Mitten in Deutschland hat der exzentrische Milliardär Mark Messinger eine Stadt gegründet, in der Geeks großzügige finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie sich dort ansiedeln und ihren Wohnraum nach eigenen Vorstellungen gestalten. Die Bewohner von Geektown sind stolz darauf, wie einträchtig unterschiedliche Gruppierungen – wie etwas die Fans von Star Trek und Star Wars – an einem gemeinsamen Ort leben.
Doch bereits in seinem Roman Mord in Geektown erzählte Peter Osteried (The Hammer Chronicles, Die Filme des Ray Harryhausen), dass dieses scheinbare friedliche Miteinander nicht die ganze Wahrheit ist. Dies vertieft er in einer Storysammlung durch 25 meist ziemlich kurze Geschichten aus Geektown.
Allein, die Längste und Deprimierendste davon umfasst 26 Seiten und erzählt von einer glücklichen Bewohnerin von Geektown, die von ihren besorgten Eltern durch einen Sekten-Experten entführt wird. Dieser erzieht sie so um, dass sie in der “normalen“ Welt wieder funktioniert. Osteried baut nicht nur hier Zweifel auf, ob Mark Messinger nicht vielleicht doch finstere Pläne verfolgt und ein Sektenführer ist.
Auch ansonsten werden Probleme von Geektown angesprochen. Wie etwa wird sichergestellt, dass sich nur echte Geeks in der Stadt ansiedeln? Wie sah es dort während des Lockdowns aus? Wie wird mit gaffenden und lästernden Touristen oder mit Hass im Internet umgegangen? Außerdem gibt es auch in Geektown Ultras, die eine Art Fight Club gegründet haben, um in Faustkämpfen für Star Trek oder Star Wars anzutreten. Doch hauptsächlich feiert Osteried diese bunte Stadt, in der er ganz offensichtlich gerne leben würde.
Auch Fans des ersten Geektown-Romans kommen voll auf ihre Kosten, denn in einigen Geschichten taucht erneut Winnie auf, die im Nachbau des Bates Motels als Rezeptionistin jeden Tag ein anderes Cosplay-Kostüm anzieht. Auch der eine schwarzgelbe Star-Trek-Uniform tragenden Geektown-Sicherheitschef Daniel Winter hat einen Auftritt. Außerdem freut sich in der letzten Story Kommissar Sören Torwen darüber, dass er wieder in Geektown einen Mordfall aufklären soll. Auch ich freue mich auf Peter Osterrieds nächstes Buch Geektown sehen und sterben!
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