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Hannibal

Es hat eine Weile gedauert bis Richard Harris nach dem Erfolg von Roter Drache und Das Schweigen der Lämmer mit Hannibal, den dritten Roman mit dem ebenso menschenfressenden wie kultivierten Dr. Hannibal Lecter veröffentlichte. Noch länger dauerte es zwangsläufig bis endlich 2001 der zugehörige Film in die Kinos kam, Jodie Foster war von Thomas Harrisʼ Buch entsetzt und sagte ab. Daraufhin war auch Jonathan Demme, der Regisseur von Das Schweigen der Lämmer, nicht mehr an einer Fortsetzung seines oscar-prämierten Meisterwerkes interessiert.

Mit Ridley Scott wurde ein vielversprechender Ersatzmann gefunden, der mit Sicherheit ein Garant für beeindruckende Bilder ist. Daher kann sich Hannibal wirklich sehen lassen. Vor allem die in Florenz gedrehten Szenen sind ein optischer Hochgenuss. Der im Vorspann nicht genannte (und unter seinem Make-up ohnehin nicht zu erkennende) Gary Oldman als Mason Verger, der einzige Mensch, der einen Angriff Hannibals überlebte, sowie Julianne Moore als die neue Darstellerin der FBI-Agentin Clarice Starling sind gut gewählt, auch wenn sie sehr viel weniger zu tun haben als Anthony Hopkins in der Titelrolle.

Ein Problem ist jedoch das Drehbuch. Zwar behauptet der Verleih, dass Harrisʼ Roman „sensibel simplifiziert“ und die „Beziehung zwischen Dr. Hannibal Lecter und Clarice „stärker betont“ wurde. Das ist nicht ganz richtig: Hannibal ist ein sehr viel dichteres und besseres Buch als Das Schweigen der Lämmer. Daher fiel es den Machern des Films sehr schwer auf irgendeinen der vielen beeindruckenden Momente des Romans zu verzichten. Daher hastet der Film trotz seiner 131-minütigen Laufzeit recht hurtig durch die Romanvorlage. Bis wenige Minuten vor dem Ende ist der Film eine sehr (und beinahe schon zu) werkgetreue Umsetzung des Buches, doch dann wurde doch noch etwas entschärft. Bei dem veränderten Ende kann von einer Vertiefung der Beziehung zwischen Hannibal und Clarice ganz gewiss nicht die Rede sein.

Fazit: Niemand sollte sich durch diesen Film von der Lektüre des (noch) besseren Romans abhalten lassen und wer das Buch schon vor einer Weile gelesen hat, bekommt durch den Film noch einmal einen opulenten Schnelldurchlauf dargeboten.

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Hannibal Rising – Wie alles begann

Litauen, Winter 1944: Der zehnjährige Hannibal Lecter wird Zeuge, wie seine Eltern bei einem deutschen Bombenangriff ums Leben kommen. Er entkommt mit seiner kleinen Schwester dem Flammenmeer. Doch wenig später werden die Kinder in ihrem Versteck entdeckt von einer Gruppe litauischer Kollaborateure aufgespürt, die sich vor den Russen verstecken.

Der Hunger und die Entbehrungen des langen Kriegswinters haben aus den Männern Bestien gemacht. Als ihre letzten Vorräte aufgebraucht sind, beschließen sie das Undenkbare: Sie töten Mischa und verspeisen ihre Leiche. Hannibal kommt mit dem Leben davon, setzt aber alles daran seine Schwester zu rächen, selbst wenn er dabei zur Bestie wird…

Nach den (einmal sogar zweimal) erfolgreich verfilmten Romanen Roter Drache, Das Schweigen der Lämmer und Hannibal enthüllt Thomas Harris in seinem Buch Hannibal Rising die tragische Vergangenheit seines nicht gänzlich unsympathischen Psychopathen Hannibal Lecter. Der Roman wirkte ein wenig wie ein etwas zu rasch ins Textverarbeitungsprogramm gehacktes „Buch zum Film“. Was nicht weiter verwundert, denn Harris schrieb zeitgleich das Drehbuch zu Hannibal Rising. Unter der Regie von Peter Webber (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) spielt natürlich nicht Anthony Hopkins (der sich ganz aus dem Filmprojekt heraushielt) sondern der Franzose Gaspard Ulliel (Mathilde – Eine große Liebe) den jungen Lecter.

