Schlagwort-Archiv: John Malkovich

Shadow of the Vampire

Die Idee auf dieser Film basiert ist wirklich originell: Bei den Dreharbeiten zu seinem Stummfilmklassiker Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens im Jahre 1921 setzt der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau (John Malkovich) einen wirklichen Vampir (unglaublich gut: Willem Dafoe) ein, der so nach und nach die gesamte Crew anknabbert. Trotz dieser originellen Ausgangsidee ist der 200o entstandene Shadow of the Vampire bei uns in „Nosferatus Heimat“ erst ein Jahr später in den Kinos kam.

Doch schnell wird klar, warum der Verleih so lange gezögert hat, denn neben der Grundidee kann leider nur Willem Dafoes Makeup und Darstellungskunst (beides wurde völlig zu Recht für einen Oscar nominiert) überzeugen. Ansonsten schleppt sich der Film träge dahin. Das fängt schon beim unglaublich langen Vorspann an, dem dann auch noch etliche Schrifttafeln im Stummfilmstil folgen.

Recht schön ist alleerdings die gelungene Nachstellung der Szenen aus dem Originalfilm. Doch wenn klar wird, dass es sich beim Darsteller Max Schreck (der hieß damals wirklich so) um einen echten Vampir handelt, tritt der Film nur noch auf der Stelle. Unfreiwillig komisch wird es zum Schluss noch einmal kurz, wenn die Dreharbeiten auf der Insel „Heligoland“ fortgesetzt werden, auf der es anscheinend gewaltige Tannenwälder gibt.

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R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser

2003 erschien eine Comic-Miniserie von Warren Ellis und Cully Hamner namens Red, die nur aus drei Heften mit wenig mehr als 60 Seiten bestand und vom sich im Ruhestand befindenden CIA-Superkiller Paul Moses erzählte, der ein spektakuläres Comeback feiert. Einige wenige Elemente dieser Geschichte dienten 2010 dem Film R.E.D. – Älter. Härter. Besser als Vorlage in dem Bruce Willis die jetzt Francis „Frank“ Moses heißende Hauptfigur spielte. Der des weitere mit Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren Richard Dreyfuss, Brian Cox und Ernest Borgnine spektakulär gut besetzte Film spielte knapp 200 Millionen Dollar ein.

Da war es nicht weiter verwunderlich, dass drei Jahre später ein Sequel folgte, das ebenfalls von Geheimdienst-Rentner erzählt, die es noch einmal richtig krachen lassen. Dieses zeigt im Vorspann einige Bilder aus dem Comic, kostete fast doppelt so viel und spielte nur knapp halb so viel wie der erste Film ein. Die Besetzung wurde jetzt noch um Catherine Zeta-Jones und den 1970 in Süd-Korea geborenen Eastern-Star Byung-hun Lee ergänzt, die zwar für einige amüsante Action-Szenen sorgen, aber nicht wirklich ins “je oller desto doller“-Schema des Filmes passen.

Hauptproblem ist, dass die Action und die Auswahl der internationalen Schauplätze diesmal zwar dank des größeren Budgets spektakulärer ausgefallen ist, Dean Parisot (Galaxy Quest) jedoch sehr viel weniger stylisch und humorvoll inszeniert als sein Vorgänger, der Deutsche Robert Schwentke (Flightplan, Helgoland 513). Schmerzlich fehlt diesmal der im ersten Teil verstorbene Morgen Freeman, während Anthony Hopkins diesmal für ein paar lichte Momente sorgt, jedoch auf dem Gebiet “komische Momente“ locker von in den Schatten gestellt wird.

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R.E.D. – Älter. Härter. Besser

Frank Moses (Bruce Willis) war einmal einer der gefährlichsten Männer der Welt, ein skrupelloser Top-Agent der CIA, für den kein Job zu riskant und kein Geheimnis zu schmutzig war. Doch seit er sich im nicht ganz freiwilligen Vorruhestand befindet, sind die Telefonflirts mit Sarah (Mary-Louise Parker) von der Rentenkasse das Höchste an Aufregung in seinem Leben. Bis eines Abends ein schwer bewaffnetes Killer-Team vor der Tür steht, um ihn aus dem Weg zu räumen…

Basierend auf einer dreiteiligen knapp 70-seitigen Comicserie von Warren Ellis und Cully Hamner entstand eine 60 Millionen Dollar schwere Hollywood-Produktion, die der deutsche Regisseur Robert Schwentke (Flightplan, Helgoland 513) stilsicher (sehr originell sind die immer wieder eingeblendeten Postkarten der ständig wechselnden Locations) und actionreich in Szene setzte. Bruce Willis spielt mit sichtlichem Vergnügen einen Spionage-Pensionär, der gar nicht so ungern wieder damit beginnt Leute zu killen und zugleich seiner Herzensdame immer näherkommt.  

Eine weitere Attraktion sind die zumeist nicht mehr ganz jungen Hauptdarsteller, die es hier in teilweise ungewohnten Rollen richtig krachen lassen. Morgan Freeman ist ja bekanntlich in allen Genres zu Hause aber es verwundert mit wie viel Vergnügen die britische Oscar-Preisträgerin Queen Helen Mirren das Flintenweib gibt, während John Malkovich als nicht mehr völlig zurechnungsfähiger aber sehr wehrhafter CIA-Ruheständler eine Klasse für sich ist. Das Ende des Filmes schließt eine Fortsetzung nicht aus, die dann auch entstand, aber enttäuschte.

