1986 schrieb Stephen King mit Es einen voluminösen und intelligent verschachtelten Roman, den viele für sein bestes Buch halten. Sieben Kinder bekämpfen 1958 in der Kleinstadt Derry ein mörderisches Monster, das die Erwachsenen nicht wahrnehmen (wollen). Doch “Es“ terrorisiert Derry alle 27 Jahre und als Erwachsene muss die Gruppe in ihre Heimatstadt zurückkehren und sich der als Clown Pennywise in Erscheinung tretenden Bedrohung erneut stellen.
Bereits 1990 entstand eine ganz achtbar realisierte zweiteilige TV-Verfilmung, die mit Tim Curry (The Rocky Horror Picture Show) den idealen Darsteller für den Killer-Clown gefunden hatte und sich redlich darum bemühte Kings Erzählstruktur gerecht zu werden. 27 Jahre nach der TV-Miniserie folgte eine Verfilmung, die etwas andere Wege ging.
Der argentinischen Regisseur Andrés Muschietti (Mama) drehte mit Es – Kapitel 1 den erfolgreichsten Horrorfilm aller Zeiten. Er ließ die Kinder im Jahre 1989 gegen Pennywise antreten und zwei Jahrs später entstand mit Es – Kapitel 2 eine etwas weniger erfolgreiche und nicht ganz so gut gelungene Fortsetzung, die im Jahre 2016 spielte.
Muschietti ist auch das Mastermint hinter der Serie Es – Welcome to Derry, die sich an der Timeline seiner Filme orientiert (aber auch etwas an Stranger Things). Die erste Staffel ist (hauptsächlich) im Jahre 1962 angesiedelt und konfrontiert ein großes Ensemble mit “Es“.
Dabei handelt es sich um Figuren, die nicht im Roman verkommen. Mit dabei ist jedoch Dick Hallorann, den eifrige Fans von Stephen King aus dessen Romanen Shining und Doctor Sleep kennen dürften. Eine kleine Rolle spielt auch die berüchtigte Strafanstalt Shawshank aus Die Verurteilten und natürlich ist auch wieder Bill Skarsgård als Clown Pennywise dabei, dessen wirklich erster großer Auftritt eine ganze Weile hinausgezögert wird.
Die erste Episode lässt vermuten, dass die Serie mit etwas anders benannten Figuren lediglich Kings Geschichte über einen verschwundenen Jungen neu erzählt. Doch am Anfang von Episode 2 (Vorsicht Spoiler!) ist ein Großteil der scheinbaren Hauptfiguren nicht mehr am Leben.
Im Zentrum stehen jetzt erstaunlich viele “People of Color“ und – nach dem es in der ersten Episode einen erstaunlich plumpen Horror-Moment gab, in der ein jüdischer Junge von einer Lampe aus Menschenhaut attackiert wurde – beschäftigt sich die Serie im weiteren Verlauf erstaunlich subtil mit Rassismus.
Insgesamt fängt Es – Welcome to Derry den Geist und die Atmosphäre von Kings Klassiker erstaunlich gut ein. Die eigenständige Serie verblüfft immer wieder durch originelle Ideen und menschlich anrührende Momente.
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