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American Monster

Ein riesiges geflügeltes Monster hat sich im Chrysler Building eingenistet und macht New York unsicher. Da es im Schutz der blendenden Sonne fliegt, ist es nicht zu sehen, wenn es sich von den Dächern der Metropole einen Bauarbeiter oder eine Sonnenanbeterin schnappt und verspeist.

Cover A

Einzig der hartnäckige Cop Detective Shepard (David Carradine aus Kill Bill) glaubt, im Gegensatz zu seinen skeptischen Kollegen Sergeant Powell (Richard “Shaft“ Roundtree), an die Existenz des Monstrums. So weit, so konventionell, doch was American Monster von ähnlichen Spezialeffekt-Filmen unterscheidet, ist der Hauptdarsteller.

Der aus der TV-Miniserie Holocaust bekannte Michael Moriarty spielt mit dem kleinkriminellen Wirrkopf Jimmy Quinn alles andere als einen Helden. Der Gelegenheitsmusiker, den eigentlich nur Detective Shepard für halbwegs talentiert hält, entdeckt das Nest des Monsters und erwartet von der Stadt New York einen Finderlohn von einer Million Dollar…

Diesen im Original schlicht Q betitelten Horrorshocker schrieb, inszenierte und produzierte Larry Cohen (The Ambulance, Die Wiege des Bösen) 1982. David Carradine bezeichnete den Film zwar als „wichtig für sich selbst“, er meinte aber auch, dass dieser „ohne den Vogel noch besser geworden wäre.“ Dem können eigentlich nur Menschen zustimmen, die keinerlei Schwäche für handgemachte Stop-Motion-Monster á la Ray Harryhausen haben. Die immer noch ganz beachtlichen Tricks stammen von Randy Cook und Dave Allen (Willow, Ghostbusters 2) und machen auch heute noch sehr viel Spaß.

Für American Monster spricht, dass die Rahmenhandlung zwischen den viertelstündlichen Monsterattacken interessanter erzählt ist, als bei den meisten vergleichbaren Filmen. Laut Larry Cohen inspirierte American Monster den später für Parasite mit den Oscar prämierten koreanischen Regisseur Bong Joon-ho dazu, seinen 2006 entstandenen Monsterfilm The Host ebenfalls nicht mit Actionhelden, sondern mit skurrilen Alltags-Charakteren zu bevölkern.

Cover B

Plaion veröffentlicht ein Mediabook mit drei Variantcovern. Es enthält den ungekürzten Film (92:45 min) auf Blu-ray, inklusive einiger bei uns zuvor herausgeschnittenen und jetzt deutsch untertitelten Szenen. Hinzu kommem zwei Audiokommentare von Larry Cohen und von Larry Cohen & Bill Lustig, ohne deutsche Untertitel. Die Extras befinden sich teilweise auf einer zweiten Blu-ray: Deutsche Kinofassung (89:38 min), deutsche Super-8-Fassung (30:12 min), Interview mit Makeup-Artist Steve Neill (50:29 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interview mit Visuell-Effects-Artist Randy Cook (43:01 min), Promo-Video (3:16 min), Stop-Motion-Dailies (6:11 min),

Cover C

Deutscher Retrotrailer von 2026 (1:38 min), “Trailers from Hell“ mit Larry Cohen (2:12 min), Deutscher Retrotrailer von 2026 (1:38 min), “Trailers from Hell“ mit Larry Cohen (2:12 min), Animation Studio Tour (18:12 min), Puppet Casting (30:08 min), Baby Bird Puppeteering (43:16 min), Dave Allen animates (56:10 min), Deutscher Trailer (2:09 min), US-Trailer (2:33 min), US-Teaser (0:34 min), US-TV-Spot (0:58 min), Galerie mit 138 Werbematerialien, Entwurfszeichnungen und Fotos von den Dreharbeiten der Trickeffekte, sowie ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach

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Hammer House of Mystery and Suspense

Drei Jahre nach der Serie Hammer House of Horror (Gefierschocker) entstand 1984 als Fortsetzung  Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung). Diesmal arbeiteten die britischen Hammer Film Productions mit 20th Century Fox zusammen, was dazu führte, dass viele US-Darsteller wie David Carradine, Peter Graves oder Shirley Knight als Gaststars auftraten. Die Episoden waren jetzt kleine Spielfilme mit einer Länge von 70 Minuten.

Hammer House of Mystery and Suspense

Es ging zwar deutlich weniger blutig zu als in Hammer House of Horror, doch auch hier gab es einige wirklich gute Episoden. Ein Höhepunkt der Serie ist Mark of the Devil (Gebrandmarkt). Erzählt wird vom kleinen Gangster Frank (Dirk Benedict aus Kampfstern Galactica und The A-Team), der einen Hehler (Burt Kwouk aus Inspector Clouseau) umgebracht hat, der eine Tätowierladen betreibt. Plötzlich hat Frank ein Tattoo auf seiner Brust, das ständig größer wird…

Nicht schlecht ist auch David McCallum als besessener Sicherheitsexperte in The Corvini Inheritance (Das Erbe der Corvini), die Episode Black Carrion (Das Geheimnis von Briars Court) über ein in den 60er-Jahren verschollenes Pop-Duo, sowie die Satanisten-Geschichte And The Walls Came Tumbling Down (Die Satansvision) mit Jason King Peter Wyngarde.

Ein absolutes Highlight ist die an eine Episode aus The Twilight Zone erinnernde Geschichte Child’s Play (Ein Kinderspiel), die erzählt wie eine Familie ihr Eigenheim plötzlich nicht mehr verlassen kann, da es von einer undurchdringlichen Stahlwand umgeben ist. Regie führte hier (sowie bei Mark of the Devil und In Possession) Val Guest, der für Hammer die legendären Quartermass-Filme drehte.

