Im Russland zur Zarenzeit rebellieren die Tataren. Der Zar schickt einen Kurier von Moskau nach Irkutsk um den dort stationierten Truppen taktische Befehle zu übergeben. Der Offizier Michael Strogoff muss daher eine Strecke von 5523 Kilometer zurücklegen und wird sowohl von den Tataren als auch von eigenen Truppen verfolgt. Eine treue Verbündete findet er in der jungen Nadia, die auch zu ihm hält nachdem er in Gefangenschaft geriet und auf Befehl des Tatarenführers Feofar-Khan geblendet wird…
Basierend auf einem sehr beliebten Roman von Jules Verne gelang dem ZDF mit Michael Strogoff in Zusammenarbeit mit dem französischen Fernsehen der wohl spannendste Abenteuer-Vierteiler (und mit beständig steigenden Einschaltquoten von zuletzt 62% auch der größte Erfolg der ganzen Reihe).
Sehr gradlinig und ohne die ansonsten in den Vierteilern gerne verwendeten “Märchenonkel-Erzählstimme“ wird die lange und entbehrungsreiche Reise des Kuriers geschildert. Die Drehorte rund um Budapest eigneten sich bestens als Double für Russland und der Aufwand an Ausstattung und Statisterie (3000 Komparsen auf 800 Pferden) war beträchtlich.
Mit Raimund Harmstorf, der zuvor im ZDF-Vierteiler als Der Seewolf überzeugte, wurde die Idealbesetzung für Michael Strogoff gefunden. Der muskulöse Darsteller, der diesmal nicht wie im „Seewolf“ fremdsynchronsiert wurde, taugt nicht nur für die zahlreichen Actionszenen. Er harmonierte in den ruhigeren Momenten auch sehr gut mit Lorenza Guerrieri als Nadia. Unvergessen ist auch der abwechslungsreiche Soundtrack von Vladimir Cosma mit der markanten Titelmelodie, diversen Tataren-Tänzen und einem zarten Thema für Nadia, das sich nicht vor der Schiwago-Melodie verstecken muss.
Während Michael Strogoff im ZDF an vier Abenden ausgestrahlt wurde (und trotz seiner Länge von fast sechs Stunden manchmal etwas hektische die Szenerie wechsete), lief in Frankreich eine längere sechsteilige Fassung. Hier war auch eine Schlussszene zu sehen, die zeigt wie Michael und Nadia auf einem pompösen Ball in Moskau vor einem gönnerhaften Zaren tanzen.
Dieses Ende wurde von den Verantwortlichen des ZDFs als “zu operettenhaft“ befunden und (unter großen Protesten der damaligen Presse) einfach weggelassen. Leider war es aus lizenzrechtlichen Gründen nicht möglich die fehlenden Szenen auf den Heimkino-Veröffentlichungen zu präsentieren.
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