Die Abwesenheit von Hopkins dürfte erklären, warum der Film ziemlich schnell wieder aus den Kinos verschwand. Doch insgesamt ist festzustellen, dass die Prequel-Story von Hannibal Rising im Film deutlich besser funktioniert als im Roman. Webber bemüht sich um eine exquisite Bebilderung (in die sich die wunderschöne Gong Li bestens einfügt) und zwischen den (auch in der Unrated Version) nicht allzu sadistisch in Szene gesetzten Metzeleien schimmert immer wieder eine gar nicht so grobschlächtige Auseinandersetzung mit Historie, sowie mit Schuld und Sühne durch.

Bonusmaterial der DVD: Audiokommentar von Peter Webber und Martha De Laurentiis, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Making Of in deutscher Sprache (19:00 min), Zehn nicht verwendete Szenen (11:11 min), wahlweise mit Audiokommentar vom Regisseur, B-Roll (4:00 min), Interviews Cast & Crew (65:55 min), Designing Horror & Elegance (7:26 min), Zwei deutsche Trailer (1:05 min + 1:41 min), Internationaler Trailer (1:43 min), US-TV-Spots (4:33 min)

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Roter Drache

Thomas Harris schrieb vor seinem erfolgreich verfilmten Buch Das Schweigen der Lämmer bereits den Roman Roter Drache, in dem der promovierte Kannibale Hannibal Lecter bereits einen ersten allerdings noch recht kleinen Auftritt hatte und ebenfalls Helfer bei der Jagd nach einer noch schlimmeren Bestie als er selbst war.

Dies Buch wurde 1986 (vier Jahre vor Das Schweigen der Lämmer) vom Miami Vice-Produzenten Michael Mann unter dem Titel Manhunter ohne großen Erfolg verfilmt. Nachdem Anthony Hopkins in Hannibal ein zweites Mal in der Lecter-Rolle brillierte, lag die Idee einer Neuverfilmung von Roter Drache natürlich auf der Hand. Also machte sich Ted Tally, der schon Das Schweigen der Lämmer für die Leinwand bearbeitete, daran Harris den ersten und besseren Lecter Roman zu adaptieren.   

Für diese Neuverfilmung wurde Hopkins Part als Hannibal Lectar gegenüber der Romanvorlage deutlich ausgebaut. Zusätzlich wurden ihm haufenweise Stars zur Seite gestellt: Edward Norton ist als der ermittelnde FBI-Agent in einer ähnlichen Rolle wie sie zuvor Jodie Foster zu sehen.

Ralph Fiennes spielt den zu jagenden Serial-Killer, Harvey Keitel den FBI-Chef, Emily Watson eine blinde Frau, in die sich der Killer verliebt, Mary-Louise Parker die Frau des FBI-Agenten und Philip Seymore Hoffman einen schmierigen Reporter. Um alle diese Darsteller für einen Film zu gewinnen, müssen sie natürlich auch Szenen bekommen, die dann eventuell für Oscar-Nominierungen taugen. Somit ist der Regisseur Brett Ratner eher darum bemüht es seinem großen Ensemble recht zu machen als daran eine spannende Geschichte zu erzählen.

Außerdem sind manche Änderungen am Roman nicht sonderlich sinnvoll. Harris erzählte in seinem Roman von der Jagd nach einem Psychopaten, der in einem Entwicklungswerk für Super-8-Filme arbeitet und sich dort Familienfilme seiner potentiellen Opfer-Familien ansieht und dadurch quasi schon vorab in deren Privatsphäre eindringt. Eine beängstigende Vorstellung, die zeitgleich auch das Hauptthema des Robin Williams-Films One Hour Photo war. Wenn Ralph Fiennes im Update von Roter Drache in einem Bearbeitungslabor für Videokassetten arbeitet, ist dies nicht so recht glaubhaft.

Zum Ende hin ist der Film dann allerdings wieder zu werkgetreu und zeigt, dass nicht alles was in einem Roman für Spannung sorgt auch auf der Leinwand funktioniert. Insgesamt ein eher uneinheitlicher etwas enttäuschender Film, der trotz gelungener Momente und beeindruckenden Bildern schlüssig beweist, dass Michael Manns Manhunter gar nicht so schlecht ist.