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Die Legende von Beowulf

Auf dem Comic Con 2007 in San Diego wurden erste Ausschnitte aus Die Legende von Beowulf gezeigt. Dies geschah im neuen 3D-Verfahren Real D, welches so überraschend gut funktionierte, dass die unglaubliche Plastizität der Bilder zunächst davon ablenkte, dass auf der Leinwand gar keine Stars wie Anthony Hopkins und Angelina Jolie agierten.

Zu sehen waren ihre im Computer erzeugten Ebenbilder, wobei allenfalls die Augen noch etwas seltsam aussahen. Tatsächlich ist es erstaunlich wie weit die Technologie mittlerweile gediehen war. Vor allem bei den zahlreichen Szenen, die an düsteren Orten spielen, fällt oft gar nicht mehr auf, dass die Akteure aus Pixel statt aus Fleisch und Blut bestanden.

Doch bessere Filme entstehen so nicht zwangsläufig. Roger Avary (Pulp Fiction) und Neil Gaiman (Sandman) nahmen sich das im Jahre 1000 niedergeschriebene epische Heldengedicht Beowulf vor und versuchte die etwas wirre Heldenmär in eine verfilmbare Form zu bringen. Herausgekommen ist eine reichlich düstere Geschichte mit Anleihen bei Shakespeares Königsdramen und allerlei Fantasy-Klischees.

Der Film garniert dies noch mit unglaubwürdigen Action-Sequenzen, überflüssigen Protz-Kamerafahrten und Angelina Jolie als Wassermonster mit angewachsenen High Heels. Wenn es gegen Ende endlich zu einer Begegnung zwischen dem heldenhaften Hünen Beowulf und einem riesigen Drachen kommt, wurde schon so viel düsteren Frust verbreitet, dass dieser wahrhaft spektakuläre Kampf den Film auch nicht mehr viel rausreißt.

Deutlich interessanter und spannender sind da einige Details der Entstehungsgeschichte, die andeuten was noch alles in Zukunft auf uns zukomme dürfte. Während die computeranimierten Ebenbilder von Anthony Hopkins, Robin Wright Penn und Angelina Jolie bestens zu erkennen sind, ist nicht völlig klar wer eigentlich dem hünenhaften Helden Beowulf Modell stand. Dies besorgte Ray Winstone (Sexy Beast), der zuvor in Marty Scorseses Departed – Unter Feinden als eher mopsiger Mobster Jack Nicholson assistierte.

Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft), der bereits für Der Polarexpress zu ähnlicher Technik griff (und Forrest Gump eher deshalb drehte, weil dies technisch möglich und nicht weil es wirklich nötig war), ließ den pummeligen Winstone zum Fantasyhelden hochrechnen und aufblasen. Somit ist Die Legende von Beowulf eher Science-Fiction als Fantasy. 

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Jonah Hex

Jonah Hex ist eine ungewöhnliche Comicfigur aus dem Stall der Superhelden-Company DC. Der Cowboy mit der ungewöhnlichen Kauleiste und tragischer Vorgeschichte debütierte 1972 innerhalb der Comicreihe All-Star Western. Die Figur erfreute sich großer Popularität und erlebte auch Abenteuer außerhalb des Western-Genres, etwa im Bereich Science-Fiction oder bei der sich an ein erwachsenes Publikum richtenden DC-Tochter Vertigo.

Jonah Hex

Für die Hauptrolle eines Jonah-Hex-Films war auch Thomas Jane (The Punisher) im Gespräch, der den Charakter in einem im selben Jahr entstandenen animierten Kurzfilm aus der Reihe DC Showcase seine Stimme lieh. Doch für den Kinofilm erhielt Josh Brolin den Zuschlag und macht als hartgesottener Ex-Soldat der Konföderierten eine gute Figur. Die Schurkenrolle ist bei John Malkovich ebenfalls in guten Händen und für das nötige Sex-Appeal sollte Megan Fox (Transformers) sorgen. Auch die Geschichte um einen fanatischen Südstaatler, der am 4. Juli 1876 zur 100-Jahres-Feier der USA in Washington einen terroristischen Anschlag mit einer Superwaffe verüben will, hat Potential.

Jonah Hex

Doch der Film spielte bei Herstellungskosten von knapp 50 Millionen Dollar in den USA nur ein Fünftel davon wieder ein, was dazu führte, dass Jonah Hex seine Premiere bei uns auf DVD und Blu-ray erlebt. Es verwundet, dass der Film (abzüglich des Nachspanns) nur eine Länge von circa 70 Minuten hat, obwohl unter den auf DVD und Blu-ray enthaltenden nicht verwendeten Szenen einige interessante Momente zu finden sind.

Jonah Hex

Bonusmaterial der Blu-ray: Sehr interessanter Bericht über die Comicfigur Jonah Hex (10:53 min); Während des Filmes ist es möglich Making-Of-Berichte einblenden zu lassen; Nicht verwendete Szenen (5:11 min)

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