In diesem Band, der einen Comicklassiker erstmals adäquat auf deutsch präsentiert, kommt ein Monolog von Stan Lee zum Abdruck, in dem dieser erzählt, dass er in den Siebzigern häufig mit “DCs Obermacker“ Carmen Infantino darüber gesprochen hatte, dass sie die Top-Helden der beiden Superhelden-Verlage “schnellstmöglich zusammenbringen“ müssen.
1976 trafen dann in Superman vs. The Amazing Spider-Man: The Battle of the Century erstmals Helden von DC und Marvel aufeinander und es entstand eine Art “Mutter aller Crossover und Team-Ups“. Die Story wurde von Gerry Conway meisterlich aufgegliedert und ihm gelingt es keinen der beiden Superhelden zu bevorzugen.
Im 15-seitigen “Prologue 1“ trifft Superman in Metropolis auf einen riesigen von Lex Luthor gesteuerten Roboter. Luthor, der damals noch kein Konzernchef war, kann nach einem kurzen Kampf mit einen gestohlenen Computerbauteil entkommen. Superman gelingt es dennoch seinen Erzfeind zu fassen. Es folgt eine Seite mit eine “Hero Identification“ von Superman.
Im ebenfalls 15-seitigen “Prologue 2″ ärgert sich Spider-Man in New York mit Dr. Octopus herum. Im Anschluss gibt es eine “Hero Identification“ von Spider-Man. Der “Prologue 3“ lässt auf fünf Seiten Luthor und Doc Ock im Knast aufeinandertreffen, einen Plan schmieden und gemeinsam ausbrechen. Unter dem Motto “and leave us not forget our villainous Villains“ folgt ein “Schurkenporträt“ des diabolischen Duos.
Anschließend beginnt das zehnseitige “Chapter One: A Duel of Titans“, in dem sich Clark Kent, Peter Parker, Lois Lane und Mary Jane Watson in New York auf der Weltnachrichtenkonferenz kennenlernen. Im “Chapter Two: When Heroes Clash!“ ist es dem trickreichen Lex Luthor gelungen, Superman und Spider-Man so zu manipulieren, dass sie sich auf vierzehn Seiten einen spektakulär in Szene gesetzten Zweikampf zu liefern.
In “Chapter Three: The Call of Battle“ hat unser Heldenduo die Schurken durchschaut und bläst auf zwölf Seiten zum Angriff. In “Chapter Four: Doomsday Decision“ geht es auf zwanzig Seiten im Weltraum weiter. Die Helden kehren siegreich mit den durch Netzflüssigkeit gefesselten Schurken nach New York zurück. Dort wird im “Epilogue“ Clark, Peter, Lois und Mary Jane von Morgan Edge und J. Jonah Jameson ein Abendessen spendiert.
Conways Story ist ein großartiges Gerüst für die spektakulären, häufig auf Doppelseiten präsentierten, Zeichnungen von Ross Andru. Dieser erhielt etwas Unterstützung von den Comiclegenden John Romita Sr. und Neal Adams, der zwei Jahre später Superman auf Muhammad Ali treffen ließ.
Aktuell wurden weitere Comicbegegnungen zwischen Superman und Spider-Man veröffentlicht. Doch diese konnten nicht mit der Wucht des Klassikers von 1976 mithalten und wurden durch weitere Shortstories mit DC-Marvel-Crossovers aufgemotzt.
Nahezu zeitgleich mit der US-Veröffentlichung erschien 1976 ein übergroßes Ehapa-Album auf dessen Cover “Superman gegen Super-Spider“ zu lesen war, weil der deutsche Verlag nicht die Rechte an Spider-Man hatte. Doch jetzt endlich bekommt dieser Klassiker auch bei uns die großformatige 26 x 36 cm Hardcover-Veröffentlichung mit Pseudo-Handlettering und Alex-Ross- Vorsatzpapier, die er schon lange verdient hat.
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