Schock

Die Regisseure und Drehbuchautoren Daniel Rakete Siegel und Denis Moschitto, der auch die Hauptrolle übernahm, machen dort weiter wo Fatih Akin 1998 mit Kurz und schmerzlos Hoffnung auf ebenso spannende wie milieusichere deutsche Unterwelt-Thriller machte.

Moschitto spielt auch die Hauptrolle des Arztes Bruno, der wegen Drogenproblemen seine Approbation verloren hat. Dennoch denkt er nicht daran, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. In Köln kümmert er sich um Patienten, die nicht so einfach zum Arzt gehen können oder wollen. Dabei handelt es sich meist um Prostituierte, Kleinkriminelle oder Illegale.

Bruno kommt gerade so über die Runden, doch eines Tages erhält er ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann. Im Auftrag der Anwältin Kreber (eiskalt: Anke Engelke) soll er einen an Leukämie erkrankten Mafiosi behandeln. Die Lage eskaliert, nachdem Bruno von einem befreundeten Apotheker unwirksame Medikamente bekam…   

Aus der sehr guten Darstellerriege ragt Fahri Yardım heraus, der bisher eher sympathische oder komödiantische Rollen spielte. Eine durchaus dunkle Seite zeigte er bereits in der Fremdschäm-Serie Jerks. In Schock gelingt ihm das Kunststück Giuli, den Mann von Brunos Schwester und Mitglied der kriminellen Mittelschicht, sowohl bedrohlich als auch bedauernswert zu spielen. Aus dieser Richtung kann gerne noch mehr kommen.

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