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Mädchen Mädchen! Hot Girl Summer

2001 drehte Dennis Gansel (Die Welle, Jim Knopf) mit Mädchen Mädchen eine Teenie-Komödie, die zweifelsohne in der Tradition des zwei Jahre zuvor entstandenen US-Hits American Pie stand, sich aber auf drei von Diana Amft, Karoline Herfurth und Felicitas Woll gespielte weibliche Charaktere konzentrierte.

Da der Film knapp zwei Millionen Kinobesucher erreichte, entstand drei Jahre später mit Mädchen Mädchen 2 – Loft oder Liebe eine Fortsetzung. Knapp ein Vierteljahrhundert später folgt eine Neuverfilmung, die von Martina Plura (Mein Lotta-Leben: Alles Tschaka mit Alpaka!) inszeniert wurde.

In der Hauptrolle ist Kya-Celina Barucki zu sehen, die Diana Amft erstaunlich ähnlich sieht und ein großer Fan des Originalfilms ist. Mit Unterstützung einer Intimacy-Koordinatorin absolvierte sie auch die Schlüsselszene des Originals und bekam als 17-jährige Inken ihren ersten Orgasmus auf ihrem Fahrradsattel. Genau wie die 18-jährige Inken von 2001 hat sie immer wieder Pech mit den Jungs und übersieht dabei ihren netten Sandkisten-Freund Flin (Yoran Leicher).

Doch ansonsten beschreitet der Film eigene Wege. Während das Original München als Schauplatz hatte, erleben Inken, Vicky und Lena diesmal ihre amourösen Abenteuer in einer Kleinstadt mit einem großen Freibad. Die ach so perfekte, schnöselige Cheyenne (Zoë Pastelle Holthuizen) ist im Update gar nicht so übel, und zu ihrer eigenen Überraschung fühlt sich Vicky (Julia Novohradsky) zu ihr hingezogen.

Die schüchterne, sexuell unerfahrene Lena (Nhung Hong) hingegen betätigt sich online als Autorin von heißen Sexgeschichten. Wieder dabei ist der 2001 als Volleyball-Trainer gecastete Henning Baum (Der letzte Bulle), der jetzt den verwitweten Vater von Inken spielt und seine Tochter durch eine neue Beziehung verwirrt. Die Neuverfilmung atmet den Geist des Originals, ist aber noch lustiger, rasanter und menschlicher.

Die Blu-ray von LEONINE enthält neben den Hauptfilm interessante Interviews mit Kya-Celina Barucki (6:55 min), Nhung Hong (5:30 min), Julia Novohradsky (5:31 min) und Regisseurin Martina Plura (5:50 min), sowie eine B-Roll (7:37 min) und den deutschen Trailer (1:53 min)  

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Mädchen Mädchen!

2001 – zwei Jahre nachdem der US-Film American Pie zu einem Welterfolg wurde – entstand auch in Deutschland eine gelegentlich derbe Komödie über Teenies und ihr “erstes Mal“. Diesmal standen jedoch – wie der Titel bereits ankündigt – junge Frauen im Mittelpunkt, allerdings nicht nur zwei, sondern ein Trio, also Mädchen, Mädchen, Mädchen!

Zwar gibt es auch hier allerlei eher schlüpfrige Szene (Stichwort: Fahrradsattel), doch genau wie in American Pie werden die Probleme der drei Hauptfiguren dabei durchaus ernst genommen. Meist haben die Mädchen letztendlich die Lacher auf ihrer Seite und die vermeintlich coolen Macker entpuppen sich als reichlich peinlich.

Aus heutiger Sicht wirken manche Sequenzen dennoch etwas befremdlich. Unter anderen verwundert es etwas, dass die Hauptfiguren Mitglieder einer Volleyball-Mannschaft sind, deren Sponsor anscheinend ein Bettenhaus ist, das erwartet, dass die Spielerinnen den Slogan “Wohlfühl Matratze“ vorne auf den Trikot tragen.

Booklet zur Blu-ray

Einer Edition von Turbine, die Mädchen Mädchen! erstmals auf Blu-ray präsentiert, liegt ein wie ein Teeniemagazin aufgemachtes Booklet bei. Dies enthält ein sehr interessantes, aktuelles Interview mit Dennis Gansel (Die Welle, Jim Knopf), der gefragt wird, warum seinerzeit “ausgerechnet ein junger Mann einen Film über drei Schülerinnen auf der Jagd nach dem ersten Orgasmus und der großen Liebe drehen durfte.“

Da seine Schulzeit damals noch nicht allzu lange zurücklag, fühlte sich der 26-jährige Gansel von der Geschichte angesprochen und auch in der Lage sie zu verfilmen. Er hatte gerade als seinen ersten Film den preisgekrönten ProSieben-Politthriller Das Phantom mit Jürgen Vogel gedreht und entschied sich für die Komödien-Regie, um zu beweisen, dass er “breit aufgestellt“ ist.

Ein weiteres Kriterium war, dass Gansels damalige Freundin Maggie Peren die Co-Drebuchautorin von Mädchen, Mädchen! war. Genau genommen hatte Perren zusammen mit Christian Zübert (Der Fall Collini) das Drehbuch des – zwar immerhin mit Ryan Reynolds, Mia Farrow und Ryan O’Neal besetzten, aber nicht allzu erfolgreichen – US-Films Coming Soon so umgearbeitet, dass die Story nach Deutschland passt.

Durch die sympathischen Darsteller Mädchen Mädchen! kommt so mancher derbe Moment doch irgendwie liebenswert rüber. Diana Amft, Felicitas Woll und die damals 16-jährige Karoline Herfurth spielten hier ihre ersten Hauptrollen. Hinzu kommen Max Riemelt, Florian Lukas, Henning Baum und Elyas M’Barek in seinen ersten, aber sehr kleinen, Filmauftritt.

Nachdem Mädchen Mädchen! knapp zwei Millionen Kinobesucher amüsierte kehrten Diana Amft und Karoline Herfurth auf die Leinwand zurück. Nicht dabei ist Felicitas Woll, da sie die Hauptrolle in der Serie Berlin, Berlin spielte. Woll wurde ganz passabel von der Bravo TV-Moderatorin Jasmin Gerat vertreten. Rund um diese drei sympathischen Darstellerinnen werden recht geschickt verzahnte Episoden erzählt, die sich um “Loft und Liebe“ drehen. Dabei gehen nicht alle Geschichten so aus wie es der an ähnlichen Komödien geschulte Zuschauer erwartet. Insgesamt entstand eine leichte aber nicht blöde Komödie, die manchmal sogar etwas überrascht.

Nach knapp einem Vierteljahrhundert wurde Mädchen Mädchen! neuverfilmt. Martina Pluras Remake atmet den Geist des Originals, ist aber noch lustiger, rasanter und menschlicher.

Die Blu-ray zu „Mädchen Mädchen!“ von Turbine enthält neben dem Booklet noch diese Extras: Einleitung von Dennis Gansel (0:41 min), Audiokommentar mit Regisseur Dennis Gansel und Darstellerin Diana Amft, Interview mit Dennis Gansel (25:01 min), Hinter den Kulissen (8:11 min), Entfernte Szenen, inklusive alternativem Ende (11:40 min, wahlweise mit Audiokommentar von Dennis Gansel, der auch über die „Wohfühl-Matratze-Trikos“ aufklärt), Castingszenen (5:32 min), Teamfilm (8:32 min), Interviews mit Cast & Crew (11:06 min) und der Trailer (1:54 min)        

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