Im September 2022 wurde die 22-jährige Studentin Mahsa Amini im Iran von der Sittenpolizei verhaftet, weil sie ihr Kopftuch nicht “ordnungsgemäß“ getragen hatte. Auf der Polizeiwache wurde sie so heftig geschlagen, dass sie kurz darauf starb. Ihr Tod löst eine Protestwelle aus und die „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung entsteht.
Eigentlich hatte Marjane Satrapi (Persepolis) ihre Karriere als Comiczeichnerin 2004 beendet. Doch ihre gute Freundin Sophie de Sivry überzeugte sie davon, die Opposition im Iran durch die Veröffentlichung einer Graphic Novel zum ersten Jahrestag des Todes von Mahsa Amini zu unterstützen. Satrapi fungierte daher als Herausgeberin von Frau, Leben, Freiheit, außerdem stammen das Titelbild, sowie einige Illustrationen und Texte von ihr.
Durch ihre Beteiligung konnten viele, teilweise sehr prominente, Zeichnerinnen und Zeichner wie Catel, Coco, Mana Neyestani, Paco Roca, Lewis Trondheim und Winschluss für das Projekt begeistert werden. Entstanden ist eine Comic-Kompilation, die – unterteilt in die Kapitel “Die Ereignisse“, “Ein wenig Geschichte“ und “Ein eisernes Regime… Ein Volk das sich wehrt“ – mehr als zwanzig auf sehr unterschiedlich Art erzählte, gestaltete und gelungene Comics präsentiert.
Einen hochinteressanten Abschluss bildet der dreißigseitige Comic “Welche Farbe hat Iran?“ von Joan Sfar, der eine Art Making Of zum Buch ist. Sfar, der Satrapi schon seit langer Zeit kennt, dokumentiert in seinem wilden Zeichenstil, wie sie sich mit Farid Vahid, Jean-Pierre Perrin und Abbas Milani trifft. Von den beiden Journalisten und dem Akademiker stammen fast alle Szenarios der Comics in diesem Buch, das leider nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
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