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Die Klapperschlange – Die Entstehungsgeschichte

1981 vermuteten John Carpenter und Nick Castle, dass sechszehn Jahre später die ganze Insel Manhattan ein Hochsicherheitsgefängnis sein würde, in dem drei Millionen Häftlinge ohne Wärter eingesperrt sind. Aus dieser Ausgangsidee entstand der Film Die Klapperschlange, bei dem John Carpenter Regie führte und der bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.


Dies belegt aktuell ein großformatiger Bildband, der noch einmal die Entstehungsgeschichte des Kultfilms Revue passieren lässt. Dass die Hauptrolle des raubeinigen Augenklappenträgers an Kurt Russel ging, überrascht heute niemanden mehr. Seinerzeit war er jedoch hauptsächlich aus Disney-Produktionen wie Superhirn in Tennisschuhen oder der Fortsetzung Es kracht, es zischt, zu seh’n ist nischt bekannt.

Doch John Carpenter hat mit Russell bereits einen TV-Film über Elvis gedreht und wusste, dass er der richtige war, um in die Gefängnishölle von New York aufzubrechen. Dort soll er jene rote Rettungskapsel finden, mit der sich Donald Pleasence als US-Präsident in Sicherheit bringen wollte. Dank dieses Buchs wissen wir, dass jene Rettungskapsel kurz darauf Robin Williams als “Mork vom Ork“ in der gleichnamigen TV-Serie als Raumschiff diente.

Ein hübscher Funfact ist auch, dass James Cameron (Avatar) maßgeblich an Die Klapperschlange beteiligt war und zahlreiche Gemälde anfertigte, die dazu beitrugen, dass der Drehort St. Louis zu einen futuristisch abgerockten New York wurde. Der Bildband beschäftigt sich intensive mit den Spezialeffekten und dem Design des Films.

Porträtiert werden aber auch die großartigen Darsteller Ernest Borgnine, Isaac Hayes, Harry Dean Stanton, Adrienne Barbeau, sowie die Westernlegende Lee Van Cleef. Hinzu kommen wunderschöne Filmplakate aus aller Welt, eins davon stammt vom Comickünstler Paul Chadwick. Schöner kann ein Kultfilm nicht gefeiert werden.

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Der Mann, der Liberty Valance erschoss

In einem seiner letzten Western erzählte der große John Ford (Faustrecht der Prärie, Stagecoach Kavallerie-Trilogie ) 1962 davon, wie Zivilisation und Demokratie auch in den abgelegensten Gegenden der USA Einzug halten. Der seinerzeit bereits deutlich über 50 Jahre alte James Stewart spielte den frischgebackenen Juristen Ransom Stoddard, der als naiver Idealist in den noch ziemlich wilden Westen reist, um dort als Anwalt für Recht und Ordnung zu sorgen.

Stewart war bereits häufiger in ähnlichen Rollen zu sehen, etwa 1939 sowohl in Mr. Smith geht nach Washington als auch in Der große Bluff. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Steward auch in Der Mann, der Liberty Valance erschoss durch seine solide Leistung schnell vergessen lässt, dass er mittlerweile eigentlich viel zu alt für diese Rolle war.

Doch seinen besonderen Reiz bezieht Fords Film vor allem durch die Mitwirkung von John Wayne, der auch diesmal scheinbar dieselbe Rolle wie in allen seinen John-Wayne-Filmen spielt. Als Tom Doniphon ist er mit seinem Revolver genauso treffsicher, wie mit seinem Mundwerk. Tom ist von vornerein klar, dass “Mister Anwalt“ nicht mehr allzu lange leben wird, da er sich mit dem schillernden Banditen Liberty Valance (Lee Marvin) angelegt hat.

Eigentlich könnte es Tom Doniphon nur recht sein, wenn der Mann von der Ostküste von der Bildfläche verschwindet, denn die von ihm begehrte Hallie (Vera Miles) fühlt sich immer stärker zum unbeholfenen Anwalt hingezogen. Doch irgendwie hat dieser Zyniker Tom Doniphon das Zeug zur tragischen Figur. Widerwillig beeindruckt von Stoddards Idealen steht Tom dem guten Mann bei, auch wenn er daran zerbricht…

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Nicht unerwähnt bleiben soll noch die bis in die kleinsten Nebenrollen großartige Besetzung. So steht etwa Lee Van Cleef immer wieder gefährlich grinsend neben Lee Marvin. Am Rande der Albernheit, aber doch irgendwie rührend agiert Andy Devine als feiger Sheriff. Einzigartig ist Edmond O’Briens als dem Suff zugeneigter Journalisten, der entscheidet, ob er die Legende oder die Wahrheit drucken lässt…        

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Dollar-Western von Sergio Leone

Inspiriert von Akira Kurosawas Yojimbo – Der Leibwächter verlegte der italienische Regisseur Sergio Leone 1964 eine ähnliche Geschichte in einen mexikanisch-amerikanischen Grenzort und erzählt von einem Kopfgeldjäger, der die Rivalitäten zweier Clans zu seinen Gunsten ausnutzt.

