitspielte und im Bericht auch interviewt wird; „Der Bond-Sound“, eine 22-minütige Dokumentation über die Musik in den James Bond-Filmen, hier spricht wieder Patrick MacNee die Kommentare; Probeaufnahmen für die Schmetterlingsszene (1:31 min); BBC-Bericht (7:23 min); Bericht vom Dreh in San Fancisco mit Einleitung von John Glen (3:07 min); Sieben nicht verwendete oder verlängerte Szene mit Einleitungen von John Glen (insgesamt 13:40 min, 2,35 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); Musikvideo „A View to a Kill“ von Duran Duran (4:31 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Trailer zum Kinostart (2:47 min, 1,85 : 1, anamorph, Dolby 2.0); Kurztrailer für Großbritannien (1:24 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); Kurztrailer für USA (1:28 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); 4 englische TV-Trailer (je 0:30 min, Vollbild, Dolby 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet

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