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Horrorschocker

Wer die guten alten Gespenster Geschichten (“Seltsam? Aber so steht es geschrieben…“) vermisst, dem sei hiermit gesagt, dass der deutsche Horror-Comic noch lange nicht tot ist. Seit 2004 veröffentlicht Levin Kurio in seinem Weissblech Verlag unermüdlich alle drei Monate die Heftserie Horrorschocker“ in der jeweils drei “hammerharte“ Comicgeschichten enthalten sind.

Levin Kurio

Mittlerweile liegen bereits knapp 80 Ausgaben der Reihe vor, einige davon bereits in zweiter Auflage. Abgesehen vom günstigen Preis von 4,90 Euro für ein 36-seitiges farbiges Heft ist auch der Inhalt bemerkenswert. Die meisten Geschichten finden nicht in irgendwelchen klischeehaften aus verstaubten Horror-Filmen oder -Comics bekannten Gruselwelten, sondern in unserer deutschen (oftmals ländlichen) Gegenwart statt.

Kolja

Dies ist auch in der 79. Ausgabe von Horrorschocker der Fall. Ausgangspunkt der ersten von Levin Kurio geschriebenen und von Michael Musal gezeichneten Geschichte Stille Wasser ist der in Bayern gelegene Gumpetal-Stausee. In dessen Tiefe befindet sich nicht nur die einstige Gemeinde Gnökingen, sondern auch ein Friedhof, dessen Gräber nicht, wie zugesagt, vor der Errichtung des Staudamms verlegt wurden. Wehe dem, der wie der Angler Aloisius Bolinger, die Ruhe der Toten stört…       

Levin Kurio

Die zweite Geschichte Schattenmenschen verfolgen mich! wurde von Levin Kurio im Alleingang realisiert. Der Titel ist Programm, die Schlußpointe ist jedoch nicht ohne. Tabletten können zwar tatsächlich dabei helfen mit Ängsten fertigzuwerden. Doch was passiert, wenn der Schwarze Mann Dich mitnimmt, aber nicht Deine Pillen?          

Kolja

Der Höhepunkt von Horrorschocker 79 ist zweifelsohne die dritte Story Der Weg nach Hause, die Kolja in großartigen plastisch kolorierten Bildern zu Papier gebracht hat. Einfühlsam erzählt er von einem Mädchen, das eine sorglose Jugend in Ostdeutschland erlebt und danach in einer freudlosen Ehe landet. Es ist fast schon schade, dass dieser interessant erzählte Comic bereits auf Seite 7 zwar gruselig aber auch etwas abrupt endet.

Freunde von EC-, Underground oder auch einfach nur spannend erzählten Comics sollten einmal einen Blick in diese Reihe werfen. Hammerharte Horrorschocker liegt auch in vielen gut sortierten Bahnhofs-Buchhandlungen aus. Wer nicht so auf Comichefte steht, dem sei die mittlerweile auf zehn Paperbacks angewachsene Reihe HORRORSCHOCKER Grusel Gigant empfohlen.

Chronologisch geordnet werden hier jeweils fünf Hefte in schön aufgemachten Sammelbänden veröffentlicht. Dadurch wird auch dokumentiert, wie sich die Hammerharten Horrorschocker in den letzten 22 Jahren inhaltlich und graphisch weiterentwickelt haben.     

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