Dollar-Western von Sergio Leone

Für die Hauptrolle in Für eine Handvoll Dollar verpflichtete Leone den damaligen TV-Darsteller Clint Eastwood, dem es vertraglicht untersagt war in US-Kinofilmen mitzuwirken. Eastwood  hatte nichts gegen einen Besuch in Italien und Spanien einzuwenden und brachte Teile seines Kostüms aus den USA mit. Zusätzlich bekam er noch einen groben Poncho verpasst und fertig war die wortkarge, aber schießgewaltige Kultfigur.

Dollar-Western von Sergio Leone

Obwohl Leone nicht englisch und Eastwood nicht italienisch sprachen, Funktionierte die Zusammenarbeit und der Film wurde zu einem großen Erfolg. In Italien entstanden danach jährlich mehr Western als in den USA. Für die US-TV-Ausstrahlung drehte Monte Hellman einen 4-minütigen Prolog mit Harry Dean Stanton und einem Eastwood-Double, der im Bonusmaterial der DVD-Veröffentlichung enthalten ist. Dadurch wurde versucht Eastwoods Figur noch einige moralische Motivationen mit auf den blutigen Weg zu geben.

Dollar-Western von Sergio Leone

Schon ein Jahr später folgte Für ein paar Dollar mehr und der Titel war Programm. Diesmal war alles eine Nummer größer, abgesehen von Ennio Morricones Musik, die schon im ersten Film großartig war. In Spanien konnte sogar eigens für den Film eine Westernstadt gebaut werden und es musste nicht auf bestehende Kulissen zurückgegriffen werden.

Dollar-Western von Sergio Leone

Neben Eastwood spielte diesmal Lee van Cleef eine gleichberechtigte Hauptrolle als erfahrener Kopfgeldjäger. Van Cleef hatte zuvor nur Nebenrollen gespielt. Es war in Western-Klassikern wie High Noon, Mein Freund Shane oder Der Mann, der Liberty Valance erschoss meistens der “dritte Schurke von links“. Daher verwundert es, wie souverän Van Cleef die auch tragische Figur des Colonel Mortimer spielte. Die sich langsam aufbauende Freundschaft zwischen den von Eastwood und van Cleef verkörperten Hauptfiguren ist eine der treibenden Kräfte des Films.

Dollar-Western von Sergio Leone

Für ein paar Dollar mehr war nicht nur aufwändiger produziert und hatte mehr Schauwerte, sondern Leone inszenierte die Szenen bedeutend langsamer und etablierte hier seinen Stil aus extremen Großaufnahmen von markanten Gesichtern und gemächlicher Spannungs-Steigerung, der typisch für den Italowestern werden sollte und den er schließlich ein Jahr später in Zwei glorreiche Halunken fast drei Stunden lang auf die Spitze treiben sollte.

Dollar-Western von Sergio Leone

DVD-Bonusmaterial bei “Für eine Handvoll Dollar“: Audiokommentar von Sir Christopher Frayling (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Dokumentation „A new Kind of Hero“ (21:18 min), Interview mit Clint Eastwood (7:55 min), 3 Freunde erinnern sich an Sergio Leone (10:28 Min.) Bericht über Restaurierung (5:24 min), „The Network Prologue“: Zusätzliche Szene mit Harry Dean Stanton (7:09 Minuten) mit Einführung (5:47 min), Locationvergleich (4:49 min), 10 US-Radiospots, US-Trailer (2:17 min), Double Bill US Trailer für beide Dollar Filme (1:53 min), 11 Texttafeln mit Infos über die Restaurierung, Trailer zu den Dollar-Filmen

Dollar-Western von Sergio Leone

DVD-Bonusmaterial bei “Für ein paar Dollar mehr“: Audiokommentar von Sir Christopher Frayling (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Dokumentatione „A new Standard“ (19:08 min), Interview mit Clint Eastwood (6:34 min), 3 Freunde erinnern sich an Sergio Leone (10:16 min) Bericht über Restaurierung (4:20 min), alternative Szenen/alternative Versionen (4:45 min), Locationvergleich (11:25 min), 12 US-Radiospots, US-Trailer (3:35 min), Double Bill US Trailer für beide Dollar Filme (1:53 min), 12 Texttafeln mit Infos über die Restaurierung, Trailer zu den Dollar-Filmen und zur Nobody-DVD-Edition

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