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Manhunter – Roter Drache

In Thomas Harrisʼ zweitem Roman Roter Drache (sein erstes Buch Black Sunday wurde ebenfalls verfilmt) spielt Hannibal Lecter bereits eine kleinere Rolle. Der Thriller sogar ungleich besser gelungen als der Nachfolgeroman Das Schweigen der Lämmer, welcher bekanntlich mit einer so hervorragenden Besetzung verfilmt wurde, dass es Oscars hagelte.

Roter Drache hingegen wurde bereits 1986 – also vier Jahre vor Das Schweigen der Lämmer vom Miami Vice-Produzenten Michael Mann in einen eher unspektakulär besetzten Film verwandelt, der kein großer Erfolg wurde. Bei uns lief der Film zunächst in den Kinos unter dem Titel Blutmond und 2001 wurde er auf DVD als Manhunter – Roter Drache veröffentlicht.

William Petersen spielt dem Profiler Will Graham, der genau wie Clarice Starling (alias Jodie Foster), bei seiner Mörderjagd angewiesen ist auf die Hilfe des inhaftierten Serialkillers Hannibal Lecter, der seltsamerweise in Hannibal Lector umbenannt wurde.

Natürlich ist es unfair die Leistung von Brian Cox in dieser Rolle mit Anthony Hopkins zu vergleichen. Doch es muss festgestellt werden, dass Cox in seinen kurzen Auftritten keinen besonderen Eindruck hinterlässt. Dabei hat er danach gezeigt, dass er durchaus glaubhaft eine menschliche Bestie spielen kann: In einem TV-Film über den Nürnberger Prozess spielte er Hermann Göring.

Manhunter ist sehr viel unspektakulärer inszeniert als die emotional mitreißende Achterbahnfahrt die Jonathan Demme aus Das Schweigen der Lämmer machte. Michael Mann zeigt die Ermittlungen von Will Graham fast schon dokumentarfilmhaft und verkneift sich sogar das spektakuläre Finale des Buchs, das Brett Ratner 2002 in seiner starbesetzten Neuverfilmung mit Anthony Hopkins nach allen Blockbuster-Regeln in Szene setze. Doch auf den zweiten Blick ist Manns das oft schreckliche Geschehen ruhig beobachtender Film die bessere weil unberechenbarere Version.

Extras der Blu-ray von Studiocanal: Dokumentation “The Manhunter Look“ über den Kameramann Dante Spinotti (wahlweise mit deutschen Untertiteln, 10:02 min), Dokumentation “Inside Manhunter“ über die Entstehung des Films (wahlweise mit deutschen, Untertiteln, 17:15 min), Galerie mit 12 Plakaten, US-Kinotrailer (1:59 min)

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Das Mörderschiff

Knapp zwanzig Thriller des schottischen Autors für dienten als Vorlage für Kino- oder TV-Filme. Große Hits wurden Die Kanonen von Navarone und Agenten sterben einsam. Sehr viel weniger erfolgreich war 1971 – Sean Connery verabschiedete sich damals mit Diamantenfieber gerade zum ersten Mal als 007 – der Versuch Anthony Hopkins in seiner ersten Hauptrolle zum Konkurrenten von James Bond aufzubauen.

Das ging gnadenlos schief, denn die bei Das Mörderschiff (When Eight Bells Toll) durch knallige Filmposter, die Nonstop-Action versprachen, geweckten Erwartungen wurden nicht einmal ansatzweise erfüllt. Recht gemächlich wird von Philip Calvert (Hopkins) und Roy Hunslett (Corin Redgrave) erzählt, die als Geheimagenten der britischen Marine an der schottischen Küste unterwegs sind, um vermisste Schiffe zu suchen.

Für thematisch nur bedingt passenden Humor sorgt der für schrullige Rollen bekannte Robert Morley (Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten) als Geheimdienstchef Onkel Arthur, der in der zweiten Hälfte des Films aktiv in die Handlung eingreift. Das Resultat ist kein Klassiker, aber eine hübsche Fußnote der britischen Filmgeschichte, die durch beeindruckende Landschaftsaufnahmen, eine angenehme Atmosphäre und gute Darsteller punkten kann.  

Cover A

Koch Media hat dem „Mörderschiff“ ein schönes Mediabook spendiert. Highlights des Bonusmaterials sind die restaurierte erste Synchronfassung, bei der Morleys Stammsprecher Erich Fiedler zum Einsatz kommt, sowie der sehr informative und kurzweilige deutsche Audiokommentar von Leonhard Elias Lemke und Benedikt Wilken.     

