Gerry Alanguilan: Elmer

Urplötzlich ziehen die Hühner mit den Menschen gleich, denn auch sie können reden und denken. Das Federvieh muss jedoch einen blutigen Weg beschreiten, bis es Gleichberechtigung erlangt, zumindest auf dem Papier. So hat der hochintelligente und die Menschen hassende Gockel Jake Gallo keine Chance eine angemessene Tätigkeit zu finden. Daher verlässt er die Stadt und zieht zurück zu seiner Familie aufs Land.

Dort liest er die Lebenserinnerungen seines gerade verstorbenen Vaters Elmer. Dabei wird er mit den 20 Jahre andauernden Kampf konfrontiert, den seine Vorfahren ausfechten mussten, um nicht weiterhinin den Schlachthöfen und Mägen der Menschen zu landen. Dabei findet er widerwillig heraus, dass es auch gute Menschen gibt, wie den Bauern Ben, der mit seinem Vater befreundet war.

Gerry Alanguilan schrieb und zeichnete diesen Comic von 2006 bis 2008, Doch erst jetzt erscheint – dank des Dantes Verlags – sein ergreifendes und mehrfach preisgekröntes Wcrk Elmar auch bei uns. Der 2019 verstorbene Filippino ist ein begnadeter Zeichner und hat sehr viele Superhelden-Comics für Marvel und DC geinkt.

Dank Alanguilans perfekter Schwarzweiß-Grafik funktioniert Elmer erstaunlich gut und die Geschichte wirkt niemals albern, auch wenn es darin gelegentlich um Liebesbeziehungen zwischen Mensch und Huhn geht. Doch in erster Linie ist Elmer eine politische und gesellschaftliche Parabel im Stile von George Orwells Klassiker Animal Farm.

Auf 111 Exemplare limitierte Hardcover-Ausgabe mit Print

Dem Dantes Verlag ist nicht nur für die Veröffentlichung dieses Comics zu danken, sondern auch dafür, dass der Übersetzer Jens R, Nielsen im Anhang noch allerlei interessante Anmerkungen und Erklärungen platzieren durfte, die die Lektüre vertiefen.       

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