Schwarwel: Seelenfresser

Thomas Meitsch alias Schwarwel ist in erster Linie bekannt als Schöpfer der eher im Funny-Bereich angesiedelten Comicfigur Schweinevogel und als Hausgraphiker der Band Die Ärzte. Als er von 1996 bis 2006 gemeinsam mit Bela B. den Comicverlag Extrem Erfolgreich Enterprises (EEE) betrieb, war er auch als Zeichner von Horrorstories tätig. Schon damals entstand die Grundidee zu Seelenfresser.

Die mittlerweile in Form von zwei schwarzweiße Alben vorliegende Geschichte erschien zunächst im Internet und setzt sich mit den christlichen Tugenden Liebe, Glaube, Hoffnung und Barmherzigkeit auseinandersetzten.

Der Auftakt der Reihe erzählt am Rande seiner düsteren Geschichte allerdings eher von gescheiterter bzw. missverstandener Liebe. Hauptfigur ist die attraktive Hundehalterin Hitch-Hike-Baby, die eine ungute Beziehung mit einem fremdgehenden Trucker betreibt und inmitten eines finsteren Waldes unheimliche Begegnungen hat. Dabei müssen Fans von Schweinevogel nicht auf ihren Helden verzichten, denn dieser ist zumindest als Plüschtier dabei.

Auf den ersten Blick mögen Schwarwels schlichte aber kontrastreiche Schwarzweißbilder in diesem A4-Album etwas zu groß abgedruckt erscheinen, doch sie ziehen den Leser fast schon magisch in ihren Bann und in eine Geschichte, die sich (noch?) nicht voll erschließt aber gerade dadurch fasziniert.

Empfehlenswert ist auch Schwarwels aktueller in eine ähnliche Richtung gehender Comic Gevatter – Die fünf Phasen, sowie seine Animationsfilme wie z. B. Leipzig von oben.

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