Regina „Reggie“ Lambert (Audrey Hepburn) will sich gerade von ihrem Mann scheiden lassen, da erfährt sie nicht nur, dass dieser gestorben, sondern auch noch ein kriminelles Doppelleben führte. Gleichzeitig lernt die junge in Paris lebende Witwe auch noch den charmanten Peter Joshua kennen und beginnt sich in ihn zu verlieben. Doch auch dieser hat einige Überraschung parat.
Auf den Spuren von Alfred Hitchcock drehte der Musical-Spezialist Stanley Donen 1963 einen Thriller, der eher an der Romanze zwischen den Hauptfiguren als an Krimispannung interessiert ist. Doch Charade unterhält bestens, dank der eleganten Musik von Henri Mancini und natürlich vor allen durch die vorzügliche Besetzung.
Trotz des Altersunterschiedes von 25 Jahren gaben Cary Grant und Audrey Hepburn ein glaubhaftes Liebespaar ab. Dennoch spielte Grant in diesem Film zum allerletzten Mal den charmanten Verführer. 1966 drehte Stanley Donen den ähnlich gelagerten Film Arabeske, diesmal mit Gregory Peck und Sophie Loren.
Basierend auf Akira Kurosawas Die sieben Samurai drehte John Sturges 1960 den Westernklassiker Die glorreichen Sieben. Das Septett war mit Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Horst Buchholz, James Coburn, Robert Vaugn und Brad Dexter mehr oder weniger glorreich besetzt.
1966, 1969 und 1972 entstanden drei Fortsetzungen, die erstmals im deutschsprachigen Raum bei Capelight auf Blu-ray in einer limitierten Sammlerbox vorliegen. Beim ersten Sequel Die Rückkehr der glorreichen Sieben wurde völlig zurecht das „Magnificent“ aus dem Titel gestrichen, denn lediglich Yul Brynner kehrte in der Rolle des Chris Adams zurück. Die von Steve McQueen und Horst Buchholz verkörperten Charaktere Vin und Chico traten zwar ebenfalls auf, wurden jedoch vom TV-Darsteller Robert Fuller (Am Fuß der blauen Berge) und vom Spanier Julián Mateos verkörpert.
Wie es heißt, hatte Brynner kein Interesse daran, erneut an der Seite vom sehr populären Steve McQueen zu agieren. Er wollte wohl der alleinige Hauptdarsteller sein und entsprechend führte er sich bei den Dreharbeiten in Spanien auch auf. Nur Claude Akins als schweigsamer Witwer auf dem Rachetrip und Warren Oates als alles andere als schweigsamer, selbsternannter Frauenheld Colbee konnten dem nicht sonderlich originellen Drehbuch ein paar erinnerungswürdige Momente abtrotzen.
Da die Fortsetzung vor allen außerhalb der USA zu einem großen Erfolg wurde, entstand 1969 eine weiteres Sequel, in dem die Hauptfigur Chris Adams nicht von Yul Brynner gespielt wurde. Diesen Part übernahm in Die Rache der glorreichen Sieben George Kennedy. Dessen bekannteste Rolle war wohl der in allen vierAirport-Filmen auftretende Troubleshooter Joe Patroni. Kennedy spielte einen ganz anderen Chris Adams als Brynner. Er war locker, hemdsärmlich und kein bißchen. In einer beeindruckenden Szene brachte er aber auch sehr glaubhaft seine Abscheu zum Ausdruck, nachhdem er Zeuge von den brutalen Untaten eines mexikanischen Gefängnisdirektors wurde.
Im Einsatz gegen brutale Militärs standen Kennedy, neben dem noch sehr jungen Emiliano Zapata (Tony Davis), ein Sextett guter Charakterdarsteller zur Seite. Diese gestalteten ihre Rollen als einarmiger Südstaaten-Meisterschütze (Joe Don Baker), schwarzer Sprengmeister (Bernie Casey) oder zum Familienvater gewordener Messerwerfer (James Whitmore) so eindringlich, dass sie das Publikum hoffen ließen, ihre Charaktere würden das spektakuläre Finale des Films überleben.
Da das Einspielergebnis besser als die Kritiken ausfiel, entstand eine weitere Fortsetzung, wieder ohne Yul Brynner. Die Hauptrolle in Der Todesritt der glorreichen Sieben übernahm stattdessen Lee Van Cleef. Der durch seine markanten Auftritte in Italo-Western zu Weltruhm gekommene Darsteller erwies sich als sehr gute Wahl und überzeugte durch seine Wandlungsfähigkeit. Am Anfang des Films trat er im eleganten Zwirn als bürgerlich gewordener US-Marshal Chris Adams auf. Doch nachdem seine Ehefrau ermordet wurde, übernahm er in Cowboy-Kluft wieder seine Tätigkeit als “Reisender in Sachen Blei“ und stand einem nur von Frauen bewohnten mexikanischen Dorf gegen eine Horde von Banditen bei.