Hammer House of Horror

Bei uns liegen die 13 Episoden der Serie bei Pidax auf DVD vor. Die Bildqualität ist mittelprächtig. Zu „Czech Mate“ sowie zu „Last Video And Testament“ fehlen die deutschen Tonspuren, obwohl beide Folgen 1989 von SAT.1 als „Schach der Dame“ und „Die elektronische Falle“ ausgestrahlt wurden. Es wäre schön, wenn die Serie eines Tages, genau wie „Hammer House of Horror“,  gut restauriert auf Blu-ray als Mediabook erscheinen würde.

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Kill Bill

Während einer Trauung wird die gesamte Hochzeitsgesellschaft niedergemetzelt. Die schwangere Braut (Uma Thurman) überlebt, verliert  aber ihr Kind und erwacht erst vier Jahre später aus dem Koma. Sie lässt sich in Japan ein Schwert anfertigen und schwört Rache am grausamen Bill (David Carradine) und seiner Bande. In Tokio kommt es daher in einem Nachtclub zu einen Showdown mit sehr hohem Blutzoll. Doch dies ist erst der Anfang, denn die Todesliste der Braut ist noch lange nicht abgearbeitet.

Kill Bill

Nach Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown hat Quentin Tarantino sechs Jahre gebraucht, bis er seinen lang erwarteten vierten Film fertigstellte. Er drehte jedoch so eifrig, dass aus Kill Bill ein Zweiteiler wurde.

Kill Bill

Wer von Jackie Brown nicht so begeistert wie von Pulp Fiction war, dem dürfte Kill Bill gefallen. Tarantino erzählt seine (diesmal allerdings deutlich simplere) Geschichte wieder kunstvoll verschachtelt und unterbrochen von unerwartet gewalttätigen Momenten. Diesmal verändert sich allerdings der komplette Stil des Filmes von Kapitel zu Kapitel. Mal gibt es schwelgerische Musik und eine geteilte Leinwand, wie in den Thrillern von Brian de Palma. Wenn es zu blutig wird, dreht Tarantino wie Hitchcock bei Psycho einfach in schwarzweiß. Außerdem gibt es eine komplett als Anime realisierte Rückblende auf die Jugend der von Lucy Liu verkörperten Schurkenfigur.

Kill Bill

Insgesamt versteht sich der Film als Hommage an Italo-Western und Eastern, wobei Teil 1 eher den japanischen Samurai-Filmen gewidmet ist, während Teil 2 hat mehr chinesische Einflüsse hat. Nachdem es anfangs Teils so aussah, als wenn Tarantino in erster Linie an beeindruckend visualisierten Zuschauer-Verwirrungsaktionen interessiert ist, endet die deutlich weniger blutige Fortsetzung doch noch mit einem schlüssigen und berührenden Finale.

Kill Bill

Tarantino hat auch den abwechslungsreichen Soundtrack wieder mit geschmackssicher ausgewählten Musikstücken aus dieser Zeit zusammengestellt. Das Resultat ist eine virtuos (aber dabei auch mit einigen splattrigen Härten) in Szene gesetzte Liebeserklärung an das pure Kino.

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Bruce Lee – Die Kollektion

Diese DVD-Box (alle fünf Scheiben sind auch einzeln zu kaufen) enthält mit Die Todesfaust des Cheng Li, Todesgrüße aus Shanghai und Die Todeskralle schlägt wieder zu nahezu alle Filme, die Bruce Lee zur Legende machten. Nachdem dessen Film- und TV-Karriere in den USA nicht richtig in Gang kam und die eigentlich für ihn vorgesehene Hauptrolle in der Fernsehserie Kung Fu an David Carradine ging, kehrte Bruce Lee 1971 nach Hongkong zurück. Dort drehte er für den Produzenten Raymond Chow drei Kinofilme, die in Asien alle Kassenrekorde brachen und ihn weltweit zur Kampfsport-Ikone machten.

Bruce Lee - Die Kollektion

Ebenfalls in der Box enthalten ist die Dokumentation Bruce Lee – Die Legende, die hauptsächlich noch einmal die besten Kampfszenen aus den Spielfilmen zeigt. Doch außerdem gibt es noch einige interessante Ausschnitte aus Filmen, die Bruce Lee als kleiner Junge in Hongkong drehte, sowie einen lustigen amerikanischen Casting-Film.

Bruce Lee - Die Kollektion

In dieser Box fehlt der für Warner Brothers entstandene Der Mann mit der Todeskralle, doch dafür ist der äußerst skurrile Film Bruce Lee – Mein letzter Kampf enthalten. Dieser entstand posthum nach dem überraschenden Tod des Darstellers im Jahre 1973 und versucht auf ziemlich unbeholfene Art aus einigen wenigen bereits abgedrehten Szenen mit Bruce Lee (u. a. einen beeindruckenden Zweikampf mit dem 2,20 m großen Basketball-Spieler Karim Abdul Jabbar) einen abendfüllenden Film zu machen. Dabei wurde auch nicht davor zurückgeschreckt reale Aufnahmen von Bruce Lees Beerdigung in Hongkong in den Film zu schneiden.

Bruce Lee - Die Kollektion

Doch jener schmucke gelbe Kampfanzug, den Bruce Lee in Mein letzter Kampf trug, beeindruckte immerhin Quentin Tarantino so sehr, dass er Uma Thurman in Kill Bill einen ähnlichen Dress verpasste.

Bruce Lee - Die Kollektion

Bonusmaterial der DVD-Box von Universum Film: Ein 30-seitiges farbiges Booklet, 5 Postkarten, Deutsche Trailer zu allen fünf Filmen

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