Schlagwort-Archiv: David Ogden Stiers

The Majestic

Der hoffnungsvolle Drehbuchautor Peter Appleton wird im Hollywood der Fünfziger verdächtigt, einmal Mitglied der kommunistischen Partei gewesen zu sein. Dies führt zu sofortigem Berufsverbot und nur wenn Peter vor einem Regierungstribunal die Namen weiterer angeblicher Kommunisten ausplaudert, darf er wieder in der Unterhaltungsindustrie arbeiten…

Schicksale wie dieses gab es in den USA während des Kalten Krieges zuhauf und der beste Film zu diesem Thema ist ganz sicher Der Strohmann. In diesem Film von Martin Ritt spielt Woody Allen einen unbedarften Menschen, der sich als Autor ausgibt, um die Drehbücher seiner kommunistischen Freunde an die regierungstreuen TV-Studios zu verkaufen.

The Majestic entstand 2002 und ist nun nur am Rande an dieser Hexenjagd interessiert. Drehbuchautor Michael Sloane benutzt sie eher als dramaturgischen Aufhänger, um Peter Appleton aus Hollywood flüchten zu lassen. Nach einem Autounfall verliert er sein Gedächtnis und landet in einer Kleinstadt, die an den Fronten des Zweiten Weltkrieges sehr viele Einwohner verloren hat. Peter ähnelt einem dieser verlorenen Söhne und er wird als zurückgekehrter Kriegsheld begrüßt.

Wer möchte kann The Majestic natürlich für absoluten (und zudem auch noch überlangen) Kitsch halten, der mal wieder alle Klischees der intakten Kleinstadt beschwört und zum Schluss auch noch reichlich mit der patriotischen Fahne wedelt. Doch dank seiner guten Absichten und Darsteller – allen voran ein niemals grimassierender Jim Carrey – steht The Majestic voll in der Tradition Frank Capras, bietet einen optimistischen Gegenentwurf zu einer zynischen Zeit und ist damit weiterhin hochaktuell.

Eine Weile sah es so aus als wenn Frank Darabont sich auf Knastthriller mit sehr langer Laufzeit nach Büchern von Stephen King spezialisieren würde, denn auf Die Verurteilten folgte The Green Mile. Doch mit dem ebenfalls nostalgischen Thev Majestic hatt sich Darabont aus diesem etwas beengten Genre befreit, um schließlich mit der Verfilmung der Kurzgeschichte Der Nebel zu Stephen King zurückzukehren.

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The Dead Zone

Johnny Smith hat einen netten Job als Lehrer und eine ebenso nette Verlobte namens Sarah. Doch nach einem Autounfall fällt er in ein Koma, aus dem er erst nach sechs Jahren wieder erwacht. Sarah ist mittlerweile mit Sheriff Bannerman verheiratet, hat jedoch einen Sohn, der nicht nur Johnnys Namen trägt, sondern auch von diesem stammt. Durch Unfall und Koma wurden Johnnys zuvor schon leicht vorhandene hellseherische Fähigkeiten so stark gesteigert, dass er Visionen hat, sobald er eine Person oder einen Gegenstand berührt.

The Dead Zone

The Dead Zone ist einer der besten Romane aus der Feder Stephen Kings und wurde zuvor bereits sehr gut von David Cronenberg mit Christopher Walken verfilmt. Doch auch die 2002 vom Star Trek-Produzenten Michael Piller angeschobene TV-Serie ist eine äußerst interessante Variation des Themas und hat mit dem ehemaligen John-Hughes-Teeniestar Anthony Michael Hall (L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn) einen überzeugenden Hauptdarsteller. Der Stoff des Romans wird in den beiden ersten Episoden der Serie abgehandelt, während die Sache mit dem gemeingefährlichen Politiker Greg Stillson (Young Indiana Jones Sean Patrick Flanery überzeugt in Martin Sheens Rolle) später nachgeschoben wird.

The Dead Zone

The Dead Zone ist eine wahrhaft überraschende Serie. Mal wird eine Geiselnahme, mal ein ländlicher Kriminalfall, mal eine Lovestory während des Zweiten Weltkrieges, mal von indianischen Schamanentum und mal eine ironisch gebrochene Romanze erzählt, doch The Dead Zone bleibt sich und ihren Figuren dabei immer treu. Es lohnt sich die Episoden in der korrekten Reihenfolge zu gucken, denn neben den in sich abgeschlossenen (und meist höchst gelungenen) Geschichten entwickelt sich auch das Verhältnis der Figuren kontinuierlich weiter.

The Dead Zone

Nach sechs Staffeln mit insgesamt 80 Episoden war leider Schluss mit The Dead Zone, womit die Serie genauso lange andauerte wie Johnny Smiths Koma. Die letzte Staffel bietet einige echte Überraschung sowie am Ende einen Gastauftritt von Tom Skerritt, der seinerzeit auch in Cronenbergs Dead Zone den Sheriff Bannerman spielte. Zwar wird die Serie mit einem äußerst gelungenen Finale zum Abschluss gebracht (wobei eine Fortsetzung durchaus möglich gewesen wäre), doch der Abschied von Johnny Smith fällt nicht eben leicht.

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