Pixar: Hoppers

Die Tatsache, dass ein neuer Animationsfilm von Pixar in die Kinos kommt, ist mittlerweile nicht mehr wirklich eine Nachricht. Nicht sonderlich inspirierten Fortsetzungen zu einstigen Hits wie Cars oder Die Monster AG, sowie seltsame Flops wie Rot oder Elio, haben sich nicht gerade positiv auf das Image des lange Zeit zuverlässigen Lieferanten von technisch und vor allem inhaltlich großartigen Filmen ausgewirkt.

Die Werbekampagne zu Hoppers mit mehr oder weniger niedlichen Waldbewohnern auf knallgelben Grund ist ziemlich nichtssagend. Wer jedoch einen banalen Film voller herumhoppelnder Tierchen erwartete, wird angenehm enttäuscht und erstaunlich unaufdringlich in Richtung sorgsamer Umgang mit der Natur gestupst. Ähnlich wie in den besten Pixar-Filmen wird auch in Hoppers unaufhaltsam eine originelle Geschichte erzählt.

Die kleine Mabel Tanaka befreit immer wieder Schildkröten, Hamster oder Meerschweinchen aus ihren Käfigen, Erst ihre Großmutter kann das wilde Mädchen zur Ruhe bringen, indem sie diese mit einem Tümpel-Biotop als friedlichen Rückzugsort vertraut macht. Das geht eine Weile gut, doch dann will der karrieresüchtige Provinzbürgermeister Jerry den Sehnsuchtsort von Mabel für den Bau einer Autobahn wegsprengen.

Er behauptet, dass ohnehin alle Tiere verschwunden sind, will jedoch den Autobahnbau stoppen, wenn es der mittlerweile fast erwachsenen Mabel in 48 Stunden gelingt, wieder Biber im Tümpel anzusiedeln. Nachdem ihre Unterschriftenkampagne krachend gescheitert ist, entdeckt Mabel, dass es einigen Lehrkräften ihrer Schule gelungen ist, das menschliche Bewusstsein in lebensechte Robotertiere „hoppen“ zu lassen. 

In Gestalt eines Bibers versucht Mabel ihre Welt wieder in Ordnung zu bringen. Das daraus entstehende von Pixar sorgfältig ausgeklügelte Chaos steht in der Tradition von Meisterwerken wie Toy Story, Findet Nemo, Ratatouille, Oben, Alles steht Kopf und Soul.  

„Hoppers“ erlebte seine deutsche Premiere am 5. März 2026 auf der großen Leinwand und drei Monate später folgte die Heimkino-Veröffentlichung. Während die DVD bei Leonine ganz ohne Bonusmaterial auskommt, bietet die Blu-ray allerlei interessantes Bonusmaterial, das es ermöglicht am Kreativprozess teilzunehmen. Das Making Of „Hopping In“ (11:46 min, wie alle Extras, wahlweise mit deutschen Untertiteln) zeigt, wie das Pixar-Team vom Daniel Chong den Film produziert hat. Hinzu kommen die Features “Die Viecher-Tagebücher“ über eine viertägige Exkursion der Pixar-Kreativkräfte zum Yellowstone-Nationalpark (10:17 min) und „Das ist König George“ über den König der Säugetiere (6:34 min), “Beaverton enthüllt“ mit erstaunlichen Fakten und Pixar-Eastereggs (4:12 min) und “Verdammt gute Patzer“ (2:04 min). Die Krönung sind die „Gelöschten Szenen“ (19:37 min), Hier wurden in Form von zumeist schlichten aber beeindruckenden Skizzen verworfene aber originelle Handlungsvarianten visualisiert.

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