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Die 7 goldenen Vampire

Anfang der Siebziger liefen die Horrorfilme der Hammer-Studios nicht mehr besonders gut, selbst wenn sie etwas freizügiger daherkamen. Daher wurde versucht vom Erfolg der Martial-Arts-Filme aus Fernost zu profitieren und das britische Studio verbündete sich mit den umtriebigen Shaw Brothers, um in Hongkong einen Kung-Fu-Film mit Dracula zu drehen.

Nach sieben seiner Meinung nach immer schlechter werdenden Dracula-Filmen für Hammer stand Christopher Lee nicht mehr als Vampir zur Verfügung (er drehte jedoch 1976 die französischen Komödie Die Herren Dracula).  Daher versuchte sich John Forbes-Robertson als Dracula, musste jedoch hochhackige Schuhe tragen, weil Christopher Lees Umhang viel zu lang für ihn war.

Immerhin konnte Peter Cushing dazu überredet werden, ein letztes Mal den Vampirjäger Van Helsing zu spielen. Der um seine kürzlich verstorbene Ehefrau Helen trauernde Ausnahmedarsteller hoffte während der Dreharbeiten in Hongkong auf andere Gedanken zu kommen.       

Forbes-Robertson war zum Glück im Film nicht allzu lange als Dracula zu sehen, denn der Vampir schlüpfte in den Körper eines chinesischen Priesters. Zusammen mit sieben goldenen Vampirenund terrorisierte er Fernost. Da Professor Van Helsing in China Vorlesungen hielt, brach er mit einer kunterbunten Truppe auf, um seinem Erzfeind endgültig das Handwerk zu legen.      

Dank spektakulärer Kampfszenen, einem wie immer souverän agierenden Cushing und dem fast schon ikonischen Soundtrack von James Bernard fand der vom Roy Ward Baker und Chang Cheh turbulent und fantasievoll in Szene gesetzte Film in Europa ein aufgeschlossenes Publikum. In den USA wurde der The Legend of the 7 Golden Vampires jedoch gnadenlos zusammengekürzt. Der Film bestand fast nur noch aus Actionszenen und floppte an den Kinokassen. Daher kam ein von Hammer geplanter Film, in dem Dracula Indien unsicher machen sollte, leider nicht zustande.                  

Anolis veröffentlicht „Die 7 goldenen Vampire“ erstmals in Deutschland auf Blu-ray, wahlweise auch als Mediabook mit vier verschiedenen Covern. Dazu gibt es sehr gut zusammengestelltes Bonusmaterial. Gleich drei Audiokommentare sind enthalten, einmal mit Dr. Rolf Giesen, einmal mit Rainer Czech, Lars Dreyer Winkelmann + Alexander Iffländer und einmal englischsprachig mit Rey Logan. Sehr unterhaltsam ist wieder Savid Huckvale, der am Klavier sitzt und den Soundtrack von James Bernard analysiert (31:26 min).

Eine echte Rarität ist die Audiodatei einer LP, auf der Peter Cushing zur Musik von James Bernard die Filmgeschichte erzählt (44:28 min). Hinzu kommen der deutsche Kinotrailer (2:53 min), der US-Trailer (2:33 min), ein Comic zum Film (4:03 min), deutsche Werberatschläge (2 :21 min), das US-Presseheft 0:59 min), deutsche Filmprogramme (1:13 min), Werbematerialien (10:52 min), Standbilder (12:00 min) und Fotos von den Dreharbeiten (11:00 min).          

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