Das von Adams zusammengestellte Sextett ist – auch wenn es der Originaltitel The Magnificent Seven Ride! verheißt – alles andere als glorreich. Neben dem Reporter Noah Forbes (Michael Callan), der eine Story über Adams schreiben will, rekrutierte Adams fünf Häftlinge, die er kurz zuvor festgenommen hatte. In seinem Western-Lexikon schrieb Joe Hembus völlig zurecht, dass der Film amüsanter als die erste Fortsetzung und spannender als der dritte Teil sei. Außerdem gefiel Hembus, dass Lee Van Cleef “Yul Brynners spezielle Form von Erhabenheit“ völlig abgeht. Es sei noch angemerkt, dass Van Cleef auch Romanze kann, was sein amüsantes Zusammenspiel mit Stefanie Powers (Hart aber herzlich) sehr eindrucksvoll bewies.
Capelight hat eine auf 2000 Stück limitierte und nummerierte Collection in einer Sammlerbox mit 6 Discs veröffentlicht. Neben dem Klassiker Die glorreichen Sieben sind auch die drei Fortsetzungen enthalten.
Extras: Zwei nicht deutsch untertitelte Audiokommentare zu „Die glorreichen Sieben“, einmal vom Westernexperten Sir Christopher Frayling und einmal mit James Coburn, Eli Wallach, Walter Mirisch und Co-Regisseur Robert Relyen, ein sehr ausführliches Making of (45 min), zwei US-Trailer und der deutsche Trailer. GUNS FOR HIRE – Making of (4:57 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), eine sehr interessante Analyse von Elmer Bernsteins Filmmusik (14:10 min), Bericht über ein lange verschollenes Fotoalbum zum Film (14:47 min), eine Filmanalyse von Sir Christopher Frayling (20:22 min) und ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Wolfgang Frömberg.
Neben dem Material des Mediabooks liegen zusätzlich in drei Digipaks die Fortsetzungen „erstmals im deutschsprachigen Raum in Full HD auf Blu-ray“ bei. Hinzu kommen vier Poster und neun Aushangfotos zu „Die glorreichen Sieben“, sowie die US-Trailer. Zu „Der Todesritt der glorreichen Sieben“ liegt zusätzlich noch der deutsche Trailer bei.
Ein mexikanisches Dorf wird regelmäßig von einer Banditen-Horde heimgesucht und ausgeraubt. Die verzweifelten Bewohner wollen Waffen kaufen, entschließen sich dann jedoch dazu sieben höchst unterschiedlich motivierte Söldner zu verpflichten, die zugleich auch Hilfe zur Selbsthilfe leisten…
Basierend auf Die sieben Samurai von Akira Kurosawa wies dieser US-Westernklassiker bereits 1960 in Richtung Italowestern. John Sturges mit Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Horst Buchholz, James Coburn, Robert Vaugn und Brad Dexter mehr oder weniger glorreich besetzte Revolvermänner sind jedoch noch eine Handvoll Dollars von der Skrupellosigkeit, die Sergio Leones Antihelden in den Filmen von Sergio Leone an den Tag legten.
Daher verwundert es nicht, dass es Eli Wallach, der den Ober-Banditen Calvera spielte, 1966 bei bei Leone in The Good, the Bad and the Ugly als letzterer zum Einsatz. Doch die ganz große Lebensperspektive hatte das Septett auch nicht. auch die Aussage, dass letztendlich nur die Dorfbewohner im Kampf gegen die Banditen gewinnen können, ist nicht von schlechten Eltern.
Die neuen Heimkinoveröffentlichungen von Die glorreichen Sieben sind nicht nur wegen der deutlich verbesserten Bild- und Tonqualität bemerkenswert. Auch das umfangreiche Bonusmaterial überzeugt. So informiert ein Making Of darüber, dass die Dreharbeiten in Mexiko mit einigen Auflagen verbunden waren und daher die Dorfbewohner deutlich sauberer bekleidet sind als die Gringo-Revolvermänner.
