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Supergirl (2026)

James Gunn gelang mit seiner neuen Version von Superman ein erfolgreicher Auftakt des von ihm als Gegenstück zum Marvel Cinematic Universe geplanten DC Universe. Die zweite Hauptrolle des Films spielte das ebenfalls mit Superkräften ausgestattete Hündchen Krypto.

Am Ende des Films war zu erfahren, dass Superman gar nicht das Herrchen des ebenfalls von seinem nicht mehr existierenden Heimatplaneten stammenden weiße Terrier-Mischlings ist. Die Australierin Ana Nogueira absolvierte einen kurzen Gastauftritt als leicht angetrunkenes Supergirl. Sie dankte ihrem Cousin für das Hundesitting und bricht mit Krypto zu neuen Abenteuern auf.

Eins davon erzählt jetzt der zweites DC-Universe-Kinofilm. Hierin ist ein Supergirl erleben, dass es liebt sich gehen zu lassen. Zusammen mit Krypto besucht sie gerne Planeten mit roten Sonnen. Dort hat sie keine Superkräfte und spürt die Folgen von Alkoholgenuss. An ihrem 24. Geburtstag lässt sie sich so richtig volllaufen.

Ausgerechnet sie ist es, die die junge Außerirdisch Ruthye Marye Knoll (Eve Ridley) auserkoren hat, um Krem of the Yellow Hills (Matthias Schoenaerts) zu finden. Der Anführer der die Galaxis terrorisierenden Briganten hat Ruthyes Vater umgebracht. Als das verkaterte Supergirl sich widerwillig auf die Mission einlässt und Krem findet, unterliegt sie im Zweikampf.

Krem kann mit Supergirls Raumschiff entkommen und hat zuvor den zur Hilfe eilenden Krypto noch mit seinen vergifteten Pfeilen lebensgefährlich verletzt. Um an das sich im Besitz von Krem befindende Gegengift zu gelangen, steigt Supergirl zusammen mit Ruthye in ein Raumschiff, das an eine Art galaktischen Flixbus denken lässt. Die jungen Frauen durchleben eine abenteuerliche Odyssee im Weltraum…

Es ist erstaunlich und erfreulich, dass die Vorlage dieses Kinofilms mit der von Tom King geschriebenen und von Bilquis Evely gezeichneten DC-Miniserie Supergirl: Die Frau von morgen ein Comic ist. Das werkgetreue Verfilmen von Comicklassikern  hat sich in der bereits aus mittlerweile mehr als 50 Animationsfilmen bestehenden Reihe der DC Universe Animated Original Movies bestens bewährt.

Der von Craig Gillespie (Fright Night, I Tonya, Cruella) temporeich inszenierte Kinofilm wurde noch aufgemotzt durch einen Gastauftritt von Ex-Aquaman Jason Momoa als Lobo, der im Comic nicht vorkommt. Dem Kinofilm fehlt zwangsweise die epische und gelegentlich auch tragische Erzählstruktur von Kings Comic. Gillespies Film wirkt nach dem werkgetreuen Auftakt durch sein Dauerfeuerwerk an Action und Humor, aber auch Drama, wie ein vierter Teil von James Gunns Guardians of the Galaxy.

Doch zum Glück wurde auch Tom Kings Idee die tragische Kindheit von Supergirl mit in die Story einzubauen, sehr wirkungsvoll in den Kinofilm übernommen. Die Sequenzen, die erzählen wie die kleine Kara Zor-El zusammen mit ihren Eltern und in der durch eine Kuppel geschützte Stadt Argor City die Zerstörung ihres Heimatplaneten zunächst überlebt, gehören zu den Höhepunkten des Films.

Es spricht für Gillespie, dass es ihm gelingt die tragischen Szenen in der das kleine spätere Supergirl erlebt wie mir Argor City ihre Heimat quasi ein zweites Mal untergeht, den ansonsten eher feuchtfröhlichen Fil, nicht aus dem Gleichgewicht bringt. Es spricht für James Gunn, dass er auf Supergirl gesetzt hat, obwohl 1984 ein Kinofilm mit Helen Slater zum Totalflop wurde und obwohl ab 2015 eine TV-Serie mit der großartigen Melissa Benoist in sechs Staffel gnadenlos zu Tode geritten wurde.

Es darf sich also auf den nächsten DC-Universe-Kinofilm gefreut werden. Im Zentrum der mit moderaten 40 Millionen Dollar veranschlagten Produktion Clayface steht der aus dem Film Sisi & Serie Waliser Tom Rhys Harries und höchstwahrscheinlich wird Batman nicht zu sehen sein. Das klingt noch blödsinniger als ein Supergirl-Film und wird sicherlich großartig. 

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