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Mary Shelley’s Frankenstein

Auch anerkannten Wunderkindern wird nur eine sehr kurze Schonzeit eingeräumt. Kaum hat er ein Riesenbudget, eine Bombenbesetzung und ein fesselndes schlüssiges Drehbuch, das seine mit allerlei kulturbeflissenem Ballast beladenen Shakespeare-Adaptionen ganz schön alt aussehen lässt, schon wird der bedauernswerte Kenneth Branagh zum Abschuss freigegeben.

Dabei hat er – ganz anders als bei seinem Hollywood-Debüt Schatten der Vergangenheit – doch wirklich alles richtig gemacht. Aus dem etwas wirr zusammengeschusterten (dem Monstrum nicht ganz unähnlichem) Roman wurde ein packender Film, der von Anfang bis Ende voll aufdreht und alle Register zieht.

Prompt steht die Filmkritik ratlos dar und lobt – ganz wie Pawlowsche Hunde – routinemäßig die Leistung von Robert De Niro (AZ München: “sensible Darstellung„, Süddeutsche: “Er wirkt so menschlich wie nie zuvor„, Spiegel: “Hohe Kunst„). Dabei könnte so ziemlich jeder Darsteller unter dem Haufen Make Up versteckt werden.

Ganz anders als zuvor wird Branagh hingegen diesmal in seiner Doppelfunktion als Hauptdarsteller und Regiesseur für hoffnungslos überfordert gehalten (AZ: “Schauspieler Branagh übervorteilt in einer hitzigen One-Man-Show den Regisseur Branagh„). Am originellsten ist mal wieder der Spiegel: “Ein großer Dichter hat einen kleinen Auftritt (…) Wer ihm in die Quere kommt, den schnauzt Schiller an: “Passen Sie doch auf, wohin ich gehe.“ Genau das ist die Geisteshaltung des Films.“ Also, ich werde trotzdem weiterhin gerne aufpassen wohin Branagh geht.

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Jonah Hex

Jonah Hex ist eine ungewöhnliche Comicfigur aus dem Stall der Superhelden-Company DC. Der Cowboy mit der ungewöhnlichen Kauleiste und tragischer Vorgeschichte debütierte 1972 innerhalb der Comicreihe All-Star Western. Die Figur erfreute sich großer Popularität und erlebte auch Abenteuer außerhalb des Western-Genres, etwa im Bereich Science-Fiction oder bei der sich an ein erwachsenes Publikum richtenden DC-Tochter Vertigo.

Jonah Hex

Für die Hauptrolle eines Jonah-Hex-Films war auch Thomas Jane (The Punisher) im Gespräch, der den Charakter in einem im selben Jahr entstandenen animierten Kurzfilm aus der Reihe DC Showcase seine Stimme lieh. Doch für den Kinofilm erhielt Josh Brolin den Zuschlag und macht als hartgesottener Ex-Soldat der Konföderierten eine gute Figur. Die Schurkenrolle ist bei John Malkovich ebenfalls in guten Händen und für das nötige Sex-Appeal sollte Megan Fox (Transformers) sorgen. Auch die Geschichte um einen fanatischen Südstaatler, der am 4. Juli 1876 zur 100-Jahres-Feier der USA in Washington einen terroristischen Anschlag mit einer Superwaffe verüben will, hat Potential.

Jonah Hex

Doch der Film spielte bei Herstellungskosten von knapp 50 Millionen Dollar in den USA nur ein Fünftel davon wieder ein, was dazu führte, dass Jonah Hex seine Premiere bei uns auf DVD und Blu-ray erlebt. Es verwundet, dass der Film (abzüglich des Nachspanns) nur eine Länge von circa 70 Minuten hat, obwohl unter den auf DVD und Blu-ray enthaltenden nicht verwendeten Szenen einige interessante Momente zu finden sind.

Jonah Hex

Bonusmaterial der Blu-ray: Sehr interessanter Bericht über die Comicfigur Jonah Hex (10:53 min); Während des Filmes ist es möglich Making-Of-Berichte einblenden zu lassen; Nicht verwendete Szenen (5:11 min)

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