Extras des limitierten Mediabooks von Capelight Pictures: 127-minütiger Hauptfilm auf Blu-ray und erstmals europaweit in 4K auf UHD-Blu-ray, Zwei nicht deutsch untertitelte Audiokommentare: Einmal vom Westernexperten Sir Christopher Frayling und einmal mit James Coburn, Eli Wallach, Walter Mirisch und Co-Regisseur Robert Relyen, ein sehr ausführliches Making of (45 min), zwei US-Trailer und der deutsche Trailer. Eine zweite Blu-ray enthält dieses Bonusmaterial: GUNS FOR HIRE – Making of (4:57 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), eine sehr interessante Analyse von Elmer Bernsteins Filmmusik (14:10 min), Bericht über ein lange verschollenes Fotoalbum zum Film (14:47 min), eine Filmanalyse von Sir Christopher Frayling (20:22 min) und ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Wolfgang Frömberg.
Außerdem hat Capelight noch eine auf 2000 Stück limitierte und nummerierte Collection in einer Sammlerbox mit 6 Discs veröffentlicht.
Neben dem Material des Mediabooks liegen zusätzlich in drei Digipaks die Fortsetzungen „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“ (1966, wieder mit Yul Brynner in der Hauptrolle, ungekürzte Fassung); „Die Rache der glorreichen Sieben“ (1969, mit George Kennedy als Chris Adams) und „Der Todesritt der glorreichen Sieben“ (1972, mit Lee Van Cleef als Chris Adams) „erstmals im deutschsprachigen Raum in Full HD auf Blu-ray“ bei. Hinzu kommen vier Poster und neun Aushangfotos zu „Die glorreichen Sieben“, sowie die US-Trailer. Zu „Der Todesritt der glorreichen Sieben“ liegt zusätzlich noch der deutsche Trailer bei.
Roland Emmerich (Independent Day, White House Down) plante bereits seit über 20 Jahren einen Film über die Schlacht um Midway, die für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs entscheidend war . Im Gegensatz zu Michael Bay, der 2001 mit Pearl Harbor vor dem Hintergrund des ersten japanischen Angriffs auf die USA ein Melodram inszenierte, wollte Emmerich sich an den tatsächlichen Ereignissen orientieren.
Doch bereits 1976 entstand mit Schlacht um Midway ein beeindruckender Film über die Kämpfe im Pazifik, der sogar in Japan zum Hit wurde. Beeindruckend war die Star-Besetzung mit Henry Fonda, Charlton Heston, James Coburn, Robert Mitchum, Robert Wagner und Glenn Ford, die teilweise noch selbst an den Fronten des Zweiten Weltkriegs gedient hatten. Mit der Zwangsinternierung von aus Japan stammenden US-Bürgern wurde zudem auch noch ein düsteres Kapitel des Krieges angesprochen und anstelle von Trickeffekten kamen meist echte Aufnahmen aus dem Krieg zum Einsatz, was erstaunlich gut funktionierte.
Auch Emmerichs Film ist mit Dennis Quaid, Aaron Eckhart und Woody Harrelson auf der Kommando-Ebene recht prominent besetzt. Doch die Darsteller der Frontkämpfer verblassen dagegen und schaffen es kaum Interesse am Schicksal ihrer Charaktere zu erwecken. Hinzu kommen noch Spezialeffekte, die allzu künstlich wirken und nicht wirklich vermitteln, was es bedeutet im Kampfeinsatz zu sein.
Doch genau wie der Midway-Film von 1976 geht auch Emmerich respektvoll mit den japanischen Militärs um. Außerdem bemüht er sich – vor allem am Ende des Films – über die Handlung hinaus Fakten und Zusammenhänge zu vermitteln. Das Resultat ist kein weiterer dummer Kriegsfilm, doch anders als bei seinen eskapistischen Katastrophen-Spektakeln gelingt es Emmerich diesmal leider kaum, den Zuschauer mitten hinein ins Geschehen zu versetzen.
Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 139-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiokommentar von Roland Emmerich (wie alle Extras ohne deutsche Untertitel) noch diese Extras: Getting it Right: The Making of MIDWAY (14:15), The Men of MIDWAY (12:23 min), Roland Emmerich: Man on a Mission (4:56 min), Turning Point: The Legacy of Midway (14:59 min), Joe Rochefort: Breaking the Japanese Code (6:13 min), We Met at Midway: Two Survivors Remember (9:28 min) und zwei deutsche Trailer
1913 in den blutigen Wirren der mexikanischen Revolution trifft der Bauer Juan Miranda (Rod Steiger) auf den frustrierten irischen Terroristen John Mallory (James Coburn). Beide planen den Tresor einer Bank zu sprengen. Doch statt auf Gold stoßen sie hinter den Panzertüren auf politische Gefangene. Dadurch wird Miranda zum Helden der Revolution und zur Zielscheibe brutaler Militärs. Immer tiefer gerät er in eine tödliche Spirale der Gewalt…
Todesmelodie, der zu allem Überfluss in den USA auch noch den saudummen Titel Duck you Sucker erhielt, ist der Mittelteil von Leones zweiter Trilogie uns sein unbeliebtester Film (sogar der kleine Sohn des Regisseurs zog ihn damit auf, dass der Film “Scheiße sei“). Nach den drei Dollar-Western, drehte Leone mit Spiel mir das Lied vom Tod sein wohl bestes Werk. In der italienischen Originalfassung lautete der Titel C´era una Volta il West also sinngemäß Es war einmal im Wilden Westen. Leones letzter Film hieß auch bei uns Es war einmal in Amerika und der dazwischen entstandene Film Todesmelodie trug nur in Frankreich den passenden Titel C’era una volta la rivoluzione also Es war einmal die Revolution.
Der Film wurde überall (nur nicht in Frankreich!) zu einem großen Reinfall, was teilweise auch an den drastischen Kürzungen lag, die vor allem in den USA vorgenommen wurden. Auf DVD ist Todesmelodie endlich in voller Länge zu genießen, inklusive vorangestelltem Mao-Zitat (“Die Revolution ist kein Galadiner“) und allen in Irland spielenden Rückblenden. Dadurch wird Todesmelodie ganz gewiss kein Meisterwerk, doch Leones gelangen etliche unvergessliche Szenen.
Die DVD enthält dieses Bonusmaterial: Audiokommentar von Sir Christopher Frayling (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Dokumentation „Der Mythos der Revolution“ von Sir Christopher Frayling (21:14 min), ein sehr interessante Making Of; Sergio Donati erinnert sich (7:00 min); Es war einmal in Italien – Bericht über eine Leone-Ausstellung (5:45 min); Restauration im italienischen Stil (5:50 min); Drehort-Vergleich (9:01 min); US-Radiospots (3:54 min); Galerie mit 30 Fotos; US-Trailer (3:27 min)
Die Popularität des Duos Bud Spencer & Terence Hill ist ungebrochen, obwohl ihre großen Kinoerfolge schon einige Jahrzehnte zurückliegen. 3L Film präsentiert eine Neuauflage seiner Monster Box mit diesmal 22 statt 20 DVDs. Doch insgesamt sind nur 19 verschiedene Filme enthalten, da drei der Filme in jeweils zwei verschiedenen Versionen vorliegen.
Im Falle von Vier Fäuste für ein Halleluja ist einmal die “Deutsche Original Kino-Fassung“ und einmal die “Alternative Comedy-Fassung“. Vom Terence Hill Solofilm Preparati La Baba von 1967 gibt es einmal unter dem Titel Django und die Bande der Gehenkten eine ab 12 Jahren freigegebene 82.minütige Version und zum anderen noch als Joe, der Galgenvogel eine 89-minütige Fassung mit FSK-16-Freigabe und breiterem Bildformat.
Ein interessanter Neuzugang im Rahmen der Monster-Box ist Una ragione per vivere e una per morire von 1972. In diesem Italo-Western agiert Bud Spencer an der Seite der US-Stars James Coburn und Telly Savalas. Die Box enthält eine DVD mit der originalgetreuen deutschen Fassung, die als Sie verkaufen den Tod (113 Minuten) in die Kinos kam. Zusätzlich ist noch in sehr viel besserer Bildqualität die klamaukig synchronisierte Kurzfassung Der Dicke und das Warzenschwein (80 Minuten) enthalten. Eine sehr schöne Ergänzung hierzu ist ein 30-minütiges Interview mit Wolfgang Hess, dem besten Synchronsprecher von Bud Spencer.
Als weiterer Solofilm von Terence Hill ist außerdem noch Der Supercop in der Monster-Box enthalten. Deutlich zahlreicher vertreten sind Werke, die Bud Spencer ohne Hill drehte: Banana Joe, Bud, der Ganovenschreck, Der Bomber, Auch die Engel essen Bohnen, Der Dicke ist nicht zu bremsen, Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen. Leider fehlt mit Buddy haut den Lucas die Fortsetzung des letztgenannten Films.
Die Filme stecken willkürlich durchnummeriert in einer Box, enthalten ist jeweils nur die deutsche Fassung vor. Die Bildqualität schwankt von Film zu Film zwischen gut und mäßig. Dank des günstigen Preises von nur wenigen Euro pro Film lohnt sich für Spencer&Hill-Neueinsteiger ein Kauf der neuen Monster-Box .