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Nautilus

Als Jules Verne 1869 seine populärste Figur Kapitän Nemo in seinem Roman 20.000 Meilen unter dem Meer auftreten ließ, war dieser ein unermesslich reicher mysteriöser Ingenieur. Nemo hatte mit der Menschheit gebrochen hat und betrachtete die Weltmeere als seine Heimat.  

Erst fünf Jahre später in Die geheimnisvolle Insel dichtete Verne dem Captain eine tragische Vorgeschichte an. Nemo war einst der indische Prinz Dakkar, dessen Familie von den britischen Kolonialtruppen ermordet wurde.

Shazad Latif

Diese Vorgeschichte ist auch die Grundlage der britischen Miniserie Nautilus, in der ein als Sklave arbeitender Nemo (sehr charismatisch: Shazad Latif) das U-Boot Nautilus gemeinsam mit dem Franzosen Gustave Benoit (Thierry Frémont) für die Ostindien-Kompanie gebaut hat. Zusammen mit einigen Gefangenen kapert Nemo die Nautilus.

Georgia Flood

Unterwegs versenkt er ein britisches Schiff und nimmt die junge Britin Humility Luca (Georgia Flood), sowie deren Zofe und Leibwächterin Loti (Céline Menville) mit an Bord der Nautilus. Mit seiner bunt zusammengewürfelten Mannschaft bricht Nemo auf, um einen Wikingerschatz zu finden und die Ostindien-Kompanie zu zerstören.

Céline Menville

Die britische Serie Nautilus war ursprünglich für Disney+ geplant und hätte dort angesichts des von Walt Disney produzierten Filmklassikers 20.000 Meilen unter dem Meer auch bestens ins Programm gepasst. Es ist unverkennbar, dass der Look des U-Boots im Disney-Film die Macher der Serie inspiriert hat.

Doch jetzt ist Nautilus seltsamerweise in der ZDF-Mediathek aufgetaucht. Das passt gar nicht so schlecht, denn die zehnteilige Serie erinnert ein wenig an die in den Siebzigern zu Weihnachten im ZDF ausgestrahlten Abenteuer-Vierteiler,  wie Der Seewolf, Michael Strogoff oder Die Lederstrumpf-Erzählungen.  

Andrew Shaw

Es ist unverständlich, warum Disney sich die großartige Serie Nautilus entgehen ließ- Mit beträchtlichen, nicht nur tricktechnischen Aufwand und den ihre Rollen perfekt ausfüllenden  Darstellern gelang es, die Welt von Jules Verne in prächtige Filmsequenzen zu verwandeln.

Thierry Frémont

Die Geschichte ist zwar vor 150 Jahren angesiedelt, doch durchaus heutig, denn sie erzählt von einer Welt voller Intoleranz und Unterdrückung.  

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