Cover B

Hinzu kommen noch der britische Trailer (2:46 min), eine Bildergalerie (2:06 min), sowie ein 32-seitiges sehr ansprechend bebildertes Booklet mit Texten von Leonhard Elias Lemke und Benedikt Wilken.   

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Die Maske des Zorro

Wohl jeder kennt die Legende vom scheinbar feigen Edelmann, der über sich hinauswächst, sobald er schwarze Klamotten und eine Maske trägt. Für die Regie dieser Neuverfilmung von 1998 war zunächst war Robert Rodrigues (From Dusk Till Dawn) vorgesehen, der bereits bei Desperado erfolgreich mit Antonio Banderas zusammengearbeitet hatte.

Statt Rodriguez kam Martin Campbell zum Einsatz. Dieser stand in GoldenEye und Casino Royale zwei Darstellern bei ihren James-Bond-Debüts zur Seite. Außerdem bescherte er Mel Gibson mit Auftrag Rache ein Comeback als Actionheld und mit Memory gelang ihm ein Film mit Liam Neeson, der in angenehmer Erinnerung bleibt.    

Weil sich bei Die Maske des Zorro nichtversucht wird, die Legende neu zu erfinden, sondern die Geschichte ernst genomen wurde, bekommt der Zuschauer die wohl bisher gelungenste Film-Version des zeitlosen Stoffes zu sehen. Anthony Hopkins ist großartig als der Ur-Zorro, der nach etlichen Jahren Gefängnis den Heißsporn Banderas zu seinem Nachfolger ausbildet.

James Horner liefert wieder einen mitreißenden Soundtrack, der manchmal nur aus klatschenden Händen und stampfenden Füßen besteht. Die große Entdeckung des Films war seinerzeit jedoch Catherine Zeta-Jones, die die heißblütige Tochter des ersten Zorros spielt. Banderas und Zeta-Jones legen bei einer großen Ballszene einen atemberaubenden Tanz hin, der schon fast eine Art Vorspiel ist.

Dies und eigentlich alles hätte auch ein Robert Rodrigues nicht besser hinbekommen! Da war es nicht weiter verwunderlich, dass acht Jahre später die ebenfalls sehr gelungene Fortsetzung Die Legende des Zorro folgte.

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Die Legende von Beowulf

Auf dem Comic Con 2007 in San Diego wurden erste Ausschnitte aus Die Legende von Beowulf gezeigt. Dies geschah im neuen 3D-Verfahren Real D, welches so überraschend gut funktionierte, dass die unglaubliche Plastizität der Bilder zunächst davon ablenkte, dass auf der Leinwand gar keine Stars wie Anthony Hopkins und Angelina Jolie agierten.

Zu sehen waren ihre im Computer erzeugten Ebenbilder, wobei allenfalls die Augen noch etwas seltsam aussahen. Tatsächlich ist es erstaunlich wie weit die Technologie mittlerweile gediehen war. Vor allem bei den zahlreichen Szenen, die an düsteren Orten spielen, fällt oft gar nicht mehr auf, dass die Akteure aus Pixel statt aus Fleisch und Blut bestanden.

Doch bessere Filme entstehen so nicht zwangsläufig. Roger Avary (Pulp Fiction) und Neil Gaiman (Sandman) nahmen sich das im Jahre 1000 niedergeschriebene epische Heldengedicht Beowulf vor und versuchte die etwas wirre Heldenmär in eine verfilmbare Form zu bringen. Herausgekommen ist eine reichlich düstere Geschichte mit Anleihen bei Shakespeares Königsdramen und allerlei Fantasy-Klischees.

Der Film garniert dies noch mit unglaubwürdigen Action-Sequenzen, überflüssigen Protz-Kamerafahrten und Angelina Jolie als Wassermonster mit angewachsenen High Heels. Wenn es gegen Ende endlich zu einer Begegnung zwischen dem heldenhaften Hünen Beowulf und einem riesigen Drachen kommt, wurde schon so viel düsteren Frust verbreitet, dass dieser wahrhaft spektakuläre Kampf den Film auch nicht mehr viel rausreißt.

