Max & Luzie beim Großmogul in Indien

Auch im 1992 erschienenen 32. Comic der Reihe Max & Luzie gelangen Franz Gerg prachtvolle Bilder. Im Indien von 1654 wimmelt es nur so prächtigen Bauten und Kleidungsstücken, doch leider ebenfalls von Klischees. Gleich auf der ersten Seite sitzt ein Fakir auf dem Nagelbrett und am Ende der Story von Monika Sattrasai betätigt sich Max als Schlangenbeschwörer.

Heutzutage würde es verwundern, ja vielleicht sogar verärgern, wenn dem Thema Polygamie nicht mehr abgetrotzt wird, als ein Herrenwitz wie: “Nun ja, die anderen sechsunddreißig Schwiegermütter sind wenigstens O. K.“

Solche Gags gibt es sicher auch in der ähnlich gelagerten vom großen René Goscinny geschriebenen Serie Isnogud, doch finden sie im Umfeld einer ebenso originellen wie spannenden Handlung statt. 

Die Max & Luzie-Geschichte über den Diebstahl eines wertvollen Diamanten hingegen schleppt sich dahin, und es ist mir auf Seite 16 immer noch völlig egal, ob dieser nicht sonderlich sympathische Schah Dschahan seinen Edelstein zurückbekommt oder nicht.

Dies wäre vielleicht verkraftbar gewesen, wenn der Comic zusätzlich noch Wissen über das alte Indien vermittelt hätte, doch dies geschieht leider nur auf den beiden letzten redaktionellen Seiten.  

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Mittlerweile liegt bei Kult Comics bereits der zweite Band einer Integral-Ausgabe von Max & Luzie vor. Dieser enthält neben Beim Großmogul in Indien die Comics Bei Robin Hood, In der Steinzeit, Bei Wolfgang Amadeus Mozart, Bei Kleopatra, Mit Livingston in Afrika, Bei den Musketieren und Bei den Alchimisten.   

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