Es ist erstaunlich, dass Sean Murphy neben seiner Tätigkeit als Schöpfer eines eigenen Batman-Universums noch Zeit für weitere Comic-Experimente findet.
2023 – sechs Jahre nachdem sein Der weiße Ritter wie eine Bombe eingeschlagen hatte – schuf er eine ganze Horde schräger Charaktere, die im Auftrag einer Lektorin loszogen, um interessante literarische Figuren, die in schlechten Romanen aufgetreten sind, vor dem Untergang zu bewahren.
Dieses Schicksal droht auch dem nicht allzu talentierten Comiczeichner Cliff Wieselwitz, der plötzlich seiner gewohnte Schein-Realität entrissen wird. Zusammen mit einem Manga-Cyborg-Samurai, einem homosexuellen Tiger-Barbaren, einer Vampir-Piratin und einen an Calvin ohne Hobbes erinnernden Klugscheißer-Bengel begibt er sich mitten hinein in unberechenbare Fantasie-Welten.
Anders als bei seinen Batman-Comics kann der Erzähler Murphy bei Plot Holes nicht bei dem Zeichner mithalten. Letzteren ist das große Vergnügen anzumerken, dass es ihm bereitet immer wieder neue Origins zu abgefahrenen Heldenfiguren zu gestalten.
Der Autor Murphy hingegen hat Schwierigkeiten sein schillerndes Ensemble sinnvoll einzusetzen und vernachlässigt fast schon sträflich interessante Charaktere, wie den kleinen Kevin, der in den Dreißigern in Zeitungsstrips zusammen mit einem Eisbärbaby magische Abenteuer erlebte.
Für Freunde des Zeichners Murphy ist diese Gesamtausgabe von Plot Holes jedoch ein Fest, auch weil sie einen vierundzwanzigseitigen Anhang mit Concept Art enthält. Ebenfalls bei Splitter sind in ähnlicher Aufmachung die Murphy-Comics Zorro – Die Legende lebt und Tokyo Ghost erschienen.
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