Deutlich interessanter und spannender sind da einige Details der Entstehungsgeschichte, die andeuten was noch alles in Zukunft auf uns zukomme dürfte. Während die computeranimierten Ebenbilder von Anthony Hopkins, Robin Wright Penn und Angelina Jolie bestens zu erkennen sind, ist nicht völlig klar wer eigentlich dem hünenhaften Helden Beowulf Modell stand. Dies besorgte Ray Winstone (Sexy Beast), der zuvor in Marty Scorseses Departed – Unter Feinden als eher mopsiger Mobster Jack Nicholson assistierte.

Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft), der bereits für Der Polarexpress zu ähnlicher Technik griff (und Forrest Gump eher deshalb drehte, weil dies technisch möglich und nicht weil es wirklich nötig war), ließ den pummeligen Winstone zum Fantasyhelden hochrechnen und aufblasen. Somit ist Die Legende von Beowulf eher Science-Fiction als Fantasy. 

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Der Doktor und das liebe Vieh

1970 verarbeitete James Alfred Wright seine Erlebnisse als junger Tierarzt in den Hügeln von Yorkshire zu einem höchst vergnüglichen Roman. Das unter dem Pseudonym James Herriot veröffentlichte Buch wurde zu einem großen Erfolg und diente zwei Spielfilmen als Vorlage. Noch gelungener ist jedoch eine BBC-Serie, die von 1977 bis 1990 lief und auch bei uns zum Klassiker wurde.

Der Doktor und das liebe Vieh

Erzählt wird von den Landtierärzten James Herriot und Siegfried Farnon, die sich in ihrer Gemeinschaftspraxis um “All Creatures Great and Small“ (so der Originaltitel der Serie) kümmern, da die Erkrankungen von Tieren sich auch auf die Gemütsverfassung der „Herrchen“ niederschlagen. Robert Hardy – Cornelius Fudge aus den Harry-Potter-Filmen – spielte seinerzeit als schlitzohriger Siegfried Farnon die Rolle seines Lebens.

Der Doktor und das liebe Vieh

50 Jahre nach dem Erscheinen von Herriots ersten Roman wurde eine Neuverfilmung von Der Doktor und das liebe Vieh gewagt. Das einzige Manko der BBC-Serie sind aus heutiger Sicht die recht mangelhafte Bildqualität und die blassen Farben. Der auf den Spuren von Downton Abbey wandelnde Relaunch sieht sehr viel besser aus. Es braucht jedoch eine Weile, bis ein Freund der alten Serie sich an die Nachfolger von Robert Hardy, Christopher Timothy, Peter Davison und Carol Drinkwater gewöhnt hat.

Der Doktor und das liebe Vieh

Doch spätestens in der siebten und letzten Episode der ersten Staffel bleibt kein Auge mehr trocken. Vor dem Hintergrund einer 1937 in der Tierarztpraxis stattfindenden Weihnachtsfeier wächst zusammen, was zusammengehört. Während Siegried (Samuel West) und sein Bruder Tristan (Callum Woodhouse) tapsig auf Freiersfüßen wandeln, droht Helen Alderson (Rachel Shenton), die große Liebe von James Herriot (Nicholas Ralph), in einen fremden Hafen der Ehe einzulaufen.

Ein netter Bonus der Serie ist, dass Dame Diana Rigg (Mit Schirm, Charme und Melone, Game of Thrones) als Mrs Pumphrey, das ebenso reiche wie exzentrische Frauchen des verwöhnten Pekinesen-Hündchens Tricki Woo, in einer ihre letzten Rollen zu sehen ist. Die Neuauflage gewinnt aber auch dadurch, dass Anna Madeley, die als Haushälterin Mrs. Hall versucht Ordnung in das Leben ihrer Doktoren zu bringen, eine gleichberechtigte Hauptrolle spielt. Mittlerweile liegt bereits die vierte Staffel vor. Den neuen Doktoren und ihren lieben Viechern ist ein langes Leben zu wünschen!

Der Doktor und das liebe Vieh

Die Edition von Polyband enthält auf 2 DVDs alle 7 Episoden der ersten Staffel. Hinzu kommen Interviews mit den Darstellern (30:01 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), ein Rundgang durch die Sets (13:36 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie ein schön gestaltetes zwölfseitiges Booklet mit sehr informativen Texten.

