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Crying Freeman

Eine junge Frau, die an einer steilen Küste malt, muss entsetzt miterleben, wie ein junger Mann zwei kunstvoll ausgeführten Morde begeht. Dennoch verliebt sich Emu O’Hara in den nach seinen Untaten weinenden Jo, auch wenn sie fest davon überzeugt ist, dass er sie als Zeugin beseitigen wird. Doch auch Jo hat Gefühle für Emu…

Diese Eröffnungssequenz hat der französische Regisseur Christophe Gans 1995 so mitreißend in Szene gesetzt, dass unweigerlich auf den weiteren Film gespannt gemacht wird. Vielleicht ist dabei auch zu spüren ist, dass sich die Darsteller Mark Dacascos und Julie Condra ineinander verlieben, denn nach den Dreharbeiten heirateten sie.

Die Geschichte des Films geht ebenfalls spannend weiter, verwundert aber auch etwas. In einer Rückblende wird davon erzählt, dass Jo einst ein talentierter Töpfer war, doch in die Fänge des von einer sehr alten Frau geleiteten chinesischen Geheimbundes „Söhne des Drachen“ gerät. Er wird dazu gezwungen, als Auftragskiller zu arbeiten. Da Jo nach jedem Mord weinen muss, wird er “Crying Freeman“ genannt.

Diese Ausgangssituation hat sich Kazuo Koike (Lone Wolf & Cub) 1986 für eine von Ryōichi Ikegami gezeichnete Manga-Serie ausgedacht. Christophe Gans war davon fasziniert und verfilmte die erste Storyline des Mangas stilvoll und temporeich, aber auch sehr werkgetreu.

Er gibt Mark Dacascos reichlich Gelegenheit seine beträchtlichen Martial-Arts-Fähigkeiten vorzuführen, lässt ihn aber auch als charismatischen Darsteller glänzen. Sechs Jahre später drehte Christophe Gans mit Marc Dacascos sein Meisterwerk Der Pakt der Wölfe.

Die Blu-ray von Filmjuwelen enthält dieses Bonusmaterial: Audiokommentar mit Regisseur Christophe Gans (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interviews mit Christophe Gans (51:46 min) und Mark Dacascos (14:11 min), Christophe Gans erzählt über den Ursprung des Films (1:22 min), die Ausstattung  (2:10 min) und die Storyboards (2:41 min), Making-of (20:15 min), Bericht über den Schnitt (8:55 min), Hinter den Kulissen (38:35 min), zwei nicht verwendete Szenen: Die Sprengfalle (1:36 min) und Tokyo Hotel (1:12 min), Promo-Featurettes (7:29 min + 5:44 min), zwei US-Trailer (1:35 min + 2:07 min) und der deutscher Trailer (2:07 min).

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Der Pakt der Wölfe

Der 2001 von Christophe Gans inszenierte Film basiert auf tatsächlichen Ereignissen. 1766 erteilte König Ludwig XV dem jungen Wissenschaftler Chevalier Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) den Auftrag herauszufinden, was es mit der sogenannten „Bestie von Gévaudan“ auf sich hat, die das südliche Frankreich terrorisiert.

Begleitet wird Fronsac von seinem Blutsbruder, dem Irokesen Mani (Marc Dacascos). Nachdem ihre Untersuchungen zu nichts führen, rückt das Militär an und behauptet schon nach wenigen Tagen die Bestie getötet zu haben. Dem König wird als Beweis ein Wolf präsentiert, den Fronsac unter Zwang präpariert und aufgemotzt hat. Doch Fronsac und Mani suchen weiterhin die Konfrontation mit der tatsächlichen Bestie…



Regisseur Christophe Gans und Marc Dacascos drehten zuvor bereits gemeinsam mit Crying Freeman die überraschend stilvolle und temporeiche Adaption einer erfolgreichen Manga-Serie. Doch Der Pakt der Wölfe setzt noch einen drauf.

Der zudem mit Monica Bellucci und Vincent Cassel prominent besetzte Film überzeugt sowohl durch sein Monster als auch als Love Story, als aufwändig ausgestattetes Historiendrama und immer wieder durch seine turbulent in Szene gesetzten Martial-Arts-Szenen.

Technisch muss sich das Werk vor keinem Hollywoodfilm verstecken. Die Bestie wurde von Jim Henson’s Creature Shop entwickelt und die Kameraführung des Dänen Dan Laustsen ist großartig. Die Story vermeidet Klischees und kann daher immer wieder überraschen.

2021 wurde zum 20. Jubiläum von Der Pakt der Wölfe der 151-minütige Director’s Cut aufwändig in 4K digital restauriert. Christophe Gans konnte dabei auch die Spezialeffekte optimieren. Die für Heimkino und Streamingdienste produzierte neue Version lässt den Film besser denn je aussehen.  

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