Annie sucht einen Platz in einer Wohngemeinschaft und findet ein unschlagbar günstiges Angebot. Die Wohnung ist zentral gelegen, befindet sich aber im sechsten Stock und in ihrem zuvor als Abstellkammer genutzten Zimmer sollen im Sommer hohe Temperaturen herrschen. Doch die Mitbewohner sind sehr nett. Mo arbeitet als Sozialarbeiter und Linh macht eine Ausbildung zur Fahrradmonteurin.
So weit so gut, doch dann gibt es noch Felix, der die Wohnung seltsamerweise durch das Fenster betritt und verlässt. Dies scheint Linh und Mo nicht weiter zu stören, da Felix ohnehin nur selten daheim ist. Annie lässt sich auf die WG ein und hat sich schnell eingelebt, Dennoch wird sie das Gefühl nicht los, mit einem Geist zusammenzuleben. Wenn Felix sich mal in der WG blicken lässt, dann nutzt er seine spezielle Fähigkeit, um bei Konflikten oder Problemen einfach aus dem Fenster fortzufliegen.
Madita Schwenke erzählt ihre Geschichte ganz unaufgeregt in klaren mit der Schmuckfarbe Blau eingefärbten Bildern. In einem ansonsten realistisch dargestellten Umfeld gelingt ihr das Kunststück, es als ganz selbstverständlich darzustellen, dass Felix fliegen kann. Dies liegt sicher auch daran, weil die aus dieser Fähigkeit resultierenden Probleme ganz alltäglich wirken. Wer möchte nicht manchmal gerne einfach entschwinden können, wenn es nervig wird oder gar Verantwortung übernommen werden muss?
Im weiteren Verlauf der Geschichte kommt auch die Frage auf, ob es sinnvoll ist, seine speziellen Fähigkeiten ständig zum eigenen Vorteil zu nutzen. Madita Schwenke vermittelt zwar Anregungen für ein besseres Miteinander, dennoch ist ihr Comic alles andere als ein Leitfaden zur Selbsthilfe, sondern in erster Linie wird eine mitreißende Geschichte erzählt.
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