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The Wolfman

Lange hat es gedauert, bis dieses Remake des Universal-Monster-Klassikers Der Wolfsmensch von 1941 seinen Weg auf die Leinwand gefunden hat. Der Motor hinter der Produktion von 2010 ist der Darsteller Benicio del Toro, der ein großer Fan des Originalfilms ist. Vielleicht hat es so lange gedauert, weil es für Rick Baker, der für seine Verwandlungsszene in American Werwolf einen Oscar bekam, nicht eben leicht war jemanden wie del Toro, der von Natur aus schon wie ein Werwolf aussieht, auf interessante Weise noch behaarter werden zu lassen…

The Wolfman

Während der Originalfilm in der damaligen Gegenwart spielte, siedelt das Remake seine Geschichte im Wales des Jahres 1880 an. Erzählt wird, wie Lawrence Talbot (Del Toro) in seine Heimat Blackmoor zurückkehrt, wo sein Bruder bestialisch ermordet wurde. Lawrence trifft auch auf seinem von ihm entfremdeten Vater (Anthony Hopkins) und versucht zusammen mit Gwen (Emily Blunt), der Verlobten seines Bruders, herauszufinden was vorgefallen ist. Dabei wird er in einem Zigeunerlager von einer seltsamen Bestie angefallen. Auch der Scotland-Yard-Inspector Aberline (Hugo Weaving), der einst Jack the Ripper jagte, ist dem Monstrum auf der Spur…

The Wolfman

Der von Joe Johnston (Rocketeer, Captain America, Jurassic Park III) vor Ort in England gedrehte neue Wolfsman ist zwar prächtig ausgestattet, doch das kleine in Universal-Studios entstandene schwarzweiße B-Picture ist sehr viel stylischer. Das Remake setzt stark auf turbulente Action. Es gibt spektakuläre Jagdszenen in nebeligen Wäldern aber auch im belebten London zu bestaunen. Es entsteht jedoch der Eindruck alle Szenen, die dem Zuschauer die Hauptfiguren etwas näherbringen sollen, sind der Schere zum Opfer gefallen. So werden wir z. B. vom Cutter um eine Liebesnacht zwischen del Toro und Blunt betrogen.

The Wolfman

Doch Langeweile ist natürlich etwas ganz anderes und die sorgfältig oft per Handarbeit von Rick Baker realisierten Verwandlungsszenen sind den nur am Computer erzeugten Effekten aus American Werwolf 2, Van Helsing oder Underworld haushoch überlegen. Zumindest auf dieser Ebene hält der Film was er verspricht. Wer noch etwas mehr Handlung möchte, dem sei die auf DVD und Blu-ray veröffentlichte fast 20 Minuten längere Extended Version empfohlen!

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Thor

Auf den ersten Blick scheint der Shakespeare-Experte Kenneth Branagh keine schlechte Wahl als Regisseur für den vierten Film des Marvel Cinematic Universe über einen überdimensionalen Vater-Sohn-Bruder-Konflikt am königlichen bzw. göttlichen Hofe zu sein. Doch so richtig zusammenfügen wollen sich Bühnen-Pathos und Superhelden-Action dann leider doch nicht.

Thor

Während die Szenen in der Walhalla-Welt durch das einfallslose Design, die bedeutungsschwere Pseudo-Shakespeare-Sprache und den nicht eben inspirierten Einsatz von nachträglich erzeugten 3D-Effekten schnell langweilt, geriet immerhin der Part in dem der Thor (Chris Hemsworth, Captain Kirks Pappi aus J. J. Abrams ersten Star-Trek-Film) in der heutigen USA nach seinem Hammer sucht und sich langsam aber sicher in  die Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman) verliebt, halbwegs unterhaltsam. Recht interessant wird hier die zwielichtige Rolle des Über-Geheimdienstes S.H.I.E.L.D. thematisiert und für Marvel-Urgestein Stan Lee gibt es einen netten Gastauftritt.

Thor

Wie mittlerweile bei potentiellen Blockbustern üblich (und bei Verfilmungen von Marvel-Comics noch üblicher) gibt es am Ende des überlangen Nachspanns noch ein kleines Appetithäppchen, dass neugierig auf den Avengers-Film machen soll, der Thor mit anderen “Rächern“ wie Captain America, Hulk, Iron Man und weiteren Superhelden vereinigen soll. Spätestens hier entsteht der Eindruck, dass Thor sehr viel weniger ein eigenständiger Film (wie es Jon Favreau so gut mit Iron Man gelang) ist, sondern vielmehr ein überlanger Prolog für den Avengers-Film – aber auch für die sehr viel besseren Fortsetzungen Thor: The Dark Kingdom und Thor: Tag der Entscheidung.

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