1992 erschien der 32. Comic aus der von Franz Gerg meisterlich gezeichneten Reihe Max & Luzie. Im Zentrum dieses optisch und inhaltlich voll überzeugenden Comics steht Henry Livingston, der im vorletzten Jahrhundert in Afrika forschte und missionierte.
Neben seinem Kampf gegen die Sklaverei, steht die Entdeckung der Viktoriafälle ebenfalls im Zentrum der von Doris Ertel-Zellner und Reinhold Zellner sehr spannend erzählten Geschichte.
Diese macht neugierig auf den Menschen Henry Livingston, wobei die beiden letzten redaktionellen Seiten des Hefts einen guten Überblick über dessen Leben bieten. Thematisch passend informiert das Poster in der Heftmitte in Form einer Landkarte voller Tiere über die afrikanische Fauna, wobei Franz Gerg als “lebenslanger Nerd von wilden Tieren“ viel Spaß beim Zeichnen hatte.
Nicht weniger Freude dürften ihm die Comicsequenzen mit dem angreifenden Nashorn gemacht haben, denn hier zitierte er mit Tintin und Spirou gleich zwei belgische Comicklassiker. Doch Franz Gerg ging als Tierfreund sehr viel respektvoller mit seinem Rhinozeros um und lässt es “tief und fest“ einschlafen, nachdem es gegen einen Baum gerannt ist.
Bei André Franquin hingegen beschmiertem Spirou und Fantasio 1955 in Aktion Nashorn ganz ungeniert einige Unpaarhufer mit gelber Farbe. Hergé trieb es noch doller, denn 1930 in der Urversion seines mittlerweile ohnehin sehr umstrittenen Klassikers Tim im Kongo zeigte er, wie der Titelheld ein Nashorn mit Dynamit in die Luft jagte.
Mittlerweile liegt bei Kult Comics bereits der zweite Band einer Integral-Ausgabe von Max & Luzie vor. Dieser enthält neben Bei Livingston in Afrika die Comics Bei Robin Hood, In der Steinzeit, Bei Wolfgang Amadeus Mozart, Bei Kleopatra, Beim Großmogul in Indien, Bei den Musketieren und Bei den Alchimisten.
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