Nach seinem Meisterwerk Memento wurde natürlich eine ganze Menge von Christopher Nolans nächsten Film erwartet. Vielleicht war es ein cleverer Schachzug 2001 keine eigene neue Geschichte zu entwickeln, sondern das Remake eines norwegischen Thrillers von 1997 zu inszenieren. Insomnia verlegte die Handlung des Originalfilms nach Alaska, denn auch dort geht im Sommer die Sonne nie unter.
Al Pacino spielt den berühmten Polizeiermittler Will Dormer, der von Los Angeles nach Nightmute in Alaska fliegt, um den Mord an einer 17-jährigen Schülerin aufzuklären. Als Dorner den verdächtigen Autor Walter Finch (Robin Williams) verfolgt, erschießt er versehentlich seinen Partner. Er will diese Tat jedoch nicht zugeben und fälscht Beweismittel. Finch wiederum hat alles beobachtet und versucht den an Schlaflosigkeit leidenden Dormer zu erpressen.
Mit dem wie meist mit viel Power aufspielenden Al Pacino in der Hauptrolle, einem nach One Hour Photo einmal mehr unkomischen Robin Williams, sowie Hilary Swank als eifriger Polizistin gelang Nolan ein gut besetzter und sehr spannender Thriller. Vor ungewöhnlicher Alaska-Kulisse gibt es nicht nur atemberaubende Action auf schwimmenden Baumstämmen, sondern es werden auch hochmoralische Fragen gestellt. Zwar ist Insomnia ganz gewiss kein bahnbrechender Film wie Memento, aber ein schlüssiger Beweis dafür, dass von Nolan noch weitere spannende Dinge zu erwarten sind.
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